10 Jahre George-Bähr-Forum der TU Dresden

Zu einem akademischen Festakt anlässlich des zehnjährigen Bestehens des George-Bähr-Forums wird herzlich am 13. Dezember von 17.00 – 20.00 Uhr in den Festsaal des Rektorats auf der Momsenstraße 11 eingeladen.

Das George-Bähr-Forum widmet besondere Aufmerksamkeit den Bauten, die Schönheit und Festigkeit, also Formgestaltung und Kräfteführung, harmonisch vereinen. Es sind dies u.a. Kuppeln, Brücken, Türme, und Schalen. Sie können immer genauer analysiert, in immer kühnere Konstruktionen überführt und immer eindrucksvoller gestaltet werden. Die neuen Baustoffe, wie Textil- und Carbonbeton oder Formholz, fördern diese Entwicklung in ganz besonderem Maße. Aber auch Planungen von Landschaften und Parks, stellen ebenso hohe Anforderungen an die Gestaltung.

 

 

 

Der Körnerweg in Dresden

UVS
16. Juni 2015

koernerweg„Historische Uferbauwerke. Der Körnerweg in Dresden“ ist der Titel einer Veranstaltung des vom George-Bähr-Forums am 18.06.2015. Referenten werden sein:

  • Hans-Peter Lühr – Publizist
    Geschäftsführer Dresdner Geschichtsverein
  • Prof. Dr.-Ing. habil. Ivo Herle
    TU Dresden, Institut für Geotechnik, Professur für Bodenmechanik und Grundbau
  • Prof. Dr.-Ing. Jürgen Stamm
    TU Dresden, Institut für Wasserbau und Technische Hydromechanik, Professur für Wasserbau
  • Prof. Dipl.-Ing. Reinhard Koettnitz
    Amtsleiter Straßen- u. Tiefbauamt der Stadt Dresden

Die Veranstaltung findet 18.30 Uhr im Beyer-Bau, George-Bähr-Straße 1, Hörsaal 118 statt.

Historische Kuppel, moderne Schale

UVS
28. November 2014

florenz_3898Mit zwei Veranstaltungen stellt das George-Bähr-Forum der TU Dresden zwei Meisterwerke der Ingenieurbaukunst vor: die historische Kuppel der S. Maria del Fiore in Firenze und die moderne Schale für die Autostadt Wolfsburg.

Am 18. Dezember 2014 sprechen Prof. Dr.-Ing. Dr.Ing. E.h Udo Peil (TU Braunschweig) und Prof. Ing. Claudio Borri Dr. h.c. mult. (Universität Florenz), die beide seit vielen Jahren das Geheimnis der Kuppel, die Beurteilung ihres Tragverhaltens, die Rissbildung und die Sanierung vor Ort erforscht haben, über das Thema „Die große Kuppel von Florenz – Statik oder Intuition im 15. Jahrhundert“.

Im Forum am 15. Januar 2015 wird die Entstehung des Entwurfs und (darin eingeschlossen) die ästhetischer Gestaltung für ein Ingenieurbauwerk als harmonische Gemeinschaftsleistung eines Bauingenieurs und eines Architekten vorgestellt. Prof. Dr. sc. techn. Mike Schlaich (sbp / TU Berlin) und M. Arch. Lars Krückeberg, Architekt, BDA (GRAFT Architekten, Berlin), die sich beide gemeinsam um den Entwurf und die architektonische Gestaltung von Ingenieurbauwerken bemühen, referieren über das Thema „Ein leichtes Schalendach in Wolfsburg – Wenn Architekten und Bauingenieure harmonisch zusammenarbeiten“.

Die Veranstaltungen finden jeweils 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr im Beyerbau HS 118, der Technische Universität Dresden, George-Bähr-Straße 1 statt.

Hintergrund:
Der Erbauer der Frauenkirche zu Dresden, Ratszimmermeister George Bähr, ist einer der letzten großen Baumeister dieser Stadt, der Architekt und Bauingenieur zugleich war und die Geschichte der Baukunst kannte. Nach ihm ist das George-Bähr-Forum benannt worden, um zum Ausdruck zu bringen, dass dies das kreative Zusammenwirken der drei – heute getrennten – Disziplinen Architektur, Bauingenieurwesen und Kunstgeschichte und damit die Baukultur fördert. Die architektonische Gestaltung der Ingenieurbauwerke, d.h. die Ingenieurarchitektur, das harmonische Zusammenspiel von Lastableitung und Formgebung, von Kräfteführung und Ästhetik, von Kraft und Form steht dabei im Mittelpunkt seiner Betrachtungen.

