Herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Verteidigung

v.l.n.r.: Prof. Dr.-lng. habil. lvo Herle, Prof. Dr.-lng. Dr.-lng. E.h. Manfred Curbach, Dipl.-lng. Jakob Bochmann, Dr.-lng. Frank Jesse, Prof. Dr. sc. techn. Mike Schlaich, Prof. Dr.-lng. Viktor Mechtcherine

Nach einem sehr kurzen Zeitraum konnte Herr Dipl.-lng. Jakob Bochmann am heutigen Freitag erfolgreich seine wissenschaftliche Arbeit im Rahmen des Promotionsverfahrens zum Thema „Carbonbeton unter einaxialer Druckbeanspruchung“ verteidigen und mit einer sehr guten Promotionsleistung abschließen.

Inhalt von Jakob Bochmanns Arbeit ist es, den Einfluss der Carbonbewehrung, die ja ursächlich zur Übertragung von Zugkräften* eingelegt wird, unter Druckbeanspruchung zu untersuchen und herauszufinden, wie sich die Übertragung der Druckkräfte im Beton ändert, wenn in der Betonmatrix Carbonbewehrungselemente liegen. Als Ergebnis seiner experimentellen Untersuchungen hat Herr Bochmann hierfür ein Bemessungsmodell entwickelt.

Neben dem Vorsitzenden der Promotionskommission Prof. Dr.-Ing. habil. Ivo Herle waren als Gutachter Prof. Dr.-lng. Dr.-lng. E.h. Manfred Curbach, Prof. Dr. sc. techn. Mike Schlaich von der TU Berlin, Dr.-lng. Frank Jesse von der Hentschke Bau GmbH sowie Prof. Dr.-lng. Viktor Mechtcherine von der Technischen Universität Dresden als Mitglieder der Promotionskommission anwesend.

Wir gratulieren herzlich zum Doktortitel und wünschen Jakob Bochmann alles erdenklich Gute und viel Erfolg auf seinem weiteren Schaffensweg.

*Grundsätzlich wird die Bewehrung – im Stahlbeton Stahl, im Carbonbeton Carbon – zur Übertragung von Zugkräften eingelegt.

50% Beton sparen – Alternative zum Stahlbeton

In der Baubranche läuft nichts ohne Beton, er wird für nahezu jedes Bauwerk benötigt. Beton enthält Zement als Bindemittel, bei dessen Herstellung allerdings klimaschädliches CO2 ausgestoßen wird. Ein weiterer Nachteil ist, dass der Stahl im Stahlbeton korrodieren kann, es kommt zu Abplatzungen und Rissen im Beton, die der Tragfähigkeit des Materials nicht zuträglich sind. Kreative, innovative und ökologische Alternativen müssen entwickelt werden und das klingt besonders ambitioniert, wenn man über Beton spricht. Ersetzt man die stählerne Bewehrung im Beton durch ein Gelege oder auch Stäbe aus Carbonfasern klingt das zunächst nicht unbedingt nach einer Umweltrevolution, Beton wird immer noch benötigt. Das kohlenstoffhaltige Fasermaterial ist witterungsbeständig, leichter und 6-mal tragfähiger als Stahl und das eröffnet neue Möglichkeiten. Ein sparsamerer Einsatz von Beton, der nun nicht mehr als Korrosionsschutz dient, ermöglicht schlankere Bauweisen und leichtere Bauteile – das wirkt sich postitiv auf die Klimabilanz aus.

SPIEGEL ONLINE berichtet im Videobeitrag über Carbonbeton: ein Baustoff, der weniger Rohstoffe verbraucht und doch tragfähiger ist als Stahlbeton. Für die Aufnahmen aus dem Otto-Mohr-Laboratorium und die Interviews mit Institutsdirektor Manfred Curbach war das Drehteam im vergangenen März zu Gast  an der TU Dresden.

Ein längerer redaktioneller Beitrag ist bei SPIEGEL+ zu finden.

