Die Fakultät Bauingenieurwesen lädt ein zur öffentlich Verteidigung im Promotionsverfahren mit dem Thema „Kontextadaptive Informationsräume – Unterstützung interdisziplinärer Bauinformationsprozesse durch eine kontextbewusste Informationslogistik“ von Dipl.-Medieninf. Frank Hilbert am Montag, 22. Februar 2016, 10 Uhr, in das Sitzungszimmer Beyer-Bau, Raum 67, George-Bähr-Str. 1.
So viel gelernt wie in fünf Vorlesungen
Es ist 6:45 Uhr. Eine Gruppe von 17 müden Studenten und Begleitern vom Institut für Baukonstruktion sammelt sich vor den Toren des Beyerbaus:
Grund für diese Versammlung war eine Exkursion im Rahmen der Lehrveranstaltungen zum Konstruktiven Glasbau im 7. Semester. Ziel der heutigen Ausfahrt waren zwei Werksbesichtigungen. Nach zwei Stunden unruhigem Autobahnschlaf war der erste Halt erreicht: Euroglas Haldensleben (bei Magdeburg). Nach einem kurzen fast übermotivierten Imagefilm über den Produktionsstandort begann unsere Werksführung. Zu sehen gab es hier alles, was zur Herstellung von Floatglas notwendig ist. Mischanlage, Schmelzofen, Zinnwanne, Abkühlstrecke, Zuschnitt und Logistik. Auch Verbund-Sicherheitsglas stellt Euroglas her. Im Schmelzofen herrschen über 1500°C und man konnte direkt sehen, wie das Gemenge in die Schmelze geschoben wird. Hier können Scheiben in Größen bis zu 3,21 m x 9,30 m hergestellt werden. Der Fabrikleiter ließ mit seiner Fachkompetenz keine Fragen offen und wusste für sein Werk zu begeistern. Es war schon sehr beeindruckend zu sehen, mit welcher Geschwindigkeit (heute 14 m/min) und Präzision Mensch und Maschine so große Mengen an Glas (400 t bis 600 t Glas pro Tag) in dieser hohen Qualität herstellen kann. Was besonders gut gefallen hat war, dass hier sämtliche Mitarbeiter mit werkseigenen Fahrrädern ausgestattet sind und so die großen Strecken schnell (und sauber) zurücklegen können. Allein die Produktionsstrecke vom Ofen bis zum Schnitt misst schließlich über 500 Meter. Entgegen des hohen Energiebedarfs ist das Unternehmen insgesamt sehr ökologisch eingestellt.
Nach einer kleinen Stärkung und einer weiteren Stunde Fahrt trafen wir am Nachmittag bei Thieleglas am Standort Wermsdorf (bei Leipzig) ein. Thieleglas hat sich vor allem auf die Veredelung von großflächiger Verglasung bis zu 9,0 m Länge spezialisiert. Das Highlight war hier eine Vorführung der Testeinrichtungen zur Produktionskontrolle. Vierpunktbiegeversuch und Kugelfalltest haben für reichlich Scherben gesorgt. Zum veranschaulichen der Unterschiede zwischen Einscheiben-Sicherheitsglas, Teilvorgespanntem Glas und Floatglas durften einige Scheiben sogar von uns selbst gebrochen werden. Anschließend wurde uns auch hier das Werk gezeigt. Thieleglas verfügt über eine Großzahl von Maschinen für die unterschiedlichsten Einsatzzwecke. Hervorzuheben sind eine CNC Fräse, eine selbstentwickelte Fräse zur Kantenbearbeitung und riesige Drucker, mit denen fast alle erdenklichen Motive mit keramischen Farben mit einer Auflösung bis zu 720 dpi auf Glas gebracht werden können. Die Gläser können bis zu Maßen von 3,2 m x 8,0 m bedruckt werden. Auch hier hat der Gastgeber das Thema Glas förmlich gelebt und konnte rundum für den Werkstoff und seine Firma begeistern.
Am späten Abend erreichten wir gefüllt von vielen Eindrücken Dresden. Die Fachexkursion war sehr interessant und lässt die viele Theorie von der Hörsaalbank richtig lebendig werden. Eine echt willkommene Abwechslung zum Uni-Alltag und auch toll, dass so etwas für uns zum Nulltarif angeboten wird. Sowas könnte es eigentlich viel öfter geben. Wie Professor Weller schon sagte: „In einer Exkursion nimmt man in etwa so viel mit, wie in 5 Vorlesungen.“
Julius Scheel
Mobile Schwerhörigentechnik für den Lehr- und Arbeitsbetrieb
Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) hat der TU Dresden
im Frühherbst 2015 ein Zusatzbudget zur Finanzierung von Maßnahmen zur Verbesserung
der Teilhabe von Studierenden und Beschäftigten mit Behinderungen an Lehre und Forschung in Höhe von 707.600,00 EUR zugewiesen.
