Tag der Fakultät 2017

 

Am Freitag hatte unser Dekan letztmalig die Gelegenheit, vor unseren ehemaligen Studenten eine Ansprache zu halten. In seinem Vortrag befasste er sich nicht ohne Grund mit Beruf und Berufung des Bauingenieurs und mit den vielen Dingen, die ein fertiger Ingenieur erst nach seinem Studium

„Das Leben eines Bauingenieurs ist oft turbulent. Sie werden mit unterschiedlichsten Projekten konfrontiert und Ihre Produkte, ich meine hiermit die Bauwerke, werden deutlich längere Lebensdauer als die Modeprodukte der Elektronik- oder Textilindustrie haben.“ Unser Dekan Prof. Dr.-Ing. Ivo Herle in seiner Eröffnungsrede im Hörsaal der Philosophischen Fakultät.

erlernen wird – Er hielt die Eröffnungsrede zum Tag der Fakultät. Zu diesem Anlass werden alljährlich unsere Absolventen feierlich aus ihrem Studium entlassen. In diesem Jahr waren es insgesamt 165. Damit war auch die perfekte Überleitung für den Festvortrag des diesjährigen Gastredners hergestellt: „Verantwortung von Ingenieuren“ lautete der Titel einer sehr eindrucksvollen Ansprache des Präsidenten der Bundesingenieurkammer Dipl.-Ing. Hans-Ullrich Kammeyer.  Herr Kammeyer verdeutlichte in seiner Rede die Rolle, die Verantwortung und die Verpflichtungen von Ingenieuren gegenüber der Gesellschaft, die sich allein schon durch ihr hochspezialisiertes Fachwissen, und durch das Ausmaß der Projekte und Entscheidungen, die sie zu treffen und zu bewältigen haben ergibt.

 

 

 

 

Der Präsident der Bundesingenieurkammer, Dipl.-Ing. Hans-Ullrich Kammeyer mit seinen Gedanken zur „Verantwortung von Ingenieuren“ – Er war der Festredner zum diesjährigen Tag der Fakult
„Im letzten Jahr noch hier im Saal unter den Absolventen, heute bereits Projektleiter in unserer Firma.“ So beschrieb Dipl.-Ing. Gerd Baumann zur Verleihung des Dreßler-Baupreises die Berufsaussichten der Absolventen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Musikalisch ging es weit nach Osten: Krambambuli gab mit russischen Stücken der Veranstaltung einen feierlich, heiteren Rahmen.
Sebastian Diesel erhielt den Johann-Ohde-Preis für seine Projektarbeit „Bestimmung der Dichte in Sand mithilfe von Drucksondierungen“

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Wie in den vorangegangenen Jahren wurden zum Tag der Fakultät auch in diesem Jahr herausragende Projekt-, Master-, und Diplomarbeiten besonders gewürdigt. Mehrfach war von den Vertretern der stiftenden Baufirmen dazu der Satz „Im letzten Jahr noch unter den Absolventen hier an der Fakultät und jetzt bereits Projektleiter bei uns.“ zu hören. Sie machten damit einmal mehr deutlich, welche Chancen und welches Ansehen unsere Absolventen mit ihrem Abschluss als Berufseinsteiger in der Baubranche haben. Insgesamt neun Preise wurden für herausragende Leistungen in  diesem Jahr verliehen. Unterteilt in die einzelnen Vertiefungsrichtungen wurden im Anschluss allen Absolventen ihre Abschlusszeugnisse von ihren Professoren ausgehändigt. Im Namen aller nun ehemaligen Studenten zog die frisch gebackene Dipl.-Ing. Maria Oehmichen dann eine Bilanz über die vergangenen Jahre an unserer Fakultät. Abgerundet durch die musikalische Begleitung von Grambambuli und dem festlichen Sektempfang im Foyer bot das wichtigste jährliche Ereignis an unserer Fakultät für alle, die ihr Studium damit abgeschlossen haben, einen sehr angemessenen feierlichen Rahmen.

 

Ehrungen und Preise:

Dreßler-Bau-Preis:

Die Bauunternehmung Gabriel Dreßler verlieh bereits zum wiederholten Mal einen Preis für die besten Abschlussarbeiten in den Vertiefungen Baubetrieb und Gebäude/Energie/Management. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und wurde wie in den Vorjahren von Dipl.-Ing. Gerd Baumann überreicht.

