Der Besuch einer modernen Flachglasproduktion – dem Glaswerk der Firma Saint Gobain in Torgau – fand im Rahmen des Studium Generale statt und brachte eine Gruppe unterschiedlichster Studienrichtungen in Kontakt mit einem riesigen Schmelzofen, aus dem bei Temperaturen von ca. 1.400 °C flüssiges Glas fließt. Auf einem Zinnbad entsteht anschließend ein ca. 3,2 Meter breites, endloses Glasband, das nach längerem Abkühlen über hunderte von Metern zu einzelnen großformatigen Glasscheiben zerschnitten wird. Die faszinierend archaische Atmosphäre der Schmelze stand im angenehmen Gegensatz zu den eisigen Temperaturen draußen. Verpackung und Verladung der tonnenschweren Glaspakete in Spezialtransportern konnten die StudentInnen hautnah mitverfolgen. Ein weiteres Highlight: Recycling und Rohstoffzuführung sowie Qualitätskontrollen bei der Produktion im riesigen Werk, das von moderner Technik beherrscht und nur von wenigen Mitarbeitern geführt wird.
Kategorie: Glasbau
Ingenieurarchitektur an historischer Bausubstanz
In einer Forumsdiskussion des George-Bähr-Forums geht es am 29. Januar um die Überdachung des Kleinen Schlosshofes des Dresdner Residenzschlosses. DIe Veranstaltung im Hörsaal 3 des Hörsaalzentrums der TU Dresden beginnt um 18.30 Uhr.
Prof. Peter Kulka, Architekt des Vorhabens Überdachung Kleiner Schlosshof des Dresdner Residenzschlosses, eröffnet die Veranstaltung mit einem Vortrag. Es folgen Statements zu Projekterfahrungen von Prof. Dieter Janosch (Geschäftsführer des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement) als Vertreter des Bauherrn, Prof. Dr. Rosemarie Pohlack (Landeskonservatorin Sachsen) als Vertreterin des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen und Prof. Dr.-Ing. Bernd Dressel (Prof. Dressel & Partner) als Vertreter der Ingenieure an diesem Bauvorhaben. Zum Abschluss der Veranstaltung, die im Rahmen des Seminars für Bauwesen stattfindet, ist eine Diskussion vorgesehen.
Zum Jahreswechsel
…gibt es an der TU Dresden wieder eine allgemeine Betriebsruhe: Zwischen Sonnabend, 20.12.08, und Sonntag, 04.01.09, ist die TU Dresden weitgehend geschlossen. Dieser Zeitraum stimmt zugleich mit der vorlesungsfreien Zeit und den Schulferien in Sachsen überein.
Jahreszeitlich angemessen wünscht auch der BauBlog ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Palucca meets BauKo
Oberhalb des ehrwürdigen Teils vom Beyer-Bau, wo die Rosetten in der Stahlbetondecke der schlichten Neigung der Dachschräge weichen, trauen Besucher(innen) oft ihren Augen nicht: Monochrom orange strahlen ihnen Flur und Tür entgegen. Wer mag da arbeiten? Es sind die Glasbau-Forscher und ihre Kollegen vom Institut für Baukonstruktion. Neulich gab’s noch mehr zu staunen: Über 20 Studentinnen und Studenten kamen, sahen – und tanzten. Es waren TeilnehmerInnen eines gemeinsamen Seminars vom Lehrstuhl Industriebau (Prof. Dr.-Ing. Gunter Henn) mit dem „Masterkurs Choreographie“ der Palucca-Schule Dresden (Prof. Jenny Coogan). Der für seine schönen Räume und Flure bekannte Beyer-Bau diente als Erfahrungsraum für interdisziplinäre Forschung – und die Einmaligkeit des orangenen Flurs hat sich eben auch herum gesprochen…
„Beide Disziplinen, Architektur und Choreographie, lenken Handlungen im Raum. Beide bringen Strukturen hervor, in denen Bewegung entsteht, die koordiniert ist, von Gruppen und Versammlungen also. Beide Kulturtechniken bilden „Möglichkeitsräume“ aus, innerhalb derer sich etwas Wirkliches vollzieht. Wahrnehmung wird dann zum entscheidenden Thema, und die daraus erwachsende Motivation. Wir stehen dabei keinem Gegenstand gegenüberstehen, den wir distanziert betrachten. Es geht um Wahrnehmung in der Bewegung – und im Bezug auf andere, die sich mit-bewegen. Wie wir eine soziale Sitaution auffassen, und wie wir vom einen zum andern kommen, dabei spielt der Raum eine große Rolle.“ sagt Dipl.-Ing. Michael Steinbusch vom Lehrstuhl für Industriearchitektur. In den Seminararbeiten sollen Ansätze einer Raumgrammatik geliefert werden, die nicht bloß ausgedacht oder abgeschrieben, sondern beobachtet, selbst erfahren und eingesetzt worden sind. „Wir wollen wissen, was der Raum mit einem „macht“, unter der Voraussetzung, dass wir – wie ein Unternehmen auch – immer schon etwas Gemeinsames vorhaben,“ sagt Steinbusch.
