Herzlichen Glückwunsch an Frau Alaleh Shehni zur erfolgreichen Verteidigung ihrer Promotion

SG
6. Oktober 2020
Alaleh Shehni und die Promotionskommission

Am 30.09.2020 verteidigte Alaleh Shehni M. Sc. erfolgreich ihre wissenschaftliche Arbeit im Rahmen des Promotionsverfahrens zum Thema „Modeling of strain-hardening cement-based composites (SHCC): A finite element method using the strong discontinuity approach (SDA) with explicit representation of fibers“.

Dehnungsverfestigende Verbundwerkstoffe auf Zementbasis (kurz SHCC) sind eine besondere Klasse kurzfaserverstärkter Betone, die unter Zugbeanspruchung kontrollierte Mehrfachrisse entwickeln können. Die richtige Auslegung der Zusammensetzung, insbesondere hinsichtlich der Faser- und Verbundeigenschaften, folgt jedoch nach wie vor einem Trial-and-Error-Ansatz. In ihrer Arbeit präsentiert Alaleh Shehni ein neu entwickeltes Modell zur Simulation von SHCC auf der Mesoskale, basierend auf der Finite-Elemente-Methode. Es ermöglicht die Berücksichtigung des nichtlinearen Verhaltens der Zementmatrix, des Fasermaterials und faserspezifischer Verbundgesetze mit dem Ziel der Abbildung der Rissbildung in der Zementmatrix, der Modellierung einer großen Anzahl expliziter, zufällig verteilter Fasern und die Interaktion der Fasern mit der Zementmatrix über Verbundmechanismen. Anhand einer Reihe von numerischen Fallstudien wurden Qualität, Zuverlässigkeit und Grenzen des numerischen Modells bewertet.

Neben dem Vorsitzenden der Promotionskommission, Prof. Dr.-Ing. Steffen Marx (DB Netz AG – Stiftungsprofessur für Ingenieurbau, TU Dresden), waren als Gutachter Prof. Dr.-Ing. habil. Ulrich Häußler-Combe (Institut für Massivbau, TU Dresden), Dr.-Ing. Christina Scheffler (Leibniz-Institut für Polymerforschung e.V., Dresden), Prof. Dr.-Ing. Stefan Löhnert (Institut für Mechanik und Flächentragwerke der TU Dresden) sowie Prof. Marco Di Prisco vom Dipartimento di Ingegneria Civile e Ambientale am Politecnico di Milano (via Live-Videoschalte) als Mitglieder der Promotionskommission anwesend. Die Forschungsarbeit entstand im Rahmen des DFG-GRK 2250 „Mineral-bonded composites for enhanced structural impact safety“.

Wir gratulieren herzlich zum Doktortitel und wünschen Alaleh Shehni alles erdenklich Gute und viel Erfolg auf ihrem weiteren Schaffensweg.

Wege aus dem Sanierungsstau – ZDF Drehteam zu Gast im OML

Impressionen vom Besuch des ZDF Drehteams Gestern durften wir kurzfristig ein ZDF-Drehteam im Otto-Mohr-Laboratorium der TU Dresden begrüßen. Geplant ist eine Sendung zum Thema „Wege aus dem Sanierungsstau“. Ein Lösungsvorschlag ist der Einsatz von Carbonbeton, der maßgeblich an der TU Dresden und RWTH Aachen University erforscht wird. Prof. Steffen Marx (Stiftungsprofessur Ingenieurbau) und Juliane Wagner (Sprecherin der Forschungsgruppe Carbonbeton II am Institut für Massivbau), standen dem ZDF-Team Rede und Antwort.

Durch die Anwendung des zukunftsweisenden Baustoffes zeigt sich die Landeshauptstadt Dresden als Innovationsmotor. Sie setzt bei der Sanierung der Carolabrücke auf den Einsatz von Carbonbeton und damit auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung.

Möchten Sie mehr über Carbonbeton erfahren? Melden Sie sich zu unseren 12. Carbon- und Textilbetontagen CTBT an, die am 22./23.09.2020 erstmals komplett digital stattfinden.

Mehr unter https://www.carbon-textilbetontage.de

Studentische Hilfskräfte – Tutoren für WS 2020/21 gesucht

Erfahrene Studierende der Fakultät aufgepasst:

Das Sachgebiet Internationales (vormals Akademisches Auslandsamt) sucht für das Wintersemester 2020/21 noch Tutoren (SHK) für die Fakultät Bauingenieurwesen, die ausländische Studierende auf das Studium an der TU vorbereiten und diese während ihres Studiums durch spezielle Tutorien vor allem zu Beginn eines jeden Semesters unterstützen.