  1. Dipl.-Ing. Tony Baumann mit der Diplomarbeit „Ablauforganisation in einer mittelständigen Bauplanungsgesellschaft“
  2. Dipl.-Ing. You Lu mit der Diplomarbeit „Beton-3D-Druck: Untersuchungen zu Datenstrukturen und zum   Datenmanagement“
  3. Dipl.-Ing. Diane Charriere mit der Diplomarbeit „Umsetzung der EU-Vergaberichtlinie“
Dreßler-Baupreis, von Links nach rechts:  Dipl.-Ing. Gerd Baumann, Dipl.-Ing. Diane Charriere, Dipl.-Ing. You Lu, Dipl.-Ing. Tony Baumann, Prof. Dr.-Ing. Ivo Herle

 

EUROVIA-Straßenbaupreis

Der EUROVIA-Straßenbau-Preis der EUROVIA Services GmbH, in diesem Jahr überreicht von Dipl.-Ing. Alexander Richter, wird jährlich für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet des Straßenbaus verliehen. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.

  1. Dipl.-Ing. Martin Fischer mit der Diplomarbeit „Vergleich des absoluten Elastizitäts-   moduls bestimmt mit Näherungsmethoden auf Basis konventioneller Prüfverfahren und bestimmt mit dynamischen Prüfverfahren mit zeitabhängiger Belastung“

 

EUROVIA-Straßenbaupreis: v.l.n.r.: Dipl.-Ing. Alexander Richter, Dipl.-Ing. Martin Fischer, Prof. Dr.-Ing. Ivo Herle

 

Preis der Kirchhoff-Stiftung

Mit 1.500 Euro dotierter Preis der Franz und Alexandra Kirchhoff-Stiftung für die beste Arbeit aus den Gebieten Straßenbau, Geotechnik und Baubetrieb, in diesem Jahr überreicht von Herrn Dipl.-Ing. Bernd Nolle an:

  1. Dipl.-Ing. Paul Bolz für seine Diplomarbeit „Optimierung von Betonfertigteilen für Verkehrsflächenbefestigungen“

 

Preis der Kirchhoff-Stiftung, v.l.n.r.: Dipl.-Ing. Bernd Nolle, Dipl.-Ing. Paul Bolz, Prof. Dr.-Ing. Ivo Herle

 

Fichtner-Preis

Der von der FICHTNER Water & Transportation GmbH gestiftete Fichtner-Preis ist mit 1.500 Euro dotiert und wird seit 2015 für die beste Diplomarbeit mit einem wasserbaulichen Thema verliehen, in diesem Jahr von Herrn Dipl.-Ing. Jörg Schreiter an:

  1. Frau Lisa Kathleen Schneider, M.Sc. für ihre Masterarbeit „Hydro-numerical investigations concerning the influence of two different turbulence   modeling approaches within two types of   fish migration facilities“
Fichtner-Preis: v.l.n.r.: Prof. Dr.-Ing. Ivo Herle, Lisa Kathleen Schneider, M.Sc., Dipl.-Ing. Jörg Schreiter

 

Günther-Grüning-Preis

Der mit 1.500 Euro dotierte Günther-Grüning-Preis, gestiftet von der Landesvereinigung der Prüfingenieure für Bautechnik in Sachsen, wird jährlich vergeben für hervorragende Projektarbeiten (des 9. Semesters), Diplomarbeiten und Masterarbeiten sowie Dissertationen auf folgenden Gebieten:

  • Zukunftsorientierte Nachweisverfahren für Standsicherheit, Gebrauchstauglichkeit und Zuverlässigkeit von Bauwerken
  • Entwicklung von Simulationsmodellen und numerischen Methoden zur Tragwerksanalyse
  • Beiträge zur Sicherheitsbeurteilung von Tragwerken

Den Preis verleiht Herr Dipl.-Ing. Andreas Forner an:

 

  1. Dipl.-Ing. Niklas F. Schietzold für seine Diplomarbeit „Numerische Analyse von Holzstrukturen   unter Beachtung von Unschärfe“
  2. Dipl.-Ing. Michael Fink für seine Diplomarbeit „Verformungen infolge zyklischer   Bodenerwärmung und–abkühlung   am Beispiel eines Erdbeckens zur   Wärmespeicherung“
Günther-Grüning-Preis, v.l.n.r.: Prof. Dr.-Ing. Ivo Herle, Dipl.-Ing.  Michael Fink, Dipl.-Ing. Niklas Schietzold, Dipl.-Ing. Andreas Forner