Die MitarbeiterInnen des Lehrstuhls für Baukonstruktion wurden spontan in die Aktion der den Raum erforschenden SeminarteilnehmerInnen einbezogen – und sie waren verblüfft und begeistert. Für die einen war es Seminararbeit – für die anderen ein großer Spaß und eine Abwechslung im Forscheralltag…
Weihnachtskonzert der Bauharmoniker
Am Dienstag, 9. 12. um 17 Uhr ist es soweit: Die Bauharmoniker laden zur „Weihnacht mit den Bauharmonikern“. Mit einem festlichen Programm (Download, PDF 743 kb) wollen die 17 Musikerinnen und Musiker um die Initiatorin und Leiterin Susanne Saft auf das Weihnachtsfest einstimmen. DIe Programmmischung bietet hauptsächlich Bekanntes – zweimal darf sogar offiziell mitgesungen werden (der Text steht mit im Programmheft).
Die Bauharmoniker-Weihnacht findet, wie schon im vergangenen Jahr, im Foyer des Beyer-Baus im 1. OG statt – und eingeladen sind alle, die kommen wollen!
Friedrich Siemens Namensgeber für Labor und Preis
Prof. Weller (mit Bild von Friedrich Siemens) bei der Feier zur Eröffnung des Friedrich-Siemens-LaborsWer Siemens hört, denkt an Werner – den Begründer der Elektrotechnik und Gründer wie Namensgeber der heutige Siemens AG. Doch es gab noch einen Bruder, an den zu erinnern sich lohnt: Friedrich Siemens. Der hat, unter anderem, den Regenerativschmelzofen mit Gasbefeuerung erfunden – wofür er am 2. Dezember 1856 das britische Patent No. 2861 erhielt. Dieser Friedrich Siemens ist seit gestern Namensgeber eines neuen Labors des Instituts für Baukonstruktion an der TU Dresden. Die Nachwuchsforschergruppe GLASKONNEX unter der Leitung von Dipl.-Ing. Jan Wünsch betreibt das Labor, in dem die aktuellen Forschungen der Dresdner Glasbau-Ingenieure zur Zukunftstechnologie des Klebens im Bauwesen experimentell mit hochmodernen Geräten abgesichert werden können. Und nicht nur das: Auch ein neuer Preis, gestiftet von der Bauconcept Planungsgesellschaft mbH, ist gestiftet und nach Friedrich Siemens benannt. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird nun jährlich für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der adhäsiven Verbindungen im konstruktiven Glasbau vergeben.