Der Bewerbungsschluss ist der 27.07.2020.

Die Stellenausschreibung ist zu finden unter: https://tu-dresden.de/studium/im-studium/studienstart/internationales-tutorenprogramm/news/tutoren_gesucht_SoSe20.

12. Carbon- und Textilbetontage 2020

Die diesjährigen #CTBT2020 finden digital statt.
Die diesjährigen #CTBT2020 finden digital statt.

Die diesjährigen #CTBT2020 finden #digital statt. Allen Teilnehmern wird dieses Jahr mehr geboten: mehr kompaktes Wissen, mehr Internationalität, mehr thematisches Facettenreichtum, mehr als nur ein kurzweiliges Erlebnis. Am 22./23.09.2020 berichten renommierte Experten beispielsweise über die erste Straßenbrücke mit reiner #Carbonbewehrung und das Verhalten von #Carbonbeton bei Umgebungs- und hohen Temperaturen. Zudem wird in einem virtuellen Rundgang ein Blick hinter die Kulissen der Entwicklung des ersten Carbonbetongebäudes #CUBE gewagt. Diese und weitere spannende Themen erwarten die Teilnehmer der 12. #CTBT2020.

Die Anmeldung ist in Kürze möglich ist:
https://www.carbon-textilbetontage.de/

Let’s get CUBE: Der Grundstein wurde gelegt

„Grüner Beton“, „Super-Beton“, „Formel-1-Beton“, „Bio-Beton“. Carbonbeton hat im Laufe seiner Karriere zahlreiche Spitznamen erhalten: kein Wunder bei so vielen Eigenschaften, die ihm in der Baubranche eine Menge Vorteile verschaffen. Mit dem weltweit ersten Gebäude vollständig aus Carbonbeton schreiben wir Geschichte. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte die Grundsteinlegung nicht, wie geplant stattfinden. Dennoch wollten wir uns diesen besonderen Moment nicht nehmen lassen. Ohne Gesundheitsrisiko und unter Einhaltung strenger Hygienevorschriften haben der Gesamtkoordinator Matthias Tietze und der Projektleiter Michael Frenzel den Grundstein für das futuristisch anmutende Gebäude gelegt. Vertreter der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft konnten zwar persönlich nicht an dem Akt teilnehmen, per Video-Botschaft haben u. a. der Ministerpräsident Michael Kretschmer, der Oberbürgermeister Dirk Hilbert, der Rektor der TU Dresden Hans Müller-Steinhagen und die Ministerialrätin im Bundeministerium für Bildung und Forschung Gisela Philipsenburg ihre guten Wünsche und ihre Begeisterung für das innovative Material Carbonbeton zum Ausdruck gebracht.

Die Zeitkapsel aus Carbon
Eine Zeitkapsel aus Carbon, die speziell für die Grundsteinlegung angefertigt wurde, wurde in den Boden symbolisch eingesetzt. Foto: © Carbon Concrete Composite e.V.

Die DIGITALE GRUNDSTEINLEGUNG kann auf einer sog. Scrollytelling-Seite erlebt werden, es warten spannende digitale Einblicke in die neue Bauweise mit Carbonbeton.

Grundlagen eines neuen Bauens: DFG fördert Sonderfor­schungsbereich an der TU Dresden

SG
29. Mai 2020
Sonderforschungsbereich/Transregio 280: Konstruktionsstrategien für materialminimierte Carbonbetonstrukturen (Visualisierung: Stefan Gröschel, Institut für Massivbau, TU Dresden)
Sonderforschungsbereich/Transregio 280: Konstruktionsstrategien für materialminimierte Carbonbetonstrukturen (Visualisierung: Stefan Gröschel, Institut für Massivbau, TU Dresden)

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert drei Sonderforschungsbereiche (SFB) an der TU Dresden in den kommenden vier Jahren mit insgesamt rund 29 Millionen Euro. Neu eingerichtet werden zwei SFB zu den Forschungsgebieten Carbonbeton und 2D-Materialien. Ein SFB der Psychologie wird zum zweiten Mal verlängert. „Dies ist eine hervorragende Nachricht für die TU Dresden und unterstützt die weitere Entwicklung der Universität“, sagt Rektor Prof. Hans Müller-Steinhagen. „Den drei Sprechern und ihren Teams gratuliere ich von Herzen und wünsche Ihnen viel Erfolg bei ihren ambitionierten Vorhaben.“

Neue Baukunst: SFB/TR 280 „Konstruktionsstrategien für materialminimierte Carbonbetonstrukturen – Grundlagen für eine neue Art zu bauen“

