Glasbau 2017

Bild: Katharina Lohr

Über 200 Gäste besuchten am 30. und 31.03.2017 die zweitägige Tagung »Glasbau 2017«. Die große Resonanz zeigt, dass diese Fachveranstaltung fest verankert ist als Forum des Austausches und der Diskussion.

Die Zusammenstellung der Themen ermöglichte einen umfassenden Ein- und Überblick über aktuelle Fragestellungen im Konstruktiven Glasbau und die Anwendung der neu eingeführten Normenteile. Die Referenten stellten die aktuelle Forschung und Entwicklung sowie die Entwurfs- und Planungsprozesse herausragender Projekte vor.

Zur Tagung erschien das Jahrbuch »GLASBAU 2017«. Die Schwerpunkte bilden Bauten und Projekte, Energie und Nachhaltigkeit, Bemessung und Konstruktion sowie Forschung und Entwicklung. Erstmalig wurde in diesem Jahr eine weitere Rubrik zu Bauprodukten und Bauarten eingeführt. Renommierte Autoren aus Planung, Verarbeitung, Forschung und Entwicklung zeigen den Stand der Technik sowie vertiefte Einsichten in spezielle Fragestellungen. Als Jahrbuch umfasst diese Publikation alle wesentlichen Entwicklungen auf dem Gebiet des konstruktiven Glasbaus und der Fassadentechnik. Ausgewählte Autoren referierten auf der Tagung »Glasbau 2017«.

Allen Referenten, Unterstützern und Sponsoren der Veranstaltung sei an dieser Stelle herzlich gedankt!

 

Beitrag: Katharina Lohr

Leichtigkeit und Transparenz…

sind für das Erscheinungsbild heutiger Architektur sehr prägend. Großflächige Glaskonstruktionen bis hin zu primär tragenden Glasstrukturen sind immer öfter zentraler Bestandteil moderner Gebäude. Aufgrund der sehr großen und wiederholten Nachfrage bietet das Institut für Baukonstruktion am 5. Mai ein Kompaktseminar an, das die Grundlagen zur Bemessung und Konstruktion im Konstruktiven Glasbau anschaulich und verständlich vermittelt.

Für den Entwurf von tragenden Bauteilen aus Glas werden die aktuellen Regeln der DIN 18008 vorgestellt und die bauaufsichtlichen Anforderungen sowie die gegebenenfalls erforderlichen Bauteilprüfungen ausführlich erläutert. Rechnerische Nachweise für Vertikalverglasungen und Überkopfverglasungen werden durch prüffähige Berechnungen schrittweise vorgeführt und erklärt. Im Fokus stehen zudem Sicherheitsaspekte von absturzsichernden, betretbaren und durchsturzsicheren Konstruktionen sowie eine Vorschau auf die bevorstehende Überarbeitung der Glasbaunormung.

Die Kompaktseminare werden als Tagesprogramm angeboten und gliedern sich in vier Lehreinheiten zu je 90 Minuten. Die Konstruktionen werden im Detail erläutert und die Berechnungen anhand vorbereiteter Beispiele aus der Lehrbuchreihe „Glasbau-Praxis“ dargelegt. Die Bände 1 und 2 sind als Seminarunterlagen Bestandteil der Fortbildung. Die Seminarvorträge bieten ausreichend Möglichkeit zur Fragestellung.

 

Termin: 05.05. in Essen, nähere Infos unter www.glasbau-dresden.de

Honorarprofessur für Sylvia Heilmann

Frau Prof. Dr.-Ing. Sylvia Heilmann Bild: Franziska Rehde

Mit Beschluss vom 1. November 2016 ist Frau Dr. Heilmann heute zur Honorarprofessorin für Brandschutz bestellt worden. Frau Heilmann hat seit 2006 am Institut für Baukonstruktion den Lehrauftrag für Brandschutz inne und hält aktuell Vorlesungen im 7. und 8. Semester.

Heilmann hat von 1987 bis 1992 Bauingenieurwesen an der Technischen Hochschule in Leipzig studiert und führt ein Ingenieurbüro für Tragwerks- und Brandschutzplanung in Pirna. Sie ist Prüfingenieurin für Brandschutz und seit 2000 öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Brandschutz. Seit 2008 arbeitet Heilmann im Normenausschuss für Brandschutzingenieurverfahren des Deutschen Instituts für Normung (DIN) mit, und ist im Vorstand der Bundesvereinigung der Prüfingenieure für Bautechnik (BVPI) für Brandschutz verantwortlich. 2015 promovierte sie zum Doktor-Ingenieur an der TU Dresden mit einer viel beachteten Darstellung der „Entwicklung des Brandschutzes in Deutschland vom Späten Mittelalter bis zur Moderne“.

