Stahlbauexkursion: Jetzt bewerben!

Stahlwerk Thüringen  (Foto zur Verfügung gestellt vom Stahlwerk Thüringen)
Stahlwerk Thüringen (Foto zur Verfügung gestellt vom Stahlwerk Thüringen)

Auch dieses Jahr bietet die Professur Stahlbau den Studenten wieder die Möglichkeit im Rahmen einer Exkursion die Herstellung und Weiterverarbeitung von Stahl mitzuerleben. Im Zuge der Stahlbau-Exkursion 2016 am Buß- und Bettag (Mittwoch, 16.11.2016) werden wir das Stahlwerk Thüringen und das Fertigungswerk des Rudolstädter Systembaus besichtigen(Kostenbeitrag: 8,00 Euro pro Teilnehmer/in). Anmeldung bitte bis zum 11.11.2016 im Sekretariat der Professur für Stahlbau (August-Bebel-Str. 30, Raum 06-31).

Vortrag zur Waldschlösschenbrücke

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12. Oktober 2016
Ein fünf Jahre altes Bild aus der Bauzeit der Waldschlösschenbrücke. Foto: Ulrich van Stipriaan
Ein fünf Jahre altes Bild aus der Bauzeit der Waldschlösschenbrücke. Foto: Ulrich van Stipriaan

Als Ergänzung zur Vorlesung Massivbrückenbau BIW 4-16 wird im Wintersemester 2016/17 eine Vortragsreihe zu ausgewählten Themen des Brückenbaus angeboten. Die Vortragsreihe richtet sich dabei an angehende Absolventen, die ihre Projekt- oder Diplomarbeit im Bereich des Brückenbaus verfassen. Weiterhin steht die Vortragsreihe Studierenden des Moduls Brückenbau, aber auch anderer Fachrichtungen offen.

Die Vorträge werden von Dr.-Ing. Jens Tusche gehalten, der über weitreichende Erfahrungen im Brückenbau verfügt. In Anschluss an die Vorträge besteht jeweils die Möglichkeit zur Diskussion.

Der erste Vortrag befasst sich mit dem Bau der Waldschlösschenbrücke. Er  findet am Donnerstag,  13.10.2017 ab 15 Uhr in der August-Bebel-Str. 30/30a im Raum 05-008 statt.

Weitere Termine sind:

  • Di, 25.10.2016 ab 15:30 Uhr
  • Do, 10.11.2016 ab 15:00 Uhr
  • Di, 06.12.2016 ab 15:00 Uhr
  • Do, 12.01.2017 ab 15:00 Uhr

Die Veranstaltungen werden stets im Raum 05-008 im Gebäude August-bebel-Straße 30 stattfinden. Die Themen zu den einzelnen Terminen werden vorab bekannt gegeben.

Willkommen bei den Bauingenieuren!

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Einschreibung 2016 (Fotos:Ulrich van Stipriaan)

Da sitzen sie nun das erste Mal auf den Hörsaal-Bänken (die in Wirklichkeit ja fast immer Stühle sind, aber das macht’s nicht bequemer) und hören zu: Studenten und Studentinnen des neuen Jahrgangs. In getrennten Einführungsveranstaltungen begrüßten Professoren, Mitarbeiter*innen und Student*innen die Neuen an der Fakultät Bauingenieurwesen. Die meisten sind wirklich absolute beginners, um einen Klassiker von David Bowie zu zitieren: Erstsemestler, frisch von der Schule. Hinzu kommen  die Aufbaustudenten, die von einer anderen Hochschule nach Dresden wechselten. Insgesamt sind es 220 Studentinnen und Studenten, die im Direktstudium neu an der Fakultät sind. Prof. Ivo Herle, der Dekan der Fakultät, hieß sie herzlich willkommen. Anschließend gab es Infos zur Studienorganisation, zu den Möglichkeiten des Sprachunterrichts sowie die Vorstellung der Studiengänge mit Doppeldiplom-Abschluss
(Deutsch-Französisch, Deutsch-Italienisch). Der Fachschaftsrat – die Vertretung der Studierenden – stellte sich gleich doppelt vor: im Hörsaal während der Veranstaltung und davor mit der ersten gemeinsamen Grillparty, bei der sich die Neuen von der Einschreibung in die Listen der Übungsgruppen erholen und die neuen Kommilitoninnen und Kommilitonen kennen lernen konnten.

