13. Symposium „Experimentelle Untersuchungen von Baukonstruktionen“: Ein Rückblick auf das SEUB 2025

Am Mittwoch, den 19. März 2025, fand das 13. Symposium „Experimentelle Untersuchungen von Baukonstruktionen“ (SEUB) im Vorfeld der Dresdner Brückenbautagung statt. Erstmalig fand die Veranstaltung in der Dresdner Messe statt, um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden. Über 360 Teilnehmende aus verschiedenen Bereichen der Bauindustrie und Forschung kamen zusammen, um sich über aktuelle Themen der Bauwerksbewertung und -Untersuchung auszutauschen. 

Die Dekanin der Fakultät Bauingenieurwesen, Prof. Birgit Beckmann
überbringt Grußworte zur Eröffnung der Veranstaltung. Bild: André Terpe

Das SEUB 2025 bietet im Abstand von zwei Jahren traditionell eine Plattform für Austausch und Diskussionen über die Bewertung von Bauwerken hinsichtlich ihres Zustands, ihrer Tragsicherheit und ihrer Restlebensdauer. Im Fokus standen in diesem Jahr die Bedeutung von Zustandsprognosen und Monitoring für die langfristige Sicherheit von Bauwerken und innovative Messverfahren, die es ermöglichen, die Innenstruktur von Bauwerken ohne Zerstörung zu analysieren. Ebenfalls zentrales Thema der Tagung war die fortschreitende Digitalisierung in der Bauwerksprüfung, mit großesm Potenzial für eine genauere Analyse und eine frühzeitige Identifikation von Schwachstellen.

Das 14. SEUB ist für 2027 geplant. Der Tagungsband wird zeitnah auf dem sächsischen Dokumenten- und Publikationsserver Qucosa® veröffentlicht.

In den Pausen boten sich viele Gelegenheiten zum Austausch… Bild: André Terpe

Brücke in die Zukunft: Bundesminister Wissing eröffnete KI-Forschungsbrü­cke für TUD-koordiniertes Verbundprojekt in Bautzen

Am 19. März 2025 eröffnete Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr (BMDV), gemeinsam mit Staatssekretärin Barbara Meyer, Landrat Udo Witschas, TUD-Rektorin Prof.in Ursula Staudinger, Prof. Steffen Marx, Direktor des Instituts für Massivbau der TUD, und Jörg Drews vom Projektpraxispartner Hentschke Bau GmbHeine 45 Meter lange und 4,5 Meter breite Forschungsbrücke in Bautzen.

Foto: Stefan Gröschel

Diese Forschungsplattform (openLAB) ist weltweit einmalig: Die Brücke ist mit modernster Sensortechnik ausgestattet, die eine lückenlose Überwachung in Echtzeit ermöglichen soll. Insgesamt wurden über 200 Sensoren verbaut, die u.a. die Temperatur, Neigung, Bewegung und weitere Einflussfaktoren für die strukturelle Integrität erfassen. Durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz können Schäden früh erkannt werden, sodass Instandhaltungsmaßnahmen zielgerichtet eingeleitet werden können. Die Spannbetonbrücke ist Teil des Forschungsprojekts „Automatisierte Bewertung der Monitoringdaten von Infrastrukturbauwerken (IDA-KI)“, das durch die TUD koordiniert und im Rahmen der Innovationsinitiative „mFUND“ durch das BMDV gefördert wird.

Foto: Stefan Gröschel

Bundesminister Dr. Volker Wissing: „Künstliche Intelligenz ist ein Game-Changer, auch für den Erhalt unserer Straßen und Brücken. Durch den Einsatz modernster Sensortechnik und KI-gestützter Analyseverfahren können wir den Zustand der Brücken in Echtzeit überwachen. So machen wir unsere Verkehrsinfrastruktur nicht nur sicherer, sondern ermöglichen eine effizientere und kostengünstigere Wartung. Das Projekt in Bautzen liefert wertvolle Erkenntnisse für die Modernisierung unserer Brücken und die Sanierung unserer gesamten Infrastruktur.“