Denkmal und Energie – keine Gegensätze

Denkmal und Energie 2016

Am 28.11.2016 konnte das Institut für Baukonstruktion über 200 Teilnehmer bei der Tagung „Denkmal und Energie“ begrüßen. Die jährlich in Osnabrück stattfindende Veranstaltung etabliert sich zunehmend zu einem Treffpunkt von Architekten, Ingenieuren, Denkmalpflegern, Vertretern des öffentlichen Dienstes und Unternehmen, welche im Bereich der Denkmalpflege und Sanierung tätig sind.

Beantwortet werden dabei Fragestellungen rund um den Themenkomplex der energetischen Sanierung im Denkmalbereich. Zur Tagung erschien das Jahrbuch „Denkmal und Energie 2017“. Die Schwerpunkte bilden Bauten und Projekte, Gestaltung und Konstruktion, Material und Technik sowie Forschung und Entwicklung. Renommierte Autoren aus Planung, Verarbeitung, Ausführung und Forschung zeigen den Stand der Technik sowie vertiefte Einsichten in spezielle Fragestellungen.

 

Rückblick Tag der Fakultät 2016

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Gruppenbild der Absolventinnen und Absolventen (wird nach Anklicken größer und kann so zum privaten Gebrauch gespeichert werden). Foto: Ulrich van Stipriaan

181 Absolventinnen und Absolventen hat die Fakultät Bauingenieurwesen zum Abschluss des Studienjahrs 2015/2016 verabschiedet – die überwiegende Mehrheit mit dem Titel „Dipl.-Ing.“, an dem die Fakultät ohne Unterbrechung festgehalten hat (ohne deswegen die nötigen Modernisierungen zur Durchlässigkeit des Studiums zu vernachlässigen). Für zwei Fernstudenten gab es Bachelor-Zeugnisse und für 44 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des internationalen Masterkurses ACCESS das Master-Zeugnis. Zum Tag der Fakultät 2016 waren die meisten von den Absolventen in den Festsaal der TU Dresden, den Dülfer-Saal, gekommen, um die Zeugnisse persönlich in Empfang zu nehmen.

Prof. Ivo Herle, der Dekan der Fakultät Bauingenieurwesen, resümierte in seiner Rede: „Die Ansprüche, die wir als Hochschullehrer an Sie gestellt haben, waren nicht gering. Mathematische und physikalische Zusammenhänge und Modelle, Materialeigenschaften und Materialverhalten, Bauwerke in Teilen und als Ganzes, Planung, Entwurf, Bemessung, Nachweisführung, Baustellenprozesse, Kalkulation und vieles mehr: das alles war kein Selbstzweck. Wir wollten Sie nicht quälen, sondern gewährleisten, dass die Qualität Ihres Abschlusses an der Technischen Universität Dresden einfach stimmt!“ Seine Einschätzung („Sie wurden exzellent ausgebildet, trotz Stellenabbau und Mittelkürzungen, die die gesamte Universität in den vergangenen Jahren zu spüren bekommen hat…“) teilte am Ende der Veranstaltung auch Tamara Bimesmeier, die die Dankesworte für die Absolventinnen und Absolventen sprach. Sie sagte: „Einiges habe ich an der TU Dresden zu schätzen gelernt, was mir vorher überhaupt nicht bewusst war. Es ist nämlich gar nicht mal so selbstverständlich, seine Module frei wählen zu dürfen und dennoch alles drumherum organisiert zu bekommen. Und genauso wenig selbstverständlich ist es, mit Professoren, Dozenten und Mitarbeitern auf einer Augenhöhe zu reden und jederzeit mit Fragen auf sie zugehen zu können. … Wir alle haben über die Zeit sehr viel probiert. Wir haben probiert, Dinge manchmal anders zu machen als gewöhnlich. Und wir haben probiert, uns auch für Arbeiten zu motivieren, die uns manchmal unnötig oder sinnlos vorkamen. Wahrscheinlich ist es genau das, was wir alle – unabhängig unserer Vertiefung – gemeinsam gelernt haben und was uns als Ingenieure auszeichnen sollte: Dinge gelegentlich mal anzuzweifeln, Probleme zu erkennen, nach Lösungen zu suchen und dann einfach mal etwas auszuprobieren.“

Den Festvortrag der mit Musik von Krambambuli begleiteten Feier hielt Dipl.-Ing. Christof Sänger. Er formulierte mit seiner reichen Berufserfahrung auch in führender Position im Hintergrund „Anforderungsprofile an Bauingenieure aus Sicht der Bauindustrie“.