[mehr]
Glasbau im Welterbe Schillerpark, Berlin
DBU – Deutsche Bundesstiftung Umwelt und Technische Universität Dresden starten ein gemeinsames Projekt zum Thema „Denkmal und Energie“. Ziel der Forschung ist die Entwicklung, Umsetzung und Bewertung eines energetischen Gesamtkonzeptes für die Sanierung denkmalgeschützter Gebäude der Nachkriegsmoderne. Die Bauten der Schillerpark-Siedlung, Berlin wurden von Bruno Taut, Max Taut und Hans Hoffmann errichtet und sind als UNESCO-Welterbe gelistet. Pilotprojekt der Forschung sind die Hoffmannschen Häuser (1954-1959), die mit einer frühen Form doppelschaliger Glasfassaden ausgestattet sind. Umfangreiche Bestandsanalysen sind die Grundlage für die Erarbeitung von Lösungen zur Energieeffizienz im Denkmalschutz. Gebäudehülle und Gebäudetechnik stehen im Mittelpunkt der Untersuchung, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit der energetischen Verbesserungen sind nachzuweisen.
Auszeichnung für Glasdach Alte Mensa/Rektorat
Beim „Innovationspreis Architektur und Glas“ stehen die Gewinner fest. Anlässlich der glasstec 2008 hatten die Fachzeitschriften AIT und xia IntelligenteArchitektur in Zusammenarbeit mit der Messe Düsseldorf zum zweiten Mal diesen Wettbewerb ausgelobt. Eingereicht werden konnten Entwürfe oder Produkte der Glasarchitektur, die hohen funktionalen und gestalterischen Ansprüchen gerecht werden. Eine Jury namhafter Architekten hat jetzt entschieden: Eine Auszeichnung für das Glasdach Alte Mensa/Rektorat. Hervorgehoben wird die Lastabtragung der Konstruktion: Sie erfolgt ausschließlich über Bauteile aus Verbund-Sicherheitsglas. Die zur Genehmigung erforderliche Zustimmung im Einzelfall wurde am Institut für Baukonstruktion vorbereitet. Umfangreiche Belastungsversuche haben die Leistungsfähigkeit der Ganzglaskonstruktion erfolgreich unter Beweis gestellt.
glasstec 2008: Expertenseminar Hybridbauteile in der Gebäudehülle
Prof. Jochen Menkenhagen von der Universität Essen ist begeistert vom Ergebnis des Expertenseminars Hybridbauteile in der Gebäudehülle: „Mehr als wir uns wünschen konnten.“ Die Universitäten Essen und Dresden haben in Zusammenarbeit mit fünf Industrieunternehmen ein neues Verbundprojekt gestartet: Hybride Glas-Stahl-Konstruktionen für die Gebäudehülle sollen bis zur Produktreife entwickelt werden.
Projektleiter Prof. Bernhard Weller hatte zum Expertenseminar auf die glasstec 2008 eingeladen, um die aktuellen Anforderungen und wesentlichen Einsatzbereiche hybrider Bauweisen in der Gebäudehülle zu definieren. Renommierte Architektur- und Ingenieurbüros hatten versierte Fassadenplaner geschickt. Die Teilnehmerliste zeigte Kompetenz im Facade Engineering: ARUP Facade Engineering, BRT Architekten, Buro Happold, Eller + Eller Architekten, Gerkan Marg Partner, Henn Architekten, Petzinka Pink Architekten und Structurelab. Im Ergebnis wurde aus der visionären Vorstellung zukünftiger Transparenz in der Diskussion ein klares Anforderungsprofil für die Produktentwicklung hybrider Tragelemente aus Glas und Stahl herausgearbeitet.
Absolventen feierlich verabschiedet
Die Absolventen des laufenden Jahrgangs wurden beim Tag der Fakultät Bauingenieurwesen feierlich verabschiedet. Es waren nicht so viele – in Folge der mit Studienanfängern nicht gesegneten Jahrgänge um die Jahrtausendwende und kurz danach. Doch kleine Gruppen haben bekanntlich auch Vorteile: Man kennt sich bestens – und die Zeugnisübergabe dauert nicht so lange…
Eine Bildergalerie steht online – und das Programm des Tages der Fakultät kann man ebenfalls nachlesen.






