Interview mit dem Institutsdirektor, Prof. Manfred Curbach, über die Tragödie in der Pariser Kathedrale Notre-Dame

SG
17. April 2019

Interview mit dem Institutsdirektor, Prof. Manfred Curbach, über die Tragödie in der Pariser Kathedrale Notre-Dame und den Wiederaufbau. Nachzulesen auf SPIEGEL ONLINE.

 

autartec®-Haus am Fuß der F60 fertiggestellt

Der Hafen des Bergheider Sees beherbergt seinen ersten Bewohner. Das schwimmende autartec®-Haus – entstanden im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Wachstumskerns – soll mit seinem unkonventionellen Aussehen und einer Vielzahl implementierter neuer Technologien das Lausitzer Seenland bereichern.

Bereits seit 2014 entwickelten und erprobten Unternehmen, Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen aus Süd-Brandenburg, Sachsen und Ost-Thüringen neue Materialien und Methoden. So entstanden innerhalb des Projekts autartec® verschiedenste Technologien für sich selbst versorgende Siedlungen und schwimmende Architektur. Heute findet die offizielle Abschlussveranstaltung statt, an der auch die C³-Experten, Dr.-Ing. Matthias Lieboldt und Ludwig Gawer, teilnehmen.

Insbesondere die Verwendung innovativer Bauwerkstoffe aus Carbonbeton, die Strukturintegration von Energiespeichern, die Erprobung von Wasseraufbereitungsanlagen und die Entwicklung einer umfassenden Steuerung der spezifischen Teilkomponenten sollen dazu beitragen, eine autarke Lebensweise zu ermöglichen. Mitte letzten Jahres wurde unter Federführung des Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI in Dresden damit begonnen, das Haus als Technologiedemonstrator zu errichten. Das Nutzungsszenario orientiert sich an dem Energie- und Platzbedarf eines 4-Personenhaushaltes. Der 175 qm große Ponton bildet das Fundament für ein zweistöckiges Gebäude mit umlaufender Terrasse.

Architektonisch spiegelt die Kubatur des Hauses die drei Facetten der im Projekt angestrebten Autarkiebereiche für Wasser/ Abwasser, Elektroenergie und Wärmeenergie wider. Dementsprechend prägen drei sich durchdringende Kuben das skulpturale Erscheinungsbild. Spezifische Gebäudeflächen sind für den jeweiligen Energieertrag optimal ausgerichtet. Die Gesamtkomposition referenziert zu der freiheitlichen und unabhängigen Wohnkultur auf Basis moderner Technologien. Das schwimmende Haus als Symbolbild für vernetzte alternative Energiekonzepte und moderne Wohnkultur bietet gute Chancen, als Kristallisationskeim für weitere Aktivitäten zu neuen Lebensformen auf dem Wasser und dem Land zu fungieren.

Vergangenheit trifft Zukunft: autartec®-Haus am Fuß der F60 | © Fraunhofer IVI

Weitere Informationen: www.autartec.com

Ansprechpartnerin:

Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI
Kommunikation und Design
Elke Sähn
Telefon +49 (0)351/ 46 40-612
elke.saehn@ivi.fraunhofer.de

BIM in der Praxis, Vortrag an der TU Dresden

Building Information Modelling – kurz BIM – ist eine zukunftsorientierte Methode in der Planung, Ausführung und Bewirtschaftung im Bauwesen. Zugrunde liegt ein optimiertes Datenmodell eines Gebäudes. Alle beteiligten Firmen der Planung und Ausführung können gleichzeitig auf den aktuellen Planungsstand zugreifen. Dabei erhalten alle Beteiligten die Daten, die für ihre Planung entscheidend sind. Dies erleichtert die Organisation und Kommunikation am Bau.
Das Institut für Baukonstruktion konnte einen Gastdozenten aus der Praxis zur Präsentation dieses Themas gewinnen. (Nun schon zum zweiten Mal) wird Herr Walter Muck von Muck Ingenieure in seinem Vortrag Beispiele aus der Praxis im Umgang mit BIM vorstellen. Sein Ingenieurbüro blickt auf mehr als 10 Jahre Erfahrung im Einsatz vom BIM in der Tragwerksplanung zurück.
Die Veranstaltung wird für alle Semesterjahrgänge der Fakultäten Architektur und Bauingenieurwesen ohne vorherige Anmeldung empfohlen.
Wann:  06.06.2019, 7 DS
Wo:  August-Bebel-Straße, ABS/E08/H