Impressionen vom Tag der Fakultät 2016 (Fotos: Ulrich van Stipriaan)
Impressionen vom Tag der Fakultät 2016 (Fotos: Ulrich van Stipriaan)

Ehrungen

Traditionell wurden am Tag der Fakultät Bauingenieurwesen nicht nur die Zeugnisse für die Absolventinnen und Absolventen überreicht, sondern auch besondere Leistungen gewürdigt: Sieben Preise wurden verliehen. „Wir danken den Stiftern sehr, dass sie sich, teilweise schon jahrelang, so engagieren und dadurch unsere Studentinnen und Studenten besonders motivieren!“ sagte Prof. Herle.

Zum vierten Mal verlieh die Bauunternehmung Gabriel Dreßler einen Preis für die besten Abschlussarbeiten in den Vertiefungen Baubetrieb und Gebäude/Energie/Management. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und wurde wie in den Vorjahren von Gerd Baumann überreicht. Preisträgerin ist Carolin Bula, ihre Diplomarbeit hat den Titel „Qualitätssicherung bei Planung, Errichtung und Betrieb von energieeffizienten Nichtwohngebäuden“. Den 2. Preis erhielt Tra My Le für ihre Diplomarbeit „Auswirkungen von Building Information Modeling (BIM) auf den SIA-Vertrag in kleinen und mittleren Bauunternehmen“, den 3. Preis bekam Martin Spindler für seine Diplomarbeit „Building Lifecycle Management (BLM) in Non-Property-Unternehmen“.

Der ebenfalls mit 3.000 Euro dotierte Gottfried-Brendel-Preis wird von einem der führenden Unternehmen der Branche gestiftet, der Bilfinger SE. In diesem Jahr hatte sich die Jury für zwei gleichwertige erste Preise und einen Sonderpreis entschieden, die Dr.Horst Arnold verlieh. Preisträger sind Kristina Farwig für ihre Arbeit „Sanierung von Holzbalkendecken in Holz-Beton-Verbundbauweise“ sowie Cäcilia Karge für ihre Arbeit „Entwurf und Bemessung einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke über den Datteln-Hamm-Kanal und die Lippe in Hamm“. Den Sonderpreis erhielt Peter Friedrich für seine Arbeit „Normalenvektorbasierte Verfahren der Sensitivitätsanalyse zur Validierung von Modellen der Versagensgrenzflächen dreiaxialer Betonbelastungsversuche“.

Den mit 1.500 Euro dotierten Preis der Franz und Alexandra Kirchhoff-Stiftung für die beste Arbeit aus den Gebieten Straßenbau, Geotechnik und Baubetrieb erhielt Lukas Louis Albrecht Hammel für seine Diplomarbeit „Reparaturasphalte – Stand der Technik und aktuelle Entwicklungen“.

Der Johann-Ohde-Preis wird an der TU Dresden für hervorragende Diplomarbeiten, Dissertations- und Habilitationsschriften im Fach Geotechnik verliehen. Den von der Bauer Spezialtiefbau GmbH gestifteten und mit 1.000 Euro dotierten Preis erhielt Johannes Welsch für seine Diplomarbeit „Numerische Nachrechnung eines Feldversuches zur Untersuchung des Konsolidationsverhaltens von aufgeschütteten Böden“.

Der von der FICHTNER Water & Transportation GmbH gestiftete Fichtner-Preis ist mit 1.500 Euro dotiert und wird seit 2015 für die beste Diplomarbeit mit einem wasserbaulichen Thema verliehen. Preisträger des von Matthias Bruchholz überreichten Preises ist Johannes Lohnstein, der Titel seiner Diplomarbeit lautet „Hydraulische Untersuchung der Rundbeckenpassanlage Höxter/Godelheim“.

