… bis die Brücke kracht!

AT
3. Mai 2017

*please see English version below (link)*

Dieses Jahr werden bei der Langen Nacht der Wissenschaften am 16. Juni wieder Brückenmodellen belastet bis es knistert und knirscht. Diese Modelle werden von Studenten gebaut und live zur Langen Nacht auf ihre Tragfähigkeit geprüft. Ziel ist es, eine Brücke aus beliebigen Materialien zu bauen, die maximal 2000 g wiegt und eine lichte Weite von 945 mm überspannen kann.

Mitmachen lohnt sich. Dem Gewinner/Der Gewinnerin wird die diesjährige Brückenbauexkursion des Instituts für Massivbau gesponsert. Der zweite und dritte Platz darf sich über Kinogutscheine freuen und zudem erhalten alle Teilnehmer/innen Getränke-Essens-Gutscheine für den kulinarischen Stand der Bauingenieure.

Mit Kreativität und ingenieurtechnischem Verstand kann eine Brücke entworfen werden, welche die Möglichkeit hat, den kompletten Werdegang von der Idee zur Umsetzung bis hin zur Tragfähigkeitsprüfung zu durchlaufen. Entwerfen und Konstruieren für das beste Eigengewicht-Traglast-Verhältnis kann man als Gruppe oder allein. Die Randbedingungen zum Entwurf sind hier zu finden.

English version

 

Bericht: Sven Hofmann

Ab Heute läuft die Zeit für die Teilnehmer des Graduiertenkollegs 2250!

Professor Mechtcherine begrüßt die Teilnehmer des Graduiertenkollegs GRK-2250
Bild: André Terpe

You are the best! Unter anderem mit diesen Worten begrüßte Prof. Viktor Mechtcherine die Teilnehmer des Graduiertenkollegs (GRK) 2250 zum heutigen Meeting. Die Erwartungen an die Teilnehmer sind hoch, immerhin wurden im Bewerbungsverfahren Wissenschaftler mit sehr guten Hochschulabschlüssen und exzellenten Fachkenntnissen in verschiedenen Bereichen ausgewählt. Mit erstklassigen Laboren, regelmäßigen Lehrveranstaltungen, Workshops und unter Einbeziehung international renommierter Experten werden den Forschern in den nächsten drei Jahren beste Bedingungen geboten um im Rahmen ihres Promotionsprojektes grundlegend neue Erkenntnisse zur „Impaktsicherheit von Baukonstruktionen durch mineralisch gebundene Komposite“ zu erlangen.  Das zentrale Ziel des Graduiertenkollegs ist, bestehende Gebäude und Bauwerke durch Applikation von flächigen, dünnschichtigen Verstärkungen deutlich widerstandsfähiger zu machen. „Angesichts der stets zunehmenden Gefahr des Eintretens kurzzeitiger dynamischer Beanspruchungen, z. B. durch Naturkatastrophen oder Detonationen, besteht weltweit dringender Handlungsbedarf im Hinblick auf die Gewährleistung der Sicherheit der Menschen und der für das Leben der Menschen wichtigen Infrastruktur“, sagt Prof. Viktor Mechtcherine, Sprecher des Kollegs.
Für die TU Dresden ist dies das erste strukturierte Promotionsstudium im Bereich Bau und Umwelt und soll insgesamt mit zwei weiteren Kohorten über 9 Jahre laufen. Die Anzahl der Kollegiaten beläuft sich auf insgesamt 25 Teilnehmer. „Mit dieser Gruppengröße ist es möglich, einen international bedeutenden Schwerpunkt in Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchsförderung zu etablieren“, sagt Prof. Mechtcherine.

Teilnehmer des ersten Graduiertenkollegs GRK-2250
Bild: André Terpe

Alexander Schumann und Maximilian Kunze erhalten den diesjährigen Kurt-Beyer-Preis

Am 21. April wurden im Festsaal des Rektorats der diesjährige Kurt-Beyer-Preis verliehen. Jeweils ein Absolvent der Fakultät Architektur und der Fakultät Bauingenieurwesen erhalten den mit 2500 Euro dotierten Preis für ihre überragenden Diplomarbeiten.