Neue Materialien ermöglichen neue Bauformen und Konstruktionsarten. Was so einfach klingt, ist in der Realität oft ein langer Weg. Im Bauwesen dauern Innovationsprozesse aufgrund hoher Anforderungen an Sicherheit und Dauerhaftigkeit und wegen aufwändiger Normungs- und Zulassungsverfahren besonders lange. Dies gilt auch und insbesondere für leistungsfähige Baustoffkombinationen wie Textil- und Carbonbeton, die einen Paradigmenwechsel oder gar eine Revolution im Bauen mit Beton, dem weltweit mengenmäßig wichtigsten Baustoff, mit sich bringen werden. Mit Carbonbeton können der enorme Ressourcenverbrauch und der CO2-Ausstoß der Bauindustrie wesentlich verringert, aber auch zusätzliche Funktionen erschlossen werden. Erste Bauprojekte verdeutlichten aber, dass trotz der neuen Möglichkeiten weiter nach traditionellen, dem Stahlbeton entlehnten Konstruktionsprinzipien gebaut wird, herkömmliche Materialien also lediglich substituiert werden. Erst in Verbindung mit intelligenten Konstruktionsstrategien wird das volle Potenzial des innovativen Werkstoffs Carbonbeton zukünftig ausgenutzt werden.

Während in vorangegangenen Forschungsprojekten die Grundlagen und die Anwendbarkeit des neuen Materials Carbonbeton untersucht wurden, werden in diesem SFB/TRR mit insgesamt 26 Forschenden neue Konstruktionsstrategien für Carbonbeton erforscht. Ziel ist es, dass das neue Materialkomposit Carbonbeton das bisherige Material Stahlbeton nicht nur ersetzt, sondern dass neue Wege des Konstruierens gefunden werden, die speziell auf die Eigenschaften von Carbonbeton zugeschnitten sind, um das volle Leistungspotenzial von Carbonbeton ausschöpfen zu können.

Baustoffgerechte Methoden für das Entwerfen, Modellieren und Konstruieren mit neuen Werkstoffen bedürfen einer tiefergehenden Grundlagenforschung, eines ganzheitlichen Ansatzes. Für Carbonbeton bedeutet dies werkstoffgerechte Leichtbauprinzipien. Zentrale Ideengeber für innovative Bauelemente, die Kräfte überwiegend durch Normalspannungen abtragen, sind sowohl die Botanik als auch weitere bauferne Fachbereiche wie etwa Mathematik und Kunst. Dabei ist die Entwicklung neuartiger Strukturen eng verknüpft mit Fragen der Herstellbarkeit unter Berücksichtigung einer begleitenden produktbezogenen Nachhaltigkeitsbewertung und einer adäquaten Weiterentwicklung des Werkstoffkomposits selbst. Die als zielführend erkannten Konstruktionsstrategien ermöglichen eine vollkommen andere Formensprache. Die neuen Konstruktionsstrategien und Werkstoffkombinationen reduzieren Ressourcen- und Energieverbrauch durch bisher unbekannte Leichtbauprinzipien bei gleichzeitig hoher Gebrauchstauglichkeit, Tragsicherheit und Dauerhaftigkeit und spiegeln sich auch in einer anspruchsvollen Ästhetik wider, die sich zu einer neuen „Kunst des Bauens“ entwickeln kann. Der langjährige Forschungsverbund von TUD und RWTH bündelt die vorhandenen exzellenten Kompetenzen und wird bei der Erforschung des materialminimierten Bauens mit mineralischen Kompositen eine international sichtbare Vorreiterrolle einnehmen.

Sprecher: Prof. Manfred Curbach, TU Dresden
Partner: TU Dresden, RWTH Aachen University, IPF Dresden
Fördersumme: ca. 12 Mio. Euro

VERLEGUNG der Preisverleihung des Deutschen Brückenbauprei­ses 2020 und des 30. Dresdner Brückenbausym­posiums

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

hiermit möchte ich Ihnen im Einvernehmen mit allen Veranstaltern – TUDIAS, Institut für Massivbau der TU Dresden, Bundesingenieurkammer und VBI – unsere gemeinsame Haltung zur aktuellen Lage mitteilen.

Wir sind uns unserer Verantwortung für Ihre Gesundheit vollumfänglich bewusst. Darüber hinaus wollen wir nicht, dass die Veranstaltungen zum Deutschen Brückenbaupreis 2020 und zum 30. Dresdner Brückenbausymposium zur weiteren Verbreitung des Coronavirus beitragen.

Nach gründlicher Auseinandersetzung mit der aktuellen Lage haben wir daher die Entscheidung getroffen, dass beide Veranstaltungen auf einen späteren Zeitpunkt im Herbst 2020 verlegt werden.

