Aktuelle Forschungsergebnisse unserer Glasbauer interessieren Ministerpräsident Michael Kretschmer

„Der Einfluss des Nachschleifens auf die Tragfähigkeit thermisch vorgespannter Gläser“ – am 7. März hatte Frau Dipl.-Ing. Katharina Lohr vom Institut für Baukonstruktion die Gelegenheit, Sachsens Ministerpräsident einen Einblick in die Forschungen unserer Glasbauer zu geben. Dabei ging es speziell um den Versatz der einzelnen Glaskanten, der bei der Herstellung von Verbundgläsern entsteht und die optische Qualität des Bauteils verschlechtert. Das Verschleifen dieser Kanten birgt die Gefahr der Verminderung seiner Tragfähigkeit, das Maß dieser Abminderung wurde am Institut für Baukonstruktion untersucht.

Bei seiner Landkreis-Tour besuchte Michael Kretschmer das Mittelständige Unternehmen Glas Ahne, einen Partner des Instituts. Die Ergebnisse der weitreichenden Untersuchungen in unserem Friedrich-Siemens-Labor haben für das Mittelständige Unternehmen eine große Bedeutung und fließen direkt in die Produktionsabläufe vor Ort mit ein.

Frau Dipl.-Ing. Katharina Lohr vom Institut für Baukonstruktion im Gespräch mit Ministerpräsident Michael Kretschmer und Landrat Michael Geisler. Bild: André Terpe
Die Nachbearbeitung der Glaskante nach dem Vorspannen hat Auswirkungen auf die Festigkeit. Der Ministerpräsident kann sich am Probestück überzeugen. Bild: André Terpe

Großer Andrang im Veranstaltungsraum der Gedenkstätte am Münchner Platz

AT
5. März 2018

Herr Prof. em. Hans-Dieter Haim stellte am 28. Februar 2018 sein Buch „Bilder meiner Kindheit – Erinnerungen an Schlesien“ vor. Der Vortragssaal in der Gedenkstätte am Münchner Platz war bis auf den letzten Platz gefüllt. Es waren jüngere und ältere Interessentinnen und Interessenten, Zuhörerinnen und Zuhörer anwesend. Alle lauschten gespannt den Worten Hans-Dieter Haims und erlebten somit sehr anschaulich die Lebensumstände der damaligen Zeit. Besonders hat gefallen, dass der Autor einzelne Szenen aus seinem Leben äußerst lebendig beschrieben hat, so dass sich beim Zuhörer ein besonderes Gefühl der Anteilnahme entwickelte. Diese Erzählungen wurden teilweise mit Fotografien, die per Beamer an die Wand projiziert wurden, untermauert. Im Anschluss stand Hans-Dieter Haim für Buchsignierungen und persönliche Gespräche zur Verfügung.

Wir danken Herrn Prof. em. Hans-Dieter Haim für diese wunderbare Lesung!

(Dr. Silke Dorethe Götte)

 

Gestaltungswettbewerb – Entwurf einer Fußgängerbrücke zur Ortenburg in Bautzen

Sven Hofmann
5. März 2018

Im Rahmen der Gestaltungsstudie – Neue Wege in die Stadt – der Stadt Bautzen soll eine schlanke Fußgängerbrücke mit etwa 130 m Spannweite entworfen und ihre Realisierbarkeit untersucht werden. Die geplante Brücke wird den am Westufer der Spree gelegenen Protschenberg mit der Ortenburg am Ostufer verbinden und somit eine touristisch attraktive Verbindung zwischen der Bautzener Altstadt und einem geplanten Parkplatz mit Bürgerwiese schaffen. Die Entwurfsaufgabe kann im Rahmen einer Abschlussarbeit bearbeitet werden. Im Anschluss an die Arbeit besteht die Möglichkeit, an dem mit 1000 € Preisgeld dotierten Gestaltungswettbewerb teilzunehmen. Weitere Informationen zur Aufgabenstellung entnehmen Sie dem Themenangebot für Projekt- und Abschlussarbeiten des Instituts für Massivbau [zur Aufgabenstellung].

Bild über Bautzen in Südostrichtung | Quelle: Gestaltungsstudie Prof. Bäumler – Bild bereitgestellt durch die Stadt Bautzen

Gut besuchtes Glasbautagesseminar

AT
2. März 2018

Am 27.02.2018 veranstaltete das Institut für Baukonstruktion ein Tagesseminar zum Thema „Glasdächer und Glasfassaden: Konstruktive Gestaltung und vermeidbare Schäden“. 41 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich in vier Fachvorträge zu den aktuellen Themen im Bereich Glaskonstruktionen und Schadensvermeidung sowie über innovative Forschungsprojekte zu informieren. Als Höhepunkt der Veranstaltung wurden in der institutseigenen Prüfhalle Materialprüfungen durchgeführt, die im Rahmen der Erlangung einer Zustimmung im Einzelfall erforderlich sind.

