Doktorandentreffen am Institut für Geotechnik

Vorträge der Doktoranden zu verschiedenen Geotechnischen Problemen. Bild: Georg Lichtblau

Am 25. und 26. März fand zum 6. mal der Geo5  Doktorandenworkshop einiger deutscher Universitäten statt. In diesem Jahr wurde der Workshop in Dresden am Institut für Geotechnik im Neufferbau ausgerichtet. Beteiligt waren 7 Universitäten mit 29 Teilnehmern. Angereist waren Vertreter der BU Weimar, TU Berlin, RU Bochum, KIT, BA Freiberg und CAU Kiel.

Nach einem Mittagessen zur Begrüßung, startete der Workshop am Montag mit Vorträgen der Doktoranden. Die Themen der Vorträge deckten ein weites Feld geotechnischer Probleme ab, in den ersten beiden Vortragsblöcke wurden insbesondere Themen der experimentellen Bodenmechanik, wie beispielsweise „Verflüssigungsresistenz von Böden“ vorgetragen. Alle Vorträge stießen bei den Zuhörern stets auf großes Interesse. Auf jedes Referat folgte eine Diskussion zwischen Vortragenden und Zuhörern. Die Doktoranden erhielten auf diese Weise wertvolles Feedback für ihre weitere Arbeit. Nach zwei spannenden Vortragsreihen bekamen die Teilnehmer beim Abendprogramm die Möglichkeit sich in ausgelassener Atmosphäre ausgiebig über die für sie interessanten wissenschaftlichen Themen auszutauschen, in der Versuchshalle des Instituts wurde ein traditionelles Spiel als kleiner Wettstreit zwischen den beteiligten Universitäten ausgetragen. Diesmal mussten Styroporkugeln unterschiedlicher Größe in einen Eimer geworfen werden. Unser Team aus Dresden konnte sich knapp im Finale gegen unsere Gäste der BU Weimar durchsetzen. Am Dienstag fand die zweite Vortragsrunde statt. Diese legte den Fokus eher auf anwendungsbezogenere geotechnische Problemstellungen, wie beispielsweise die Untersuchung von Installationseffekten bei Pfahlgründungen. Nach dem letzten Vortrag bildete eine Laborführung am frühen Nachmittag den Abschluss des Treffens.

Traditionelles Spiel. Dieses Jahr: Geoball, Bild: Georg Lichtblau
Campions of Geoball: Team Dresden, Bild: Georg Lichtblau

 

 

 

 

 

 

 

Mittagessen zur Begrüßung, Bild: Georg Lichtblau
Laborbesichtigung, Bild: Georg Lichtblau

 

 

Jetzt für den Züblin-Stahlbaupreis 2019 einreichen!

AT
27. März 2019

Auch in diesem Jahr wird wieder der mit insgesamt 3000,- Euro dotierte Preis für Studien-, Projekt- und Diplomarbeiten, sowie Dissertationen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Fakultäten Bauingenieurwesen und Architektur der Technischen Universität Dresden vergeben. Damit sollen insgesamt zum achten Mal herausragende Leistungen im Entwurf, in der Berechnung und Ausführung von Stahl- und Verbundbaukonstruktionen sowie Metallfassaden und -dächern  im Hoch-, Industrie- und Ingenieurbau gewürdigt werden. Mit der Vergabe des Preises sollen gezielt wissenschaftliche Leistungen, die die Metallbauweise fördern gewürdigt werden. Hierzu gehören Entwicklungen und Weiterentwicklungen von Konstruktions-  und Bauweisen, Berechnungs- und Bemessungsverfahren, Fertigungs- und Montagetechnologien sowie Beiträge zur Beurteilung und Förderung der Nachhaltigkeit. Zugelassen werden Arbeiten, die im Rahmen des Studiums oder der Promotion an den Fakultäten Bauingenieurwesen und Architektur der Technischen Universität erstellt wurden und deren Abschluss nach dem 16.05.2018 erfolgt ist.

Bewerbungen werden bis zum 17.05.2019 an der Professur für Stahlbau entgegengenommen, weitere Infos zum Einreichungsverfahren gibt es  hier.