 

Perspektivische Darstellung der freitragenden Halle (Grafik: Alexander Schumann)

Dipl. Ing. Alexander Schumann vom Institut für Massivbau erarbeitete innerhalb seiner Diplomarbeit einen Entwurf einer freitragenden Halle aus Carbonbeton. Bei der Verwendung von Carbonbeton können schlanke und filigrane Tragelemente konzipiert werden. Zusätzlich zum Einsatzgebiet bei Fassadenelementen und Verstärkungsmaßnahmen für bestehende Gebäude ist Carbonbeton als Tragelement für filigrane neue Bauwerke, insbesondere Flächentragwerke wie Schalen, Faltwerke, Gitterschalen usw., prädestiniert. Die von Schumann entworfene Halle weist eine stützenfreie Überdachung in Form einer doppelt gekrümmten Schale mit einer lichten Raumhöhe von 8m auf. Sie ist aus einzelnen vorgefertigten Textilbetonsegmenten, Rautenstäben und einer zwischen den einzelnen Rauten befindlichen aussteifenden Textilbetonschicht gefertigt. Somit ist ein optisch ansprechender Entwurf entstanden, der aus einer schlanken und filigranen Tragstruktur besteht, die komplett vorgefertigt werden kann. Der Entwurf zeigt, dass ein Wandel weg vom massiven hin zu einem leichten und energieeffizienten Bauen durch Einsatz von Carbonbeton vollzogen werden kann.

 

Der Architekt Dipl. Ing. Maximilian Kunze erarbeitete in seiner Abschlussarbeit einen Entwurf zur Neugestaltung des Geländes im Bereich des Leipziger Bahnhofs und der Leipziger Vorstadt in Dresden. Maßgeblich für seinen gestalterischen Ansatz ist die Einbeziehung der bestehenden historischen Gebäude die unter kleinstmöglichem Eingriff nutzbar gemacht werden sollen. So stellt sich Kunze vor, Raum für Künstler und Kulturprojekte aber auch günstigen Wohnraum zu schaffen. Ateliers, Werkstätten und auch preiswerten Wohnungen in teilweise zu ergänzenden Neubauten sieht er dazu vor. „Dass sein Vorschlag die zurzeit vom Investor angestrebte Nutzung negiert und andere Lösungen anstrebt, ist das Ergebnis einer langen und gewissenhaften Auseinandersetzung“, so Prof. Ivan Reimann, Professor für Gebäudelehre und Entwerfen/Öffentliche Bauten an der TU Dresden, der die Arbeit betreut hat.

Maximilian Kunze (links) und Alexander Schumann
(Bild: Sven Hofmann)
Prof. Dr.-Ing. habil. Ivo Herle (Dekan der Fakultät BIW), Prof. Dr.-Ing. habil. Hans Georg Krauthäuser (Prorektor für Bildung und Internationales der TU Dresden), Dipl.-Ing. Alexander Schumann, Dipl.-Ing. Alexander Schumann, Dipl.-Ing. Adrian Diaconu (HOCHTIEF Infrastructure GmbH, NL Deutschland Südost, Milglied der Geschäftsleitung), Prof. Dipl.Ing. Ivan Reimann (Professur für Gebäudelehre und Entwerfen: Öffentliche Bauten)
(Von links nach rechts, Foto: Sven Hofmann)

 

Glasbau 2017

Bild: Katharina Lohr

Über 200 Gäste besuchten am 30. und 31.03.2017 die zweitägige Tagung »Glasbau 2017«. Die große Resonanz zeigt, dass diese Fachveranstaltung fest verankert ist als Forum des Austausches und der Diskussion.

Die Zusammenstellung der Themen ermöglichte einen umfassenden Ein- und Überblick über aktuelle Fragestellungen im Konstruktiven Glasbau und die Anwendung der neu eingeführten Normenteile. Die Referenten stellten die aktuelle Forschung und Entwicklung sowie die Entwurfs- und Planungsprozesse herausragender Projekte vor.

Zur Tagung erschien das Jahrbuch »GLASBAU 2017«. Die Schwerpunkte bilden Bauten und Projekte, Energie und Nachhaltigkeit, Bemessung und Konstruktion sowie Forschung und Entwicklung. Erstmalig wurde in diesem Jahr eine weitere Rubrik zu Bauprodukten und Bauarten eingeführt. Renommierte Autoren aus Planung, Verarbeitung, Forschung und Entwicklung zeigen den Stand der Technik sowie vertiefte Einsichten in spezielle Fragestellungen. Als Jahrbuch umfasst diese Publikation alle wesentlichen Entwicklungen auf dem Gebiet des konstruktiven Glasbaus und der Fassadentechnik. Ausgewählte Autoren referierten auf der Tagung »Glasbau 2017«.

Allen Referenten, Unterstützern und Sponsoren der Veranstaltung sei an dieser Stelle herzlich gedankt!