Bericht: Mirko Köhler

Bild: Franziska Rehde, Johannes Giese-Hinz

 

Warum blauer Beton teurer ist als roter Beton

…erfuhren die diesjährigen Juniordoktoren von Dr.-Ing. Marko Buttler am 14.Februar in unserem Baustofflabor. „Die blauen Farbpigmente sind im Vergleich zu den anderen Farben sehr teuer“ – woraufhin  die Versuchs-Mischung der kleinen Forscher selbstverständlich nicht rot sondern blau gefärbt wurde. Es ist mittlerweile zu einer guten Tradition geworden, dass Mädchen und Jungen der 3. bis 12. Klasse einmal im Jahr als angehende Juniordoktoren unser Baustofflabor besuchen  und sich einen tiefen Einblick in die tägliche Arbeit unserer Baustoff – Experten dort verschaffen dürfen. Wie beim Kuchenbacken rühren sie hier Beton mit dem Küchenmixer, verändern die Zutaten und beobachten wie sich der Super-Werkstoff verändert. An den verschiedenen Prüfmaschinen beobachten sie, wie sich die Proben verhalten, wenn sie über ihre Grenzen hinaus belastet werden. Nach einer guten Stunde gehen die frisch gebackenen, kleinen Baustoffexperten wie in jedem Jahr mit einer ganzen Menge neuer Eindrücke und Spezialwissen über den modernen Hightech-Werkstoff Beton heim.

Bild: André Terpe

Opus Fluidum Futurum, Kick-Off-Meeting vom 15. bis 16. Februar

Mit internationaler Beteiligung trafen sich in dieser Woche Wissenschaftler zum Kick-Off-Meeting des DFG Schwerpunktprogramms „SPP 2005“. Die Rheologie reaktiver, multiskaliger, mehrphasiger Baustoffsysteme – so beschreiben die Forscher um Prof. Mechtcherine das Themengebiet, mit dem sie sich innerhalb des 6-jährigen SPP‘s intensiv auseinandersetzen werden. Beispielsweise geht es um spezielle Eigenschaften moderner Betone, die entscheidend sowohl für ihre Art der Verarbeitung als auch ihrer Prozessführung auf modernen Baustellen sind. Die Zielsetzung für das gesamte Programm sind die Erarbeitung wissenschaftlicher Grundlagen für eine rheologiebasierte Gestaltung von Bauprozessen sowie für die Entwicklung neuer, nachhaltiger Baustoffe und bahnbrechender Verarbeitungstechnologien. Ausgehend von den gewonnenen Erkenntnissen des Forschungsvorhabens eröffnen sich vielfältige Anwendungsmöglichkeiten bis hin zu 3D-Druck für komplexe Bauteile, Gebäude oder Brücken.

Weiterführende Infos gibt es direkt unter den Forschungsthemen des Instituts für Baustoffe.

Prof. Dr.-Ing. Mechtcherine, Koordinator SPP2005, Bild: André Terpe
3D – Betondruck, als Zukunftsvision auf Basis der Forschungsergebnisse des Sonderforschungsprogramms, Bild: Uli Steiger / Mechtcherine, Haist, Garrecht

Internationales Kooperationsfor­schungsvorhaben Industrie 4.0

AT
13. Februar 2018
Baustelle der Zukunft: Häuser aus dem 3D-Drucker Bild: TU Dresden

Neues Jahr, neues Forschungsprojekt. Seit 01.01.2018 ist das Institut für Baubetriebswesen an einem deutsch-tschechischen Kooperationsvorhaben zum Thema Industrie 4.0 beteiligt. Ziel des Forschungsvorhabens digiCON² – digital concrete construction ist die Entwicklung der digitalen Prozesskette zur Herstellung von 3D-gedruckten Betonwänden direkt auf der Baustelle. Diese Technologie ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Einführung des Industrie 4.0-Konzeptes in das Bauwesen. Mit den vorangegangenen Forschungsarbeiten zum Beton-3D-Druckverfahren CONPrint3D® konnte die theoretische Machbarkeit aus den Bereichen Maschinentechnik, Baustofftechnologie und Baubetriebswesen nachgewiesen werden.

Mehr Infos zum Projekt und zu weiteren Schwerpunkten am Institut für Baubetrieb gibt es hier.

