Michael Frenzel von der Technischen Universität Dresden gewinnt „Innovationspreis Bautechnik 2019“ des DBV

Der Gewinner des „Innovationspreis Bautechni k 2019“, Dipl.-Ing. Michael Frenzel, mit DBV- Vorsitzendem Dr. Jacob (rechts) und Vorsitzendem des Preisgerichts Professor Curbach (links) bei der Preisverleihung am 8. März 2019 in Stuttgart
Der Gewinner des „Innovationspreis Bautechni k 2019“, Dipl.-Ing. Michael Frenzel, mit DBV- Vorsitzendem Dr. Jacob (rechts) und Vorsitzendem des Preisgerichts Professor Curbach (links) bei der Preisverleihung am 8. März 2019 in Stuttgart. Foto: © DBV/Dariusz Misztal

Michael Frenzel von der Technischen Universität Dresden gewinnt „Innovationspreis Bautechnik 2019“ des DBV Dipl.-Ing. Michael Frenzel ist der Gewinner des diesjährigen „Innovationspreis Bautechnik“, der vom Deutschen Beton- und Bautechnik-Verein E.V. (DBV) am 8. März 2019 in Stuttgart verliehen wurde. Mit seiner Forschungsarbeit „Deckentragwerke aus geschichteten Betonen – leicht und effizient“ und seinem fundierten Vortrag überzeugte Michael Frenzel beim „Kolloquium für Jungingenieure“ am 7. März 2019 in Stuttgart das Preisgericht und gewann damit den „Innovationspreis Bautechnik 2019“. Um insbesondere junge Studierende und Promovierende zu fördern, stiftet der Deutsche Beton- und Bautechnik-Verein E.V. (DBV) alle zwei Jahre den „Innovationspreis Bautechnik“, der beim Deutschen Bautechnik-Tag vergeben wird. Die Urkunde überreichte der DBV-Vorsitzende Dr. Matthias Jacob gemeinsam mit Professor Manfred Curbach, dem Vorsitzenden des Preisgerichts, am 8. März 2019 in Stuttgart. Der Preis ist mit einem Preisgeld von 2.500 € dotiert. Üblicherweise werden Betondecken mit einem hohen Material- und Energieverbrauch ausgeführt. Um Deckentragwerke nun gewichtsreduziert und ressourcenschonend herstellen zu können, entwickelt Michael Frenzel im Rahmen seiner Dissertation an der Technischen Universität Dresden querschnitts- und formoptimierte Konstruktionen. Doch nicht nur das effiziente Tragverhalten berücksichtigte er in seiner Arbeit „mit einem hohen Maß an Kreativität“, sondern auch die Ästhetik. Die Forschungsarbeit fertigt Michael Frenzel bei Professor Manfred Curbach am Institut für Massivbau der Technischen Universität Dresden an. Die Dissertation basiert auf seiner Forschungsarbeit innerhalb des  Teilprojekts „Leichte Deckentragwerke aus geschichteten  Hochleistungsbetonen“ des von der DFG-geförderten Schwerpunktprogrammes SPP 1542 „Leicht Bauen mit Beton

Insgesamt präsentierten 11 Bauingenieurinnen und Bauingenieure ihre  Masterarbeit oder Dissertation am 7. März 2019 im „Kolloquium für Jungingenieure“ und stellten sich den Fragen des Preisgerichts. Aus diesem starken Bewerberfeld setzte sich Michael Frenzel durch.

Preisgericht

Vorsitzender Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Manfred Curbach,
Technische Universität Dresden

Mitglieder

  • Dr.-Ing. Hubert Bachmann, Ed. Züblin AG
  • Prof. Dr.-Ing. Harald Garrecht, Universität Stuttgart
  • Dr.-Ing. Julian Meyer, HOCHTIEF Engineering GmbH
  • Prof. Dr.-Ing. Christoph Motzko, Technische Universität Darmstadt
  • Dipl.-Ing. (FH) Franz Josef Zweier, Max Bögl Stiftung & Co. KG

Quelle: DEUTSCHER BETON- UND BAUTECHNIK-VEREIN E.V.