SPIEGEL Online zu Gast im Otto-Mohr-Laboratorium
SPIEGEL Online zu Gast im Otto-Mohr-Laboratorium (Videobeitrag)

 

 

 

Sanierung der Hyparschale Magdeburg – MDR Sachsen-Anhalt zu Gast im Otto-Mohr-Laboratorium

Die ‘Hyparschale‘ ist eine Mehrzweckhalle im Magdeburger Stadtpark Rotehorn. Sie wurde 1969 nach Plänen von Ulrich Müther in Stahlbetonbauweise errichtet. Vier zusammengesetzte hyperbolische Paraboloide überspannen eine Grundfläche von ca. 2300 m². Damit handelt es sich um das größte Schalenbauwerk Müthers, was heute noch erhalten ist. Die denkmalgeschützte Hyparschale steht seit vielen Jahren leer und befindet sich in einem baulich schlechten Zustand. Im Juni 2017 hatte der Magdeburger Stadtrat beschlossen, dass das Gebäude nun umfangreich saniert werden soll. Dazu soll, der Tradition Müthers folgend, stets neueste Werkstoffe und Bautechniken anzuwenden, der an der TU Dresden und TU Aachen entwickelte Carbonbeton zum Einsatz kommen.

Der Mitteldeutsche Rundfunk produzierte im Zuge der Sanierung einen TV-Beitrag und stellt die Hyparschale und den Architekten näher vor.  Neben der bewegten Geschichte des Hauses nimmt auch die Sanierung eine Rolle im Beitrag ein – das Drehteam war dazu zu Gast im Otto-Mohr-Laboratorium und informierte sich über die Vorteile von Carbonbeton.

Die Produktion steht unter dem Titel: „Schwung statt Platte“ und wurde am 07. Mai 2019 um 21.00 Uhr im MDR-Fernsehen ausgestrahlt. Aktuell steht die interessante Reportage in der Mediathek zur Verfügung.

Beitrag in der MDR-Mediathek anschauen
Herstellung einer Carbonbeton-Platte im Otto-Mohr-Laboratorium, Prof. Manfred Curbach im Interview
Flyer zum MDR-Beitrag.

autartec®-Haus am Fuß der F60 fertiggestellt

Vergangenheit trifft Zukunft: autartec®-Haus am Fuß der F60 | © Fraunhofer IVI

Der Hafen des Bergheider Sees beherbergt seinen ersten Bewohner. Das schwimmende autartec®-Haus – entstanden im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Wachstumskerns – soll mit seinem unkonventionellen Aussehen und einer Vielzahl implementierter neuer Technologien das Lausitzer Seenland bereichern.

Bereits seit 2014 entwickelten und erprobten Unternehmen, Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen aus Süd-Brandenburg, Sachsen und Ost-Thüringen neue Materialien und Methoden. So entstanden innerhalb des Projekts autartec® verschiedenste Technologien für sich selbst versorgende Siedlungen und schwimmende Architektur. Am 16. April 2019 fand die offizielle Abschlussveranstaltung statt, an der neben Mitarbeitern des Instituts für Massivbau auch die C³-Experten, Dr.-Ing. Matthias Lieboldt und Ludwig Gawer, teilnahmen.

Insbesondere die Verwendung innovativer Bauwerkstoffe aus Carbonbeton, die Strukturintegration von Energiespeichern, die Erprobung von Wasseraufbereitungsanlagen und die Entwicklung einer umfassenden Steuerung der spezifischen Teilkomponenten sollen dazu beitragen, eine autarke Lebensweise zu ermöglichen. Mitte letzten Jahres wurde unter Federführung des Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI in Dresden damit begonnen, das Haus als Technologiedemonstrator zu errichten. Das Nutzungsszenario orientiert sich an dem Energie- und Platzbedarf eines 4-Personenhaushaltes. Der 175 qm große Ponton bildet das Fundament für ein zweistöckiges Gebäude mit umlaufender Terrasse.

Elegante Treppe aus Carbonbeton

Ein Teil des Projektes, an welchem insgesamt dreizehn Partner beteiligt waren, wurde vom Institut für Massivbau (IMB) der Technischen Universität Dresden bearbeitet. Gemeinsam mit Partnern war das IMB für die Entwicklung und Prüfung von Bauteilen aus Carbonbeton zuständig, die zum einen statische Aufgaben übernehmen und zum anderen aber auch Stauraum bieten sollten, um die Technikmodule, die für ein autarkes Wohnen benötigt werden, platzsparend verstauen zu können. Dafür wurden ein Wandsystem, eine Treppe sowie ein Pontondemonstrator aus Carbonbeton gebaut. Die Prüfungen für die Wand- und Treppenelemente wurden im Otto-Mohr-Laboratorium, der Eignungstest des Pontondemonstrators an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg durchgeführt.

