Aktuelle Fragestellungen im Konstruktiven Glasbau

Impressionen von der glasbau2016. Fotos: Franziska Rehde
Impressionen von der glasbau2016. Fotos: Franziska Rehde

Über 190 Gäste besuchten am 17. und 18.03.2016 die zweitägige Tagung »Glasbau 2016«. Die große Resonanz zeigt, dass diese Veranstaltung als Forum des Austausches und der Diskussion fest in der Fachwelt verankert ist.

Die Zusammenstellung der Themen ermöglichte einen umfassenden Ein- und Überblick zu aktuellen Fragestellungen im Konstruktiven Glasbau und der Anwendung der neu eingeführten Normenteile. Die Referenten stellten die aktuelle Forschung und Entwicklung sowie die Entwurfs- und Planungsprozesse herausragender Projekte vor.

Zur Tagung erschien das Jahrbuch »GLASBAU 2016«. Die Schwerpunkte bilden Bauten und Projekte, Energie und Nachhaltigkeit, Bemessung und Konstruktion sowie Forschung und Entwicklung. Erstmalig wurde in diesem Jahr eine weitere Rubrik zu Bauprodukten und Bauarten eingeführt. Renommierte Autoren aus Planung, Verarbeitung, Ausführung und Forschung zeigen den Stand der Technik sowie vertiefte Einsichten in spezielle Fragestellungen. Als Jahrbuch umfasst diese Publikation alle wesentlichen Entwicklungen auf dem Gebiet des konstruktiven Glasbaus und der Fassadentechnik. Ausgewählte Autoren referierten auf der Tagung »Glasbau 2016«.

Ein Beitrag zum Einsatz von höherfesten Klebstoffen bei Holz-Glas-Verbundelementen

Die Fakultät Bauingenieurwesen lädt ein zur öffentlichen Verteidigung im Promotionsverfahren mit dem Thema „Ein Beitrag zum Einsatz von höherfesten Klebstoffen bei Holz-Glas-Verbundelementen“ von Dipl.-Ing. Felix Nicklisch am Dienstag, 15. März 2016,10:00 Uhr, in das Sitzungszimmer Beyer-Bau, Raum 67, George-Bähr-Straße 1.

So viel gelernt wie in fünf Vorlesungen

DruckEs ist 6:45 Uhr. Eine Gruppe von 17 müden Studenten und Begleitern vom Institut für Baukonstruktion sammelt sich vor den Toren des Beyerbaus:

Grund für diese Versammlung war eine Exkursion im Rahmen der Lehrveranstaltungen zum Konstruktiven Glasbau im 7. Semester. Ziel der heutigen Ausfahrt waren zwei Werksbesichtigungen. Nach zwei Stunden unruhigem Autobahnschlaf war der erste Halt erreicht: Euroglas Haldensleben (bei Magdeburg). Nach einem kurzen fast übermotivierten Imagefilm über den Produktionsstandort begann unsere Werksführung. Zu sehen gab es hier alles, was zur Herstellung von Floatglas notwendig ist. Mischanlage, Schmelzofen, Zinnwanne, Abkühlstrecke, Zuschnitt und Logistik. Auch Verbund-Sicherheitsglas stellt Euroglas her. Im Schmelzofen herrschen über 1500°C und man konnte direkt sehen, wie das Gemenge in die Schmelze geschoben wird. Hier können Scheiben in Größen bis zu 3,21 m x 9,30 m hergestellt werden. Der Fabrikleiter ließ mit seiner Fachkompetenz keine Fragen offen und wusste für sein Werk zu begeistern. Es war schon sehr beeindruckend zu sehen, mit welcher Geschwindigkeit (heute 14 m/min) und Präzision Mensch und Maschine so große Mengen an Glas (400 t bis 600 t Glas pro Tag) in dieser hohen Qualität herstellen kann. Was besonders gut gefallen hat war, dass hier sämtliche Mitarbeiter mit werkseigenen Fahrrädern ausgestattet sind und so die großen Strecken schnell (und sauber) zurücklegen können. Allein die Produktionsstrecke vom Ofen bis zum Schnitt misst schließlich über 500 Meter. Entgegen des hohen Energiebedarfs ist das Unternehmen insgesamt sehr ökologisch eingestellt.