Gletschersee – Naturidylle oder Horrorscenario?

Zu einem Vortrag „Gletschersee –  Naturidylle oder Horrorscenario?“ laden das george-Bähr-Forum und das Seminar für bauwesen als Co-Veranstalter ein: Am 20.06.2013 um 18:30 Uhr im Hörsaal 118 des Beyer-Baus spricht Prof. Dr.-Ing. E.h. Robert Fechtig, Emeritus der ETH Zürich.

Die Alpen bieten Besuchern und Touristen Schönheiten besonderer Art. Doch für die ständigen Bewohner lauern auch Gefahren im Sommer und im Winter: lange Regenperioden, intensive Schneefälle fordern besondere Schutzmaßnahmen. Mit der Klimaerwärmung schmelzen Gletscher schneller, Permafrostzonen verlieren ihre Stabilität. Behörden von Gemeinden, Kantonen und Bund wie auch die Anwohner werden dauernd gefordert.

So wurde im Berner Oberland, dem Jungfrauen-gebiet von Grindelwald bis Interlaken, die Bevölkerung in den vergangenen zwei Jahrzehnten mit außergewöhnlichen Ereignissen und großem Schadensausmaß konfrontiert. Kleinere Wasserausbrüche aus Gletschern – bedingt durch Schneeschmelze und größere Regenmengen – war man hier gewohnt. Doch ein Felsabbruch vom Eiger auf die Zunge des Unteren Grindelwaldgletschers führte zu einer Damm-bildung und zum Entstehen eines Gletschersees von bis zu 2,5 Mio m³ -Inhalt, für die verantwortlichen Behörden eine neue Herausforderung. Ein kontrolliertes Abfließen war damit nicht mehr gegeben und führte zu zeitlich nicht prognostizierbaren Ausbrüchen mit großem Schadenspotential.

Zahlreiche technische Varianten wurden erarbeitet, um weitere Seeausbrüche in den Folgejahren zu verhindern. Ein seitlicher Hängegletscher über dem Gletschersee mit einer abgekoppelten Eismasse von ca. 500.000 m³, die jederzeit abstürzen konnte, erschwerte zusätzlich die Lösungsfindung. Unter Abwägung aller Risiken beschloss das fachkompetente Gremium einen 2.300 m langen Stollen in der seitlichen Flanke der Gletscherschlucht. Dieser wurde auf konventionelle Art (Sprengvortrieb) mit einer Steigung von 18 – 22 % in neun Monaten aufgefahren.

Der Vortragende Prof. Dr.-Ing. E.h. Robert Fechtig wurde 1932 in Zürich geboren, besuchte Schule und Gymnasium bis zum Abitur, studierte Bauingenieurwesen an der dortigen ETH, das er 1956 als Diplom-Ingenieur abschloss.

1956 bis 1958 war er als Projektingenieur für die Errichtung von Kraftwerken in Schweden tätig und kehrte danach als Forschungsassistent für 2 Jahre (1959 – 1960) an die ETH Zürich zurück.

Von 1961 bis 1981 arbeitete er im Bauunternehmen Zschokke AG. In dieser Zeit entstanden unter seiner Leitung größere Projekte für die Infrastruktur in der Schweiz und im Ausland, unter anderem Kraftwerke, Stollen, Kavernen, Tunnelsanierungen, Brücken und Wasserbauten.

1981 berief ihn die ETH Zürich als ordentlichen Professor auf den Lehrstuhl Baubetrieb, Bauwirtschaft und Baumethodik der Fakultät Bauingenieurwesen. Für seine wissenschaftlichen Arbeiten und seine außergewöhnlichen Projekte erhielt er bereits 1992 die Ehrendoktorwürde der Technischen Universität Braunschweig. 1996 wurde er emeritiert und ist seitdem weiterhin als Vortragender und Gutachter im In- und Ausland sehr gefragt – so zum Beispiel für die Lösungsfindung beim Grindelwaldgletschersee, über die er in seinem Vortag berichten wird.