Sanierung der Hyparschale Magdeburg – MDR Sachsen-Anhalt zu Gast im Otto-Mohr-Laboratorium

Die ‘Hyparschale‘ ist eine Mehrzweckhalle im Magdeburger Stadtpark Rotehorn. Sie wurde 1969 nach Plänen von Ulrich Müther in Stahlbetonbauweise errichtet. Vier zusammengesetzte hyperbolische Paraboloide überspannen eine Grundfläche von ca. 2300 m². Damit handelt es sich um das größte Schalenbauwerk Müthers, was heute noch erhalten ist. Die denkmalgeschützte Hyparschale steht seit vielen Jahren leer und befindet sich in einem baulich schlechten Zustand. Im Juni 2017 hatte der Magdeburger Stadtrat beschlossen, dass das Gebäude nun umfangreich saniert werden soll. Dazu soll, der Tradition Müthers folgend, stets neueste Werkstoffe und Bautechniken anzuwenden, der an der TU Dresden und TU Aachen entwickelte Carbonbeton zum Einsatz kommen.

Der Mitteldeutsche Rundfunk produziert im Zuge der Sanierung einen TV-Beitrag und stellt die Hyparschale und den Architekten näher vor.  Neben der bewegten Geschichte des Hauses wird auch die Sanierung eine Rolle im Beitrag einnehmen – das Drehteam war dazu heute zu Gast im Otto-Mohr-Laboratorium und informierte sich über die Vorteile von Carbonbeton.

Die Produktion steht unter dem Titel: „Schwung statt Platte“ und wird am 07. Mai 2019 um 21.00 Uhr im MDR-Fernsehen ausgestrahlt. Eine Voraufführung findet bereits am Freitag, 3. Mai 2019, in Magdeburg statt.

Herstellung einer Carbonbeton-Platte im Otto-Mohr-Laboratorium, Prof. Manfred Curbach im Interview
Flyer zum MDR-Beitrag.

Femtec.Careerbuilding- Programm für MINT-Studentinnen: Informationsveranstaltung am 17.April 2019

SG
11. April 2019

FemTec

Du bist technikbegeistert und willst Deinen Berufseinstieg aktiv planen? Trends wie Digitalisierung, internationale oder agile Projektarbeit sind Themen, die Du spannend findest und aktiv mitgestalten möchtest? Du möchtest Kontakte zu renommierten Unternehmen knüpfen –für Praktika, Deine Abschlussarbeit oder einen Direkteinstieg?

Dann werde Teil unseres Netzwerks und bewirb Dich für eines der begehrten Stipendien im Femtec.Careerbuilding-Programm.

Die Bewerbungszeit läuft vom 15. April bis zum 12.Mai 2019.

Was musst Du dafür mitbringen?

Du solltest ein MINT-Fach studieren, entweder im 5./6. Bachelor-Semester oder im 1./2. Master-Semester bzw. im letzten Jahr eines Diplomstudiengangs. Wichtig sind uns eine spürbare Motivation für die Inhalte des Programms, Gestaltungswille und Verantwortungsbereitschaft. Du solltest Dich mit den Werten unseres Netzwerks wie Chancengleichheit und Weltoffenheit identifizieren können – idealerweise spiegelt sich dieses bereits in Deinem bisherigen sozialen Engagement wider.

Die nächste Kursphase startet im September 2019 und verläuft bis September 2020.

Bei Fragen zum Programm und um wertvolle Insidertipps zur Bewerbung zu erhalten, steht Dir die Informationsveranstaltung an der TU Dresden zur Verfügung.