 

Johann-Ohde-Preis

Der Johann-Ohde-Preis wird an der TU Dresden für hervorragende Projekt- und Diplomarbeiten, im Fach Geotechnik verliehen. Der von der Bauer Spezialtiefbau GmbH gestiftete Preis ist mit 1.000 Euro dotiert. Den Preis verlieh Prof. Ivo Herle an:

  1. Sebastian Diesel für seine Projektarbeit „Bestimmung der Dichte in Sand mithilfe von Drucksondierungen“
Johann-Ohde-Preis, v.l.n.r.: Sebastian Diesel, Prof. Herle

 

Impressionen


Studiendekan Prof. Dr.-Ing. Jürgen Stamm eröffnet die Zeugnisübergabe
Alumniguide – für jeden Absolventen eine wertvolle Unterstützung – das Absolventennetzwerk der TU Dresden

 

Freunde des Bauingenieurwesens

 

 

 

 

 

 

In Vertretung aller Absolventen: Dipl.-Ing. Maria Oehmichen
Für 165 glückliche Absolventen zu klein: Die Bühne im Hörsaal der August-Bebel-Str. 20

 

 

 

 

Große Stahlbau-Exkursion 2017 mit neuem Termin

Der neue Termin für die große Stahlbauexkursion steht und es gibt noch freie Plätze! Vom 04.10. bis zum 06.10.2017 findet die diesjährige Exkursion statt. Noch bis zum 17.09. können sich Interessenten dafür anmelden. Die voraussichtlichen Ziele werden sein:

 

  1. Baustelle Langenfelder Brücke
  2. Baustelle U4 Elbbrücken
  3. Stahl- und Walzwerk Arcelor Eisenhüttenstadt
  4. Fertigung Schweriner Anlagenbau
  5. SEH-Eiffage Hannover
  6. Schleuse Zerben

 

Anmeldung unter: Sekretariat der Professur für Stahlbau, ABS 06-31 oder ABS 06-03, August-Bebel-Str. 30, Der Unkostenbeitrag beträgt 50€ p.P.

Züblin Stahlbaupreis auf dem diesjährigen Bauball verliehen

Jury und Nominierte für den Züblin-Stahlbaupreis 2017 vor dem Gebäude unserer Fakultät auf der August-Bebel-Straße 30

Am 15. Juni 2017 wurde der Züblin-Stahlbaupreis zum inzwischen siebten Mal an Studierende und Absolventen der Technischen Universität Dresden verliehen. Mit dem Preis werden herausragende Arbeiten aus den Bereichen Architektur und Bauingenieurwesen gewürdigt, die zur Förderung der Metallbauweise beitragen und im Rahmen des Studiums oder einer Promotion entstanden sind. Insgesamt waren in diesem Jahr sieben Arbeiten nominiert, die ein breites Themenspektrum der Stahlbauweise behandeln. Die nominierten Arbeiten wurden von den Studierenden und Diplomanden/-innen im Rahmen eines Vortrags mit anschließender Diskussion vor der Jury präsentiert. Die festliche Verleihung des Preises fand traditionell am Abend im Rahmen des Bauballs der TU Dresden statt.

 

Der mit insgesamt 3000 Euro dotierte Preis wurde in diesem Jahr an einen Studenten und eine Diplomandin des Bauingenieurwesens sowie an ein Team von Studenten der Architektur vergeben. Die Jury hat sich aufgrund der hohen Qualität, des geringen Abstands und gleicher Wertigkeit von zwei Arbeiten mit unterschiedlicher Ausrichtung in diesem Jahr dazu entschlossen, zwei 2. Preise und einen 1. Preis zu vergeben.