Staatssekretärin Barbara Meyer: „Das openLAB eröffnet uns eine großartige Chance zur richtigen Zeit, denn in Sachsen merken wir gerade, wie wichtig eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur ist. Mit dem Brückenzwilling legen wir am heutigen Tag den Startschuss für ein neues Zeitalter sächsischer Brücken, das deutschlandweit Impulse setzen kann! Es geht dabei um Innovationsgeist, Spitzenforschung, Zukunftsfähigkeit und – natürlich das Wichtigste – um mehr Sicherheit bei unseren Brückenbauwerken. Ich wünsche dem Team um Prof. Marx viel Erfolg mit diesem Projekt. Ich bin gespannt auf Ihre Ergebnisse. Mein besonderer Dank geht an den Bundesminister für Digitales und Verkehr, Herrn Dr. Wissing, dass Sie dieses Projekt und damit den Freistaat und das Lausitzer Revier aktiv unterstützen!“

Udo Witschas, Landrat des Landkreises Bautzen: „Die neue Forschungsbrücke ist ein erneuter Beleg dafür, dass die Unternehmen aus der Oberlausitz auch im Bereich der Forschung und Innovation ganz oben mitspielen können. Dahinter steckt ein enormes wirtschaftliches Potenzial für unsere Region. Die neue Brücke, diese gelungene Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis, zeigt zudem, was die Region von der Ansiedlung des Bauforschungszentrums Living Art of Building LAB erwarten kann.“

Foto: Stefan Gröschel

Prof.in Ursula Staudinger, Rektorin der TU Dresden: „Mit der Gründung des TUD|Campus Lausitz übernehmen wir Verantwortung für die Gestaltung des Strukturwandels in der Lausitz. Dazu gehören auch Reallabore wie das openLAB. Diese sind essenziell für den wissenschaftlichen Fortschritt, denn sie ermöglichen es, innovative Technologien unter realen Bedingungen zu erproben und praxisnahe Lösungen zu entwickeln. Es geht auch darum, durch technologische Entwicklungen zur Verbesserung gesellschaftlich essentieller Sektoren wie dem Brückenbau beizutragen und Vertrauen zu schaffen. Ebenso bietet das openLAB einzigartige Möglichkeiten für die Grundlagenforschung im Bauingenieurwesen. Durch den Schulterschluss von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Öffentlichkeit können wir hier Impulse in die Region tragen, die an der Basis als Innovationen ihre Wirkung entfalten können. Ich danke allen Beteiligten, dass wir hier gemeinsam eine wissenschaftliche Plattform für nachhaltige Bauinnovationen schaffen können und so die Region als Standort von Spitzenforschung und Hochtechnologie stärken.“

Prof. Steffen Marx, Direktor des Instituts für Massivbau der TUD: „Mit der Forschungsbrücke openLAB in Bautzen haben wir ein weltweit einzigartiges Reallabor geschaffen. Forschende können hier digitale Zwillinge und innovative Monitoringtechnologien entwickeln. Unser Ziel ist es, Bauwerke künftig vorausschauender instandzuhalten und so eine nachhaltige Mobilität zu sichern.“

Jörg Drews, Hentschke Bau GmbH: „Für uns als lokal verankertes und überregional wirkendes Unternehmen sind Innovationen im Bauwesen besonders relevant. Insbesondere dann, wenn durch Kooperationen mit Wissenschaft und Forschung Innovationen entstehen, die Beiträge zur Weiterentwicklung digitaler Geschäftsmodelle leisten können. Diese ermöglichen es Hentschke nicht nur, die Digitalisierung der Infrastruktur aktiv mitzugestalten, sondern sich auch als Innovationstreiber in der Lausitz zu etablieren.“

Foto: Stefan Gröschel

Bei einer Live-Demonstration wurde die Sensorik der Forschungsbrücke und dessen digitaler Zwilling anschaulich demonstriert: Ein tonnenschwerer Schienenwagen überquerte die Brücke und simulierte unterschiedliche Belastungsszenarien. Die verbauten Sensoren lieferten wertvolle Echtzeitdaten für wissenschaftliche Analysen. Kritische Zustandsänderungen können vom digitalen Zwilling, ein virtuelles Abbild der Brücke, angezeigt werden.