Das Wandelement wurde im Labor durch eine Kombination aus einer vertikal und einer horizontal einwirkenden Last beansprucht, um die gängigen Belastungen aus dem Hochbau zu simulieren. Für den Nachweis der Treppe wurde eine einzelne Stufe als Kragarm in einen Prüfstand eingespannt und mit einer normativen Einzellast und einer Flächenlast in Höhe des Gewichts eines Technikmoduls zyklisch belastet. Im Anschluss wurde noch die Resttragfähigkeit nachgewiesen, die dem dreifachen Wert der normativen Last entsprach. Nach der erfolgreichen Prüfung wurden die Wandelemente sowie die Treppenkonstruktion in das autartec-Haus eingebaut und werden jetzt entsprechend ihrer geplanten Konzeption genutzt.

Architektonisch spiegelt die Kubatur des Hauses die drei Facetten der im Projekt angestrebten Autarkiebereiche für Wasser/ Abwasser, Elektroenergie und Wärmeenergie wider. Dementsprechend prägen drei sich durchdringende Kuben das skulpturale Erscheinungsbild. Spezifische Gebäudeflächen sind für den jeweiligen Energieertrag optimal ausgerichtet. Die Gesamtkomposition referenziert zu der freiheitlichen und unabhängigen Wohnkultur auf Basis moderner Technologien. Das schwimmende Haus als Symbolbild für vernetzte alternative Energiekonzepte und moderne Wohnkultur bietet gute Chancen, als Kristallisationskeim für weitere Aktivitäten zu neuen Lebensformen auf dem Wasser und dem Land zu fungieren.

Weitere Informationen: www.autartec.com

Wandelement aus Carbonbeton

Ansprechpartnerin:

Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI
Kommunikation und Design
Elke Sähn
Telefon +49 (0)351/ 46 40-612
elke.saehn@ivi.fraunhofer.de

 

Ausstellung „Megatrend – Carbonbeton“ ab 11.04.2019

C³ – Carbon Concrete Composite e.V. und die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden eröffnen am 11.04.2019 die Ausstellung „Megatrend – Carbonbeton“. Diese verdeutlicht, welche Vielfalt und welche Wandelbarkeit sich hinter dem innovativen Material #Carbonbeton verbergen. Neben wissenschaftlichen Aspekten und praktischer Anwendung, werden die Eigenschaften des Materials auf ungewöhnliche Weise präsentiert: u. a. eine Symbiose des altbekannten Baustoffes Beton mit dem leichten Carbongelege in Form eines Kleides sowie ein Auto aus Carbonbeton mit integrierter Popcornmaschine.

Veranstaltungsort: Bereichsbibliothek DrePunct, Zellescher Weg 18, 01069 Dresden

Interessenten bitten wir um eine kurze Rückmeldung im Laufe des heutigen Tages an sandra.kranich@tu-dresden.de

Carbonbeton beim Leichtbau-Gipfel auf der HANNOVER MESSE

Leichtbau zählt zu den Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Denn der Leichtbau steht für ein einfaches Prinzip: Weniger Gewicht, weniger Energie und Emissionen bei verbesserter Funktionalität. Leichtbau ist zudem ein starker Innovationstreiber, der zur Steigerung von Ressourcen- und Energieeffizienz entscheidend beitragen kann. Das ist gleichermaßen wichtig für Umwelt- und Klimaschutz sowie zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland. Damit kommt der Zukunftstechnologie Leichtbau eine wichtige Rolle zur Bewältigung globaler Herausforderungen zu.

Um der Vielseitigkeit des Leichtbaus eine gesonderte Bühne zu verleihen, richtete das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen der HANNOVER MESSE 2019 den 1. Lightweighting Summit aus. „Unser klares Ziel ist es, Leichtbau als Schlüsseltechnologie zu fördern und damit den Weg zu ebnen für eine noch breitere industrielle Anwendung“, so Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. „Mit der Leichtbau-Konferenz wollen wir den dafür nötigen Dialog zwischen Politik, Wirtschaft und Forschung voranbringen.“

Im Rahmen des 1. Lightweighting Summit präsentierte das BMWi Carbonbeton als das Best-Practice-Beispiel für den Leichtbau in Deutschland. Bereits am Empfang erhielten die Gäste die Broschüre zu Carbonbeton überreicht. Auch Dr. Michael Meister, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), erläuterte in seinem Vortrag die überaus positiven Entwicklungen und zahlreichen Vorteile von Carbonbeton. Der Vorstandsvorsitzende des Carbon Composite e. V., Prof. Hubert Jäger, ging explizit auf die hohe Relevanz des Bauwesens und Carbonbeton ein. Er verdeutlichte dabei den großen Betonverbrauch und den hohen prognostizierten Zuwachs an Carbonbetonprodukten weltweit.