Von getrennten Veranstaltungen war eingangs die rede: die „Anderen“ waren die Fernstudenten – eine immer größer werdende Zahl von (in der Regel) Bachelor-Studenten, die neben ihrer Arbeit irgendwo zusätzlich Bauingenieurwesen in Dresden studieren. 143 haben sich im Wintersemester eingeschrieben – im Sommersemester waren es 124. Eine dritte Gruppe setzt sich aus Studentinnen und Studenten zusammen, die meist einen noch weiter entfernten Wohnort haben: ACCESS heißt der internationale englischsprachige Masterstudiengang, an dem rund 40 Studentinnen aus 20 Ländern teilnehmen – die größten Gruppen stellen Studenten aus Indien (zehn) und Pakistan (fünf).

Brücken in „Rheinkultur“ und Brücken in Bewegung

Brückenexkursion_1 Gruppenbild Hochmosel
Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Brückenbauexkursion an der Hochmosel. Foto: H. Brückner

Die diesjährige Brückenbauexkursionvom Institut für Massivbau führte 22 Studentinnen und Studenten ins Rheingebiet und in die Niederlande. Neben interessanten Brückenbauwerken besichtigten die Teilnehmer während der einwöchigen Exkursion u.a. auch Baustellen des Spezialtiefbaus.

Gemäß dem Motto „Brücken in Rheinkultur“ war das erste Ziel der Exkursion die Autobahnbrücke Schiersteiner Kreuz über den Rhein. Nach einer ausführlichen Erläuterung des Bauverfahrens wurden Einblicke in die Hohlkastenkonstruktion gewährt.

Entgegen der Fließrichtung der Mosel ging es am nächsten Tag zur aktuell größten Brückenbaustelle Europas, dem Hochmoselübergang. Dort erhielten die Studenten auf der Baustelle beeindruckende Einblicke in das Bauverfahren und den Vorschub des Stahlüberbaus. Des Weiteren wurden die Besonderheiten bei der Konstruktion von Pfeiler und Überbau erläutert, die sich durch die exponierte Lage und damit verbundene örtliche Winde ergeben. Anschließend wurde die Seite des Rheins gewechselt. Der Weg führte entlang der Lahn bis nach Limburg. Ziel war einerseits der Neubau der Lahntalbrücke, einer Brücke in Spannbeton in heute üblicher Mischbauweise, anderseits konnten auch die Abbrucharbeiten der alten Lahntalbrücke unter Anwendung einer angepassten Vorschubrüstung betrachtet werden.

Am nächsten Tag stand zunächst die Stadt Köln im Mittelpunkt. Nach Besichtigung der ersten echten Hängebrücke Deutschlands, der Brücke Köln-Rodenkirchen u.a. mit Besichtigung der Ankerkammern und Besteigung des 60 m hohen Pylons, konnten die Studenten die Stadt Köln mit ihren Sehenswürdigkeiten auf eigene Faust erkunden. Der Nachmittag führte über Eindhoven mit Zwischenstopp an der Radfahrerbrücke „Hovenring“, weiter nach Rotterdam. Hier durfte eine Besichtigung der Erasmusbrücke und der Rijnhavenbrücke nicht fehlen, um auch dem zweiten Motto „Brücken in Bewegung“ gerecht zu werden. Zuvor wurde noch die Raumfachwerkbrücke „Grüne Verbindung“ in Rotterdam besucht. Am Nachmittag erhielten die Studenten Einblicke in Projekte und den Büroalltag von Ipv-Delft, einem Ingenieurbüro der besonderen Art. Neben Architekten und Bauingenieuren arbeiten hier auch Produktdesigner, was letztlich zu einer Vielzahl innovativer Brückenkonzepte v.a. für Fußgänger- und Radwegebrücken führte. Hier wurden uns vor allem Details zum an Tag zuvor besuchten Hovenring erläutert, ehe wir anschließend noch eine Führung über die Bahnhofsbaustelle der Stadt Delft erhielten. Am abendlichen Weg nach Amsterdam rasteten die Exkursionsteilnehmer noch in Hoofdoorp um interessante Brücken des Stararchitekten Calatrava zu bestaunen.