Neue Brücke in Ottenhöfen. Carbonbeton schlägt GFK-Belag

Die kleine Gemeinde Ottenhöfen im Schwarzwald baut einen Geh- und Radweg zur Nachbargemeinde Seebach. Idyllisch gelegen, muss dazu auch der kleine Fluß Acher überquert werden. Der Gemeinderat hat kürzlich beschlossen, dass die Querung mittels einer ursprünglich geplanten GFK-Brückenplatte durch eine Konstrultion mit schlanken Carbonbeton-Fertigteilplatten ersetzt wird.

Den kompletten Artikel können Sie bei baden online lesen.

SPIEGEL Online zu Gast im Laboratorium

SPIEGEL ONLINE informiert sich über die Vorteile von Carbonbeton. Dazu führten wir heute ein Team von SPIEGEL.TV durch unser Otto-Mohr-Laboratorium. Professor Manfred Curbach, der Pionier auf diesem Gebiet, wurde zu diesem Thema interviewt. Der redaktionelle Beitrag und das Video werden in den nächsten Tagen online veröffentlicht.

Herzlichen Glückwunsch an Herrn Faik Baris Can Cansiz, M.Sc. zur erfolgreichen Verteidigung

AT
19. März 2019

Am 12.03.2019 verteidigte Herr Faik Baris Can Cansiz, M.Sc. erfolgreich seine wissenschaftliche Arbeit im Rahmen des Promotionsverfahrens mit dem Thema „Numerische Modellierung der kardialen Elektromechanik im Hinblick auf prädiktive patientenspezifische Simulationen“. Neben dem Vorsitzenden der Promotionskommission Prof. Dr.-Ing. Bernhard Weller waren als Gutachter Prof. Dr.-Ing. habil. Michael Kaliske und Assoc. Prof. Dr. Hüsnü Dal von der Middle East Technical University, sowie die weiteren Mitglieder Dr.-Ing. Stefan Löhnert und Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Graf anwesend.

 

Bild: Robert Fleischhauer

Michael Frenzel von der Technischen Universität Dresden gewinnt „Innovationspreis Bautechnik 2019“ des DBV

Der Gewinner des „Innovationspreis Bautechni k 2019“, Dipl.-Ing. Michael Frenzel, mit DBV- Vorsitzendem Dr. Jacob (rechts) und Vorsitzendem des Preisgerichts Professor Curbach (links) bei der Preisverleihung am 8. März 2019 in Stuttgart
Der Gewinner des „Innovationspreis Bautechni k 2019“, Dipl.-Ing. Michael Frenzel, mit DBV- Vorsitzendem Dr. Jacob (rechts) und Vorsitzendem des Preisgerichts Professor Curbach (links) bei der Preisverleihung am 8. März 2019 in Stuttgart. Foto: © DBV/Dariusz Misztal

Michael Frenzel von der Technischen Universität Dresden gewinnt „Innovationspreis Bautechnik 2019“ des DBV Dipl.-Ing. Michael Frenzel ist der Gewinner des diesjährigen „Innovationspreis Bautechnik“, der vom Deutschen Beton- und Bautechnik-Verein E.V. (DBV) am 8. März 2019 in Stuttgart verliehen wurde. Mit seiner Forschungsarbeit „Deckentragwerke aus geschichteten Betonen – leicht und effizient“ und seinem fundierten Vortrag überzeugte Michael Frenzel beim „Kolloquium für Jungingenieure“ am 7. März 2019 in Stuttgart das Preisgericht und gewann damit den „Innovationspreis Bautechnik 2019“. Um insbesondere junge Studierende und Promovierende zu fördern, stiftet der Deutsche Beton- und Bautechnik-Verein E.V. (DBV) alle zwei Jahre den „Innovationspreis Bautechnik“, der beim Deutschen Bautechnik-Tag vergeben wird. Die Urkunde überreichte der DBV-Vorsitzende Dr. Matthias Jacob gemeinsam mit Professor Manfred Curbach, dem Vorsitzenden des Preisgerichts, am 8. März 2019 in Stuttgart. Der Preis ist mit einem Preisgeld von 2.500 € dotiert. Üblicherweise werden Betondecken mit einem hohen Material- und Energieverbrauch ausgeführt. Um Deckentragwerke nun gewichtsreduziert und ressourcenschonend herstellen zu können, entwickelt Michael Frenzel im Rahmen seiner Dissertation an der Technischen Universität Dresden querschnitts- und formoptimierte Konstruktionen. Doch nicht nur das effiziente Tragverhalten berücksichtigte er in seiner Arbeit „mit einem hohen Maß an Kreativität“, sondern auch die Ästhetik. Die Forschungsarbeit fertigt Michael Frenzel bei Professor Manfred Curbach am Institut für Massivbau der Technischen Universität Dresden an. Die Dissertation basiert auf seiner Forschungsarbeit innerhalb des  Teilprojekts „Leichte Deckentragwerke aus geschichteten  Hochleistungsbetonen“ des von der DFG-geförderten Schwerpunktprogrammes SPP 1542 „Leicht Bauen mit Beton