Einen 2. Preis erhielt Herr cand.-Ing. Dennis Poroffscheck für seine Projektarbeit zur Untersuchung der Ermüdungsfestigkeit von Stahlhohlkästen mit dreiseitig angeschlossenen Querschotten unter Torsionsbeanspruchung. Ebenfalls einen 2. Preis erhielten Vincent Paul Kanig B. A. und Matthias Hauschild B. A. für ihren Entwurf eines Schaugewächshaus-komplexes im botanischen Garten der Technischen Universität Dresden. Der 1. Preis ging in diesem Jahr an Frau Dipl.-Ing. Cäcilia Karge für ihre Diplomarbeit zur numerischen Untersuchung von Verbunddübelleisten unter Quer- und biaxialer Beanspruchung.

Bericht: Dipl. Ing. Thoralf Kästner.  Ein ausführlicher Bericht zur Verleihung des Züblin-Stahlbaupreises 2017 ist hier zu finden.

 

Unter den strengen Augen der vierköpfigen Jury stellten die Nominierten am Vormittag des 15. Juni ausführlich ihre Arbeiten vor.
Mit dem Preis werden herausragende     Arbeiten aus dem Bereich Architektur und Bauingenieurwesen gewürdigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Preisträger des Züblin-Stahlbaupreises 2017, v.l.n.r.: Prof. Dr. Richard Stroetmann (TU Dresden), Vincent Paul Kanig und Matthias Hauschild (2. Preis), Dennis Poroffscheck (2. Preis), Cäcilia Karge (1. Preis), Ulrich Pfabe (Züblin Stahlbau GmbH)
Prof. Richard Stroetmann von der TU Dresden und Ulrich Pfabe von der Züblin Stahlbau GmbH. Im Rahmen des diesjährigen Bauballs im Veranstaltungshaus „Tante JU“ wurden von den beiden Initiatoren des Preises die besten Arbeiten vorgestellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ulrich Pfabe und Dennis Poroffscheck
Cäcilia Karge erhält den 1. Preis für ihre Arbeit.

 

 

 

 

 

 

 

Ulrich Pfabe (Züblin Stahlbau GmbH)
Blumenmädchen

 

 

 

 

 

 

Bauingenieure zur REWE Team Challenge

Gleich mit mehreren Teams war unsere Fakultät auch in diesem Jahr wieder dabei. Vier Teams sind nicht nur lauf sondern auch schreibfreudig!

Das Team der Baubetriebler: Martin Krause, Florian Kopf, Anne Harzdorf, Jan Kortmann

Schnellstes Institut der Fakultät:

Mit der bereits fünften Teilnahme an der REWE-Teamchallenge konnte dieses Jahr ein kleines Jubiläum gefeiert werden. Das 4-köpfige Team „BauabLAUF“ (Anne Harzdorf, Martin Krause, Florian Kopf und Jan Kortmann) hat sich sehr gut geschlagen und konnte mit Platz 142 von insgesamt 2415 angetretenen Teams in der Mixed-Wertung ein sehr gutes Ergebnis in einer Zeit von 1:33:47 erlaufen. Damit gelang es, den Titel „Schnellstes Institut der Fakultät Bauingenieurwesen“ zu verteidigen! Der „BauabLauf“ war wiederholt entlang des kritischen Weges ein voller Erfolg!

 

 

 

„TU Rennstahl“ läuft mit Lukas Hütting, Thoralf Kästner, Thomas Faßl und Lars Werner

Auch 2017 läuft´s bei den Stahlbauern

Mit einem neuen Teilnehmerrekord von 20.000 Läufern erreichte die REWE Team Challenge am 02.06.2017 ihren vorläufigen Höhepunkt. Natürlich waren auch die Stahlbauer als „TU Rennstahl“ wieder am Start und absolvierten, diesmal als reines Männer-Team in der Besetzung Lukas Hüttig, Thoralf Kästner, Lars Werner und Thomas Faßl, die 5 Kilometer bis ins prall gefüllte DDV-Stadion. Angefeuert durch die zahlreichen Zuschauer und begleitet durch musikalische Rhythmen, konnte das Team seine Leistung aus dem letzten Jahr mit einer Gesamtlaufzeit 1:44:06 deutlich auf Platz 785 verbessern.