Der Günther-Grüning-Preis ist mit 1.500 Euro dotiert und wird für hervorragende Projekt- oder Abschlussarbeiten verliehen. Prof. Wolfram Jäger überreichte den Preis an Ibrahim El Hayek für seine Masterarbeit „Case study on a spherical glass shell“ (Fallstudie einer gläsernen Kugelschale).

Der EUROVIA-Straßenbau-Preis der EUROVIA Services GmbH, in diesem Jahr überreicht von Oliver Nohse, wird jährlich für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet des Straßenbaus verliehen. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert. – Preisträgerin in diesem Jahr ist Georg Schmeier, der für seine Projektarbeit „Parameter und Zustandsbestimmung bei Böden mit großen Körnern“ ausgezeichnet wurde.

Bildergalerie

Fotos (auch zum Download für private Zwecke) gibt es in einer Galerie bei Facebook und auf den Fakultätsseiten

16 Läufer, 4 Mannschaften, eine Fakultät

Team BauabLAUF. Foto: Jan Kortmann
Team BauabLAUF. Foto: Jan Kortmann

Das 4-köpfige „Team BauabLAUF“ (Phillip Hahn, Anne Harzdorf, Florian Kopf und Jan Kortmann) vom Institut für Baubetriebswesen hat sich bei der 8. REWE-Teamchallenge mit einer Laufzeit von 1:36:20 achtbar geschlagen und konnte mit Platz 194 von insgesamt 2130 angetretenen Mixed-Teams ein sehr gutes Ergebnis erlaufen. Theorie und Praxis stimmen hier überein, sodass BauabLAUFstörungen gar nicht erst aufkamen.

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Team Baukorunners. Foto: Katharina Lohr
Kurz darauf jagte das Traditionsteam der BAUKOrunners ins Ziel. Ohne Augen für die nachhaltige Fassaden und beeindruckenden Glasbauten auf dem Weg, nahm die Mannschaft, bestehend aus Paulina Bukieda, Felix Nicklisch, Elisabeth Aßmus und Michael Engelmann (Institut für Baukonstruktion), die Laufstrecke unter frenetischem Jubel unter die Laufschuhe. Nach der Summierung der Einzellaufzeiten zeigte die Stoppuhr 1:39:33, womit Platz 318 gesichert und die folgenden Fakultätsteams knapp geschlagen wurden.

Team Wasser. Selfie: Sarah-Christin Mietz
Team Wasser. Selfie: Sarah-Christin Mietz
Der diesjährige Zweikampf am Institut für Wasserbau und Technische Hydromechanik wurde innerhalb des Teams IWD zwischen der Professur Wasserbau und der Professur THM entschieden. Dabei musste sich die Professur Wasserbau (vertreten durch Sarah-Christin Mietz und Rocco Zimmermann) knapp der Professur THM (vertreten durch Antje Bornschein und Matthias Brockel) geschlagen geben. Nach außen bleibt mit 1:44:31 eine starke Teamleistung gesichert, welche bereits im nächsten Jahr zeitlich verbessert werden soll. Alle anderen Institute sollten sich warm anziehen, da das IWD den Antrag auf Einführung einer Schwimmstrecke in den 5 km Lauf plant. Wasser als natürliche Umgebung soll dann einen noch größeren zeitlichen Vorsprung gegenüber den anderen Instituten schaffen.

IMG_9276 Stahlbau
Team Rennstahl. Foto: Lars Sieber
Bereits zum dritten Mal in Folge ist die Professur für Stahlbau als „TU Rennstahl“ bei der REWE Team Challenge angetreten. Beim mittlerweile achten Firmenlauf nahmen Läuferinnen und Läufer aus rund 1.400 Unternehmen teil. Das Stahlbau-Team aus Ines Lemke, Prof. Richard Stroetmann, Lars Werner und Lukas Hüttig absolvierte bei leicht tropischen Verhältnissen die 5 Kilometer lange Strecke durch Dresden vom Altmarkt bis ins DDV-Stadion in 1:48:00. Auch dieses Jahr überzeugte das Lauf-Event wieder mit viel guter Laune, Spaß und lautstarker Unterstützung an der Strecke. Mit sportlichem Ehrgeiz werden die Stahlbauer auch 2017 wieder an den Start gehen!

