Herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Verteidigung.

Nach einem sehr kurzen Zeitraum von knapp über 3 Jahren konnte Frau Dipl.-Ing. Evmorfia Panteki am Dienstag erfolgreich ihre wissenschaftliche Arbeit im Rahmen des Promotionsverfahrens zum Thema „Bond of reinforcement in concrete under high loading rates: A finite element analysis of structural effects“ verteidigen und mit einer sehr guten Promotionsleistung abschließen.

In ihrer Arbeit beschäftigte sie sich mit dem Verbund zwischen Bewehrung und Beton unter hohen Belastungsraten und untersuchte dabei strukturelle und Probekörperträgheitseffekte. Dabei lieferte sie, auf numerischen Berechnungen basierend, auch Vorschläge zur Optimierung von Versuchsaufbauten.

Neben dem Vorsitzenden der Promotionskommission Prof. Dr.-Ing. habil. Ivo Herle waren als Gutachter Prof. Dr.-Ing. habil. Ulrich Häußler-Combe von der Technischen Universität Dresden sowie Prof. Dr.-Ing. habil. Peter Mark (Ruhr-Universität Bochum) und Prof. Dr.-Ing. Manfred Keuser (Universität der Bundeswehr München) als Mitglieder der Promotionskommission anwesend.

Dr. Evmorfia Panteki und die Mitglieder der Promotionskommission
v.l.n.r.: Prof. Dr.-Ing. habil. Peter Mark , Prof. Dr.-Ing. habil. Ivo Herle, Dr. Evmorfia Panteki, Prof. Dr.-Ing. habil. Ulrich Häußler-Combe und Prof. Dr.-Ing. Manfred Keuser | Foto: Stefan Gröschel

Wir gratulieren herzlich zum Doktortitel und wünschen Dr. Evmorfia Panteki alles erdenklich Gute und viel Erfolg auf ihrem weiteren Schaffensweg.

Belastungsversuche im Görlitzer Jugendstilkaufhaus

Im Zuge der Sanierung des 1912 errichteten Jugendstil-Kaufhauses in Görlitz führen Spezialisten vom Otto-Mohr-Labor des Instituts für Massivbau aktuell Belastungsversuche der Geschossdecken durch. Über Zugstangen und Hydraulikzylinder wird die Belastung gleichmäßig auf die Deckenflächen aufgebracht, ein über 10 Meter langer Stahlrahmen im Kellergeschoss leitet die Kräfte dann sicher ins Mauerwerk ab. Die Verformungen der Decke werden während des Versuches über induktive Wegaufnehmer an der Deckenunterseite aufgezeichnet.

Das Kaufhaus Görlitz diente unter anderem als Drehort für den Film „Grand Budapest Hotel“ (2014), ein kurzer Beitrag vom MDR findet sich hier:

https://www.mdr.de/sachsen/bautzen/goerlitz-jugendstil-kaufhaus-stoecker-sanierung-deckenbelastung-100.html

 

Aktuelle Themen der Geotechnik auf dem Ohde-Kolloquium 2018

Am Mittwoch der vergangenen Woche fand im Vortragssaal der Sächsischen Landesbibliothek (SLUB) das diesjährige Ohde-Kolloquium statt. Ca. 60 Teilnehmer beschäftigten sich mit aktuellen Themen der Geotechnik, das Ohde-Kolloquium wird in mittlerweile dreißigjähriger Tradition von der Bundesanstalt für Wasserbau und der TU Dresden im Wechsel ca. aller zwei Jahre veranstaltet.

 

Ohde Kolloquium; TU Dresden, Fakultät Bauingenieurwesen, Prof. Herle eröffnet die Tagung. Bild: André Terpe

 

 