Angekommen in Amsterdam ging es zunächst unter die Erde. Im Anschluss an die Tunnelbaustelle, dem Spaarndammertunnel, einer Tunnelbaustelle in offener Bauweise, folgte die Besichtigung einer weiteren Spezialtiefbaustelle. Bei der Boerenweteringgarage wird erstmals eine Tiefgarage unterhalb einer Gracht angelegt. Die besonderen Herausforderungen des Bauens in städtischem Gebiet in Verbindung mit einem anspruchsvollen Baugrund kamen bei diesen Bauwerken sehr anschaulich zu Tage. Am Nachmittag stand noch die Besichtigung der Nesciobrug, eine der größten Fußgängerbrücken der Niederlande an. Der nächste Tag, mittlerweile ein Tag am Wochenende, begann im ruhigen Fahrwasser der Amsterdamer Grachten mit einer Bootsfahrt. Neben den zahlreichen kleinen beweglichen Brücken und vielen gemauerten Brücken ergab sich auch hier ein neuer Blickwinkel.

Nach dem Ausflug in die Niederlande ging es am Samstagabend zurück nach Deutschland, in das Ruhrgebiet. Auf dem Rückweg nach Deutschland standen zwei Brücken in Nijmegen, De Oversteek und de Groentje Brug, auf dem Programm. Am Sonntag stand das Motto „Brücken in Bewegung“ wieder im Vordergrund. Gegenüber den beweglichen Brücken in den Niederlanden lag nun der Schwerpunkt bei Bewegung infolge Schwingung. Die zahlreichen filigranen Fußgängerbrücken im Ruhrgebiet sind für „Belastungstests“ von angehenden Brückenbauingenieuren besonders geeignet. Nach dem Start in Duisburg, mit der achterbahnähnliche Brücke „Tiger and Turtle“ und der beweglichen Hängebrücke im Innenhafen, ging es weiter nach Oberhausen. Auch hier konnten die Rehberger Brücke und der Ripshorster Steg den Belastungstests wiederstehen. Der dynamische Testtag wurde in Gelsenkirchen abgeschlossen. Der doppelte Bogen im Nordsternpark wurde ebenfalls besichtigt wie die Kreisringträgerbrücke „Grimberger Sichel“. Letztlich durfte die Besichtigung der Zeche Zollverein in Essen bei einem Besuch im Ruhrpott nicht fehlen.

Bevor die Reise wieder zurück nach Dresden führte, wurden noch die Ausbaumaßnahme der BAB 45 sowie der Zubringerstraße B480n vorgestellt. Hierbei wurden drei große Talbrücken errichtet wovon zwei, die Talbrücke Nuttlar und die Talbrücke Bermecke, den Exkursionsteilnehmern vor Ort näher erläutert wurden. Eine Werkbesichtigung einer Holzbaufirma mit der Fertigung von Brettschichtholzträgern von bis zu ≈ 50 m Stützweite rundete die Exkursion ab. Insgesamt ergab sich somit ein abwechslungsreiches Programm bei dem die große Bandbreite des Ingenieurbaus aufgezeigt werden konnte.

Dipl.-Ing. Oliver Steinbock und Dipl.-Ing. Jakob Bochmann

Kick Off 2016 for the ACCESS students

Kick Off 2016 for the ACCESS students will take place on Friday, October 7th, 2016 in room A215 (Georg-Schumann-Bau, Münchner Platz 3).

 

Program:

14.00 – 15.15 Introduction of teachers and students
Prof. Kaliske

15.15 – 15.30 Student representatives (of faculty)

 15.30 – 17.00 Outdoor Guided Tour through the Campus
Mrs. Marschner

SLUB – Introduction to the Library
Mrs. Marschner

Afterwards Welcome Students‘ Party
Meadow behind Hülsse-Bau

 

Begrüßung für Aufbaustudenten des Immatrikulationsjahrganges 2016

UVS
21. Juni 2016

Die Begrüßung für Aufbaustudenten des Immatrikulationsjahrganges 2016 findet am Freitag, 7. Oktober 2016 von 15 – 16.30 Uhr im Raum 302 des Von-Mises-Bau (Georg-Schumann-Str. 7) statt.