Michael Engelmann, Jan Kortmann, Thomas Faßl, Rocco Zimmermann 

Spannende Lange Nacht

Eine sehr kurzweilige lange Nacht erlebten geschätzte 1.500 Besucherinnen und Besucher bei den Bauingenieuren der TU Dresden während der Langen Nacht der Wissenschaften. Am neuen Ort – der Freifläche zwischen den Laboren in der Georg-Schumann-Straße 7 – fühlten sich bei hervorragendem Wetter (nicht zu heiß, nicht zu kalt, kein Regen!) alle Beteiligten äußerst wohl. Es gab fröhliche Gesichter, hochkonzentrierte Momente, Spannung pur und jede Menge Überraschungen.

Da ein Bild bekanntlich mehr sagt als tausend Worte, haben wir statt über 50.000 Worten lieber die entsprechende Zahl Fotos hochgeladen – viel Vergnügen!

Lange Nacht der Wissenschaften 2016
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Moderne erleben

Exkursion zur Villa Schminke in Löbau. Foto: Franziska Rehde
Exkursion zur Villa Schminke in Löbau. Foto: Franziska Rehde

Ende Mai besuchte eine Gruppe von Studierenden der Vertiefung Gebäude-Energie-Management mit zwei Betreuern die „Villa Schminke“ in Löbau. Die Exkursion fand im Kontext des Kurses Energieeffizientes Entwerfen statt und diente dazu, den angehenden Ingenieuren einen Einblick in die Konzeption und das Design der frühmodernen Architektur zu geben.

Die Gruppe wurde zunächst unter freundlicher Leitung durch das Gebäude geführt und verbrachte dort schließlich den Abend und die Nacht. In der Frankfurter Küche wurde gekocht und in den Schlafräumen genächtigt. So bekamen die Besucherinnen und Besucher eine greifbare Vorstellung, wie die Familie Schminke lebte und wohnte. Nach einem ausgiebigen Frühstück am nächsten Morgen und einer lehrreichen Zeichenübung wurde der Rückweg angetreten.

Das 1931 von Hans Scharoun entworfene und 1933 errichtete Fabrikantenhaus gehört zu den bedeutendsten architektonischen Zeugnissen aus der Zeit zwischen den Kriegen. Im Jahr 1951 verließ die Familie Schminke die Stadt und entschied sich 1993, das Haus der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Seit 2009 trägt und pflegt die Stiftung Haus Schminke den Bau. Wer sich für das Haus und die Stiftung interessiert, kann sich auf folgender Website weitergehend informieren: www.stiftung-hausschminke.eu

Adrian Feldhaus

Glasbau Exkursion Mai 2016

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Eindrücke von der Exkursion. Fotos:Michael Engelmann

Die diesjährige Glas- und Fassadenbauexkursion für das 4. und 8. Fachsemester hatte die Hansestadt Hamburg zum Ziel. Auf der Fahrt nach Hamburg besuchten wir die Schott AG in Grünenplan. Das Unternehmen wurde 1884 als „Schott & Genossen“ in Jena gegründet und spezialisiert sich heute auf Spezialgläser und -werkstoffe. In dem Grünenplaner Standort konnten wir die Herstellung von maschinengezogenem Glas nach dem 1904 entwickelten Fourcault-Verfahren und das Beschichtungszentrum besichtigen. Durch verschiedene Beschichtungen entstehen Produkte wie das „Amiran-Glas“, ein reflexionsarmes, nahezu unsichtbares Glas, das „Mirona-Glas“, welches abhängig von der Helligkeit des Hintergrundes transparent oder wie ein Spiegel wirkt und das „Namira-Glas“, welches je nach Beschichtung unterschiedliche Farbeffekte reflektiert.

Als nächstes Exkursionsziel besuchten wir das 15 Minuten entfernte UNESCO Welterbe Fagus Werk in Alfeld-Hannover. Beim Fagus Werk handelt es sich um ein Familienunternehmen in der fünften Generation, welches Schuhleisten produziert. Das Firmengebäude ist eines der ersten Projekte des Architekten Walter Gropius und besitzt ein für die damalige Zeit innovatives Fassadenkonzept. Besonders sticht die Konstruktion der stützenfreien, gläsernen Ecken hervor. Nach einer interessanten Werksführung ging es weiter nach Hamburg, wo uns der Abend zu freien Verfügung stand.