Insgesamt präsentierten 11 Bauingenieurinnen und Bauingenieure ihre  Masterarbeit oder Dissertation am 7. März 2019 im „Kolloquium für Jungingenieure“ und stellten sich den Fragen des Preisgerichts. Aus diesem starken Bewerberfeld setzte sich Michael Frenzel durch.

Preisgericht

Vorsitzender Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Manfred Curbach,
Technische Universität Dresden

Mitglieder

  • Dr.-Ing. Hubert Bachmann, Ed. Züblin AG
  • Prof. Dr.-Ing. Harald Garrecht, Universität Stuttgart
  • Dr.-Ing. Julian Meyer, HOCHTIEF Engineering GmbH
  • Prof. Dr.-Ing. Christoph Motzko, Technische Universität Darmstadt
  • Dipl.-Ing. (FH) Franz Josef Zweier, Max Bögl Stiftung & Co. KG

Quelle: DEUTSCHER BETON- UND BAUTECHNIK-VEREIN E.V.

Großes Interesse zum 42. Dresdner Wasserbaukolloquium

AT
18. März 2019

Unter dem Titel „Komplexe Planungsaufgaben im Wasserbau und ihre Lösungen“  – diskutierten vom 7. bis zum 8. März unterschiedlichste Akteure der Wasserbaubranche im Dresdner Kongresszentrum auf dem 42. Dresdner Wasserbaukolloquium. Um sich auf die verschiedenen Problematiken einzustimmen, mussten die rund 400 Teilnehmer des Kolloquiums nur aus den großen Fenstern der Tagungsräume schauen, dort bot sich eine beeindruckende Perspektive auf die Elbe, mit ihrem ersten kleineren Frühjahrshochwasser. Und genau das Thema Hochwasser bestimmte auch den Inhalt des Einführungsreferats. Herr Dipl.-Ing. Burkhard Henning, Direktor des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt sprach sehr bildhaft über die grundsätzliche Herangehensweise an umfangreiche Vorhaben des Hochwasserschutzes. Anhand eines Großprojektes, dem Deichneubau zwischen Jerichow und Fischbeck nach dem folgenschweren Hochwasser 2013 wurd. Nach einem Dammbruch haben sich hier damals die Wassermassen der Elbe ins Land ergossen, viele Ortschaften mussten evakuiert werden, rund 150 Quadratkilometer des Elb-Havel-Winkels standen unter Wasser. Um den Wasserfluss zu stoppen wurden damals vor dem Loch drei Lastkähne versenkt. Schnell wurde beim Zuhören der Umfang und die Komplexität des damaligen Vorhabens greifbar. Umfangreiche Planungsschritte zu neuen Varianten der Deichtrassenführung, zu nötigen Landzukäufen, zum Umweltschutz und zu den Bedürfnissen der Anwohner und Nutzer der Agrarflächen waren nötig. Zudem  erhöhte ein sehr knappes Zeitfenster für die Umsetzung des Vorhabens den Anspruch an die Planung. Nach gut 5 Jahren waren die Maßnahmen damals mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 32 Millionen Euro abgeschlossen.

Und für die Dresdner Konferenz – war damit die Diskussion eröffnet. Mit zahlreichen Vorträgen widmeten sich die Redner der Frage: Woran liegt es, das einige Großprojekte des Bauwesens immer wieder ins Stocken geraten während andere in der Zeit und im Budget bleiben. Insgesamt 49 Vorträge in 2 parallelen Sessions behandelten dabei das Zusammenspiel der verschiedenen Akteure bei der Planung und Ausführung von Bauvorhaben als auch technische Lösungen bei komplexen und komplizierten Projekten und stellten interessante Projekte aus allen Teilgebieten des Wasserbaus vor.