 

 

Zwei Teams für ein Institut: BAUKO-Ladies und BAUKO-Runners

Für das Institut für Baukonstruktion gingen dieses Jahr zwei Teams an den Start. Ob 1. Arbeitstag, Diplomand oder Erasmus PhD-Student, die BAUKO Truppe fuhr alle Geschosse auf, um in den Institutskampf der Fakultät einzusteigen. Zum ersten Mal hat sich ein komplettes Frauenteam – die BAUKO Ladies – mit Leonie Scheuring, Katharina Lohr, Alina Joachim und Paulina Bukieda zusammengefunden. Neben einem erfolgreichen 67. Platz (1:49:24) unter den Frauen der Rewe Team Challenge sicherte es sich konkurrenzlos den ersten Platz an der Fakultät in der Kategorie „Frauen-Team“. Der Traditions-BAUKO-Runner Felix Nicklisch ging bereits zum sechsten Mal für das Institut an den Start und erreichte mit seinen Teamkollegen Christian Popp, Jakub Curpek und Felix Hegewald den 648. Platz (1:40:26) in der Männer-Team Wertung – und damit Platz 1 unter den „Männer-Teams“ der Fakultät.

Wir freuen uns schon auf die nächste Team Challenge!

 

 

 

Besuch aus Europa in der Bauingenieurfakultät der TU Dresden

AT
1. Juni 2017
Arbeitssitzung des TC8 im Beratungsraum der Fakultät Bauingenieurwesen der TU Dresden

Am 19. und 20. Mai 2017 trafen sich die europäischen Ausschüsse TC8 und WG1 zu einem Arbeitstreffen im neuen temporären Fakultätsgebäude in der August-Bebel-Straße 30. Hierzu eingeladen hat Prof. Dr. Richard Stroetmann vom Institut für Stahl- und Holzbau, Vice-Chair und Mitglied dieser Ausschüsse.

Das “Technical Committee 8 – Structural Stability” (kurz TC8) ist ein Arbeitsausschuss der „European Convention for Constructional Steelwork“ (ECCS), dem europäischen Dachverband der nationalen Stahlbauverbände. Es führt pränormative Arbeiten im Bereich der Stabilität von Stahlbaukonstruktionen durch und unterstützt die entsprechenden Arbeitsgruppen des CEN TC250 SC3 – Eurocode 3. Ferner sind die Mitglieder in Organisationskomitees und wissenschaftlichen Ausschüssen internationaler Konferenzen und Symposien eingebunden.

Die Working-Group WG1 ist die Arbeitsgruppe zur Weiterentwicklung der EN 1993-1-1, der europäischen Grundnorm für die Bemessung von Stahlbaubauteilen. Derzeit wird die Neuauflage des Teil 1-1 vom Eurocode 3 von dem Project-Team und der WG1 intensiv bearbeitet und diskutiert. Sie soll nach derzeitigem Stand im Jahr 2021 eingeführt werden. Neben den Vorschlägen und Kritikpunkten aus den nationalen Spiegelausschüssen zum Normungstext wird der „Stand der Technik“, d. h. die neuen Erkenntnisse aus Forschung und Praxis, bei der Bearbeitung berücksichtigt. Zudem wird der Normungstext in Bezug auf seine Verständlichkeit („clarity and simplicity“) und einfachen Handhabung („ease of use“) überprüft. Um den Umfang der Norm zu reduzieren werden die Anzahl der Nachweismöglichkeiten für bestimmte Versagensformen reduziert und informative Anhänge ausgelagert oder als normative Regeln in gekürzter Form integriert.

Während der zwei arbeitsreichen Tage wurden neue Erkenntnisse und Änderungsvorschläge zur Normung im Rahmen von Präsentationen und Diskussionen ausgetauscht. Am Donnerstagabend hatte die Ingenieurkammer Sachsen, am Freitagabend der Verband der Beratenden Ingenieure (VBI) zu einem Abendessen im nahegelegenen Restaurant HOMAGE eingeladen. Die Organisation, technische Unterstützung (einschließlich einer Scype-Konferenz mit der Universidad Politécnica de Cataluña in Barcelona) und Versorgung während der zwei Tage übernahmen das Institut für Stahl- und Holzbau. Die guten Arbeitsbedingungen wurden durch hervorragendes Wetter mit zwei Tagen Sonnenschein abgerundet, sodass sich der Chairman Prof. Dr. Bert Snijder von der Technischen Universität Eindhoven (NL) am Ende der Arbeitstreffen sehr lobend über die Einladung nach Dresden äußerte. Die nächsten Sitzungen der Ausschüsse werden im Herbst an der Universität Coimbra (PT, TC8) und beim Deutschen Institut für Normung in Berlin (WG1) stattfinden.