Der nächste Tag startete mit einer Besichtigung eines sich im Bau befindlichen Bürokomplexes der Reederei Hamburg Süd Group. Geführt wurde diese durch Dr.-Ing. Thomas Schadow von der WTM Engineers GmbH, welche für die Tragwerksplanung des Projektes verantwortlich war. Bei diesem Projekt handelt es sich um eine denkmalgerechte Sanierung mit angeschlossenem Neubau. Besondere Aufmerksamkeit liegt auf der originalgetreuen Nachbildung der Glasfassade. Nach einer kurzen Stadtführung durften wir das Ingenieurbüro der WTM Engineers GmbH besuchen. Dabei bekamen wir einen Einblick in die großen Tätigkeitsfelder und Arbeitsbedingungen des Unternehmens.

Nach einer kurzen Mittagspause ging es weiter zur Baustelle des „The Fontenay“ Hotels an der Alster. Auf der Baustelle erhielten wir eine sehr interessante Führung, mit dem Schwerpunkt Fassadentechnik, durch Herrn Bäumler von der Firma Lindner Fassaden GmbH.

Als Abschluss der Exkursion besuchten wir das IBA Gelände in Hamburg. Wir starteten mit einer Architekturführung, bei der uns die verschiedenen Wohnkonzepte „Smart Price Houses“, „Smart Material Houses“, „Hybrid Houses“ und „Water Houses“ vorgestellt wurden. Im Anschluss lernten wir das „BIQ-Algenhaus“ kennen, welches mit Hilfe von Algen in einer Vorhangfassade Biomasse und Wärme produziert.

Tom Müller

Bauingenieure bei der Langen Nacht

Wissen macht Spaß: Ein Foto von der Langen Nacht 2015. Foto: Ulrich van Stipriaan
Wissen macht Spaß: Ein Foto von der Langen Nacht 2015. Foto: Ulrich van Stipriaan

In diesem Jahr präsentieren sich die Bauingenieure der TU Dresden am neuen Ort: Viele Labore der Fakultät sind mittlerweile im neuen (bzw. renovierten) Komplex an der Georg-Schumann-Straße. Genau dort – genauer: auf der Freifläche zwischen Georg-Schumann-Straße 7 und 7a und in den angrenzenden Laboren zeigen Forscherinnen und Forscher ab 18 Uhr die ganze Vielfalt des  Bauingenieurwesens. Hier eine Übersicht der einzelnen Programmpunkte!

Juniorbaumeister werden
Nimm an unserer Kinder-Rallye quer durch alle Fachbereiche teil und werde Juniorbaumeister. Nach erfolgreichem Beantworten verschiedener Fachfragen und dem Bestehen praktischer Prüfungen, in denen du dein handwerkliches Geschick beweisen kannst, erhältst du von uns die begehrte Auszeichnung!

Olympischer Fünfkampf – Lasst die Baustoff-Spiele beginnen!
Dauer: ca. 30 min

3D-Beton-Druck
Ein Blick in die Zukunft, die Hauswand aus dem Drucker…

Stark übers Wasser gehen
Wandle mit rheologischem Know-How übers Wasser!

Die dunkle Seite der Macht
Star Wars trifft Straßenbau – was passiert, wenn Darth Vader aus unterschiedlichem Bitumen wäre? Zusätzlich können Sie die Zusammensetzung von verschiedenen Asphaltarten erforschen.

Nicht alles was Löcher hat, ist Käse
Warum neue Straßen gleich wieder gelöchert werden. Mit dem Bohrwagen wird gezeigt, wie Proben aus Straßen entnommen werden, so dass man die Tiefgründigkeit der Straße sieht. Als Highlight ist ein Asphaltfertiger zu bestaunen.

Knicken und Biegen
Stahl und Beton – ein starker Verbund fürs Leben?! Wir zeigen Ihnen, was die Verbundbauwelt im Innersten zusammenhält. An verschiedenen anschaulichen Modellen demonstrieren wir die Grundsätze des Tragverhaltens von Verbundträgern und Stützen.

Kulinarisches
Die Fachschaft und die Freunde des Bauingenieurwesens bieten Gegrilltes (auch für Vegetarier), Alkoholfreies und Bier an.

Kleine Körner im Baugrund
Was sich im Baugrund abspielt, bleibt vor den Augen der meisten Menschen verborgen. Kein Bauwerk, vom einfachen Familienhaus bis zur imposanten Brücke, würde ohne solide Gründung stehen bleiben – genauso wie Bäume ohne Wurzel umfallen würden.