 

Beitrag: Katharina Lohr

Willy Gehler-Ausstellung im Dre.Punct

AT
25. April 2017

Am 11.04.2017 wurde die studentische Willy Gehler-Ausstellung, die im Rahmen eines Praxisseminars des Lehrstuhls für Technik- und Technikgeschichte in Zusammenarbeit mit dem Institut für Massivbau erarbeitet wurde, feierlich eröffnet. Sie widmet sich den wissenschaftlichen Verdiensten eines deutschen Bauingenieurs, der als einer der Wegbereiter das Fundament für die heutige Stahlbetonbauweise legte. Er studierte, lehrte und forschte an der Technischen Hochschule Dresden, war Konstrukteur, Normungsaktivist, Gutachter und Materialprüfer. Die Auseinandersetzung mit Willy Gehlers Leben ist allerdings zugleich eine Herausforderung, da er auch politisch engagiert in vier Systemen wirkte.

Der Ausstellungseröffnung ging an diesem Tag ein Workshop mit dem Titel „Willy Gehler – Versuch einer Einordnung“ voraus. Den Grußworten von Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Manfred Curbach und Prof. Dr. rer. oec. habil. Thomas Hänseroth folgten interessante Vorträge zum Thema Gehler.

Dipl.-Ing. Oliver Steinbock schlüpfte für seinen Vortrag in die Person Willy Gehler – ein sehr gelungener Versuch, um den Menschen Willy Gehler zu verstehen.

Dr. Knut Stegmann beleuchtete in seinem Vortrag die Wirkphase Gehlers bei der Firma Dyckerhoff und Widmann. In dieser Zeit arbeitete Gehler an Projekten wie der Querbahnsteighalle Leipzig und der Jahrhunderthalle in Breslau.

Die Anfänge des Versuchs- und Materialprüfungsamtes der TH Dresden wurden von Dr.-Ing. Klaus Mauerberger in seinem Vortrag erläutert. Eindrucksvoll bekam man so Einblicke in die Anfänge und die Pionierarbeit des technischen Prüfwesens in Dresden.

Dr.-Ing. Karl-Eugen Kurrer von Ernst & Sohn Berlin ging näher auf Willy Gehlers Beitrag zur Baustatik ein und verstand es, mit seinem Fachwissen die Workshopteilnehmer zu begeistern. Bei einem Besuch im Café Jähnig, dem ehemaligen Wohnhaus Willy Gehlers, wurden die Diskussionen zum Workshop in lockerer Kaffeerunde weitergeführt.
Die Ausstellung kann noch bis März 2018 im Dre.Punct, Zellescher Weg 17 (Sächsische Landesbibliothek — Staats- und Universitätsbibliothek Dresden) besucht werden. Eine Broschüre zur Forschungsarbeit gibt zusätzlich einen informativen Überblick.

Ein besonderes Dankeschön gilt allen Beteiligten, die gemeinsam an diesem Projekt so erfolgreich gearbeitet haben.

Bericht: Sven Hofmann

Ausstellungseröffnung Willy Gehler
(Bild: Sven Hofmann)
„Willy Gehler – Versuch einer Einordnung“ Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Manfred Curbach
(Bild: Sven Hofmann)

Dresdner Stahlbaufachtagung 2017

In der 11. Auflage fand am 29. März die Dresdner Stahlbaufachtagung statt. Rund 200 Teilnehmer trafen sich dazu im Gerhart-Potthoff-Bau der Technischen Universität Dresden. Unter der Überschrift  „Stahl- und Verbundkonstruktionen für den Neubau und das Bauen im Bestand“ bot sich den rund 200 Teilnehmern wie in jedem Jahr ein breites und vielschichtiges Vortragsprogramm. Im Namen des Veranstalters eröffnete Prof. Richard Stroetmann, Direktor des Instituts für Stahl- und Holzbau und Prodekan der Fakultät Bauingenieurwesen der TU Dresden, die Veranstaltung. Es folgten Vorträge von Referenten aus vielen Teilen Deutschlands, der Schweiz und Luxemburg.

Einen ausführlichen Bericht und genaue Angaben über den Inhalt der Vorträge gibt es auf den Seiten der Professur für Stahlbau der TU Dresden hier.

Bereich Bau und Umwelt wächst

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20. April 2017

Seit dem 01.04.2017 gehört die Fakultät Wirtschaftswissenschaften zum Bereich Bau und Umwelt. Damit vergrößert sich unser Bereich um eine Fakultät mit ca. 2500 Studierenden und 23 Professuren in den Fachgruppen Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik. Regelmäßig schneiden die Studiengänge der Fakultät Wirtschaftswissenschaften sehr gut in verschiedenen Hochschulrankings ab, die Forschungsaktivitäten sind verstärkt auf Anknüpfungspunkte zu technischen Fächern fokussiert.