 

Technisches Komitee – Structural Stability (ECCS – TC8) vor dem Gebäude Haus 116 der TU Dresden

Züblin-Stahlbaupreis 2017

Am 15.06.2017 wird im Rahmen des Bauballs der Züblin-Stahlbaupreis 2017 vergeben. Der mit insgesamt 3.000 € dotierte Preis wird für Studien-, Projekt- und Diplomarbeiten  von Studierenden sowie Dissertationen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Fakultäten Bauingenieurwesen und Architektur der Technischen Universität Dresden zum sechsten Mal vergeben. Mit dem Preis werden herausragende Leistungen im Entwurf, in der Berechnung und Ausführung von Stahl- und Verbundbaukonstruktionen sowie Metallfassaden und -dächern  im Hoch-, Industrie- und Ingenieurbau gewürdigt. Berücksichtigt werden besondere wissenschaftliche Leistungen, mit denen die Metallbauweise gefördert wird. Hierzu gehören Entwicklungen und Weiterentwicklungen von Konstruktions-  und Bauweisen, Berechnungs- und Bemessungsverfahren, Fertigungs- und Montagetechnologien sowie Beiträge zur Beurteilung und Förderung der Nachhaltigkeit. Zugelassen werden Arbeiten, die im Rahmen des Studiums oder der Promotion an den Fakultäten Bauingenieurwesen und Architektur der Technischen Universität erstellt wurden und deren Abschluss nach dem 16.05.2016 erfolgt ist.

Bewerbungen werden bis zum 12.05.2017 an der Professur für Stahlbau hier entgegengenommen.

Große Stahlbau-Exkursion 2017

In der Vorlesungsfreien Zeit vom Mittwoch, den 07.06.2017 bis zum Freitag, den 09.06.2017 findet die diesjährige große Stahlbau-Exkursion statt. Voraussichtlich wird es folgende Besichtigungen geben:

  • Baustelle Langenfelder Brücke
  • Baustelle U4 Elbbrücken
  • Stahl- und Walzwerk Arcelor Eisenhüttenstadt
  • Fertigung MV-Werften Wismar
  • SEH-Eiffage Hannover
  • Schleuse Zerben

Unkostenbeitrag pro Person: 50 Euro. Ab sofort können sich Interessenten im Sekretariat der Professur für Stahlbau, ABS 06-31 auf der August-Bebel-Straße 30 anmelden.

Dresdner Stahlbaufachtagung 2017

In der 11. Auflage fand am 29. März die Dresdner Stahlbaufachtagung statt. Rund 200 Teilnehmer trafen sich dazu im Gerhart-Potthoff-Bau der Technischen Universität Dresden. Unter der Überschrift  „Stahl- und Verbundkonstruktionen für den Neubau und das Bauen im Bestand“ bot sich den rund 200 Teilnehmern wie in jedem Jahr ein breites und vielschichtiges Vortragsprogramm. Im Namen des Veranstalters eröffnete Prof. Richard Stroetmann, Direktor des Instituts für Stahl- und Holzbau und Prodekan der Fakultät Bauingenieurwesen der TU Dresden, die Veranstaltung. Es folgten Vorträge von Referenten aus vielen Teilen Deutschlands, der Schweiz und Luxemburg.

Einen ausführlichen Bericht und genaue Angaben über den Inhalt der Vorträge gibt es auf den Seiten der Professur für Stahlbau der TU Dresden hier.

Preisgekröntes Poster für Stahlbau-Professur

Preisgekröntes Poster
Preisgekröntes Poster

Zwei Professuren der TU Dresden – die Professur für Werkstofftechnik (Dr. Schubert, Dr. Vetter, Prof. Leyens) und die Professur für Stahlbau (Dr. Sieber, Prof. Stroetmann) – arbeiten seit Jahren eng auf dem Gebiet der Sanierung historischer Stahlbauwerke zusammen.

Baustähle aus der Zeit um 1900, wie wir sie heute noch in vielen Bauwerken (z.B. Brücken, Bahnhöfen) finden, weisen herstellungsbedingt schlechtere Eigenschaften auf als unsere heutigen Baustähle. Damit diese Bauwerke den heutigen Belastungsansprüchen gerecht werden, sind anspruchsvolle Sanierungskonzepte notwendig. Die Kombination von alten und neuen Stählen in der Gesamtkonstruktion stellen Stahlbauer und Werkstofftechniker vor besonders hohe Herausforderungen.