29. Dresdner Brückenbausymposium – wieder ein voller Erfolg.

Prof. Manfred Curbach eröffnet das Symposium

Wissen verbindet – Menschen, Kulturen, Kontinente. Das traditionelle Dresdner Brückenbausymposium ist national und international eine fest etablierte Größe im Veranstaltungskalender vieler Bauingenieure. Eindrücklich spannt diese Veranstaltung den Bogen von bemerkenswerten historischen Ingenieurleistungen über richtungsweisende Forschungsaktivitäten, neuartige Baustoffe und Verfahren bis zu neuen Brückenbauwerken sowie Instandhaltungsprojekten. Das Institut für Massivbau der
TU Dresden war am 12. März 2019 bereits zum 29. Mal Ausrichter der Tagung. Am Vorabend des Symposiums nutzten rund 700 Gäste die Gelegenheit, beim „Treffen der Brückenbauer“ erste Gespräche zu führen und im Foyer des Hörsaalzentrums der TU Dresden die Ausstellung mit insgesamt über 70 Firmen aus den verschiedenen Sparten des Bauwesens sowie von Verlagen und Vereinen zu besuchen.

Zur Vortragsveranstaltung selbst waren 1344 Anmeldungen eingegangen, die den Hörsaal 1, das Audimax, fast an die Kapazitätsgrenze brachten.

 

Prof. Dr.-Ing. Jürgen Stritzke erhält Wackerbarth-Medaille

Prof. Manfred Curbach, Direktor des Instituts für Massivbau der TU Dresden, eröffnete das Symposium und hieß die zahlreichen Teilnehmer*innen herzlich willkommen. Gleich anschließend wurde die Wackerbarth-Medaille der Ingenieurkammer Sachsen von deren Präsidenten, Prof. Hubertus Milke, an Prof. Jürgen Stritzke, ehemaliger Inhaber der Professur für Massivbrückenbau, verliehen. Jürgen Stritzke hat mit seiner Arbeit für das Dresdner Brückenbausymposium, für den Deutschen Brückenbaupreis und für die Historischen Wahrzeichen Großes geleistet, wofür ihn die Ingenieurkammer Sachsen mit der Verleihung der Wackerbarth-Medaille würdigte.

Beim größten alljährlichen Treff der Brückenbauer in Deutschland spannten insgesamt zwölf Vorträge den Informationsbogen – von „Aktuelles zum Regelwerk des Bundes für den Ingenieurbau“ (TRDir Prof. Dr.-Ing. Gero Marzahn) über „Verkehrsinfrastruktur für Hamburg – Neubau der Waltershofer Brücken im Hamburger Hafen“ (Dr.-Ing. Christoph Vater) bis hin zum „30-Jahre Zyklus von Brückeneinstürzen und seinen Konsequenzen“ (Prof. Dr.-Ing. habil. Dirk Proske).

Den Einstieg in die Thematik übernahm Prof. Manfred Curbach mit seinem Vortrag über eine Persönlichkeit, die den Brückenbau vor allem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit herausragenden Bauwerken, aber auch mit seiner Philosophie des Brückenbauens geprägt hat: Christian Menn. TRDir Prof. Dr.-Ing. Gero Marzahn berichtete über die Erarbeitung der RE-ING, einem kompakten Regelwerk für die Planung von Ingenieurbauwerken. Anschießend referierte Dipl.-Ing. Joern Seitz über die Maputo-Katembe-Brücke, dem neuen Wahrzeichen Mosambiks. Joern Seitz ging dabei umfassend auf die drei Bauverfahren bei der längsten Hängebrücke Afrikas ein und hatte jede Menge Zahlen und Fakten im Gepäck. Über die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von Monitoring im Infrastrukturbau berichtete Prof. Dr.-Ing. habil. Peter Mark sehr anschaulich.