Forschungsprojekt IDA-KI

Am 1. Januar 2022 startete unter Leitung des Instituts für Massivbau der TUD das Verbundforschungsvorhaben IDA-KI. Das Gesamtvolumen des Projektes beträgt rund 3,8 Millionen Euro. Das Konsortium setzt sich zum Ziel, die wissenschaftlichen Grundlagen für eine zuverlässige Zustandsbewertung von Brückenbauwerken in nahezu Echtzeit zu schaffen. Diese ist Grundvoraussetzung für ein prädiktives, vorausschauendes Instandhaltungsmanagement. Dazu wird das Konzept des digitalen Zwillings genutzt. Zusätzlich soll das Projekt nachhaltig zur strukturellen Stärkung der Kohleregion Lausitz beitragen.

Über das Projektkonsortium

Das Konsortium, bestehend aus dem Institut für Massivbau der TUD, dem Institut für Digitales und Autonomes Bauen der Technischen Universität Hamburg, der MKP GmbH und der Hentschke Bau GmbH, bringt langjährige Erfahrungen aus den Bereichen der digitalen Bauplanung, des Bauwerksmonitorings, der KI-basierten Fehlerdiagnostik sowie der ingenieurwissenschaftlichen Zustandsbewertung zusammen. Um eine breite praktische Nutzbarmachung der entwickelten Methoden sicherstellen zu können, dienen assoziierte Partner aus dem Bereich des Infrastrukturbaus als Projektbeirat. Dazu zählen die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, die Bundesanstalt für Straßenwesen sowie die Autobahn GmbH.

Über das Förderprogramm mFUND des BMDV

Mit der Innovationsinitiative mFUND fördert das BMDV seit 2016 Forschungs- und Entwicklungsprojekte rund um digitale datenbasierte Anwendungen für die Mobilität der Zukunft. Neben der finanziellen Förderung unterstützt der mFUND mit verschiedenen Veranstaltungsformaten die Vernetzung zwischen Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Forschung sowie den Zugang zu Datenportalen des BMDV. „mCAST – Der Innovationspodcast“, der monatliche Podcast der mFUND-Begleitforschung, widmet sich in seiner am 19. März 2025 erscheinenden Folge ausführlich dem Thema vorausschauende Instandhaltung und der Forschungsbrücke „openLAB“ in Bautzen.

Kontakt:

Matthias Fejes
Pressesprecher der TU Dresden
Tel: +49 351 463 32398
E-Mail: pressestelle@tu-dresden.de

Pressestelle des BMDV
Tel: +49 30 18-300-7200
E-Mail: presse@bmdv.bund.de

Die Fakultät Bauingenieurwe­sen zieht zurück in den Beyer-Bau

Nach einer umfassenden Sanierung kehrt die Fakultät Bauingenieurwesen endlich in den historischen Beyerbau zurück. Seit 2016 wurde das Gebäude aufwendig modernisiert, nun erstrahlt es in neuem Glanz und bietet beste Bedingungen für Forschung und Lehre. Das Dekanat, mehrere Institute und die Fachschaft haben ihre neuen Räume bereits bezogen und sind unter der neuen Adresse auf der George-Bähr-Straße 1 erreichbar.
Mit dem frisch sanierten Beyerbau gewinnt die Fakultät nicht nur ein modernes Arbeitsumfeld, sondern auch ein Stück Geschichte zurück. Das traditionsreiche Gebäude wird wieder ein zentraler Ort für Studierende, Forschende und Lehrende – und ein Wahrzeichen für die gesamte TU Dresden.

Innenansicht des neu gestalteten Eingangsbereichs in Richtung zur neuen Mensa. Bild: André Terpe

Anmelden und mitmachen: Eröffnung des openLAB in Bautzen beim mFund Netzwerktreffen

Die Digitalisierung verändert zunehmend die Baubranche. Innovative Technologien wie Building Information Modelling (BIM), Structural Health Monitoring, digitale Zwillinge und Verfahren der künstlichen Intelligenz werden intensiv erforscht und erprobt, um Planung, Bau und Betrieb von Infrastrukturbauwerken zu optimieren.