 

 

Bilder meiner Kindheit

AT
13. Februar 2018

Am Mittwoch den 28. Februar findet im Veranstaltungsraum der Gedenkstätte am Münchner Platz eine besondere Veranstaltung statt. Prof. em. Hans-Dieter Haim, ehemals Inhaber der Professur für Stahlbau in der Fördertechnik und Mitglied unserer Fakultät, wird sein Buch „Bilder meiner Kindheit. Aus Schlesien vertrieben, in Sachsen angekommen“ vorstellen. Hans-Dieter Haim wurde 1938 in Bunzlau geboren. Ende 1946 wurde er mit seiner Familie aus dem inzwischen unter polnischer Verwaltung stehenden Schlesien ausgewiesen. Der emeritierte Professor für Stahlbau an der TU Dresden hat seine Erinnerungen an die letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges, die unmittelbare Nachkriegszeit und an das Ankommen im Osten Deutschlands niedergeschrieben. Was hat Hans-Dieter Haim dazu bewogen? Wie bewertet er dieses Kapitel deutsch-polnischer Geschichte? Zu diesen und anderen Fragen wird sich der heute 78-jährige Zeitzeuge nach der Lesung in einem Gespräch mit Dr. Birgit Sack äußern.
Die Ausstellung „Verurteilt. Inhaftiert. Hingerichtet“ ist an diesem Abend bis 19 Uhr geöffnet. Ort: Münchner Platz 3, Eintritt frei.

 

Prof. em. Hans-Dieter Haim

28. Dresdner Brückenbausymposium und Brückenbaupreis 2018 im März

Sven Hofmann
9. Februar 2018

Am 12. und 13. März 2018 wird sich erneut die Fachwelt der Brückenbauer in Dresden zur traditionellen großen Konferenz treffen. Teilnehmer aus der Wissenschaft, aus Unternehmen und Ingenieurbüros sowie Entscheider aus der Verwaltung werden Fachvorträge hochkarätiger Referenten erleben und am Informations- und Wissensaustausch an den Firmenständen der Aussteller teilhaben.

Die Preisverleihung des Deutschen Brückenbaupreises 2018, der alle zwei Jahre von der Bundesingenieurkammer (BingK) und dem Verband Beratender Ingenieure (VBI) ausgelobt wird, findet am Abend des 12.03.2018 statt. Die Jury des Deutschen Brückenbaupreises hat bereits am 16. Januar getagt, die Preisträger stehen fest.

Foto: Sylke Scholz

Weitere Informationen zum 28. Dresdner Brückenbausymposium finden Sie hier.

Doka-Exkursion 2018

Gruppenbild im Doka-Schalungsforum, Amstetten, Foto: A. Pils

Vom 22. – 24.01.2018 folgten acht Studenten aus den Vertiefungen GEM und Baubetriebswesen mit zwei Mitarbeitern des Instituts für Baubetriebswesens der Einladung der Dresdener Niederlassung der Deutschen Doka Schalungstechnik GmbH nach Amstetten (Österreich) in die Zentrale der Doka Group. Das Programm sah zwei Seminartage mit sowohl theoretischen, als auch praktischen Teilen vor. Der erste Seminartag begann mit einer Vorstellung der Doka Group, der übergeordneten Umdasch Group und einem Überblick über das Portfolio des Schalungsherstellers. In Vorbereitung auf den Nachmittag, gab es ein gemeinsames Mittagessen in der werkseigenen Mensa. In der zweiten Tageshälfte stand der Praxisteil an. Beginnend mit einem Rundgang im Doka-Schalungsforum folgte anschließend die Herstellung einer Deckenschalung mit dem Dokadek-System unter Beteiligung fast aller Seminarteilnehmer. Nach diesem   lehrreichen Tag klang der Abend bei einem gemeinsamen Abendessen, im sogenannten „Mostviertel“ natürlich begleitet von verschiedenen Sorten Most, mit vielen angeregten Gesprächen aus.

Der zweite Seminartag begann mit einer Werksbesichtigung des Standortes Amstetten, bei der den Teilnehmern viele interessante Eindrücke in die hochautomatisierte Fertigung von Schalungsträgern, -stützen, -tafeln, und -rahmen gegeben wurde. Im Anschluss an den Rundgang sprach die Leiterin des Betonlabors über ihre Arbeit und die Besonderheiten bei der Herstellung von Sichtbeton, insbesondere bezogen auf die Rolle der Schalhaut und des Trennmittels. Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurden die noch offenen Fragen der Teilnehmer beantwortet und mit dem Einblick in besonders anspruchsvolle Projekte das Berufsbild des Doka-Schalungstechnikers skizziert.

Wir bedanken uns recht herzlich bei Herrn Hagen Jurisch (Deutsche Doka Schalungstechnik NL Dresden) für die Einladung, bei Herrn Stephan Hacker (Deutsche Doka Schalungstechnik Landeszentrale Maisach) für die Gestaltung des Seminarprogrammes und bei den Mitarbeitern der Doka Group aus Amstetten für die Gastfreundschaft.

 

Bericht: Florian Kopf