Anschließend nahm Dr.-Ing. Christoph Vater die Symposiumsteilnehmer mit auf den Weg nach Hamburg. Zur langfristigen Sicherstellung der Leistungsfähigkeit des Hamburger Hafens ist u. a. die Erneuerung der Waltershofer Brücken unumgänglich, da diese bereits über 100 Jahre alt sind.  Mit einem cleveren Konzept soll der Straßenverkehr während der Bauzeit nahezu ohne Unterbrechung aufrecht erhalten werden können: eine der neu hergestellten Eisenbahnbrücken wird zunächst als Straßenbrücke genutzt und kann nach Beendigung des Umfahrungszeitraums in kurzer Zeit zur Eisenbahnbrücke umgebaut werden.

o.Univ.Prof. Dr.-Ing. Johann Kollegger gab einen spannenden Erfahrungsbericht aus Österreich über die Anwendung von neuen Bauverfahren. In den Ausführungen von Prof. Dr.-Ing. Karsten Geißler und Dipl.-Ing. Gregor Gebert  wurden Stahlverbund-Großbrücken mit obenliegender Fahrbahn und deren verschiedene Konstruktionsweisen analysiert und verglichen. Aktuell werden durch das BMVI Regellösungen entwickelt, um häufig wiederkehrende Konstruktionsdetails ausreichend dauerhaft und ermüdungssicher zu konstruieren.

Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Karl-Eugen Kurrer

Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Karl-Eugen Kurrer brachte den Symposiumsgästen Kurt Beyers Beitrag zur Baustatik näher, reich bebildert und mit so mancher Anekdote versehen. Für seinen Vortrag waren das umfangreiche Universitätsarchiv der TU Dresden und zahlreiche Gespräche z. B. mit Nachfahren Beyers enorm gewinnbringend.

Prof. Dr.-Ing. Oliver Fischer von der Technischen Universität München stellte sich der Frage, ob Nachrechnungsdefizite bei Massivbrücken ein Problem der Tragfähigkeit oder doch nur der Modellvorstellung ist. Thematisch passend schloss sich Dr.-Ing. Hans-Gerd Lindlar mit seinem Vortrag an und warf die Fragestellung – „Was tun, wenn Annahmen und Realität nicht zusammenpassen?“ – in den Raum. Im Beitrag von Dr.-Ing. Angelika Schießl-Pecka wurden verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Dauerhaftigkeit von Verkehrsbauwerken hinsichtlich Lebenszykluskosten untersucht und mit der herkömmlichen Bauweise verglichen. Über den aktuellen Stand der Vor- und Nachteile bei der Verwendung von Carbonbewehrungen im Brückenbau referierte Dr.-Ing. Frank Jesse und präsentierte dabei erste Ergebnisse aus einem Verbundforschungsprojekt: ein zeitnah umsetzbares Brückensystem auf der Basis von vorgespannten Halbfertigteilen aus verbundlos vorgespanntem Carbonbeton.

 

Voll besetzter Hörsaal im HSZ

Das Vortragsprogramm rundete Prof. Dr.-Ing. habil. Dirk Proske mit einem Beitrag zum „30-Jahre-Zyklus von Brückeneinstürzen“ und seinen Konsequenzen ab. Indizien für die Existenz des Zyklus sind vorhanden, aber kein klarer Beweis. Dennoch sollte das „Generationenloch“ bei der Personalplanung in Ingenieurbüros berücksichtigt werden.

Nach dem Brückenbausymposium ist vor dem Brückenbausymposium. Im kommenden Jahr wird ein Jubiläum begangen. Organisator Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Manfred Curbach ermunterte die Teilnehmer, sich schon jetzt über mögliche Kandidaten für den ebenfalls im kommenden Jahr zu vergebenden Deutschen Brückenbaupreis zu machen.

Dank der sehr guten Organisation und der tatkräftigen Unterstützung vieler Helfer, konnte auch mit der 29. Auflage des Symposiums wieder eine interessante, wissenswerte und gelungene Veranstaltung für das Fachpublikum auf die Beine gestellt werden.