Nach einer kleinen Stärkung und einer weiteren Stunde Fahrt trafen wir am Nachmittag bei Thieleglas am Standort Wermsdorf (bei Leipzig) ein. Thieleglas hat sich vor allem auf die Veredelung von großflächiger Verglasung bis zu 9,0 m Länge spezialisiert. Das Highlight war hier eine Vorführung der Testeinrichtungen zur Produktionskontrolle. Vierpunktbiegeversuch und Kugelfalltest haben für reichlich Scherben gesorgt. Zum veranschaulichen der Unterschiede zwischen Einscheiben-Sicherheitsglas, Teilvorgespanntem Glas und Floatglas durften einige Scheiben sogar von uns selbst gebrochen werden. Anschließend wurde uns auch hier das Werk gezeigt. Thieleglas verfügt über eine Großzahl von Maschinen für die unterschiedlichsten Einsatzzwecke. Hervorzuheben sind eine CNC Fräse, eine selbstentwickelte Fräse zur Kantenbearbeitung und riesige Drucker, mit denen fast alle erdenklichen Motive mit keramischen Farben mit einer Auflösung bis zu 720 dpi auf Glas gebracht werden können. Die Gläser können bis zu Maßen von 3,2 m x 8,0 m bedruckt werden. Auch hier hat der Gastgeber das Thema Glas förmlich gelebt und konnte rundum für den Werkstoff und seine Firma begeistern.

Am späten Abend erreichten wir gefüllt von vielen Eindrücken Dresden. Die Fachexkursion war sehr interessant und lässt die viele Theorie von der Hörsaalbank richtig lebendig werden. Eine echt willkommene Abwechslung zum Uni-Alltag und auch toll, dass so etwas für uns zum Nulltarif angeboten wird. Sowas könnte es eigentlich viel öfter geben. Wie Professor Weller schon sagte: „In einer Exkursion nimmt man in etwa so viel mit, wie in 5 Vorlesungen.“

Julius Scheel

Entwicklung transparent geklebter Glas-Rahmenecken und Untersuchung des Tragverhaltens

Die Fakultät Bauingenieurwesen lädt ein zur öffentlichen Verteidigung im Promotionsverfahren mit dem Thema „Entwicklung transparent geklebter Glas-Rahmenecken und Untersuchung des Tragverhaltens“ von Dipl.-Ing. Volker Prautzsch am Dienstag, 15. September 2015, 10:00 Uhr im Sitzungszimmer Beyer-Bau, Raum 67, George-Bähr-Straße 1.

Baustellen in Berlin besucht

DruckDie diesjährige Glasbau- und Fassadenexkursion des Instituts für Baukonstruktion mit den Studierenden des 4. bis 10. Semesters führte vom 18.05. bis 19.05.2015 auf mehrere Baustellen in unsere Hauptstadt Berlin.

Das Heizkraftwerk Lichterfelde bot den Studierenden einen Einblick in die Historie und die Funktionsweise eines Kraftwerks. Unter hohem Geräuschpegel wurden die Bestandteile des Kraftwerks gezeigt, in denen Erdgas zu elektrischer Energie und Fernwärme umgewandelt wird. Neben dem „Herz“ des Kraftwerks, der Schaltzentrale, konnten vom Dach des alten Kraftwerks aus Eindrücke über die Bauwerksstruktur und Fassade der anliegenden Baustelle des neuen Kraftwerks gesammelt werden.

Im Showroom der Facade-Lab GmbH konnten die Studierenden Fassadentypen und Gestaltungsmöglichkeiten hautnah erleben. Verschiedene Materialmuster werden hier an 1,35 m breiten und geschosshohen Trägerelementen im konstruktiven Zusammenhang präsentiert und vermitteln so einen optisch „realen“ Eindruck. Neben der Führung durch den Showroom wurden auch bereits realisierte Projekte vorgestellt.