Datum: 17. April 2019

Zeit:       17:00 Uhr             

Ort:        Strehlener Str. 22, 01069 Dresden| Konferenzraum im 7. OG

Ansprechpartnerin ist die Uni-Koordinatorin im Femtec.Network: Christin Kulling

Telefon: 0351 463-42398│E-Mail: femtec@tu-dresden.de

Ausführliche Infos finden sich auch auf der Webseite vom Career Service
Download Faltblatt zum Programm

So war die Glasbau 2019

Mit rund 200 Teilnehmern war auch die diesjährige Glasbautagung wieder ein wichtiger Anlass für Fachleute auf dem Gebiet Fassaden- und konstruktiver Glasbau, sich für zwei Tage an der TU Dresden im Hörsaalzentrum zu treffen. Bei zahlreichen Referaten bot sich hier die Möglichkeit, sich umfassend auf den aktuellen Stand der neusten Entwicklungen zu bringen oder sich über technische Problemstellungen und Lösungsansätze im modernen Glasbau auszutauschen. Bereits beim Einführungsreferat wurde es interessant: Prof. Dr. ir. Christian Louter wurde als neuer Leiter des Instituts für Baukonstruktion an der TU Dresden vorgestellt. Er wechselt damit zum Monatsbeginn von der TU Delft in den Niederlanden nach Dresden und er gab in seiner Key-Note tiefe Einblicke in seine bisherigen Forschungen zu  „lebendigen“ Dünnglasfassaden. Seine futuristischen Konzepte waren von der grundsätzlichen Idee geprägt, gläserne Fassadensysteme zu entwickeln, die aufgrund äußerer Einwirkungen immer wieder sinnvoll ihre Form verändern. So können beispielsweise durch biegen des Dünnglases Lüftungsöffnungen erstellt werden, die einen Luftstrom durch den Hohlraum einer Doppelhaut-Fassade erzeugen oder auch Photovoltaikelemente dazu gebracht werden, sich nach der Sonne auszurichten. Auch mit den nachfolgenden Vorträgen blieb das wissenschaftliche Niveau sehr hoch. In etwa vierzig Beiträgen beschäftigten sich namhafte Referenten mit folgenden vier Themenschwerpunkten:

Bauten und Projekte – herausragende Glasarchitektur in Neubau und Bestand

Bemessung und Konstruktion – aktueller Stand der CEN-TS als Vornorm für den Eurocode

Forschung und Entwicklung – geklebte Anwendungen

Bauprodukte und Bauarten – Materialien für den Einsatz in Fassaden

Zur Tagung erschien das Jahrbuch »GLASBAU 2019« mit einem Überblick über die Referenten und die behandelten Themen, zu beziehen am Institut für Baukonstruktion hier.

 

Der alte Institutsdirektor übergibt den Staffelstab an den „Neuen“.  Professor Bernhard Weller (li) und Prof. Dr. ir. Christian Louter. Bild: André Terpe

 

Ausstellung „Megatrend – Carbonbeton“ ab 11.04.2019

C³ – Carbon Concrete Composite e.V. und die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden eröffnen am 11.04.2019 die Ausstellung „Megatrend – Carbonbeton“. Diese verdeutlicht, welche Vielfalt und welche Wandelbarkeit sich hinter dem innovativen Material #Carbonbeton verbergen. Neben wissenschaftlichen Aspekten und praktischer Anwendung, werden die Eigenschaften des Materials auf ungewöhnliche Weise präsentiert: u. a. eine Symbiose des altbekannten Baustoffes Beton mit dem leichten Carbongelege in Form eines Kleides sowie ein Auto aus Carbonbeton mit integrierter Popcornmaschine.

Veranstaltungsort: Bereichsbibliothek DrePunct, Zellescher Weg 18, 01069 Dresden

Interessenten bitten wir um eine kurze Rückmeldung im Laufe des heutigen Tages an sandra.kranich@tu-dresden.de

MDR zu Besuch im Wasserbaulabor

AT
5. April 2019

Welche Bedingungen muss ein Fisch vorfinden, um seinen Laichplatz zu erreichen, wie kann sinnvolle Bewirtschaftung von Fließgewässern mit Umweltschutz einhergehen. Prof. Jürgen Stamm vom Institut für Wasserbau und technische Hydromechanik steht vor der Kamera Rede und Antwort.  Zu sehen ist der Beitrag (hoffentlich) heute beim MDR , 19.00 Uhr im Sachsenspiegel. Beitrag in der Mediathek