Sprunghaftes Glas
Mutige Kinder und Erwachse sind eingeladen, ein gläsernes Trampolin auszuprobieren!

Schwunghaftes Glas
Hier können Sie ausgiebig eine aus Glas bestehende Wippe testen.

Solare Elektrizität
Die Stromerzeugung an Gebäudewänden wird durch Versuche und Modelle anschaulich erklärt. Experimente zeigen, wie man sich dabei das Schmelzen von Wasser zunutze machen kann.

Torpedo Abwurf
In der Prüfhalle des Instituts für Baukonstruktion wird vorgeführt wie begehbares Glas auf seine Tauglichkeit hin überprüft wird. Dabei wird ein Metallkörper (Torpedo) auf die Glasoberfläche abgeworfen und die Glasfläche zusätzlich belastet.

Schießen und Strömen
Verschiedene wasserbauliche Demonstrationsmodelle werden erläutert und ermöglichen einen Einblick in die Ausbildung.

Basteln mit Beton
Wecke den Bastler in dir! Beton braucht doch ziemlich lange zum Erhärten, oder? Nicht bei uns! Hier kannst du dir kleine Obstmagnete oder Kerzenständer in nur wenigen Minuten selber basteln. Geht dir ein Licht auf, oder beißt du dir die Zähne aus?

Brücken bauen wie Leonardo da Vinci
Leonardo da Vinci ist wohl einer der bekanntesten Universalgelehrten vergangener Zeit. Unter anderem wollte er eine Brücke ohne Verbindungsmittel bauen. Bist auch du ein Bauingenieur? Kannst du eine Brücke nur mit losen Balken und ohne Verbindungsmittel bauen?

Bis sich die Balken/Brücken biegen
Lernt man wirklich was im Studium? Es werden von Studentinnen und Studenten selbst gebaute Brücken/Balken bis zum Versagen geprüft. Erst knistert es leise, dann knackt es lauter und zum Schluss gibt es einen großen Knall. Welche Konstruktion hält am meisten aus?

Baggerfahren für Kinder
Wer schon immer mal selbst Bagger fahren wollte, ist hier genau richtig. Lerne, wozu die ganzen Hebel notwendig sind und beweise dein Können im Führen eines Baggers.

Basteln mit Sandsteinen
Um mit Sandstein zu bauen, muss man nicht erst bis in die Sächsische Schweiz fahren. Bei uns können Sie wieder Kind werden bzw. bleiben. Zeigen Sie Ihr Geschick im Häuserbau oder denken Sie sich andere freie Formen aus. Es ist vieles möglich – mit Sandsteinklötzchen.

Was haben Fashion und Beton gemeinsam?
Ein Bauingenieur berichtet über die Besonderheiten des innovativen Materials aus Kohlefasern und Hochleistungsbeton und erläutert am Beispiel eines Models im Carbonbetonkleid die Eigenschaften des Werkstoffes.

Die Ästhetik des Carbonbetons
Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des größten Bauforschungsprojektes Deutschlands C³ – Carbon Concrete Composite präsentieren auf eine ungewöhnliche Art die Eigenschaften von Carbonbeton. Mit einem Kleid verdeutlichen sie, was den neuartigen Werkstoff auszeichnet.

Führungen durch das Baustofflabor (ab einer Personenanzahl von 5 am Sammelpunkt Tür A.)
Besichtigung der Labore und Erläuterungen zu den Prüfeinrichtungen

Führungen durch das Straßenbaulabor (18:30, 19:30 und 20:30 Uhr für max. 10 Personen)
Besichtigung der Labore und Erläuterungen zu ausgewählten Prüfeinrichtungen (Tür G)

Führungen durch das Hubert-Engels-Labor (Wasserbauhalle (Tor D) | Führungen um 19:00, 21:00, sowie evtl. 23:00 Uhr)
In der Wasserbauhalle gehen die Lichter an. Bei einem Rundgang gibt es Informationen zur Hallentechnik und zu Modellversuchen.

Lichtreflexionen am Wasserbaumodell | Wasserbauhalle (Tor E)
Die Tore des Hubert-Engels-Labors stehen weit offen. Auf einem Rundgang können Sie die mit Lichtspots beleuchteten Modelle bestaunen.