Die Carbonbetonentwicklung ist mit einem langzeitigen Wachstum in zahlreichen Branchen verbunden. Durch die enorme Breitenwirkung profitieren im hohen Maße neben der Baubranche, vor allem die Chemie-, Maschinenbau- und Textilbranche.

Text: Chris Gärtner

Neue Brücke in Ottenhöfen. Carbonbeton schlägt GFK-Belag

Die kleine Gemeinde Ottenhöfen im Schwarzwald baut einen Geh- und Radweg zur Nachbargemeinde Seebach. Idyllisch gelegen, muss dazu auch der kleine Fluß Acher überquert werden. Der Gemeinderat hat kürzlich beschlossen, dass die Querung mittels einer ursprünglich geplanten GFK-Brückenplatte durch eine Konstrultion mit schlanken Carbonbeton-Fertigteilplatten ersetzt wird.

Den kompletten Artikel können Sie bei baden online lesen.

SPIEGEL Online zu Gast im Laboratorium

SPIEGEL ONLINE informiert sich über die Vorteile von Carbonbeton. Dazu führten wir heute ein Team von SPIEGEL.TV durch unser Otto-Mohr-Laboratorium. Professor Manfred Curbach, der Pionier auf diesem Gebiet, wurde zu diesem Thema interviewt. Der redaktionelle Beitrag und das Video werden in den nächsten Tagen online veröffentlicht.

Veranstaltungstipp: Nachhaltig bauen mit Carbonbeton – von der Vision zum Unternehmenserfolg

Textilbeton/Carbonbeton
Foto: Ulrich van Stipriaan

Carbonbeton wurde bereits vielfach als umweltschonender und ressourceneffizienter Werkstoff ausgezeichnet – vor wenigen Wochen mit dem weltweit renommierten Energy Global World Award 2019.

Die Vision nachhaltigen Bauens ist zweifellos in der Gesellschaft angekommen. Wie aber sieht das in der unternehmerischen Realität aus? Was müssen wir tun, um die Nachhaltigkeitspotentiale des Carbonbetons im Gesamtkontext von Konstruktion und Verfahren über den Lebenszyklus hinweg optimal zu entfalten? Welcher Aufwand ist damit verbunden?

Wie reagieren Bauherren und Auftraggeber auf nachhaltige Angebote, die ihren Preis haben? Ist es möglich, zugleich kostengünstig und nachhaltig zu bauen? Ist Nachhaltigkeit ein Marktargument?

Wie kann eine Nachhaltigkeitsbewertung von Hochleistungsmaterialien wie Carbonbeton aussehen?

Die Arbeitsgruppe „Faserverbundarmierter Beton“ wird  aktuelle Fragen aus diesem Spannungsfeld aufgreifen und anhand von Forschungsergebnissen sowie auch konkreten Bauprojekten entlang der Wertschöpfungskette des Carbonbetonbaus diskutieren, ob und wie sich nachhaltige Lösungen und unternehmerischer Erfolg miteinander verbinden lassen.

Die Veranstaltung ist ein Gemeinschaftsprojekt der Fachabteilung CC BAU im CCeV und der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der TU Dresden.

Mehr Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung finden Sie hier.

Termindetails

Datum: 27. März
Zeit: 10:00 – 16:15 Uhr

Veranstaltungsort

Technische Unisversität Dresden
Helmholtzstraße 10
01069 Dresden

Roboter zieht Carbonfäden im Betonwerk Oschatz

Die weltweit erste Anlage, bei der ein Roboter die Garnablage von Carbonfasern zur Herstellung von Bewehrungen übernimmt, wird bis Mitte Oktober vom C³-Partner Betonwerk Oschatz GmbH getestet.

Momentan wird die Anlage im Rahmen eines Forschungsprojektes installiert und soll bis Ende April einsatzfähig sein.  Weitere Informationen sind im Artikel der Leipziger Volkszeitung zu finden.