In diesem Zusammenhang wurde u.a. für jede Fakultät mobile Technik angeschafft, die der
Unterstützung von höreingeschränkten Menschen dient. Ansprechpartnerin für die mobile Schwerhörigentechnik an der Fakultät Bauingenieurwesen ist Kathleen Rehfeld im Dekanat.
Hörsäle sind in der Regel mit Hör- bzw. lnduktionsschleifen ausgestattet. Seminar- und Besprechungsräume verfügen nicht über derartige Technik. Mit Hilfe der angeschafften mobilen Technik können künftig auch Veranstaltungen in Seminar- und Besprechungsräumen stattfinden, die den Bedarfen von Studierenden, Beschäftigten oder Gästen mit Höreinschränkungen Rechnung tragen.
Prof. Ivo Herle neuer Dekan

Der Rat der Fakultät Bauingenieurwesen hat in seiner heutigen Sitzung Prof. Dr.-Ing. habil. Ivo Herle zum Dekan der Fakultät Bauingenieurwesen gewählt. Die Bestellung bzw. Wahl der weiteren Amtsträger wird in der Fakultätsratssitzung am 20. Januar 2016 erfolgen. Prof. Herle, der einstimmig gewählt wurde, bedankte sich für das „sehr große Vertrauen“, das ihm entgegengebracht worden sei. „Was mich sehr freut: es ist das Vertrauen von allen!“ sagte Herle und betonte, dass er bei seiner Amtsführung das in ihn gesetzte Vertrauen zurückgeben möchte.
Ausführlich bedankte sich Prof. Herle bei seinem Vorgänger Prof. Rainer Schach, der neun Jahre als Dekan die Fakultät Bauingenieurwesen führte. Für Prof. Schach sei die Dekanatszeit Berufung gewesen und keine Last, meinte Herle. Schach sei für ihn „ein Vorbild in vielen Aspekten“, betonte der neue Dekan und würdigte neben den messbaren Ergebnissen der Arbeit seines Vorgängers (wie beispielsweise Schachs Engagement im Bereich Bau und Umwelt, die Durchsetzung des Globalhaushalts und die Vorbereitungen für die kommende Große Baumaßnahme Beyer-Bau) auch die entscheidenden Dinge, die sich der Messbarkeit entziehen: „Die Stimmung in der Fakultät war in dieser Zeit nie schlecht – das ist auch das Verdienst der führenden Persönlichkeit!“ sagte Prof. Herle.
Uni live 2016
Alle Jahre wieder gibt es an der TU Dresden zum Jahresbeginn die Möglichkeit, bei einem eintägigen Schnupperstudium Einblicke in den Uni-Betrieb zu erhalten.Uni live heißt die Veranstaltung, die in diesem Jahr am 14. Januar stattfindet.
Die Bauingenieure bieten die Möglichkeit, an regulären Lehrveranstaltungen für den Diplomstudiengang Bauingenieurwesen teilzunehmen – und obendrein gibt es die Möglichkeit, sich gezielt zu informieren. Für die Vorlesungen gilt übrigens: Die im 7. Semester sind für angehende Abiturientinnen und Abiturienten of verständlicher als die im 3. Semester, wenn die nicht leichten Grundlagen gelehrt werden…
Hier der Überblick:
Reguläre Lehrveranstaltungen / Diplom
Zeit | Veranstaltung | Ort |
---|---|---|
07:30 – 09:00 | Statik Holzbau (Vorlesung 7. Semester) Prof. Dr. Werner Schneider |
Beyer-Bau George-Bähr-Str. 1 Raum 67 |
09:20 – 10:50 | Statik Holzbau (Vorlesung 7. Semester) Prof. Dr. Werner Schneider |
Beyer-Bau George-Bähr-Str. 1 Raum 67 |
09:20 – 10:50 | Beton im Wasserbau (Vorlesung 7. Semester) Prof. Dr. Viktor Mechtcherine |
von-Mises-Bau Georg-Schumann-Str. 7 Raum E02 |
09:20 – 10:50 | Stahlhochbau (Vorlesung 7. Semester) Prof. Dr. Richard Stroetmann |
Hörsaalzentrum Bergstr. 64 Hörsaal 401 |
13:00 – 14:30 | Seebau / Küstenschutz (Vorlesung 7. Semester) Dr. Torsten Heyer |
Beyer-Bau George-Bähr-Str. 1 Hörsaal 118 |
14:50 – 16:20 | Sonderbauverfahren (Vorlesung 7. Semester) Prof. Dr. Peter Jehle |
Beyer-Bau George-Bähr-Str. 1 Hörsaal 81 |
16:40 – 18:10 | Stahlverbundbau (Vorlesung 7. Semester) Prof. Dr. Richard Stroetmann |
Beyer-Bau George-Bähr-Str. 1 Hörsaal 118 |
16:40 – 18:10 | Energieeffiziente Gebäude (Vorlesung 7. Semester) Prof. Dr. Bernhard Weller |