Hier das Programm:

15.00 – 16.30 Vorstellung der Fakultät und des Studienganges
Studiendekan Prof. Stamm

Hinweise zur Studienorganisation
Studienfachberater Dr. Heyer

Vorstellung des Sprachunterrichts
Frau Hantke

Beantwortung allgemein interessierender Fragen

anschließend Eröffnungsparty
Hof / Wiese vor dem Hülsse-Bau Richtung Helmholtzstraße

Begrüßungs- und Einführungsveranstaltung für den Immatrikulationsjahrgang 2016

UVS
21. Juni 2016

Die Begrüßungs- und Einführungsveranstaltung für den Immatrikulationsjahrgang 2016 findet am Freitag, 7. Oktober 2016, von 14 – 17 Uhr im Raum S186 vom Hülsse-Bau (Helmholtzstraße 10) statt.

Hier das Programm:

14.00 – 14.30 Begrüßung. Vorstellung der Fakultät und des Studienganges
Studiendekan Prof. Stamm

14.30 – 14.45 Hinweise zur Studienorganisation
Studienfachberater Dr. Heyer

14.45 – 15.15 Vorstellung des Fachschaftsrates
Fachschaft

15.15 – 15.30 Vorstellung des Sprachunterrichts
Frau Hantke

15.30 – 15.45 Pause

15.45 – 16.00 Vorstellung der Studiengänge mit Doppeldiplom-Abschluss
(Deutsch-Französisch, Deutsch-Italienisch), Prof. Haller

16.00 – 16.15 Beantwortung allgemein interessierender Fragen

16.15 – 16.45 Einschreibung in die Listen der Übungsgruppen
Frau Oppermann

anschließend Eröffnungsparty
Hof / Wiese vor dem Hülsse-Bau Richtung Helmholtzstraße

Erfolgreicher Uni-Tag

baublog/unitagGut besucht waren beim diesjährigen Uni-Tag der Infostand und der grundlegende Vortrag des Studienfachberaters Dr.-Ing. Torsten Heyer zur Frage „Was macht eigentlich ein Bauingenieur? …und wie wird man einer?“ der gleich zweimal angeboten (und nachgefragt) war. Im Vordergrund standen eindeutig Informationen, für die Prüfungsamtsleiterin Susanne Oppermann und Studentinnen und Studenten der Fachschaft kompetente Ansprechpartner waren. Für Unterhaltung und Spannung sorgte das bereit stehende Jenga-Spiel – die große Show-Nacht folgt dann am 10. Juni, wenn die Bauingenieure (an neuem Ort: Georg-Schumann-Straße 7) bei der Langen Nacht der Wissenschaften zeigen, wie spannend das Studium sein kann.

Johann Lang Preisträger beim Schlaun-Wettbewerb

schlaun16-plakatMit dem Entwurf „Brücken mit Schwung“ gelang es Johann Lang, die Jury beim diesjährigen Schlaun-Wettbewerb zu überzeugen: Er wurde zum Sieger gekürt. Der Schlaun-Wettbewerb wird seit dem Wintersemester 2011/2012 alljährlich vom Schlaun-Forum e.V.  ausgelobt und ist in Summe mit 24.000 Euro Preisgeld dotiert. Preise werden in den Kategorien Bauingenieurwesen, Architektur sowie Städtebau/Landschaftsplanung vergeben – mit dem Ziel die Baukultur in NRW zu fördern.

Gegenstand des Schlaun-Wettbewerbs war diesmal die Stadt Hamm. Hier galt es, mögliche Visionen hinsichtlich der Entwicklung der Stadtmitte Hamms bis zum Jahr 2040 aufzuzeigen. Johann Lang erhielt den 1.Preis in der Kategorie Bauingenieurwesen, der mit 3.000 Euro gewürdigt wurde. Der Brückenentwurf wurde im Rahmen einer Projektarbeit erarbeitet, die von den Wissenschaftlichen Mitarbeitern Robert Zobel und Oliver Steinbock vom Institut für Massivbau betreut wurde. Die Jury lobte einerseits die gelungene Einbindung in das Umfeld sowie das besondere Erlebnis beim Begehen der Brücke. Bereits in der Vergangenheit war das Institut für Massivbau mit Entwürfen erfolgreich (R. Zobel 2011/12; K. Wahl 2012/13). Johann Lang ist es somit gelungen, diese Erfolge fortzusetzen.