Am Versuchsaufbau des fischfreundlichen Wehrs erklärt Professor Jürgen Stamm in der Wasserbauhalle dem MDR-Journalisten das komplexe Forschungsthema. Mit Roboterfischen soll zukünftig die Passierbarkeit von Wasserkraftwerken und Staustufen untersucht werden. Bild: André Terpe

 

 

Start für unsere neuen französischen Austauschstudenten

Die internationale Vernetzung in Wissenschaft und Wirtschaft erfordert zunehmend Fremdsprachen und interkulturelle Kompetenz. Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, haben europäische Universitäten Austauschprogramme entwickelt, die zu zwei Diplomen führen. Ein doppelter Abschluss – also ein Abschluss in zwei Ländern – erleichtert den Berufseinstieg und fördert die Karriere. Die Grundidee: Die Studierenden absolvieren ihr Studium an einer Hochschule in ihrer Heimat und wechseln im fünften Semester an eine Partnerhochschule im Ausland. Die Auslandsphase dauert drei Semester und vermittelt fachliche und sprachliche Kompetenzen sowie einen Blick auf das Leben, die Kultur und die Geschichte des Gastlandes. Nach der Auslandsphase wechseln die Studierenden in das Vertiefungsstudium zurück an ihre Heimathochschule. Innerhalb dieses Austauschprogramms kooperieren  die Dresdner Bauingenieure mit der INSA Strasbourg, der ESTP Paris und der Universität Trento in Italien.

Heute wurden an der Fakultät Bauingenieurwesen die diesjährigen neuen Doppeldiplom-Studenten aus Frankreich begrüßt, für drei Semester werden sie jetzt in Dresden studieren. Wer sich für ein doppelten Abschluss interessiert kann sich mit den zuständigen Ansprechpartnern an unserer Fakultät in Verbindung setzen:

Austausch mit der ESTP in Paris und INSA Strassburg: Prof. Dr.-Ing. Peer Haller, peer.haller@tu-dresden.de

Austausch mit der Università degli Studi di Trento: Prof. Dr.-Ing. Peter Jehle, peter.jehle@tu-dresden.de

 

Carbonbeton beim Leichtbau-Gipfel auf der HANNOVER MESSE

Leichtbau zählt zu den Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Denn der Leichtbau steht für ein einfaches Prinzip: Weniger Gewicht, weniger Energie und Emissionen bei verbesserter Funktionalität. Leichtbau ist zudem ein starker Innovationstreiber, der zur Steigerung von Ressourcen- und Energieeffizienz entscheidend beitragen kann. Das ist gleichermaßen wichtig für Umwelt- und Klimaschutz sowie zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland. Damit kommt der Zukunftstechnologie Leichtbau eine wichtige Rolle zur Bewältigung globaler Herausforderungen zu.

Um der Vielseitigkeit des Leichtbaus eine gesonderte Bühne zu verleihen, richtete das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen der HANNOVER MESSE 2019 den 1. Lightweighting Summit aus. „Unser klares Ziel ist es, Leichtbau als Schlüsseltechnologie zu fördern und damit den Weg zu ebnen für eine noch breitere industrielle Anwendung“, so Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. „Mit der Leichtbau-Konferenz wollen wir den dafür nötigen Dialog zwischen Politik, Wirtschaft und Forschung voranbringen.“

Im Rahmen des 1. Lightweighting Summit präsentierte das BMWi Carbonbeton als das Best-Practice-Beispiel für den Leichtbau in Deutschland. Bereits am Empfang erhielten die Gäste die Broschüre zu Carbonbeton überreicht. Auch Dr. Michael Meister, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), erläuterte in seinem Vortrag die überaus positiven Entwicklungen und zahlreichen Vorteile von Carbonbeton. Der Vorstandsvorsitzende des Carbon Composite e. V., Prof. Hubert Jäger, ging explizit auf die hohe Relevanz des Bauwesens und Carbonbeton ein. Er verdeutlichte dabei den großen Betonverbrauch und den hohen prognostizierten Zuwachs an Carbonbetonprodukten weltweit.

Die Carbonbetonentwicklung ist mit einem langzeitigen Wachstum in zahlreichen Branchen verbunden. Durch die enorme Breitenwirkung profitieren im hohen Maße neben der Baubranche, vor allem die Chemie-, Maschinenbau- und Textilbranche.

Text: Chris Gärtner