Beyer-Bau George-Bähr-Str. 1 Hörsaal 68 |
Vorträge, Vorführungen, Gesprächsmöglichkeiten, Besichtigungen und Experimente
Zeit | Veranstaltung | Ort |
---|---|---|
09:00 – 15:00 | Info-Stand der Fachschaft Bauingenieurwesen Informationen zum Studium aus studentischer Sicht |
Festsaal Dülferstraße 1. Etage |
09:00 – 10:00 | Vortrag: „Was macht eigentlich ein Bauingenieur“ im Anschluss Gesprächs- und Beratungsmöglichkeit Studienfachberater Dr. Torsten Heyer |
Beyer-Bau George-Bähr-Str. 1 1. Etage Hörsaal 114 |
10:30 – 11:30 | Vortrag: „Was macht eigentlich ein Bauingenieur“ im Anschluss Gesprächs- und Beratungsmöglichkeit Studienfachberater Dr. Torsten Heyer |
Beyer-Bau George-Bähr-Str. 1 1. Etage Hörsaal 114 |
11:45 – 12:30 | Laborübung: Klassifikationsversuche für Böden Prof. Dr. Ivo Herle |
Neuffer-Bau, Erdgeschoss (zwischen Hörsaalzentrum und Beyer-Bau) |
13:00 – 14:00 | Führung durch den neuen Laborkomplex Hubert-Engels-Wasserbaulabor und Alfred-Hütter-Laboratorium für Baustoffe Prof. Dr. Detlef Aigner / Prof. Dr. Viktor Mechtcherine (Führung auf 15 Personen begrenzt) |
Wasserbaulabor Georg-Schumann-Str. 7a |
Merry Christmas | Frohe Weihnachten

Music and cakes, mulled wine (without alcohol) and dances from India as well as Arab songs and lots of good talks formed the Christmas Party of the ACCESS students and the university staff. The annual party was the usual mixture of fun and laughter of the international students that take part in the international master course. „It’s good to have you here!“ were the opening words of Prof. Viktor Mechtcherine, who also said how important it is for all of us to learn from each other.

Beim Weihnachtskonzert der Smart Musicians im Foyer des Beyer-Baus erklang (nicht nur, aber überwiegend) weihnachtliche Musik. Chor und Streicher werden von Jahr zu Jahr professioneller und erfreuten das Publikum stimmgewaltig und anmutig mit internationalen und heimischen Melodien. Uwe reute moderierte und erzählte zwischen den Stücken die Weihnachtsgeschichte – bekannt, aber durchaus ein wenig anders von Johannes Berthold aufgeschrieben. Das Konzert klang aus mit Glühwein, den das Bauball-Team bereit gestellt hatte.
Erfolgreiche Asphalttage

Am 10. und 11.Dezember 2015 fanden sich mehr als 200 Interessierte aus Forschung, Wirtschaft und Verwaltung zusammen, um im Haus der Kirche an der weihnachtlich angerichteten Hauptstraße 20 in Dresden Vorträge zu unterschiedlichen Themengebieten des Straßenbaus zu hören.
In einführenden Vorträgen wurde über die Zukunft der Forschung im Straßenbau und Aktuelle Entwicklungen im Bundesfernstraßenbau berichtet. In fünf Blöcken trugen anschließend insgesamt 18 Autoren von verschiedenen Universitäten, Forschungseinrichtungen und Firmen ihre Fachthemen vor. Dabei wurde im Block „Materialverhalten und Materialmodifizierung“ über die Entwicklung und Anwendung ressourceneffizienter Asphalte referiert. Die DFG-Forschergruppe FOR 2089 – Dauerhafte Straßenbefestigungen für zukünftige Verkehrsbelastungen – stellte in fünf Vorträgen die bisherigen Ergebnisse ihrer Teilprojekte vor. Im Block „Untersuchungs- und Analysetechniken“ wurde u.a. über zyklische Versuche zur Ansprache des Schichtenverbunds berichtet, die bisher noch nicht in das Verfahren der Dimensionierung nach den RDO Asphalt eingebunden sind. Die Prognose des Verhaltens und die Dimensionierung von Asphaltbefestigungen für normale oder schwere Belastungen sowie die Überführung von neuen Erkenntnissen in das europäische Regelwerk war Gegenstand der Vorträge im vierten Vortragsblock. Traditionell wird die Tagung mit Beiträgen zum Praxistransfer abgeschlossen, um Wege der Überführung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis aufzuzeigen.
