Am 16. November findet das OHDE-Kolloquium 2009 statt – es geht bei der von der Professur für Bodenmechanik und Grundbau in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Wasserbau veranstalteten Fachtagung um „Aktuelle Themen in Bodenmechanik und Grundbau“. Nach der Eröffnung durch Prof. Ivo Herle vom ausrichtenden Lehrstuhl gibt es Vorträge in den drei Blöcken Bodenverhalten, Geotechnische Nachweise sowie Fallbeispiele. Das Kolloquium findet im Festsaal des Rektorats, Mommsenstraße 11 statt. Anmeldung und Programm: Ohde-Kolloquium 2009
Kategorie: Institute/Lehrstühle
Schäden an Tragwerken
Knapp 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben heute am 13. Dresdner Baustatik-Seminar in den Räumen der Komödie neueste Ergebnisse der Forschung über Schäden an Tragwerken ausgetauscht.
Prof. Michael Kaliske vom Institut für Statik und Dynamik der Tragwerke, das die Tagung in Zusammenarbeit mit der Landesvereinigung der Prüfingenieure für Bautechnik Sachsen und der Ingenieurkammer Sachsen veranstaltet, begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und führte in das Thema ein. Die Vielfalt der möglichen Schadensursachen – von normaler Alterung über Naturkatastrophen bis zu menschlichem Versagen – deutete er nur an; in den Fachvorträgen gingen die Referenten dann im Detail auf die verschiedenen Aspekte ein.
Ein Höhepunkt der Tagung war zweifelsohne der Vortrag von Prof. Dr.-Ing. h.c. Claudio Borri (Dipartimento di Ingeneria civile, Università di Firenze), der auch auf Einladung des George-Bähr-Forums und im Rahmen des Seminars für Bauwesen über „Das Geheimnis des Genius Brunelleschis: Tragwerk und Tragverhalten der Domkuppel zu Florenz“ sprach.
Hydraulischer Modellversuch Odertalsperre
Am Südwestrand des Harzes wurde zwischen 1930 und 1933 bei Bad Lauterberg (Niedersachsen) die Odertalsperre errichtet, die dem Hochwasserschutz, der Energieerzeugung und der Niedrigwasseraufhöhung des Unterlaufes der Oder in Trockenzeiten dient. Die Gesamtanlage besteht neben der 56 m hohen Hauptsperre (Erddamm mit Betonkern) aus einem unterhalb gelegenen Ausgleichsbecken (ca. 200 m x 700 m), das wiederum durch einen 7,5 m hohen Erddamm mit integrierter Wehranlage begrenzt wird. Das Reservoir der Hauptsperre und das Ausgleichsbecken wurden bis Anfang der 1990er Jahre als Pumpspeicherkraftwerk betrieben.
Unter Leitung von Prof. Jürgen Stamm erfolgten im Hubert-Engels-Labor des Instituts für Wasserbau und Technische Hydromechanik (IWD) der TU Dresden durch Dipl.-Ing. Holger Haufe und Dipl.-Ing. Thomas Kopp die Untersuchungen an drei Teilmodellen, zwei davon physikalisch im Maßstab M 1:25 für die HWE und M 1:20 für die Wehranlage. Bei dem dritten Teilmodell handelte es sich um ein tiefengemitteltes 2D-hydronumerisches Modell zur Ermittlung der Strömungsverhältnisse im Ausgleichsbecken. [mehr]
Verlegter Termin: Architektur und Tragwerk
Die Lehrveranstaltung „Architektur und Tragwerk“ beginnt, abweichend von der Ankündigung, statt am 16. 10. 09 erst am 30.10.09. Worum geht es in der Veranstaltung? Tragwerk und Gebäudehülle der staatlichen Jugendmusikschule Hamburg wurden in enger Kooperation mit dem Architekten entwickelt. Derzeit wird die Erweiterung um ein Aulagebäude mit Foyer geplant. Die Gebäudehülle stellt nicht nur das äußere Erscheinungsbild dar, sondern nimmt auch Einfluss auf die wesentlichen Gebäudeeigenschaften wie Energiehaushalt, Raumklima, Komfort und Sicherheit. In Folge der großen Bedeutung der Außenhülle eines Gebäudes werden Fassadentragwerke, Fassadensysteme, die dazu gehörenden Einsatzelemente sowie neue Entwicklungen aus diesem Bereich die Schwerpunkte der Lehrveranstaltung sein. Durch praktische Beispiele wird ein Einblick in die vielseitige Tätigkeit des Beratenden Ingenieurs im Hochbau gewährt. Die Lehrveranstaltung wird durchgeführt von Dr.-Ing. Thomas Schadow (WTM ENGINEERS GMBH, Beratende Ingenieure im Bauwesen). Beginn ist am 30.10.2009 um 13 Uhr in Raum BEY/118.