Alle überwiesenen Tagungsgebühren und die bereits geleisteten Zahlungen für die Aussteller behalten ihre Gültigkeit für den neuen Termin. Sollte Ihnen eine Teilnahme an dem neuen Termin nicht möglich sein, würden wir dies sehr bedauern.

Sobald wir, die Veranstalter, genaue Informationen zu Termin und Ort haben, werden wir Ihnen diese schnellstmöglich mitteilen.

Die Entscheidung für eine Verlegung ist uns nicht leicht gefallen, scheint uns aber angesichts der aktuellen Entwicklung nicht anders möglich zu sein.

Mit besten Wünschen, auch für Ihre Gesundheit,

Manfred Curbach

Branchentreff Energie- & Umwelttechnik – 23. Januar 2020

Nie ist es leichter, mit zukünftigen Arbeitgebern und Kollegen in Kontakt zu kommen, als bei Branchentreffs auf dem Uni-Campus. Nutze die Chance, um dich zu Karrierewegen und Gehältern zu informieren und lerne ausgewählte Arbeitgeber persönlich kennen!

Programmflyer downloaden

Der Branchentreff zeigt dir Arbeitsmarktperspektiven, aktuelle Trends und passende Arbeitgeber auf. Er bietet dir die Gelegenheit, mögliche Arbeitgeber auf dem Campus kennenzulernen und dein Netzwerk zu erweitern.

Programm 23. Januar 2020 – Auf einen Blick

Termin:
Donnerstag, 23. Januar 2020,  Einlass 16 Uhr

Ort:
Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung
(IFW Dresden), Helmholtzstr. 20, 01069 Dresden
Anmeldung

Gesuchte Fachrichtungen:

  • Bauingenieurwesen
  • Elektro- und Informationstechnik, Informatik
  • Forst-, Geo- und Hydrowissenschaften
  • Maschinenbau, Mechatronik
  • Mathematik und Naturwissenschaften, insbesondere Chemie und Physik
  • Regenerative Energiesysteme
  • Verfahrenstechnik und Naturstofftechnik
  • Werkstoffwissenschaften
  • Wirtschaftsingenieurwesen und Wirtschaftswissenschaften

Dresdner Brückenbausym­posium feiert runden Geburtstag

Traditionell findet jedes Jahr in der zweiten Märzwoche das Dresdner Brückenbausymposium statt. Interessante Themen und stabile Besucherzahlen im vierstelligen Bereich zeichnen diesen idealen Treffpunkt für den Erfahrungsaustausch über Planung, Bauausführung, Instandsetzung und Ertüchtigung von Brücken für alle am Bau Beteiligten und Interessierten aus. Am 10. März kommenden Jahres feiert das traditionsreiche und seinerzeit von Prof. Dr.-Ing. Jürgen Stritzke initiierte Treffen seine mittlerweile 30. Auflage. Mehrere Fachbeiträge von renommierten Ingenieuren und Ingenieurinnen werden Einblicke in beeindruckende Projekte geben und bauspezifische Lösungsansätze aufzeigen.

Am Vorabend bildet die Verleihung des Deutschen Brückenbaupreises 2020 den Auftakt. Seit 2006 wird dieser Preis von der Bundesingenieurkammer (BIngK) und dem Verband Beratender Ingenieure (VBI) verliehen. Er ist eine der bedeutendsten Auszeichnungen für Bauingenieure in Deutschland und wird zweijährlich verliehen.

Ergänzend zur Preisverleihung und den Fachvorträgen wird im Foyer des Hörsaalzentrums der TU Dresden eine Firmenausstellung mit mehr als 70 Firmen, Vereinen, Verbänden und Institutionen rund um den Brückenbau, für einen informativen Rahmen sorgen.

Das Programm zur Tagung und die Anmeldung finden Sie auf der Webseite der Tagung.

Kontakt | Ansprechpartnerin

Angela Heller | Telefon: +49 351 463-33079

25 Jahre Seniorenakademie

25 Jahre Seniorenakademie – da darf das spannende Thema Carbonbeton natürlich nicht fehlen. Die C³-Carbonbetonexperten Dr. Frank Schladitz und Dr. Matthias Lieboldt führten die überaus interessierten Teilnehmer heute durch das Otto-Mohr-Laboratorium der TU Dresden und gaben einen kleinen Einblick in die Betonage und Prüfung von Carbonbetonbauteilen.

In der themengerechten Atmosphäre konnten sich die anwesenden Senioren gut auf das innovative Verbundmaterial einlassen. Wissbegierig nutzen sie die Möglichkeit sich die Vorzüge des Materials von den Experten näher bringen zu lassen.

Dr.-Ing. Frank Schladitz referiert über Carbonbeton. Foto: Chris Gärtner