Züblin-Stahlbaupreis 2018

Am 8. Juni 2018 wurde der Züblin-Stahlbaupreis zum 8ten Mal an Studierende und Absolventen der Technischen Universität Dresden verliehen. Mit diesem Preis werden herausragende Arbeiten aus den Bereichen Architektur und Bauingenieurwesen gewürdigt, die zur Förderung der Metallbauweise beitragen und im Rahmen des Studiums oder einer Promotion angefertigt wurden.
Die sieben nominierten Arbeiten behandelten ein breites Themenspektrum der Stahlbauweise und zeigen mit welch vielfältigen und komplexen Fragestellungen sich die angehenden Architekten und Ingenieure in diesem Bereich beschäftigen können. Gegenstand der Einreichungen waren der Entwurf eines Fahrradparkhauses, einer Verbundbrücke in semiintegraler Bauweise, einer weitgespannten Seilnetzkonstruktion für eine Versammlungshalle und die Instandsetzung der Grenzwaldbrücke. Neben Entwurfsthemen wurden außerdem Arbeiten zum Einsatz von Schrauben der Festigkeitsklasse 12.9 im Stahlbau, zur Nachhaltigkeit und dem Marktpotenzial multifunktionaler Deckensysteme sowie zum Einsatz von BIM im Planungsprozess einer Forschungshalle mit Kranbahnbetrieb eingereicht.
Im Rahmen eines Vortrages mit anschließender Diskussion präsentierten die Studierenden und Diplomanden ihre Arbeiten einer Fachjury. Dieses bestand in diesem Jahr aus Herrn Marco Eckert, Mitglied der Geschäftsführung und Leiter des Bereiches Brückenbau der Züblin Stahlbau GmbH in Hosena, Herrn Ulrich Pfabe, ehemaliges Mitglied der Geschäftsführung der Züblin Stahlbau GmbH, Herrn Hagen Urban, Leiter des Bereiches Hochbau der Züblin Stahlbau GmbH und Herrn Markus Landgraf, als Vertreter der Ed. Züblin GmbH. Herr Prof. Dr. Richard Stroetmann und Herr Prof. Staib repräsentierten die Professuren Stahlbau sowie Hochbaukonstruktion und Entwerfen der Technischen Universität Dresden in der diesjährigen Jury. Nach den Präsentationen hatten die Jurymitglieder die anspruchsvolle Aufgabe, die Preisträger aus den qualitativ sehr hochwertigen Arbeiten auszuwählen.
Die feierliche Verleihung des Preises fand traditionell am Abend im Rahmen des Bauballs der TU Dresden statt, der von den Studierenden des 6. Fachsemesters der Fakultät Bauingenieurwesen ausgerichtet wird. Mit einer kurzen Vorstellung seiner Person und aktuellen Projekten der Züblin Stahlbau GmbH eröffnete Herr Eckert die Preisverleihung. Dabei betonte er die schwierige Aufgabe der Jury, unter den hochwertigen und vielfältigen Einreichungen die Auswahl von Preisträgern vorzunehmen und ermutigtet die anwesenden Studierenden sich mit den interessanten und vielseitigen Themengebiete der Stahlbauweise auseinanderzusetzen. Anschließend übernahm Herr Prof. Stroetmann das Wort, bedankte sich für das hohe Engagement seitens der Züblin Stahlbau GmbH und die sehr gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. Das Unternehmen engagiert sich u. A. mit der Vergabe von Stipendien, der Auslobung des Stahlbaupreises, der Unterstützung von sozialen Projekten von Studierenden des Bauingenieurwesens, Angeboten zu Werks- und Baustellenbesichtigungen sowie durch die Betreuung von Studien- und Diplomarbeiten.

Der mit insgesamt 3000 Euro dotierte Preis wurde in diesem Jahr an zwei Studenten und eine Diplomandin des Bauingenieurwesens sowie an ein Team von Studenten der Architektur vergeben.

 

In Anerkennung Ihrer Leistungen erhielten Kilian Beutin, Franziska Striedinger und Ann Christin Zander eine Einladung zur Werksbesichtigung mit anschließenden Essen bei der Züblin Stahlbau GmbH in Hosena.

Den 3. Preis erhielt Ingo Hegel für seine Untersuchungen zum Einsatz von Schrauben der Festigkeitsklasse 12.9 im Stahlbau.

Der 2. Preis wurde an Ina Heise verliehen die eine Machbarkeitsstudie und Wirtschaftlichkeitsuntersuchung einer Instandsetzung der Grenzwaldbrücke durchführte.

Der 1. Preis ging in diesem Jahr an Emilia von Fritsch und Ihren Entwurf einer weitgespannten Seilnetzkonstruktion für eine Versammlungshalle.

 

Bericht:

Dipl.-Ing. Thoralf Kästner

Institut für Stahl- und Holzbau, Technische Universität Dresden

 

Alle eingereichten Arbeiten waren von einer hohen Qualität, bereits für die Nominierung gab es eine Urkunde. Bild: André Terpe
Unter den Augen der Experten stellten die Studenten am Vormittag ihre Projekte vor. Bild: André Terpe Terpe

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Jurymitglieder hatten die anspruchsvolle Aufgabe, die Preisträger aus den qualitativ sehr hochwertigen Arbeiten auszuwählen. Bild: André Terpe
Zur feierlichen Preisverleihung auf dem Bauball: v.l.n.r.: Prof. Richard Stroetmann, Ingo Hegel, Ina Heise, Emilia von Fritsch, Herr Eckert (Züblin). Bild: André Terpe  

 

 

 

 

 

 

 

 