Mareike Eberlein erhielt Hanns-Bruno-Geinitz-Preis 2009
Für ihre Diplomarbeit „Die Geotope des Tharandter Waldes – Inventarisierung und Bewertung“ erhielt Mareike Eberlein im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften den Hanns Bruno Geinitz Preis 2009 der Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden.
Für das Gebiet des Tharandter Waldes erfolgte eine flächendeckende Inventarisierung der geologischen Objekte mit dem Ziel das Geotopkataster des Freistaates Sachsen weiter zu vervollständigen. Die Ergebnisse wurden in einer Neubearbeitung der geologischen Karte des Tharandter Waldes zusammengefasst. Die Arbeit beinhaltet eine Vielzahl von Vorschlägen für geowissenschaftliche Exkursionen. Die konzipierten Routen zeigen sehr schön die geologische Vielfalt des Tharandter Waldes und sind in der Regel in sich abgeschlossen, so dass es sowohl für die Geowissenschaftler aber auch für den interessierten Laien leicht möglich ist sich alle Teile des Tharandter Waldes mit den vorliegenden Materialien zu erschließen. Die praktische Umsetzung erfolgt durch die Einbindung in das Tourismuskonzept des Fremdenverkehrsverbandes „Sächsischer Forst – Tharandter Wald e.V.“
Dresdner Asphalttage 2009
Die DRESDNER ASPHALTTAGE 2009 finden am 10. und 11. Dezember im Maritim Hotel & Internationales Kongresszentrum (ICC) statt. Sie bieten allen Interessierten aus Forschung und Wirtschaft die Möglichkeit zur ausführlichen Information und zum Gedankenaustausch. Die Veranstaltung ist die dritte in einer Reihe informativer Veranstaltungen zum Thema: Im Januar 2005 fand in Dresden die erste Veranstaltung zum Themenkomplex „Grundlagen zur Bemessung von Asphaltbefestigungen“ statt. Die öffentliche Präsentation des vom BMBF geförderten Verbundforschungsvorhabens „Nachhaltiger Straßenbau“ im Dezember 2007 knüpfte daran an.
Der Schwerpunkt der Tagung soll dabei auf der Präsentation aktueller Forschungsergebnisse aus den folgenden Bereichen liegen:
- Materialuntersuchungen, Ermittlung von Einflussfaktoren
- Berücksichtigung klimatischer Einflüsse auf das Gebrauchsverhalten
- Erfahrungen und Weiterentwicklungen der rechnerischen Dimensionierungsverfahren von Asphaltbefestigungen
- Zusammenhänge zwischen Prüfverfahren und dem Praxisverhalten
- Stoffmodelle zur Beschreibung des Spannungs-/Verformungsverhaltens, der Standfestigkeit und des Ermüdungsverhaltens
Structural Use of Glass 2009
Das Institut für Baukonstruktion hat zwischen dem 18. und dem 25. September in drei nordamerikanischen Städten Weiterbildungsseminare zu Fragestellungen des Konstruktiven Glasbaus durchgeführt. Ausgehend von der im Jahre 2007 durchgeführten Fachtagung Engineered Transparency in New York konnten kontinuierlich weitere Kontakte auch nach Chicago und Vancouver ausgebaut werden.
In New York fand nach 2008 ein Fortgeschrittenen Seminar an der Columbia University vor insgesamt 36 Besuchern statt. Betrachtet wurden neben den Eigenschaften von Verglasung im Hinblick auf Wärme-, Sonnen- und Schallschutz auch Rechenbeispiele unter anderem von punktgehaltenen Verglasungen.
In Chicago und Vancouver wurden vor 40 beziehungsweise 84 Teilnehmern die Grundlagen zum Glasbau erläutert. Grundlegende Vorträge sind erforderlich, da in Nordamerika zwar viele neue und innovative Ideen entstanden sind, diese aber nur eingeschränkt Eingang in weitere Forschung und normative Festlegungen gefunden haben.