Förderpreis Beton 2018 wird an Herrn Egor Secrieru verliehen

Dr.-Ing. Egor Secrieru vom Institut für Baustoffe hat für seine Doktorarbeit „Pumping behaviour of modern concretes- Characterisation and prediction“ den CEMEX Förderpreis Beton 2018 erhalten. Die Stiftung des Preises erfolgt mit dem Ziel, technische und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit der Betonbauweise zu stärken. Dabei reichen die Schwerpunkte von den Rohstoffen über die Betontechnologie und die Bauprozesse bis zur Bauteilkonstruktion. Die renommierte Auszeichnung wird seit 1984 alle zwei Jahre ausgelobt und zählt zu den höchstdotierten wissenschaftlichen Nachwuchspreisen im Bereich „Betontechnik“ in Deutschland. Weiterlesen

Bild: Dr.-Ing. Egor Secrieru (2.v.l.) und Dr.-Ing. Tim Link (4.v.l.) mit Rüdiger Kuhn, Vorstandsvorsitzender der CEMEX Deutschland AG (Mitte), Prof. Dr.-Ing. Rolf Breitenbücher Juryvorsitzender (rechts) und den Promotionsbetreuern Prof. Dr.-Ing. Viktor Mechtcherine (links) und Prof. Dr.-Ing. Horst Michael Ludwig. Foto: CEMEX Deutschland AG / Mehdi Bahmed, www.cphotographyberlin.com

C³-Projekt gewinnt renommierten Energy Globe World Award

C³-Projekt gewinnt renommierten Energy Globe World Award
C³-Projekt gewinnt renommierten Energy Globe World Award

Das weltweit  am  häufigsten  verwendete  Material  nach Wasser – der Beton – führt seit jeher zu einem hohen Verbrauch an Rohstoffen. Allein die Herstellung von Zement    ist für ca. 6,5 % des gesamten Kohlendioxidausstoßes verantwortlich. Das entspricht  etwa  der dreifachen  Menge  CO2,  die  durch  die  globale  Luftfahrt  emittiert wird. Und doch haben die Bauwerke nur eine begrenzte Lebensdauer von 40 bis 80 Jahren. Die Lösung: Eine neue Art des Bauens unter Verwendung von Carbonbeton. Der Stahl im Beton wird durch Carbon ersetzt. Da Carbon nicht rostet, wird all der Beton gespart, der lediglich den Stahl vor der Korrosion schützen soll. Dadurch wird bis zu 80 % weniger an Material verwendet.
Mehr als 2.300 Projekte aus 182 Ländern haben sich im Jahr 2018 für den renommierten Preis beworben, der seit 1999 jährlich von der österreichischen Energy Globe Foundation ausgelobt wird. Mit dem Ziel, die Zukunft unseres Planeten zu schützen und das Recht der künftigen Generationen auf ein gesundes und erfülltes Leben auf der ganzen Welt zu wahren, entschloss sich der Gründer Wolfgang Neumann eine Auszeichnung zu erschaffen, die das allgemeine Bewusstsein für das Thema Nachhaltigkeit erhöht und Vorzeigelösungen aus einer Vielzahl von Ländern präsentiert. Damit sollen die Awards Menschen nicht nur dazu motivieren, nach neuen Lösungen zu suchen, sondern auch Regierungen überzeugen, die notwenigen Rahmenbedingen zu schaffen, die es zum besseren Schutz unserer Umwelt und Gesellschaft bedarf. Die Energy Globe World Awards werden in fünf Kategorien vergeben: Erde, Feuer, Wasser, Luft und Jugend. C³ – Carbon Concrete Composite wurde in der Kategorie Erde nominiert.

 

C³-Projekt gewinnt renommierten Energy Globe World Award
Stefan Minar vom C³-Projekt nahm die Auszeichnung stellvertretend für das gesamte C³-Konsortium entgegen. (Foto © C³ – Carbon Concrete Composite)

Die Preisverleihung fand am 29. Januar 2019 um 8:30 Uhr (iranischer Zeit) im Moshir-al-Mamalek Hotel Garden in Yazd im Iran statt. Ebenfalls in der Kategorie Erde nominiert waren das Projekt „Ja! Natürlich Green Packaging“ aus Österreich, welches durch den Einsatz abbaubarer Naturfasern als Lebensmittel-Verpackungen für Obst und Gemüse schrittweise auf Kunststoff verzichten will sowie auch das Projekt „Restorative Agriculture with the Seawater Greenhouse“ aus Somalia. Seawater Greenhouse setzt mithilfe einer Gewächshausanlage auf die solarbetriebene Umkehrosmose-Entsalzung von Meerwasser, um dadurch Strom- und Wasser für den intensiven Anbau hochwertiger Gartenprodukte in Afrika fördern zu können. Die Vorsitzende der Energy Globe Jury und Ministerin für Kinder- und Frauenentwicklung in Indien, Maneka Gandhi, verkündete um 9:15 Uhr die Jury-Entscheidung und kürte C³ – Carbon Concrete Composite zum glücklichen Gewinner. Gandhi unterstrich die Bedeutung vom Schutz der Ressourcen und der Langlebigkeit von Gebäuden beim Bau mit Carbonbeton in Bezug auf die wachsende Weltbevölkerung.