Doch wie können diese digitalen Technologien konkret zur Effizienzsteigerung beitragen? Welche Auswerteverfahren erschließen den Wert großer, heterogener Datenbestände? Wie lassen sich Bestandsdaten mit neu generierten Datensätzen sinnvoll ergänzen? Und welche Herausforderungen bestehen bei der Integration neuer Technologien in bestehende Prozesse?
Diesen und weiteren Fragen widmet sich das nächste mFUND Netzwerktreffen unter dem Leitthema „Digitales Planen, Bauen und Betreiben von Infrastrukturbauwerken“. Die Veranstaltung findet am 18. und 19. März 2025 in Dresden und Bautzen statt und dient der aktiven Vernetzung von Partnern aus dem mFUND-Programm sowie Akteuren aus Wirtschaft und Wissenschaft.
Das Netzwerktreffen bietet eine Plattform für den Austausch innovativer Ideen und die Diskussion über die Zukunft des digitalen Bauens. Interessierte sind eingeladen, sich über neueste Entwicklungen zu informieren und wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Veranstaltung über zwei Tage:
Tag 1: Konferenz in Dresden 
Nach zwei hochkarätigen Keynotes präsentieren insgesamt 15 mFUND-Projekte ihre Ideen und Ergebnisse. In den Pausen sowie bei der Abendveranstaltung gibt es ausreichend Gelegenheit für den persönlichen Austausch.
Ort: TU Dresden, Gerhart-Potthoff-Bau Raum 13 im Erdgeschoss Hettnerstr. 1, 01069 Dresden

Tag 2: Eröffnung des openLAB in Bautzen 
Gemeinsam reisen wir nach Bautzen, um die Forschungsbrücke aus dem Projekt IDA-KI feierlich zu eröffnen. Ein Bustransfer ist organisiert. Vor Ort findet zudem ein Stationslauf statt, bei dem verschiedene Partner aus der mFUND-Initiative ihre digitalen und datenbasierten Geschäftsmodelle vorstellen. 
Ort: Hentschke Bau GmbH, Hoyerswerdaer Str. 42, 02625 Bautzen

Wer nicht persönlich nach Dresden/Bautzen reisen kann, hat die Möglichkeit, die Vorträge des ersten Tages per Livestream zu verfolgen. Bitte melden Sie sich dazu an, damit wir Ihnen den Link zur Verfügung stellen können.
Hier geht´s zur Anmeldung: https://daten.plus/mfund-netzwerktreffen-2025

Rückblick auf das 48. Dresdner Wasserbaukolloquium

Ende letzter Woche fand das 48. Dresdner Wasserbaukolloquium statt, das mit über 400 Teilnehmenden erneut einen wichtigen Treffpunkt für Fachleute aus der Wasserbau- und Wasserwirtschaftsbranche bot. Bei bestem Wetter in Dresden nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich intensiv auszutauschen und aktuelle Themen zu diskutieren. Die begleitende Fachmesse mit mehr als 30 Ausstellenden ermöglichte parallel einen praxisnahen Einblick in neue Produkte und Technologien und eine gute Plattform für Gespräche.

Als Veranstalter kündigt Professor Jürgen Stamm den Keynote-Speaker an. Bild: André Terpe

Verleihung der Hubert-Engels-Medaillen

Traditionell war die Verleihung der Hubert-Engels-Medaillen eins der ersten Highlights des Kolloquiums. Die Auszeichnung ehrt herausragende wissenschaftliche und technische Leistungen im Bereich Wasserbau. In diesem Jahr wurden die Medaillen verliehen an:

  • Asta Maureen Reiter für ihre Diplomarbeit „Analyse hydromorphodynamischer Transportprozesse an Küstenschutzdünen entlang der südwestlichen Ostsee am Beispiel der Sturmflut vom 20.10.2023“
Hubert-Engels-Medaille für Asta Maureen Reiter für ihre Diplomarbeit „Analyse hydromorphodynamischer Transportprozesse an Küstenschutzdünen entlang der südwestlichen Ostsee am Beispiel der Sturmflut vom 20.10.2023“ Von links: Prof. Dr.-Ing. Jürgen Stamm (Institutsleiter des Instituts für Wasserbau und Technische Hydromechanik), Dr.-Ing. Ulf Helbig, Asta Maureen Reiter und Dr.-Ing. Rocco Zimmermann. Bild: André Terpe
  • Hannes Barczynski für seine Arbeit „zur Berechnung hydraulischer Verluste bei Rohrverzweigungen.“
Hubert-Engels-Medaille für Hannes Barczynski für seine Diplomarbeit „Berechnung von hydraulischen Verlusten bei Rohrverzweigungen“. Bild: André Terpe
  • Dr.-Ing. Frank Krüger für seine herausragenden Leistungen im Wasserbau und der Technischen Hydromechanik.
Hubert-Engels-Medaille für Dr.-Ing. Frank Krüger Für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet des Wasserbaus und der Technischen Hydromechanik. Bild: André Terpe

Keynote mit Prof. Steffen Marx

Großes Interesse zog der Keynote-Vortrag von Prof. Steffen Marx zum Einsturz der Dresdner Carolabrücke auf sich. Ausführlich ging er sowohl auf die Ursachen des Vorfalls als auch Lehren für die Zukunft der Infrastrukturplanung ein.