Teilergebnisse dieser Arbeiten wurden auf der 50. Metallographie-Tagung (21.-23.9.2016 in Berlin) in Form eines Posterbeitrages vorgestellt. Das Poster wurde mit dem 1. Preis ausgezeichnet.

Rückblick Tag der Fakultät 2016

img_4417
Gruppenbild der Absolventinnen und Absolventen (wird nach Anklicken größer und kann so zum privaten Gebrauch gespeichert werden). Foto: Ulrich van Stipriaan

181 Absolventinnen und Absolventen hat die Fakultät Bauingenieurwesen zum Abschluss des Studienjahrs 2015/2016 verabschiedet – die überwiegende Mehrheit mit dem Titel „Dipl.-Ing.“, an dem die Fakultät ohne Unterbrechung festgehalten hat (ohne deswegen die nötigen Modernisierungen zur Durchlässigkeit des Studiums zu vernachlässigen). Für zwei Fernstudenten gab es Bachelor-Zeugnisse und für 44 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des internationalen Masterkurses ACCESS das Master-Zeugnis. Zum Tag der Fakultät 2016 waren die meisten von den Absolventen in den Festsaal der TU Dresden, den Dülfer-Saal, gekommen, um die Zeugnisse persönlich in Empfang zu nehmen.

Prof. Ivo Herle, der Dekan der Fakultät Bauingenieurwesen, resümierte in seiner Rede: „Die Ansprüche, die wir als Hochschullehrer an Sie gestellt haben, waren nicht gering. Mathematische und physikalische Zusammenhänge und Modelle, Materialeigenschaften und Materialverhalten, Bauwerke in Teilen und als Ganzes, Planung, Entwurf, Bemessung, Nachweisführung, Baustellenprozesse, Kalkulation und vieles mehr: das alles war kein Selbstzweck. Wir wollten Sie nicht quälen, sondern gewährleisten, dass die Qualität Ihres Abschlusses an der Technischen Universität Dresden einfach stimmt!“ Seine Einschätzung („Sie wurden exzellent ausgebildet, trotz Stellenabbau und Mittelkürzungen, die die gesamte Universität in den vergangenen Jahren zu spüren bekommen hat…“) teilte am Ende der Veranstaltung auch Tamara Bimesmeier, die die Dankesworte für die Absolventinnen und Absolventen sprach. Sie sagte: „Einiges habe ich an der TU Dresden zu schätzen gelernt, was mir vorher überhaupt nicht bewusst war. Es ist nämlich gar nicht mal so selbstverständlich, seine Module frei wählen zu dürfen und dennoch alles drumherum organisiert zu bekommen. Und genauso wenig selbstverständlich ist es, mit Professoren, Dozenten und Mitarbeitern auf einer Augenhöhe zu reden und jederzeit mit Fragen auf sie zugehen zu können. … Wir alle haben über die Zeit sehr viel probiert. Wir haben probiert, Dinge manchmal anders zu machen als gewöhnlich. Und wir haben probiert, uns auch für Arbeiten zu motivieren, die uns manchmal unnötig oder sinnlos vorkamen. Wahrscheinlich ist es genau das, was wir alle – unabhängig unserer Vertiefung – gemeinsam gelernt haben und was uns als Ingenieure auszeichnen sollte: Dinge gelegentlich mal anzuzweifeln, Probleme zu erkennen, nach Lösungen zu suchen und dann einfach mal etwas auszuprobieren.“

Den Festvortrag der mit Musik von Krambambuli begleiteten Feier hielt Dipl.-Ing. Christof Sänger. Er formulierte mit seiner reichen Berufserfahrung auch in führender Position im Hintergrund „Anforderungsprofile an Bauingenieure aus Sicht der Bauindustrie“.

Impressionen vom Tag der Fakultät 2016 (Fotos: Ulrich van Stipriaan)
Impressionen vom Tag der Fakultät 2016 (Fotos: Ulrich van Stipriaan)

Ehrungen

Traditionell wurden am Tag der Fakultät Bauingenieurwesen nicht nur die Zeugnisse für die Absolventinnen und Absolventen überreicht, sondern auch besondere Leistungen gewürdigt: Sieben Preise wurden verliehen. „Wir danken den Stiftern sehr, dass sie sich, teilweise schon jahrelang, so engagieren und dadurch unsere Studentinnen und Studenten besonders motivieren!“ sagte Prof. Herle.