Dank zahlreicher Sponsoren konnten auch die 4. Dresdner Asphalttage für die Teilnehmer kostenfrei angeboten werden. Die Veranstaltung ist inzwischen fest im Tagungskalender der deutschen Straßenbau- und Asphaltgemeinschaft verankert und erfreut sich auch aufgrund der anspruchsvollen und wegweisenden Vorträge großer Beliebtheit. Alle Beiträge können im Tagungsband nachgelesen werden, der in Kürze veröffentlicht wird. Weitere Informationen finden sich zukünftig auch unter www.dresdner-asphalttage.de.
Erfolgreiche Antwort auf die Ressourcenknappheit

Gerade eine Woche ist es her, da wurde das C³-Konsortium Carbon Concrete Composite unter der Federführung der TU Dresden mit dem Nachhaltigkeitspreis Forschung ausgezeichnet. Nun haben die Forscher um Prof. Manfred Curbach einen weiteren Grund zur Freude: Sie sind auch die Gewinner des Deutschen Rohstoffeffizienz-Preises 2015. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) prämiert seit 2011 unter fachlicher Leitung der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) herausragende Beispiele für eine ressourcenschonende und intelligente Nutzung von Rohstoffen. Damit soll verdeutlicht werden, wie eine Steigerung der Rohstoff- und Materialeffizienz in der Praxis gelingen kann. Nicht nur innovative Ansätze aus Wirtschaft wurden ausgezeichnet. Ein besonderes Augenmerk lag ebenfalls auf anwendungsorientierten Forschungsergebnissen. So wurden in der Kategorie Forschung das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC und das C³-Konsortium Carbon Concrete Composite nominiert. Im Rahmen der Fachkonferenz „Rohstoffe effizient nutzen – erfolgreich am Markt“ überreichte der Parlamentarischer Staatssekretär Uwe Beckmeyer den Rohstoffeffizienz-Preis an das C³-Konsortium. „In Anbetracht vielfältiger gesellschaftlicher und ökologischer Entwicklungen sowie der Knappheit natürlicher Rohstoffe ist der Bausektor gezwungen, nach neuen Ansätzen zu suchen. Carbonbeton ist die Antwort auf die Ressourcenknappheit. Er eröffnet uns enorme Möglichkeiten, um diesen Herausforderungen zu begegnen und nachhaltig und effizient zu bauen“, sagt Prof. Manfred Curbach, Vorstandsvorsitzender des Vereins C³ – Carbon Concrete Composite und Direktor des Institutes für Massivbau an der TU Dresden.
Die Bauindustrie gehört zu den wichtigsten Branchen der deutschen Wirtschaft. Ihre Innovationsfähigkeit wird einen enormen Einfluss darauf haben, ob die
Klimaziele – die Reduktion des CO2-Austoßes, Energieeinsparungen und Ressourcenschonung – erreicht werden. Um diese Ziele schneller umzusetzen und das unternehmerische Risiko zu minimieren, muss das Fachwissen aus Wissenschaft und Wirtschaft erfolgreich gebündelt werden. Genau diese Kompetenzen vereint das C³-Konsortium. Seit 2014 haben sich über 130 Partner aus ganz Deutschland zusammengeschlossen und forschen an dem neuartigen Verbundwerkstoff, mit dem Ziel, in den kommenden Jahren Carbonbeton in den Markt einzuführen und dem Bausektor eine rohstoffeffiziente Alternative zum Stahlbeton anzubieten.
Ontology-based modeling and configuration of construction processes
Die Fakultät Bauingenieurwesen lädt ein zur öffentlichen Verteidigung im Promotionsverfahren mit dem Thema „Ontology-based modeling and configuration of construction processes using process patterns“ („Ontologie-basierte Modellierung und Konfiguration der Bauprozesse mit Hilfe von Prozessvorlagen“) von Alexander Benevolenskiy, M.Sc. am Freitag, 18. Dezember 2015, 14:00 Uhr, in das Sitzungszimmer Beyer-Bau, Raum 67, George-Bähr-Straße 1.