Yazd, ist eine der ältesten Städte des Irans, gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und war zugleich Austragungsort für die 19. Energy Globe World Award-Preisverleihung. Die Stadt zählt mit seinen traditionellen Windtürmen (Badgir), die seit ca. tausend Jahren die Klimatisierung der Gebäude emissionsfrei ermöglichen, zu den Ursprüngen von Nachhaltigkeit.

Text: Chris Gärtner

Slentite® – die Dämmung für Carbonbeton-Fassadenelemente – auf der BAU 2019 ausgezeichnet

Mithilfe von Carbonbeton ist es seit mehreren Jahren möglich, Betonkonstruktionen deutlich dünner und ressourcenschonender auszuführen als mit traditionellem Stahlbeton. Bereits realisierte Bauwerke, die über eine Bewehrung aus Glas oder Carbon verfügen, wurden bisher mit einer herkömmlichen Dämmung versehen. Nun revolutioniert die Dämmstoffindustrie ihre Materialkompositionen und setzt damit auf minimales Volumen bei maximaler Leistungsstärke.

Carbonbeton-Slentite
Carbonbeton-Fassadenelement mit dem SLENTITE® Dämmstoff auf der Messe BAU 2019 (v.l.n.r.: Matthias Tietze C³ e. V., Wibke Lölsberg und Marc Fricke von BASF, Matthias Lieboldt und Stefan Minar vom C³ e. V. | Foto © C³ – Carbon Concrete Composite)

In Zusammenarbeit mit BASF wurde die äußerst dünne und flexible Dämmung Slentite® entwickelt, die eine noch filigranere Bauweise ermöglicht. In Verbindung mit Carbonbeton werden damit gleich mehrere Anforderungen von Architekten und Planern erfüllt: Eine schlanke, effiziente und formenreiche Bauweise mit innovativer und leistungsstarker Dämmung, die sowohl in der Herstellung als auch in der alltäglichen Anwendung den Energieverbrauch und die Entstehung von CO2 maßgeblich senken.

Die Entwicklung, die immer im Zusammenhang mit Carbonbeton präsentiert wurde, erhielt als herausragende Produktinnovation auf der Messe BAU 2019 den BAKA Award 2019 von Gunther Adler, dem Staatsekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat.

Zu sehen sind die neuen und zukunftsweisen Wandsysteme, die auch im CUBE – dem ersten Haus, vollständig aus Carbonbeton – eingesetzt werden, in der Halle B0 am Stand 210 des C³-Konsortiums. Zahlreiche Besucher, die täglich die neuen Systeme bestaunen, erhalten direkt am Nachbarstand 212, dem Stand der BASF, die Detailinformationen zum Dämmsystem präsentiert.

Text: Chris Gärtner

Energy Globe World Award: C³-Projekt für den weltweit bedeutendsten Umweltpreis nominiert!

Mehr als 2.300 Projekte aus 182 Ländern haben sich im vergangenen Jahr für den renommierten Preis beworben, der seit 1999 jährlich von der österreichischen Energy Globe Foundation ausgelobt wird. Mit dem Ziel, die Zukunft unseres Planeten zu schützen und das Recht der künftigen Generationen auf ein gesundes und erfülltes Leben auf der ganzen Welt zu wahren, entschloss sich der Gründer Wolfgang Neumann eine Auszeichnung zu erschaffen, die das allgemeine Bewusstsein für das Thema Nachhaltigkeit erhöht und Vorzeigelösungen aus einer Vielzahl von Ländern präsentiert. Damit soll der Award nicht nur Menschen dazu motivieren, nach neuen Lösungen zu suchen, sondern auch Regierungen überzeugt werden, die notwenigen Rahmenbedingen zu schaffen, die es zum besseren Schutz unserer Umwelt und Gesellschaft bedarf.