Alle Vorträge wurden in einem Tagungsband (ISBN 978-3-86780-577-3) abgedruckt, der beim Institut für Wasserbau und Technische Hydromechanik unter wasserbaukolloquium@tu-dresden.de wie auch die vorangehenden Bände der Dresdner Wasserbaulichen Mitteilungen (ISSN 0949-5061) bestellt werden kann. Zusätzlich ist wieder die digitale Veröffentlichung der Beiträge im wasserbaulichen Repositorium HENRY der Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) unter https://henry.baw.de vorgesehen.

Im nächsten Jahr wird dann das 43. Dresdner Wasserbaukolloquium am 5. und 6. März 2020 mit dem Themenkreis „Interdisziplinärer Wasserbau im digitalen Wandel“ beschäftigen. In seinem Schlusswort mit dem Résumé der Veranstaltung lud Prof. Stamm, Direktor des veranstaltenden Institutes und Dekan der Fakultät Bauingenieurwesen schon jetzt alle interessierten Fachkolleginnen und Kollegen dazu ein. Die weiteren Informationen und die Online-Registrierung werden demnächst unter www.iwd.tu-dresden.de  zu finden sein.

Prof. Dr. Pohl, vom Institut für Wasserbau und technische Hydromechanik, begrüßt in seiner Eröffnungsrede die 417 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Italien und der Slowakei.      Bild: André Terpe
Herr Dipl.-Ing. Burkhard Henning, Direktor des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt bei seinem Einführungsreferat. Bild: André Terpe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

40 Unternehmen, Institutionen und Verbände, unter ihnen auch die DWA, stellten sich mit ihren Angeboten für Dienstleistungen und Produkte den Teilnehmern im Rahmen einer von den Besuchern der Veranstaltung stark frequentierten Fachausstellung vor. Bild: André Terpe

 

Veranstaltungstipp: Nachhaltig bauen mit Carbonbeton – von der Vision zum Unternehmenserfolg

Textilbeton/Carbonbeton
Foto: Ulrich van Stipriaan

Carbonbeton wurde bereits vielfach als umweltschonender und ressourceneffizienter Werkstoff ausgezeichnet – vor wenigen Wochen mit dem weltweit renommierten Energy Global World Award 2019.

Die Vision nachhaltigen Bauens ist zweifellos in der Gesellschaft angekommen. Wie aber sieht das in der unternehmerischen Realität aus? Was müssen wir tun, um die Nachhaltigkeitspotentiale des Carbonbetons im Gesamtkontext von Konstruktion und Verfahren über den Lebenszyklus hinweg optimal zu entfalten? Welcher Aufwand ist damit verbunden?

Wie reagieren Bauherren und Auftraggeber auf nachhaltige Angebote, die ihren Preis haben? Ist es möglich, zugleich kostengünstig und nachhaltig zu bauen? Ist Nachhaltigkeit ein Marktargument?

Wie kann eine Nachhaltigkeitsbewertung von Hochleistungsmaterialien wie Carbonbeton aussehen?

Die Arbeitsgruppe „Faserverbundarmierter Beton“ wird  aktuelle Fragen aus diesem Spannungsfeld aufgreifen und anhand von Forschungsergebnissen sowie auch konkreten Bauprojekten entlang der Wertschöpfungskette des Carbonbetonbaus diskutieren, ob und wie sich nachhaltige Lösungen und unternehmerischer Erfolg miteinander verbinden lassen.

Die Veranstaltung ist ein Gemeinschaftsprojekt der Fachabteilung CC BAU im CCeV und der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der TU Dresden.

Mehr Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung finden Sie hier.