Traditionell wird am Bauballabend auch der Papierbrückenwettbewerb ausgetragen. Bild: André Terpe
Das Reglement ist streng, die Gesamtmasse darf höchstens 100g betragen. Ausschließlich Papier und wasserlöslicher Leim dürfen als Baustoff verwendet werden. Es wird gemunkelt, dass die legendären Siegerbrücken der vergangenen Jahre deutlich über 100 Kg Last getragen haben sollen. Bild: André Terpe

 

Preis der sächsischen Bauindustrie für „Numerische Untersuchung von Verbunddübelleisten unter quer- und biaxialer Beanspruchung“

Die Preisträgerinnen Hong Trang Mai (dritte v.l.) und Cäcilia Karge (vierte v.l.) werden von BISA-Hauptgeschäftsführer Dr. Robert Momberg, BISA-Präsident Wolfgang Finck und Sachsens Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller (v.l.n.r.) ausgezeichnet.

Zwei Absolventinnen der TU Dresden sind in diesem Jahr für ihre Diplomarbeiten mit dem „Preis der Sächsischen Bauindustrie“ geehrt worden. Hong Trang Mai von der Fakultät Architektur und und Cäcilia Karge von der Fakultät Bauingenieurwesen erhielten die Auszeichnung am 22. Juni 2018 beim Bautag des Bauindustrieverband Sachsen/Sachsen-Anhalt e.V. in Radebeul.

Cäcilia Karge wird für ihre Arbeit „Numerische Untersuchung von Verbunddübelleisten unter quer- und biaxialer Beanspruchung“ ausgezeichnet.  Diese kommen im Zusammenhang mit der Entwicklung eines neuen Fahrbahntyps im Brückenbau, den Orthoverbund-Fahrbahnplatten, zum Einsatz, um die Verbindung zwischen der Stahlbrückenkonstruktion und der Beton-Fahrbahnschicht herzustellen. Mithilfe von eigens erarbeiteten Versuchsaufbauten konnte Cäcilia Karge numerisch nachweisen, dass Verbunddübelleisten für die neuartigen Fahrbahnplatten geeignet sind und den hohen Beanspruchungen standhalten. Orthoverbund-Fahrbahnplatten ermöglichen besonders leichte und haltbare Stahlbrücken.
Der „Preis der Sächsischen Bauindustrie“ ist mit jeweils 1.000 Euro dotiert und wurde in diesem Jahr zum zwölften Mal ausgelobt. Damit ehrt der Bauindustrieverband Sachsen/Sachsen-Anhalt e.V. neue zukunftsweisende Ideen und Lösungen, die das Bauen weiterentwickeln und den Gedanken der Nachhaltigkeit beinhalten. Beteiligen können sich Absolventen der Fachbereiche Bauingenieurwesen und Architektur aller Hochschulen in Sachsen mit ihren Diplom- oder Masterarbeiten.

www.bauindustrie-ssa.de

Geotechnik-Seminar, letzter Vortrag am 28.06.

AT
25. Juni 2018

Am Donnerstag, den 28.06.2018 wird Herr Dipl.-Ing. Martin Schäfer von der SCHÄFER GEOTECHNIK CONSULT GmbH aus Chemnitz im Rahmen des Geotechnik-Seminars einen Vortrag halten. Der Absolvent der TU Dresden wird zum Thema „Baugrubensicherungen im Einflussbereich von Bestandsbauwerken“ referieren. Es sind dazu alle Interessenten herzlich in den Neufferbau (Raum 101) eingeladen. Beginn der Veranstaltung ist 16:40 Uhr (6. DS).

Weitere Infos gibt es hier.

 

„Bond of reinforcement in concrete under high loading rates: A finite element analysis of structural effects“

AT
21. Juni 2018

Die Fakultät Bauingenieurwesen lädt zur öffentlichen Verteidigung im Promotionsverfahren mit dem Thema „Bond of reinforcement in concrete under high loading rates: A finite element analysis of structural effects“ von Frau Dipl.-Ing. Evmorfia Panteki am Dienstag, den 17. Juli, 14.00 Uhr,  ins Sitzungszimmer 03-07 in der August-Bebel-Str. 30 ein.

Lange Nacht der Wissenschaften 2018

AT
20. Juni 2018

Länger als andere Nächte ist sie ja eigentlich nicht – eher bunter,  lauter, interessanter und gefüllt mit ganz viel Leben auf den Straßen und Plätzen. Es ist die Nacht in der sich der Wissenschaftsstandort Dresden mit vielen kleinen Aktionen, Versuchen, Vorträgen und Experimenten  einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Zwischen altehrwürdigen Universitätsgebäuden und hochmodernen Laboren auf dem Dresdner Campus liegt alljährlich eine ganz besondere Stimmung zur Langen Nacht der Wissenschaften  in der Luft. 39.000 Besucher waren da, um neue Einblicke in die Dresdner Forschungslandschaft zu bekommen, viele von ihnen schauten auch bei uns Bauingenieuren vorbei. Auch diesmal war das Interesse am gläsernen Trampolin, daran einmal selbst einen echten Bagger zu steuern, den Juniorbaumeister zu machen oder sich im Stärkebad zu tummeln groß.