Zum vierten Mal verlieh die Bauunternehmung Gabriel Dreßler einen Preis für die besten Abschlussarbeiten in den Vertiefungen Baubetrieb und Gebäude/Energie/Management. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und wurde wie in den Vorjahren von Gerd Baumann überreicht. Preisträgerin ist Carolin Bula, ihre Diplomarbeit hat den Titel „Qualitätssicherung bei Planung, Errichtung und Betrieb von energieeffizienten Nichtwohngebäuden“. Den 2. Preis erhielt Tra My Le für ihre Diplomarbeit „Auswirkungen von Building Information Modeling (BIM) auf den SIA-Vertrag in kleinen und mittleren Bauunternehmen“, den 3. Preis bekam Martin Spindler für seine Diplomarbeit „Building Lifecycle Management (BLM) in Non-Property-Unternehmen“.

Der ebenfalls mit 3.000 Euro dotierte Gottfried-Brendel-Preis wird von einem der führenden Unternehmen der Branche gestiftet, der Bilfinger SE. In diesem Jahr hatte sich die Jury für zwei gleichwertige erste Preise und einen Sonderpreis entschieden, die Dr.Horst Arnold verlieh. Preisträger sind Kristina Farwig für ihre Arbeit „Sanierung von Holzbalkendecken in Holz-Beton-Verbundbauweise“ sowie Cäcilia Karge für ihre Arbeit „Entwurf und Bemessung einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke über den Datteln-Hamm-Kanal und die Lippe in Hamm“. Den Sonderpreis erhielt Peter Friedrich für seine Arbeit „Normalenvektorbasierte Verfahren der Sensitivitätsanalyse zur Validierung von Modellen der Versagensgrenzflächen dreiaxialer Betonbelastungsversuche“.

Den mit 1.500 Euro dotierten Preis der Franz und Alexandra Kirchhoff-Stiftung für die beste Arbeit aus den Gebieten Straßenbau, Geotechnik und Baubetrieb erhielt Lukas Louis Albrecht Hammel für seine Diplomarbeit „Reparaturasphalte – Stand der Technik und aktuelle Entwicklungen“.

Der Johann-Ohde-Preis wird an der TU Dresden für hervorragende Diplomarbeiten, Dissertations- und Habilitationsschriften im Fach Geotechnik verliehen. Den von der Bauer Spezialtiefbau GmbH gestifteten und mit 1.000 Euro dotierten Preis erhielt Johannes Welsch für seine Diplomarbeit „Numerische Nachrechnung eines Feldversuches zur Untersuchung des Konsolidationsverhaltens von aufgeschütteten Böden“.

Der von der FICHTNER Water & Transportation GmbH gestiftete Fichtner-Preis ist mit 1.500 Euro dotiert und wird seit 2015 für die beste Diplomarbeit mit einem wasserbaulichen Thema verliehen. Preisträger des von Matthias Bruchholz überreichten Preises ist Johannes Lohnstein, der Titel seiner Diplomarbeit lautet „Hydraulische Untersuchung der Rundbeckenpassanlage Höxter/Godelheim“.

Der Günther-Grüning-Preis ist mit 1.500 Euro dotiert und wird für hervorragende Projekt- oder Abschlussarbeiten verliehen. Prof. Wolfram Jäger überreichte den Preis an Ibrahim El Hayek für seine Masterarbeit „Case study on a spherical glass shell“ (Fallstudie einer gläsernen Kugelschale).

Der EUROVIA-Straßenbau-Preis der EUROVIA Services GmbH, in diesem Jahr überreicht von Oliver Nohse, wird jährlich für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet des Straßenbaus verliehen. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert. – Preisträgerin in diesem Jahr ist Georg Schmeier, der für seine Projektarbeit „Parameter und Zustandsbestimmung bei Böden mit großen Körnern“ ausgezeichnet wurde.

Bildergalerie

Fotos (auch zum Download für private Zwecke) gibt es in einer Galerie bei Facebook und auf den Fakultätsseiten