Der Campus der Technischen Universität Dresden und seine Zukunft

Zukunft des Campus

Am 5. Mai 2011 veranstaltete das George-Bähr-Forum der TU Dresden in seiner Reihe Visionen für Dresden“ ein öffentliches Forum unter dem Thema „Der Campus der TU Dresden und seine Zukunft“. Dies löste eine vielschichtige, progressive Diskussion aus und gab dem Rektor bei den Bemühungen um die Bewerbung zur Elite-Universität im Rahmen der Exzellenzinitiative weitere Impulse, die in die zuständigen politischen Gremien getragen wurden.

Nach einer historischen Betrachtung des sich wandelnden Campusbegriffes vom Vorsitzenden des George-Bähr-Forums, Prof. Zumpe, hob der Rektor der TU Dresden, Prof. Müller-Steinhagen, die zukunftsorientierte Bedeutung des Campus auch für die Stadt und das Land an Hand sehr anschaulicher Grafiken hervor. Danach betrachteten unter Leitung des Dekans der Philosophischen Fakultät, Prof. Klein, drei Referenten die Geschichte des Campus: Prof. Lippert zeigte exemplarisch die historische Entwicklung von Campus-Universitäten auf, Frau Zaschke (beide Fakultät Architektur) beschrieb die Dresdner Campus-Planungen 1900-1990 und Prof. Janosch (SIB) erläuterte die Dresdner Campus-Bautätigkeit in den Jahren 1990- 2010.

Der Dekan der Fakultät Architektur, Prof. Lippert, moderierte die Vorträge zur Gegenwart und Zukunft des Campus. Einem Einblick in die umfassende Campusplanung Frankfurt / Main, den Prof. Reimann vermittelte, folgten Analysen des TU-Campus aus Sicht des Nutzers (M.A. Wagner) und der Denkmalpflege (Dr. Sterra) sowie Ausführungen des Prorektors Prof. Lenz über den Campus als Zukunftsort für Lehre, Forschung und Kommunikation.

Der Geschäftsführer des George-Bähr-Forums, Prof. Stroetmann, ließ mit dem Traum des Architekturhistorikers Prof. Klein für die Zukunft des TU-Campus, einer von Herrn Prof. Lippert und ihm  moderierten Diskussion und dem Schlusswort des Vorsitzenden das Forum ausklingen.

Das George-Bähr-Forum der TU Dresden, in dem die drei Fakultäten Architektur, Bauingenieurwesen und Philosophie in Lehre, Forschung und öffentlichen Foren zur Baukultur, Baukunst und auch zu den Verkehrsbauwerken zusammenwirken, hat dieses Forum veranstaltet. Das in der ganzen universitären Landschaft einzigartige Netzwerk wird sich in den nächsten Jahren auf Empfehlung des Beiratsmitgliedes und stellvertretenden Präsidenten der Ingenieurkammer Sachsen, Dipl.-Ing Stübner, auch für die städtebauliche Rahmenplanung des Universitätsstandortes Dresden engagieren.

Visionen für Dresden: Der Campus

Das George-Bähr-Forum veranstaltet am 5. Mai im Rahmen der Reihe „Visionen für Dresden“ ein Forum mit dem Titel „Der Campus der Technischen Universität Dresden und seine Zukunft“. Beginn ist um 17 Uhr im Dülfer-Festsaal, Mommsen-Straße 13/15. Das Ende der Veranstaltung ist auf 21 Uhr terminiert. Hier das Programm:

EINFÜHRUNG

17:00 BEGRÜSSUNG UND ERÖFFNUNG
Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h.c. Günter Zumpe
Vorsitzender des George-Bähr-Forums der TU Dresden

17:10 ANLASS UND ZIEL DES FORUMS – DIE VISION DER UNIVERSITÄT
Prof. Dr. Dr.-Ing. habil. Hans Müller-Steinhagen
Rektor der Technischen Universität Dresden

DIE GESCHICHTE DES CAMPUS
Prof. Dr. phil. habil. Bruno Klein
Dekan der Philosophischen Fakultät der TU Dresden