So viel gelernt wie in fünf Vorlesungen

DruckEs ist 6:45 Uhr. Eine Gruppe von 17 müden Studenten und Begleitern vom Institut für Baukonstruktion sammelt sich vor den Toren des Beyerbaus:

Grund für diese Versammlung war eine Exkursion im Rahmen der Lehrveranstaltungen zum Konstruktiven Glasbau im 7. Semester. Ziel der heutigen Ausfahrt waren zwei Werksbesichtigungen. Nach zwei Stunden unruhigem Autobahnschlaf war der erste Halt erreicht: Euroglas Haldensleben (bei Magdeburg). Nach einem kurzen fast übermotivierten Imagefilm über den Produktionsstandort begann unsere Werksführung. Zu sehen gab es hier alles, was zur Herstellung von Floatglas notwendig ist. Mischanlage, Schmelzofen, Zinnwanne, Abkühlstrecke, Zuschnitt und Logistik. Auch Verbund-Sicherheitsglas stellt Euroglas her. Im Schmelzofen herrschen über 1500°C und man konnte direkt sehen, wie das Gemenge in die Schmelze geschoben wird. Hier können Scheiben in Größen bis zu 3,21 m x 9,30 m hergestellt werden. Der Fabrikleiter ließ mit seiner Fachkompetenz keine Fragen offen und wusste für sein Werk zu begeistern. Es war schon sehr beeindruckend zu sehen, mit welcher Geschwindigkeit (heute 14 m/min) und Präzision Mensch und Maschine so große Mengen an Glas (400 t bis 600 t Glas pro Tag) in dieser hohen Qualität herstellen kann. Was besonders gut gefallen hat war, dass hier sämtliche Mitarbeiter mit werkseigenen Fahrrädern ausgestattet sind und so die großen Strecken schnell (und sauber) zurücklegen können. Allein die Produktionsstrecke vom Ofen bis zum Schnitt misst schließlich über 500 Meter. Entgegen des hohen Energiebedarfs ist das Unternehmen insgesamt sehr ökologisch eingestellt.

Nach einer kleinen Stärkung und einer weiteren Stunde Fahrt trafen wir am Nachmittag bei Thieleglas am Standort Wermsdorf (bei Leipzig) ein. Thieleglas hat sich vor allem auf die Veredelung von großflächiger Verglasung bis zu 9,0 m Länge spezialisiert. Das Highlight war hier eine Vorführung der Testeinrichtungen zur Produktionskontrolle. Vierpunktbiegeversuch und Kugelfalltest haben für reichlich Scherben gesorgt. Zum veranschaulichen der Unterschiede zwischen Einscheiben-Sicherheitsglas, Teilvorgespanntem Glas und Floatglas durften einige Scheiben sogar von uns selbst gebrochen werden. Anschließend wurde uns auch hier das Werk gezeigt. Thieleglas verfügt über eine Großzahl von Maschinen für die unterschiedlichsten Einsatzzwecke. Hervorzuheben sind eine CNC Fräse, eine selbstentwickelte Fräse zur Kantenbearbeitung und riesige Drucker, mit denen fast alle erdenklichen Motive mit keramischen Farben mit einer Auflösung bis zu 720 dpi auf Glas gebracht werden können. Die Gläser können bis zu Maßen von 3,2 m x 8,0 m bedruckt werden. Auch hier hat der Gastgeber das Thema Glas förmlich gelebt und konnte rundum für den Werkstoff und seine Firma begeistern.

Am späten Abend erreichten wir gefüllt von vielen Eindrücken Dresden. Die Fachexkursion war sehr interessant und lässt die viele Theorie von der Hörsaalbank richtig lebendig werden. Eine echt willkommene Abwechslung zum Uni-Alltag und auch toll, dass so etwas für uns zum Nulltarif angeboten wird. Sowas könnte es eigentlich viel öfter geben. Wie Professor Weller schon sagte: „In einer Exkursion nimmt man in etwa so viel mit, wie in 5 Vorlesungen.“

Julius Scheel