Alle Vorträge waren ein großer Erfolg, so dass man zuversichtlich sein kann, dass auch im nächsten Jahr wieder solche Seminare stattfinden werden, wenn auch vielleicht in anderer Konstellation der Vorträge beziehungsweise in der Auswahl der Städte.
Ulrich Müthers Schalenbauten
Ulrich Müthers Schalenbauten sind immer wieder ein Hingucker. Auf Spiegel Online gibt es anlässlich der Veröffentlichung eines Buchs über Müthers Schalenbauten nun einen kleinen Film – sehenswert. Dazu schreibt die Redaktion: „Ein Ufo als Strandwache, als Bushaltestelle ein Taucherhelm und der Strandkiosk in Pilzform – Rügen war das Testlabor von Ulrich Müther. Der Schalenbaumeister der DDR hat in seiner Heimat zahlreiche Bauten realisiert, die nach der Wende in Vergessenheit geraten waren und heute wiederentdeckt werden. Die Züricher Architekten Lämmler und Wagner haben sich an der Ostsee auf die Spurensuche gemacht und mit ihrem Buch „Müthers Schalenbauten in Mecklenburg-Vorpommern“ eine vollständige Bestandsaufnahme.“
Im Mai 2003 hatte die Fakultät Bauingenieurwesen eine Werkausstellung „Kühne Solitäre“ mit Müthers Schalenbauten gezeigt – Fotos und Modelle. Das Foto von Ulrich Müther entstand bei seinem Festvortrag „Betonschalen – von Dresden in die Welt“. Müther hatte an der TU Dresden Bauingenieurwesen studiert.
Tag der Fakultät 2009
Der diesjährige „Tag der Fakultät Bauingenieurwesen“ findet am 23. Oktober von 14-18 Uhr statt. Ort ist der Hörsaal 118 im Beyer-Bau. Und das ist das Programm der Festveranstaltung:
Musik
Alexander Bersutsky, Violine
Begrüßung durch den Dekan
Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach
Festvortrag „Wie das Holz Geschichten schreibt“
Prof. Dr.-Ing. Peer Haller, TU Dresden
Auszeichnung besonderer Leistungen
Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach
Zeugnisausgabe
Prof. Dr.-Ing. habil. Bernd W. Zastrau, Studiendekan
Dankesworte
Dipl.-Ing. Frank Beyer, Absolvent
Musik
Alexander Bersutsky, Violine
Sektempfang
Photovoltaik-Systemfassade: Forschungsergebnisse rasch in die Praxis umgesetzt
Claudia Hemmerle
Was vor drei Jahren als Forschungsidee begann, ziert nun den Neubau eines Firmengebäudes im schwäbischen Reutlingen. Unter Federführung des Instituts für Baukonstruktion entstand zwischen 2006 und 2008 der Prototyp eines innovativen Verbundpaneels, das Fassadenbekleidung und stromproduzierendes Photovoltaik- (PV-) Modul zugleich ist. Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung hat das Projekt PV-VH-Fassaden im Rahmen der Forschungsinitiative „Zukunft Bau“ gefördert.
Mit Hilfe der Forschungsergebnisse entwickelten die Industriepartner StoVerotec und Würth Solar ein praxistaugliches Bauprodukt für vorgehängte hinterlüftete (VH) Fassaden. Dabei sind PV-Dünnschichtmodule mit einer Trägerplatte aus geschäumtem Recyclingglas vollflächig verklebt und lassen sich mit rückseitigen Tragprofilen in die Unterkonstruktion einhängen. Ihre homogen schwarze, blaue, grüne, rote, gelbe oder weiße Oberfläche ohne sichtbare Befestigung bietet große Anwendungspotenziale in der Architektur, besonders auch für die Sanierung von Altbauten. Individuelle Dämmstoffdicken auf der dahinter liegenden Außenwand gewährleisten den gewünschten Wärmeschutzstandard.
Ein zweites Referenzprojekt befindet sich in Planung, und zwar auf dem Campus der TU Dresden. Der Walther-Hempel-Bau – im Jahr 1962 schon als Experimentalbau und frühes Beispiel der Großtafelbauweise errichtet – soll bei seiner anstehenden Modernisierung mit der PV-VH Solarfassade erneut eine zukunftsweisende Technologie als Gesicht erhalten.
Zur Planung und Wirtschaftlichkeit solcher Anlagen erschien bereits im April ein kompakter Leitfaden des Instituts für Baukonstruktion.