Der Energy Globe World Award wird in fünf Kategorien vergeben: Erde, Feuer, Wasser, Luft und Jugend. Der C³-Verein ist in der Kategorie Erde nominiert und darf mit zwei weiteren Nominierten auf die Auszeichnung hoffen. Die Preisverleihung wird am 27. Januar 2019 in der historischen Stadt Yazd im Iran stattfinden.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Jad Khodor erhält als Bester seines Studiengangs am 7. Dezember die Lohrmann-Medaille

Jad Khodor; Bild: Karsten Eckold

Jad Khodor kommt aus dem Libanon. Seinen Bachelor erwarb er mit »sehr gut« an der dortigen Rafik Hariri University. »Danach beschloss ich, den Master im Ausland abzulegen. Wegen der hohen Standards in Bildung und Forschung entschied ich mich für Deutschland«. Und ihm kam das ACCESS-Master-Programm der TUD-Fakultät Bauingenieurwesen gerade recht. »Dieses internationale Programm wird in Englisch absolviert, das war mir sehr sympathisch. Deutsch konnte ich nicht.« Das brachte er sich dann in seiner Freizeit selbst bei. Im Oktober 2014 startete sein Studium an der Fakultät Bauingenieurwesen. Etwas mehr als zwei Jahre später legte er seine Masterarbeit zum Thema »Analysis of concrete flow in the pipe and the influence of the lubrication layer on the concrete pumpability using numerical approaches« am Institut für Baustoffe vor. Betreut von Prof. Viktor Mechtcherine beschäftigte er sich damit, numerisch zu modellieren, wie verschiedene Betone am besten in Rohrleitungen von Betonpumpen fließen. »Beton soll schnell strömen und darf die Rohre der Betonpumpe bei optimaler Konsistenz nicht verstopfen.« Praktische Erprobungen bei der Dresdner Firma Semper Beton bestätigten seine Modellierung. Zusätzlicher Lohn war ein glattes »sehr gut« für seinen Masterabschluss. Als bester Student seines Studiengangs wurde Jad Khodor außerdem von der Fakultät für die Lohrmann- Medaille der TU Dresden vorgeschlagen. Gemeinsam mit 18 weiteren Besten aller Fakultäten erhält er sie am 7. Dezember 2018. »Ich freue mich besonders, dass dazu meine Eltern aus dem Libanon anreisen«, kann der 25-Jährige den Tag kaum erwarten. Wenn sie wieder abreisen, bleibt Jad Khodor für weitere vier Jahre in Dresden. Er promoviert am Institut für Statik und Dynamik der Tragwerke zur Thematik der Ermüdung von Bauteilen aus Stahl, Holz und Gummi. Gemeinsam mit Jad Khodor werden am 7. Dezember die 98 besten Absolventen der TU Dresden ausgezeichnet. Neben 19 Lohrmann-Medaillen wird TUD- Rektor Prof. Hans Müller-Steinhagen elf Ehrenfried-Walter-von-Tschirnhaus-Urkunden, 31 Victor-Klemperer-Urkunden, 33 Enno-Heidebroek-Urkunden und fünf Carl-Gustav-Carus-Urkunden übergeben. Die Laudatio hält Prof. Gerhard Fettweis zum Thema »Fascination, challenges and hints for starting a research carreer«. Die Veranstaltung beginnt am 7. Dezember 2018 um 14 Uhr im Festsaal Dülferstraße.

Karsten Eckold

 

 

Prof. Curbach mit Wackerbarth-Medaille gewürdigt

Im Rahmen des diesjährigen Ingenieurkammertages erhielt Prof. Manfred Curbach, Institutsdirektor des Instituts für Massivbau an der TU Dresden, die „Wackerbarth-Medaille“.
Mit dieser Auszeichnung würdigt die Ingenieurkammer Sachsen seine langjährige, über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus anerkannte wissenschaftliche Arbeit sowie sein Engagement für das international anerkannte Brückenbausymposium.