17:30 CAMPUS-UNIVERSITÄTEN: HISTORISCHE ENTWICKLUNG UND BEISPIELE
Prof. Dr.-Ing. habil. Hans-Georg Lippert
Dekan der Fakultät Architektur der TU Dresden

17:45 CAMPUS-PLANUNGEN FÜR DRESDEN 1900 – 1990
Dipl.-Ing. Kerstin Zaschke
Wiss. Mitarbeiterin Professur für Baugeschichte, TU Dresden

18:00 CAMPUS-BAUTÄTIGKEIT AN DER TU DRESDEN 1990 – 2010
Prof. Dieter Janosch, Geschäftsführer des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement

DIE GEGENWART DES CAMPUS
Prof. Dr.-Ing. habil. Hans-Georg Lippert
Dekan der Fakultät Architektur der TU Dresden

18:15 CAMPUSPLANUNG HEUTE – DAS BEISPIEL FRANKFURT/MAIN
Prof. Dipl.-Ing. Ivan Reimann
Institut für Gebäudelehre und ­Entwerfen, Lehrstuhl für Öffentliche Bauten, TU Dresden

18:30 DER CAMPUS DER TU DRESDEN AUS SICHT DES NUTZERS
Nick Wagner M.A.
Sonderforschungsbereich 804 Transzendenz und Gemeinsinn

18:45 DER CAMPUS DER TU DRESDEN AUS SICHT DER DENKMALPFLEGE
Dr. Bernhard Sterra
Amt für Kultur und Denkmalpflege der Stadt Dresden

19:00 PAUSE

DIE ZUKUNFT DES CAMPUS
Prof. Dr.-Ing. habil. Hans-Georg Lippert
Dekan der Fakultät Architektur der TU Dresden

19:20 DER CAMPUS ALS ZUKUNFTSORT FÜR LEHRE, FORSCHUNG UND KOMMUNIKATION
Prof. Dr. phil. habil. Karl Lenz
Prorektor für Universitätsplanung
der Technischen Universität Dresden

19:40 DER CAMPUS ALS STADTQUARTIER
Stefan Szuggat [angefragt]
Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Dresden

AUSKLANG
Prof. Dr.-Ing. Richard Stroetmann
Geschäftsführer des George-Bähr-Forums der TU Dresden

20:00 DER TRAUM DES ARCHITEKTURHISTORIKERS
Prof. Dr. phil. habil. Bruno Klein
Dekan der Philosophischen Fakultät der TU Dresden

20:20 DISKUSSION – MODERATION
Prof. Dr.-Ing. Richard Stroetmann, Prof. Dr.-Ing. habil. Hans-Georg Lippert

20:40 AUSBLICK
Prof. Dr.-Ing. habil. Hans-Georg Lippert
Dekan der Fakultät Architektur der TU Dresden

20:50 SCHLUSSWORT
Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h.c. Günter Zumpe
Vorsitzender des George-Bähr-Forums der TU Dresden

21:00 ENDE der Veranstaltung

Festungsbau und Baukultur

Im Rahmen der Reihe „Seminar für Bauwesen“ spricht am kommenden Donnerstag (25.11.2010) Dr. Stefan Bürger (TU Dresden, Philosophische Fakultät) über „Festungsbau und Baukultur – Neues zur Ingenieurbaukunst der Frühen Neuzeit“. Der Vortrag findet wie gewohnt 18:30 Uhr im Beyer-Bau, George-Bähr-Str. 1, Hörsaal 118 statt. Die Veranstaltung des George-Bähr-Forums wurde nachträglich dem ursprünglichen Programm hinzugefügt.

Leitbild Innenstadt

Im Rahmen des Seminar für Bauwesens findet am kommenden Donnerstag, 14.01.10 um 18.30 Uhr im Hörsall Beyer-Bau 118, eine Veranstaltung des George-Bähr-Forums statt. Dipl.-Ing. Andreas Wurff, Leiter des Stadtplanungsamtes Dresden, spricht über das „Leitbild Innenstadt“.