Keynote-Speaker Prof. Dr.-Ing. Steffen Marx zum Einsturz der Dresdner Carolabrücke. Bild: André Terpe

Laborbesichtigung und Ausblick

Ein weiterer Programmpunkt am Vorabend des zweitägigen Kolloquiums war die Laborbesichtigung in der Wasserbauhalle der TU Dresden, die Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte des Wasserbau-Instituts bot. Interessierte können sich den 20. Juni für eine öffentliche Laborbesichtigung merken, die im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften stattfinden wird.

Das 49. Dresdner Wasserbaukolloquium wird voraussichtlich am 12. und 13. März 2026 unter dem Thema „Zukunft der wasserbaulichen Infrastruktur“ stattfinden.

Gut gefüllter Saal im Internationalen Congress Center Dresden. Bild: André Terpe

Herzlichen Glückwunsch an Herrn Siavash Mahjourian Namari, M.Sc. zur erfolgreichen Verteidigung seiner Promotion

AT
5. März 2025

Am 27.02.2025 verteidigte Herr Siavash Mahjourian Namari, M.Sc. erfolgreich seine wissenschaftliche Arbeit im Rahmen des Promotionsverfahrens mit dem Thema „Experimental and Numerical Investigation of Compressed Wood and Adhesive-Free Dowel Laminated Timber for Structural Components“. Neben dem Vorsitzenden der Promotionskommission, Prof. Dr. Richard Stroetmann (TU Dresden), waren als Gutachter Prof. Dr. Peer Haller (TU Dresden), Prof. Marc Oudjene (Université Laval) und Prof. Dr. Yvonne Ciupack (TU Dresden) anwesend. Weiteres Mitglied der Promotionskommission war Prof. Dr. Robert Jockwer (TU Dresden). Die Fakultät gratuliert ganz herzlich.

Professor Marx zum Professor für Massivbau umberufen

AT
25. Februar 2025

Am 19. Februar 2025 wurde Prof. Marx im Rahmen der Fakultätsratssitzung offiziell zum Professor für Massivbau ernannt. Die feierliche Übergabe der Berufungsurkunde fand im Rahmen der Fakultätsratssitzung der Fakultät Bauingenieurwesen statt.

Prof. Stroetmann, Prodekan der Fakultät, überreichte die Urkunde und gratulierte Prof. Marx. Bild: Silke Götte

Interdisziplinäre Forschung für den Erhalt hölzerner Kulturgüter

AT
17. Februar 2025
Mit numerischen Methoden die Alterung von Kunstwerken an der TU Dresden bei den Bauingenieuren prognostizieren

Ein interdisziplinäres Forschungsprojekt an der Fakultät Bauingenieurwesen vereint ingenieurwissenschaftliche Methoden mit der Restaurierung und Konservierung wertvoller Kulturgüter aus Holz. Um die Zusammenarbeit auf diesem Gebiet zu vertiefen, war die renommierte Kulturerbe-Forschungsgruppe des Jerzy Haber Instituts für Katalyse und Oberflächenchemie der Polnischen Akademie der Wissenschaften Kraków unter der Leitung von Prof. Łukasz Bratasz jetzt im Institut für Statik und Dynamik der Tragwerke zu Gast.

Im Fokus der gemeinsamen Forschungsarbeit stehen Tafelgemälde und weitere Kunstwerke aus einem komplexen Materialmix, die ähnlich wie Bauwerke und Bauteile, bauphysikalischen Fragestellungen unterliegen. Diese Kunstwerke bestehen aus natürlichen Materialien, die empfindlich auf Klimaänderungen reagieren, was zu irreversiblen Schäden führen kann.