 

Bericht: Dekanat

 

Absolutes Highlight unter den Kindern: das Stärkebad. Die Oberflächenspannung ermöglicht es nicht einzusinken. Wer geschickt ist kann also übers Wasser gehen. Bild: André Terpe
Wer trockenen Fußes hinüber will, sollte flinke Füße machen. Rheologie oder auch Fließkunde nennt man die Wissenschaft die sich mit solchen Phänomenen beschäftigt. Bild: André Terpe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Interessante Vorführung am Versuchsaufbau „Spannungsoptik“ der Professur für Mechanik, Bild: André Terpe
Mechanische Spannungen in einem belasteten Körper werden durch den Versuchsaufbau sichtbar. Bild: André Terpe

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Interesse für die Stände unserer Institute war groß, bereits kurz nach 18.00 Uhr gab es dichtes Gedränge um die verschiedenen Stationen des Juniorbaumeisters. Bild: André Terpe
Wie funktioniert eigentlich Flüsterasphalt? Mit Einfallsreichtum werden viele Themenschwerpunkte aus dem Bereich Bauingenieurwesen beleuchtet. Bild: André Terpe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bis spät in den Abend…….
….. war der Hof vor unseren Laboren gut gefüllt.

 

 

 

 

 

 

 

Lange Nacht der Wissenschaften bei den Bauingenieuren, Bild: Stefan Gröschel

Goldene Promotion von Herrn Dr. -Ing. Eberhard Katzschner

AT
20. Juni 2018

Die Fakultät Bauingenieurwesen hat heute im Rahmen der Fakultätsratssitzung die goldene Promotionsurkunde an den deutschen Bauingenieur Herrn Dr. -Ing. Eberhard Katzschner überreicht. Dr. Katzschner ist Prüfingenieur und Brückenfachmann zugleich. Er studierte an unserer Alma Mater Maschinenbau und promovierte im Stahlbau bei Professor Gustav Bürgermeister zur Thematik „Ein Beitrag zum Verformungs- und Kipp-Problem des kreisförmig gekrümmten Stabes“; der Tag der öffentlichen Verteidigung war am 01. März 1968.

Er hat im Jahre 1998 in Zusammenarbeit mit der GMG Ingenieurgesellschaft ein wichtiges Gutachten zur Belastbarkeit der Brücke „Blaues Wunder“, dem technischen Wahrzeichen Dresdens, erstellt. Die Behauptung, das Bauwerk stehe kurz vor seinem altersbedingten Ende, wurde damit widerlegt.

Die Universität und die Fakultät schätzen sich glücklich, einen wesentlichen Grundstein für Dr. Katzschners Wissen und Wirken gelegt zu haben. Der Dekan und der Fakultätsrat gratulieren Herrn Dr. Katzschner zu diesem besonderen Ereignis.

Autor: Dekanat der Fakultät Bauingenieurwesen

Nachruf auf Prof. Dr. Klaus Thoma

AT
13. Juni 2018

Mit großer Trauer und tief empfundenem Mitgefühl für seine Familie nehmen wir Abschied von unserem Freund, Kollegen und Honorarprofessor unserer Universität Prof. Dr. Klaus Thoma. Als Visionär und Forscher hat er das Thema der Sicherheit in unser aller Bewusstsein verankert, in gemeinsamen Forschungsprojekten wegweisende Ideen untersucht und zu neuen Lösungen geführt.
Seit seiner Berufung zum Honorarprofessor an der Technischen Universität Dresden hat er an zahlreichen Forschungsprojekten zum Thema Impakt auf Betonkonstruktionen mitgewirkt und sich bei der Promotion junger Wissenschaftler engagiert. Allein schon dieses Forschungsgebiet verdankt ihm zahlreiche Impulse, Ideen und wichtige Ergebnisse, so dass sein Name und seine Person mit diesem Thema eng verbunden bleiben werden.
All diese Zusammenarbeit war geprägt von seiner optimistischen Lebenseinstellung, seinem scharfen Verstand und seinem nie versiegenden Humor.
Wir, seine Freunde, Kollegen, die Fakultät Bauingenieurwesen und die Technische Universität Dresden, werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Hinsichtlich seines gesamten Wirkens verweisen wir auf den umfassenden Nachruf des EMI Freiburg: https://www.emi.fraunhofer.de