Neben Neubauten spielt der Denkmalschutz bei der Sanierung von Fassaden eine wichtige Rolle. Als Beispiel hierfür wurde das 2011 sanierte Punkthochhaus der französischen Architekten Raymond Lopez und Eugème Beaudouin im Berliner Hansaviertel besichtigt. Charakterististisch für dieses Gebäude ist, dass die in den Ecken befindlichen Wohnungen um eine halbe Etage nach oben versetzt sind. Bei der Sanierung musste vor allem auf die denkmalgerechte Wiederherstellung der vorgehängten Fassadenpaneele geachtet werden. Eine besondere Ausbildung ist außerdem die Lage der Heizungsrohre an der Außenseite des Gebäudes.

Das Highlight der Exkursion war die Baustellenbesichtigung des Charité Klinikums. Der Montageprozess einer Elementfassade konnte vom Anschlagen der geschosshohen Elemente an die Hebevorrichtung bis hin zur Verankerung an den Geschossdecken miterlebt werden. Die Besonderheit hierbei war, dass die Fassadenelemente von oben nach unten montiert wurden. Neben der Elementfassade konnte die Montage einer Pfosten-Riegel-Konstruktion im Detail betrachtet werden.

Mit der Besichtigung der Baustelle eines Bürogebäudes mit Penthouse-Wohnung und deren Pfosten-Riegel-Fassade wurde die Exkursion abgerundet. Die großformatigen Elemente können motorbetrieben geöffnet und geschlossen werden und eine eingespannte Brüstungsverglasung dient als Absturzsicherung.

Outstanding Design Award für Michael Engelmann

glasbrueckeDie International Association for Bridge and Structural Engineering (IABSE) prämiert Michael Engelmann vom Institut für Baukonstruktion mit dem “Outstanding Design Award” während der Tagung „Elegance in Structures“ in Nara, Japan, für den Entwurf einer 26 m langen gläsernen Fußgängerbrücke über den Saho-River. Der Entwurf konnte sich aus Sicht der internationalen Jury (Prof. Dr. sc. techn. Mike Schlaich, Ian Firth, Dr. Akio Kasuga, Prof. Mamoru Kawaguchi) gegen 20 weitere internationale Bewerber um den Preis durchsetzen.

Neben einem harmonischen Gesamtkonzept war die technische Qualität und der innovative Kern preisentscheidend. Der Siegerentwurf besteht vollständig aus Glas. Bei den gläsernen Brückenträgern handelt es sich um innovative Glasträger mit vorgespannter Bewehrung – sogenannte Spannglasträger. Diese Konstruktionsweise wurde im Rahmen eines Forschungsprojektes in Zusammenarbeit mit Industriepartnern am Institut für Baukonstruktion entwickelt und bereits 2014 in einem 9 m spannenden Prototypen auf der Fachmesse glasstec in Düsseldorf umgesetzt.

Holz-Glas-Verbund am Haken

UVS
1. April 2015
Die interdisziplinäre und branchenübergreifende Kooperation ergründete dabei neue Nutzungspotenziale für den nachwachsenden Baustoff Holz, die sich aus der lastabtragenden Verklebung mit Glas ergeben. Fotos: Felix Nicklisch
Eine interdisziplinäre und branchenübergreifende Kooperation ergründete neue Nutzungspotenziale für den nachwachsenden Baustoff Holz, die sich aus der lastabtragenden Verklebung mit Glas ergeben. Fotos: Felix Nicklisch

Knapp über drei Jahre forschte das Institut für Baukonstruktion zusammen mit Partnern aus sieben Ländern, darunter Österreich, Schweden, die Türkei und Slowenien, zu Holz-Glas-Verbundkonstruktionen. Die interdisziplinäre und branchenübergreifende Kooperation ergründete dabei neue Nutzungspotenziale für den nachwachsenden Baustoff Holz, die sich aus der lastabtragenden Verklebung mit Glas ergeben. Transparente Aussteifungswände und Verbundträger standen dabei im Mittelpunkt. Ein Pilotprojekt im bayrischen Binswangen markiert nun einen Eckpunkt dieses erfolgreich abgeschlossenen Verbundprojekts mit dem Titel URBAN WOOD.