Um genaue Prognosen und Handlungsempfehlungen zur Erhaltung der Kunstwerke erstellen zu können simulieren die Wissenschaftler den Alterungsprozess anhand von digitalen Modellen. Etwaige Schädigungsmechanismen, das Strukturverhalten unter Klimaänderungen sollen analysiert werden, um mithilfe einer realistischen Modellierung einer weiteren Schädigungsausbreitung zuvorkommen zu können. Herausfordernd ist die Tatsache, dass sowohl das Materialverhalten als auch die Belastungsgeschichte der historischen Unikate oft unbekannt sind. Insbesondere die Klimahistorie spielt eine entscheidende Rolle für das Strukturverhalten der Kunstwerke.

Das gemeinsame Ziel der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist eine nachhaltige und präventive Konservierung der einzigartigen Kulturgüter.

Modellierung von Holz und Holzstrukturen sowie zur Unschärfeanalyse des ISD
Die Kunstwerke stehen im Mittelpunkt. Forscherinnen und Forscher der Polnischen Akademie der Wissenschaften Kraków zu Besuch beim Institut für Statik und Dynamik der Tragwerke (v.l.n.r.: Łukasz Bratasz, Niklas Schietzold, Marcin Strojecki, Daniel Konopka, Marcin Bury, Michael Kaliske, Sergii Antropov, Sonia Bujok, Magdalena Soboń und Robert Fleischhauer)

Bereits seit längerem beschäftigen sich Wissenschaftler des Instituts für Statik und Dynamik der Tragwerke (ISD) in verschiedenen Forschungsprojekten mit dem Einsatz digitaler Werkzeuge zum Erhalt wertvoller Kulturgüter durch Simulation. So startete beispielsweise 2019 das Projekt VIRTEX, eine Kooperation mit dem Institut für Holztechnologie Dresden und der Hochschule für bildende Künste Dresden.

Kontakt:
Prof. Dr.-Ing. habil. Michael Kaliske,
michael.kaliske@tu-dresden.de
+49351 463 34386 Institutswebseite:
www.tu-dresden.de/isd

Beiträge zum Thema:
VirtEx -Zuwendungsbescheid
VirtEx – Summerschool
Cultwood – Projektreportage

Einladung zur Teilnahme an der öffentlichen Verteidigung im Promotionsverfahren „Experimental and Numerical Investigation of Compressed Wood and Adhesive-Free Dowel Laminated Timber for Structural Components“

Die Fakultät Bauingenieurwesen lädt herzlich zur öffentlichen Verteidigung im Promotionsverfahren mit dem Thema „Experimental and Numerical Investigation of Compressed Wood and Adhesive-Free Dowel Laminated Timber for Structural Components“ in die Initiierungs- und Planungsphasen von Bauprojekten“ von Herrn Siavash Mahjourian Namari, M.Sc., am Donnerstag, den 27.02.2025, 14:15 Uhr im Sitzungszimmer 03-007, Haus 116, auf der August-Bebel-Straße 30 ein.

Bauko-Vorlesung als E-Learning-Schmuckstück 2024 ausgezeichnet

Der Wettbewerb E-Learning-Schmuckstück ging 2024 bereits in die fünfte Runde. Fast 1.200 Angehörige der TU Dresden haben aus dem vielfältigen Angebot an (teil-)digitalen Lehr-/Lernszenarien ihre Favoriten gewählt. In drei Kategorien standen dabei insgesamt 24 nominierte E-Learning Schmuckstücke aus dem Wintersemester 2023/24 und dem Sommersemester 2024 zur Wahl.

Im Rahmen des Vernetzungstreffens der Förderprogramme Fonds DLL und FOSTER am 31.01.2025 wurden die drei Veranstaltungen mit den meisten Stimmen feierlich zu den besten E-Learning-Schmuckstücken 2024 gekürt.

Herzlichen Glückwunsch an die Preisträger:innen, die sich über jeweils 2000 € Preisgeld freuen können:

  • Dr. Ken Marvin Verhees: Moodle-Kurs „Allgemeinmedi­zin im Praktischen Jahr“ (Kategorie Lehrveranstaltungen mit bis zu 30 Studierenden)
  • Dr.-Ing. Iris Vogt: Baukonstruktio­nen Bestehender Gebäude (Kategorie Lehrveranstaltungen mit 31 bis 100 Studierenden)
  • Prof. h.c. Dr. Verena Barth: Lateinisch-griechische Terminologie für Medizin- und Zahnmedizinstu­dierende (Kategorie Lehrveranstaltungen mit über 100 Studierenden)

Hier geht es zum Schmuckstück!