Termindetails

Datum: 27. März
Zeit: 10:00 – 16:15 Uhr

Veranstaltungsort

Technische Unisversität Dresden
Helmholtzstraße 10
01069 Dresden

29. Dresdner Brückenbausymposium – wieder ein voller Erfolg.

Prof. Manfred Curbach eröffnet das Symposium

Wissen verbindet – Menschen, Kulturen, Kontinente. Das traditionelle Dresdner Brückenbausymposium ist national und international eine fest etablierte Größe im Veranstaltungskalender vieler Bauingenieure. Eindrücklich spannt diese Veranstaltung den Bogen von bemerkenswerten historischen Ingenieurleistungen über richtungsweisende Forschungsaktivitäten, neuartige Baustoffe und Verfahren bis zu neuen Brückenbauwerken sowie Instandhaltungsprojekten. Das Institut für Massivbau der
TU Dresden war am 12. März 2019 bereits zum 29. Mal Ausrichter der Tagung. Am Vorabend des Symposiums nutzten rund 700 Gäste die Gelegenheit, beim „Treffen der Brückenbauer“ erste Gespräche zu führen und im Foyer des Hörsaalzentrums der TU Dresden die Ausstellung mit insgesamt über 70 Firmen aus den verschiedenen Sparten des Bauwesens sowie von Verlagen und Vereinen zu besuchen.

Zur Vortragsveranstaltung selbst waren 1344 Anmeldungen eingegangen, die den Hörsaal 1, das Audimax, fast an die Kapazitätsgrenze brachten.

 

Prof. Dr.-Ing. Jürgen Stritzke erhält Wackerbarth-Medaille

Prof. Manfred Curbach, Direktor des Instituts für Massivbau der TU Dresden, eröffnete das Symposium und hieß die zahlreichen Teilnehmer*innen herzlich willkommen. Gleich anschließend wurde die Wackerbarth-Medaille der Ingenieurkammer Sachsen von deren Präsidenten, Prof. Hubertus Milke, an Prof. Jürgen Stritzke, ehemaliger Inhaber der Professur für Massivbrückenbau, verliehen. Jürgen Stritzke hat mit seiner Arbeit für das Dresdner Brückenbausymposium, für den Deutschen Brückenbaupreis und für die Historischen Wahrzeichen Großes geleistet, wofür ihn die Ingenieurkammer Sachsen mit der Verleihung der Wackerbarth-Medaille würdigte.

Beim größten alljährlichen Treff der Brückenbauer in Deutschland spannten insgesamt zwölf Vorträge den Informationsbogen – von „Aktuelles zum Regelwerk des Bundes für den Ingenieurbau“ (TRDir Prof. Dr.-Ing. Gero Marzahn) über „Verkehrsinfrastruktur für Hamburg – Neubau der Waltershofer Brücken im Hamburger Hafen“ (Dr.-Ing. Christoph Vater) bis hin zum „30-Jahre Zyklus von Brückeneinstürzen und seinen Konsequenzen“ (Prof. Dr.-Ing. habil. Dirk Proske).

Den Einstieg in die Thematik übernahm Prof. Manfred Curbach mit seinem Vortrag über eine Persönlichkeit, die den Brückenbau vor allem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit herausragenden Bauwerken, aber auch mit seiner Philosophie des Brückenbauens geprägt hat: Christian Menn. TRDir Prof. Dr.-Ing. Gero Marzahn berichtete über die Erarbeitung der RE-ING, einem kompakten Regelwerk für die Planung von Ingenieurbauwerken. Anschießend referierte Dipl.-Ing. Joern Seitz über die Maputo-Katembe-Brücke, dem neuen Wahrzeichen Mosambiks. Joern Seitz ging dabei umfassend auf die drei Bauverfahren bei der längsten Hängebrücke Afrikas ein und hatte jede Menge Zahlen und Fakten im Gepäck. Über die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von Monitoring im Infrastrukturbau berichtete Prof. Dr.-Ing. habil. Peter Mark sehr anschaulich.

Anschließend nahm Dr.-Ing. Christoph Vater die Symposiumsteilnehmer mit auf den Weg nach Hamburg. Zur langfristigen Sicherstellung der Leistungsfähigkeit des Hamburger Hafens ist u. a. die Erneuerung der Waltershofer Brücken unumgänglich, da diese bereits über 100 Jahre alt sind.  Mit einem cleveren Konzept soll der Straßenverkehr während der Bauzeit nahezu ohne Unterbrechung aufrecht erhalten werden können: eine der neu hergestellten Eisenbahnbrücken wird zunächst als Straßenbrücke genutzt und kann nach Beendigung des Umfahrungszeitraums in kurzer Zeit zur Eisenbahnbrücke umgebaut werden.

o.Univ.Prof. Dr.-Ing. Johann Kollegger gab einen spannenden Erfahrungsbericht aus Österreich über die Anwendung von neuen Bauverfahren. In den Ausführungen von Prof. Dr.-Ing. Karsten Geißler und Dipl.-Ing. Gregor Gebert  wurden Stahlverbund-Großbrücken mit obenliegender Fahrbahn und deren verschiedene Konstruktionsweisen analysiert und verglichen. Aktuell werden durch das BMVI Regellösungen entwickelt, um häufig wiederkehrende Konstruktionsdetails ausreichend dauerhaft und ermüdungssicher zu konstruieren.

Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Karl-Eugen Kurrer

Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Karl-Eugen Kurrer brachte den Symposiumsgästen Kurt Beyers Beitrag zur Baustatik näher, reich bebildert und mit so mancher Anekdote versehen. Für seinen Vortrag waren das umfangreiche Universitätsarchiv der TU Dresden und zahlreiche Gespräche z. B. mit Nachfahren Beyers enorm gewinnbringend.

Prof. Dr.-Ing. Oliver Fischer von der Technischen Universität München stellte sich der Frage, ob Nachrechnungsdefizite bei Massivbrücken ein Problem der Tragfähigkeit oder doch nur der Modellvorstellung ist. Thematisch passend schloss sich Dr.-Ing. Hans-Gerd Lindlar mit seinem Vortrag an und warf die Fragestellung – „Was tun, wenn Annahmen und Realität nicht zusammenpassen?“ – in den Raum. Im Beitrag von Dr.-Ing. Angelika Schießl-Pecka wurden verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Dauerhaftigkeit von Verkehrsbauwerken hinsichtlich Lebenszykluskosten untersucht und mit der herkömmlichen Bauweise verglichen. Über den aktuellen Stand der Vor- und Nachteile bei der Verwendung von Carbonbewehrungen im Brückenbau referierte Dr.-Ing. Frank Jesse und präsentierte dabei erste Ergebnisse aus einem Verbundforschungsprojekt: ein zeitnah umsetzbares Brückensystem auf der Basis von vorgespannten Halbfertigteilen aus verbundlos vorgespanntem Carbonbeton.

 

Voll besetzter Hörsaal im HSZ

Das Vortragsprogramm rundete Prof. Dr.-Ing. habil. Dirk Proske mit einem Beitrag zum „30-Jahre-Zyklus von Brückeneinstürzen“ und seinen Konsequenzen ab. Indizien für die Existenz des Zyklus sind vorhanden, aber kein klarer Beweis. Dennoch sollte das „Generationenloch“ bei der Personalplanung in Ingenieurbüros berücksichtigt werden.

Nach dem Brückenbausymposium ist vor dem Brückenbausymposium. Im kommenden Jahr wird ein Jubiläum begangen. Organisator Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Manfred Curbach ermunterte die Teilnehmer, sich schon jetzt über mögliche Kandidaten für den ebenfalls im kommenden Jahr zu vergebenden Deutschen Brückenbaupreis zu machen.

Dank der sehr guten Organisation und der tatkräftigen Unterstützung vieler Helfer, konnte auch mit der 29. Auflage des Symposiums wieder eine interessante, wissenswerte und gelungene Veranstaltung für das Fachpublikum auf die Beine gestellt werden.

Schäden an der Textilbetonbrücke in Kempten

SG
15. März 2019

Am 12.03.2019 erschien in der Allgäuer Zeitung ein Beitrag über die Textilbetonbrücke in Kempten. In dem Beitrag wurden Schäden an der Brücke und der zugehörigen Beschilderung aufgezeigt.

Die Technische Universität Dresden hat sich zu diesem Beitrag bereits mit der Stadt Kempten und dem Journalisten des Beitrages abgestimmt.

Zwei vergleichbare Brücken in Oschatz und Dresden weisen derartige Schäden nicht auf, obwohl sie älter sind als die Kemptener Überführung. Vor diesem Hintergrund werden die Schäden aktuell begutachtet und untersucht. Im Herbst 2018 wurde eine mögliche Sanierungsmethode an der Brücke erprobt. Die Tragfähigkeit der Brücke ist auch im aktuellen Zustand gegeben. Weitere Maßnahmen sind für 2019 geplant.

Für weitere Fachfragen wenden Sie sich bitten an Herrn Dr.-Ing. Harald Michler vom Institut für Massivbau der Technischen Universität Dresden.