Näheres unter: tu-dresden.de/bu/wirtschaft/

Institut für Geotechnik empfängt Prof. Itai Einav aus Sydney

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20. April 2017
Prof. Itai Einav, Sydney Centre in Geomechanics and Mining Materials (Foto: David Masin)

„From sand and rice bubbles to earthquakes and snow avalanches“ lautet das Thema des öffentlichen Vortrages von Prof. Itai Einav am 5. Mai im Seminarraum des Neuffer-Baus (Raum 101). Der Vortrag ist Teil seines 3-tägigen Besuches am Institut für Geotechnik im Rahmen eines Kooperationsprojektes des DAAD. Prof. Einav hat seinen PhD in Bauingenieurwesen 2002 am Technion – Israel Institute of Technology erhalten. Seit 2012 ist er Professor an der Fakultät Bauingenieurwesen und Leiter des Sydney Centre in Geomechanics and Mining Materials. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen, der Vortrag wird auf Englisch gehalten.

Auszug aus der Einladung:

Sumary:
The Universe is granulated. Stars, planets and asteroids are all relatively small particles when compared to galaxies (themselves, particles when seen from afar). They are relatively huge when compared to sand particles. The number of atoms in a single particle of sand is roughly the same as the number of sand particles in Australia¹s beaches, somewhere in the vicinity of 10,000,000,000,000,000,000. Together with dry rice, M&M¹s and pharmaceutical powders, sand particles belong to the class of granular materials, the second-most manipulated material in industry (after water). But the motion of sand particles is far less understood than the motion of atoms in water or the motion of celestial bodies and galaxies. What is it about sand particles and rice bubbles that makes them so hard to describe? What governs their motion, and how can they inform us about important phenomena such as earthquakes, volcanoes and snow avalanches? This talk will tackle those questions.

 

Leichtigkeit und Transparenz…

sind für das Erscheinungsbild heutiger Architektur sehr prägend. Großflächige Glaskonstruktionen bis hin zu primär tragenden Glasstrukturen sind immer öfter zentraler Bestandteil moderner Gebäude. Aufgrund der sehr großen und wiederholten Nachfrage bietet das Institut für Baukonstruktion am 5. Mai ein Kompaktseminar an, das die Grundlagen zur Bemessung und Konstruktion im Konstruktiven Glasbau anschaulich und verständlich vermittelt.

Für den Entwurf von tragenden Bauteilen aus Glas werden die aktuellen Regeln der DIN 18008 vorgestellt und die bauaufsichtlichen Anforderungen sowie die gegebenenfalls erforderlichen Bauteilprüfungen ausführlich erläutert. Rechnerische Nachweise für Vertikalverglasungen und Überkopfverglasungen werden durch prüffähige Berechnungen schrittweise vorgeführt und erklärt. Im Fokus stehen zudem Sicherheitsaspekte von absturzsichernden, betretbaren und durchsturzsicheren Konstruktionen sowie eine Vorschau auf die bevorstehende Überarbeitung der Glasbaunormung.

Die Kompaktseminare werden als Tagesprogramm angeboten und gliedern sich in vier Lehreinheiten zu je 90 Minuten. Die Konstruktionen werden im Detail erläutert und die Berechnungen anhand vorbereiteter Beispiele aus der Lehrbuchreihe „Glasbau-Praxis“ dargelegt. Die Bände 1 und 2 sind als Seminarunterlagen Bestandteil der Fortbildung. Die Seminarvorträge bieten ausreichend Möglichkeit zur Fragestellung.

 

Termin: 05.05. in Essen, nähere Infos unter www.glasbau-dresden.de

Zehn Stipendien für ein Studienjahr in China

AT
10. April 2017

Noch bis zum 30. April 2017 sind Bewerbungen für ein Stipendium für einen einjährigen Studienaufenthalt in China möglich. Das China-Stipendien-Programm der Studienstiftung und der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung ermöglicht an China interessierten Studierenden einen einjährigen Sprach-, Studien- und Praktikumsaufenthalt in der Volksrepublik sowie eine intensive sprachliche Vorbereitung durch zwei dreiwöchige Sprachkurse, die von der Universität Trier durchgeführt werden. Die finanzielle Förderung umfasst ein monatliches Stipendium in Höhe von 750 Euro, sowie Vorbereitungs- und Reisekostenpauschalen. Der China Scholarship Council übernimmt die Studiengebühren. Das China-Stipendien-Programm steht auch Nicht-Stipendiaten der Studienstiftung offen. Nach ihrer Rückkehr aus China setzen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Studium in Deutschland fort und werden weiter durch die Studienstiftung gefördert. Sprachliche Vorkenntnisse sind erwünscht, aber keine Bedingung für eine Bewerbung. Weitere Infos unter: www.studienstiftung.de/china