Prof. Manfred Curbach (links im Bild) erhält die Wackerbarth-Medaille von Prof. Dr.-Ing. Hubertus Milke, Präsident der Ingenieurkammer Sachsen
Prof. Manfred Curbach (links im Bild) erhält die Wackerbarth-Medaille von Prof. Dr.-Ing. Hubertus Milke, Präsident der Ingenieurkammer Sachsen

Dresden Congress Award für das Dresdner Brückenbausymposium

Bereits 1991 startete Professor Jürgen Stritzke mit einem Kongress über Brückenbau in Dresden. Im März kommenden Jahres findet das inzwischen 29. Dresdner Brückenbausymposium (DBBS) statt.

Das DBBS hat sich seit seinem Beginn immer als Multiplikator guter Ideen, interessanter Innovationen und erfolgversprechender Technologien verstanden und entwickelte sich zur größten Veranstaltung ihrer Art im deutschsprachigen Raum und ist ein idealer Treffpunkt für den Erfahrungsaustausch über Planung, Bauausführung, Instandsetzung und Ertüchtigung von Brücken für alle am Bau Beteiligten und Interessierten. Dieses Engagement für die große Familie derBrückenbauer*innen und auch für den Kongressstandort Dresden wurde am 15. November 2018 mit dem Dresden Congress Award in der Kategorie Kontinuität ausgezeichnet.

Der Dresden Congress Award – gern auch „Oscar der Kongressbranche“ genannt, würdigt engagierte Wissenschaftler, Unternehmer und Kongressveranstalter, die Kongresse und Tagungen nach Dresden geholt und erfolgreich veranstaltet haben.

Prof. Manfred Curbach (links im Bild) und Prof. Jürgen Stritzke erhalten den Dresden Congress Award für das 28. Dresdner Brückenbausymposium 2018.
Prof. Manfred Curbach (links im Bild) und Prof. Jürgen Stritzke erhalten den Dresden Congress Award für das 28. Dresdner Brückenbausymposium 2018. Foto: Angela Heller

Better – Smarter – Stronger – fib 2018 Congress in Melbourne, Australien

fibcongress2018
fib congress2018 – Melbourne

Vom 07.  bis 11. Oktober fand der von der fédération internationale du béton organisierte fib congress 2018 statt.

Unter dem Motto „Better – Smarter – Stronger“ trafen sich Wissenschaftler, Forscher und Fachleute in Australiens zweitgrößter Stadt Melbourne. Die Verbesserung der technischen, wirtschaftlichen, ästhetischen und ökologischen Leistungsfähigkeit von Betonkonstruktionen stand dabei im Mittelpunkt des Kongresses. Während der Kongress-Woche wurden pro Tag bis zu 120 Vorträge angeboten, welche in paralellen Sessions stattfanden. Für die über 600 Teilnehmer aus den verschiedensten Ländern der Welt  bot sich eine hervorragende Möglichkeit, Forschungsergebnisse zu präsentieren, Wissen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.

Mit jeweils einem Vortrag waren auch 3 Wissenschaftliche Mitarbeiter vom Institut für Massivbau der TU Dresden vertreten.

Zusammen mit Vertretern der Leibniz Universität Hannover, RWTH Aachen, der BAM aus Berlin und der Ruhr-Universität Bochum hat sich Marc Koschemann auf den weiten Weg nach Melbourne gemacht, um das gemeinsame Verbundforschungsvorhaben  „WinConFat – Materialermüdung von On- und Offshore Windenergieanlagen aus Stahlbeton und Spannbeton unter hochzyklischer Beanspruchung“ dem internationalen Fachpublikum vorzustellen. Das von Koschemann zu bearbeitende Teilprojekt befasst sich mit dem Verbund unter Zugschwellbeanspruchung (Verbundermüdung).

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung wurde sein Beitrag „Bond behaviour of reinforced concrete under high cycle fatigue pull-out loading“ in der Kategorie Research als Best Paper (Bester Forschungsbeitrag) ausgezeichnet.

fibcongress2018 - Marc Koschemann
fib congress2018 – Marc Koschemann
Best paper award fib congress2018
Best paper award fib congress2018