Vor wenigen Tage schwebte der Experimentalbau an seinen neuen Platz. Die Gumpp & Maier GmbH hat diesen Schaupavillon, an dem sich die sich die Wirkungsweise der neuartigen Verbundtechnologie erfahren lässt, gemeinsam mit dem Institut für Baukonstruktion entwickelt und gebaut. Die Skelettkonstruktion wird durch eine geklebte Holz-Glas-Verbundfassade ausgesteift und zeigt die gestalterischen Möglichkeiten einer fast vollständig verglasten, tragenden Bauweise. Das geneigte Design führt dem Betrachter die neue Funktion der Verglasung eindrücklich vor Augen, da schon das reine Eigengewicht der Konstruktion offensichtlich zu einer Belastung der Glasscheiben führt. Alle Teile wurden vorgefertigt und in der Halle montiert. Der Pavillon soll nun für die nächsten zwei Jahre potentielle Bauherren von der neuen Technologie begeistern und den Forschern als Feldstudie zum lastabtragenden Kleben dienen.

Zahlreiche Kriechversuche und künstliche Alterungstests lieferten den Nachweis für eine sichere Klebverbindung. Wegen des zeitabhängigen Materialverhaltens und der Dauerhaftigkeit von Klebstoffen steht man im Bauwesen der Klebtechnik häufig noch skeptisch gegenüber. Letztendlich können nur gebaute Konstruktionen von der Leistungsfähigkeit der Klebverbindungen überzeugen. Die beteiligten Forscher und Unternehmer setzen daher auf die Außenwirkung dieses Experimentalbaus und erhoffen sich nachhaltige Impulse für Nachfolgeprojekte.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung förderte die deutschen Verbundpartner im Rahmen des ERA-NET WoodWisdom-Net 2 Programms von Ende 2011 bis Ende 2014.

Glasbau15 erstmals an zwei Tagen

Traditionell findet einmal jährlich die Tagung »Glasbau« an der Technischen Universität Dresden statt, die sich über die Jahre über die Grenzen Deutschlands hinaus als Forum des Austauschs zu Themen des Konstruktiven Glasbaus und der Fassadentechnik etabliert hat.

Die diesjährige Tagung »Glasbau 2015« findet am 19. und 20. März 2015 erstmalig als zweitägige Veranstaltung mit 22 Vorträgen von namhaften Referenten aus Forschung und Wirtschaft statt. Das etablierte Seminar zur Bemessung nach DIN 18008 wird zu einem gesonderten Termin angeboten.

Die Eröffnungsvorträge am ersten Veranstaltungstag halten Prof. Dr.-Ing. Werner Sobek (Werner Sobek Stuttgart) zum Thema „Entwerfen mit Glas im Zeitalter der Energiewende“ und Ministerialrat Hans-Dieter Hegner (Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung) zum Thema „Standards der Zukunft: die EnEV 2014 und das Energieeffizienshaus Plus“.

Prof. Dr.-Ing. Geralt Siebert (Universität der Bundeswehr München) konnte mit einem Vortrag zu den „Neuerungen in der Glasnormung“ am zweiten Veranstaltungstag als Impulsredner gewonnen werden. Dr. Florian Mähl (osd – office for structural design) thematisiert im zweiten Eröffnungsvortrag die „Integrale Fassadenplanung“.

Der erste Konferenztag klingt mit einem „Come Together“ in gemütlicher Atmosphäre aus, zu dem wir alle Teilnehmer herzlich einladen.

Der Teilnahmebeitrag beträgt 260 EUR und beinhaltet die Teilnahme an beiden Konferenztagen, das aktuelle Jahrbuch „Glasbau 2015“ sowie das „Come Together“ am Abend des 19. März 2015.

Weitere Informationen, das Programm und die Anmeldung auf der Webseite www.glasbau-dresden.de.

Über 200 Teilnehmer bei engineered transparency

Impressionen der Tagung
Impressionen der Tagung

Im Rahmen der weltweit führenden Fachmesse »glasstec« fand vom 21. bis 22. Oktober 2014 die internationale wissenschaftliche Konferenz »engineered transparency« statt. Die alle zwei Jahre stattfindende Konferenz bot Informationen rund um das Thema Glas im Bauwesen. Mehr als 70 Fachbeiträge bildeten dabei den Kern der von der TU Dresden und der TU Darmstadt organisierten Tagung.