Forum Neues Konzerthaus

UVS
2. November 2009

Die Veranstaltung des George-Bähr-Forums über das Neue Konzerthaus Dresden findet am 17. November 2009 im Festsaal des Rektorats der Technischen Universität Dresden, Mommsenstraße 11, statt und beginnt um 19 Uhr.

Das George-Bähr-Forum der TU Dresden öffnet sein Podium den Visionen und den Lösungen besonders bedeutender Probleme in Stadt und Land. Es soll wissenschaftlich fundierte Thesen zur jeweiligen Thematik herausarbeiten und diese der Öffentlichkeit, insbesondere den verantwortlichen Politikern übergeben.

Die Veranstaltung zum Neuen Konzerthaus will die wirtschaftlichen Aspekte für den Bau und den Betrieb dieser neuen Spielstätte offen legen und zugleich deren kulturpolitische Bedeutung für die beiden in Dresden beheimateten Spitzenorchester, die Sächsische Staatskapelle und die Dresdner Philharmonie, bewerten. Das Forum soll aber auch der Frage nachgehen, welchen Einfluss ein Haus, das den höchsten Ansprüchen der Akustik, der Architektur und seines städtebaulichen Bezugsfeldes genügt, auf die künstlerische Entfaltung beider Orchester nehmen kann, und ob ein solches Domizil auch deren Ansehen und die kulturpolitische Bedeutung der Stadt Dresden in den Musikmetropolen der Welt fördern würde.

Das Forum ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

Ingenieurbauwerk Fernsehturm – 100 Jahre Fritz Leonhardt

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Am 24. Juni fand im Rahmen des George-Bähr-Forums unter großem Interesse zahlreicher Gäste, Studierender und Mitglieder der Fakultät Bauingenieurwesen eine Vortragsveranstaltung anlässlich des 100. Geburtstags von Fritz Leonhardt statt.
Dr.-Ing. Hans-Peter Andrä (Geschäftsführender Gesellschafter von Leonhardt, Andrä und Partner und Nachfolger seines Vaters Wolfhart Andrä) eröffnete die Veranstaltung mit einem Vortrag über den Stuttgarter Fernsehturm, der Fritz Leonhardt als Ingenieur bekannt gemacht hat. Die Kühnheit des Entwurfs, der Konstruktion und Bauausführung verdeutlichten die Ingenieurleistungen bei diesem Bauwerk (Höhe einschließlich Sendemast 217 m, Fertigstellung 1956), über die Dr. Andrä mit profundem Insiderwissen berichten konnte.
Als würdiger Nachfolger wurde der Dresdner Fernsehturm (Höhe 252 m, Fertigstellung 1969) von Dr.-Ing. Frank Wolf (Ingenieurbüro Dr. Wolf, Eisenberg/ Thüringen) vorgestellt. Hermann Rühle, der maßgeblich an der Planung dieses Fernsehturmes beteiligt war, konsultierte Fritz Leonhardt, um von den Stuttgarter Erfahrungen zu profitieren. Dr. Wolf, der mit der Planung und Überwachung der Sanierung und Aspekten zur Realisierung zukünftiger Nutzungen betraut wurde, berichtete über die Entstehungsgeschichte des Dresdner Fernsehturms und Instandsetzungsmaßnahmen, die unter anderem – wie beim Stuttgarter Fernsehturm – durch die einseitige Sonneneinstrahlung und damit verbundenen Längsrissen im Schaft erforderlich wurden.
Über die Lebensleistung Fritz Leonhardts sprach Dipl.-Ing. Holger Svensson (Geschäftsführender Gesellschafter und Sprecher der Geschäftsführung bei Leonhardt, Andrä und Partner). Holger Svensson berichtete insbesondere über die Leistungen Fritz Leonhardts im Brückenbau, zu denen Entwicklungen in Verbindung mit Hänge- und Schrägseilbrücken, ein Vorläufer der orthotropen Stahlfahrbahnplatten, die Spannbetontechnologie und der Freivorbau gehören. Für Leonhardt war die praktische Umsetzung theoretischer Erkenntnisse ein besonderes Anliegen. Als Hochschullehrer war er für seine anschaulichen Vorlesungen und hervorragenden Manuskripte bekannt, die über viele Jahrzehnte zur Standardliteratur in der Massivbauausbildung gehörten.