Den zahlreichen Vorträgen wohnten renommierte Keynote-Sprecher bei: Dr.-Ing. Winfried Heusler, Senior Vizepräsident bei der Firma SCHÜCO/Bielefeld, Prof. Dr.-Ing. Jan Knippers, Partner bei »Knippers Helbig« und Leiter des Instituts für Tragkonstruktionen und Konstruktives Entwerfen der Universität Stuttgart/Germany, John Kooymans, Abteilungsleiter von RJC in Toronto/Canada und Christoph Timm, Gesellschafter bei SOM, New York/USA.

Mehr als 200 Teilnehmer aus 26 Ländern, darunter Vertreter von 30 internationalen Universitäten und Hochschulen, folgten den Fachvorträgen zu den neuesten Entwicklungen und Forschungsergebnissen in den Bereichen des konstruktiven Glasbaus, Fassadentechnik und Solartechnik.

Zahlreiche der vorgestellten Innovationen wurden zeitgleich als Exponate im Bereich »glass technology live« ausgestellt, wo außerdem der erste Kongresstag in einem kommunikativen »get together« abschloss. Diese Sonderschau auf der mit etwa 43.000 Messebesuchern und über 1.200 Ausstellern sehr erfolgreichen »glasstec«, zeigt die neuesten Entwicklungen aus der Forschung rund um das Thema Glas. Darunter richtungsweisende Exponate wie eine neun Meter lange Spannglasbücke sowie Holz-Glas-Verbundelemente und absturzsichernde Glasgeländer mit geklebten Punkthaltern.

Die nächste »engineered transparency« findest am 20. und 21. September 2016 statt.

Katharina Lohr

Kreative Ansätze zur Sanierung – Von der Gotik bis zur Moderne

Am 08.12.2014 findet zum wiederholten Male die Tagung Denkmal und Energie im Zentrum für Umweltkommunikation der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in Osnabrück statt. Die vom Institut für Baukonstruktion durchgeführte Weiterbildung richtet sich vor allem an Architekten, Ingenieure, Sachverständige, Vertreter des öffentlichen Dienstes sowie Unternehmen des Baugewerbes. Die Teilnahme ist kostenpflichtig. Der Teilnehmerbeitrag beträgt 120 EUR. Anmeldeschluss ist am 03.12.2014 (zur Anmeldung online).

Bei der Sanierung von Baudenkmalen stellt die Gebäudehülle einen entscheidenden Detailpunkt dar, um sowohl energetische als auch denkmalpflegerische Aspekte zu berücksichtigen. Energetische Ertüchtigungen setzen jedoch grundlegendes Wissen über die statischen und konstruktiven Besonderheiten der jeweiligen Baukonstruktion voraus, um eine schadenfreie Sanierung sicherzustellen.

So existieren zwar für eine Vielzahl an baukonstruktiven Detaillösungen zu schadenfreien Sanierungsmaßnahmen, bedingt durch eine ständige Verbesserung und Neuentwicklung von Materialien für den Einsatz im Denkmalbereich müssen bestehende Maßnahmenpakete jedoch stetig hinterfragt, angepasst und erweitert werden. Der Transfer dieser Neuerungen zu den Akteuren in der Praxis bildet somit die Schlüsselstelle und das Nadelöhr zugleich, um dieses Wissen auch zielführend anzuwenden.

Dieses Seminar behandelt neben grundsätzlichen Fragen über das richtige Maß einer energetischen Sanierung umfassende Möglichkeiten von Sanierungsmaßnahmen im Denkmalbereich in Abhängigkeit der Baualtersklasse und der damit verbundenen Baukonstruktion eines Gebäudes. Anhand verschiedener Beispielgebäude werden typische Baukonstruktionen, Schadensbilder und Sanierungsbeispiele aufgezeigt und im Detail erläutert.

Die bei der Veranstaltung ausgehändigten Tagungsunterlagen, bestehend aus

  • Weller/Horn: Denkmal und Energie 2015 – Kreative Ansätze zur Sanierung – Von der Gotik bis zur Moderne. Dresden, 2014

sowie den Vortragsfolien dienen zur Vertiefung und Anwendung der gewonnenen Erkenntnisse über die Tagung hinaus.