Stahl und Beton: Ein (Ver)bund für die Ewigkeit?

Verbundermüdung unter Querzug

Durch den Verbund zwischen Stahl und Beton bekommt der Stahlbetonbau erst seinen Sinn. Auch unter dynamischen Belastungen bewirkt er, dass Beton und Bewehrungsstahl nicht auseinanderfallen. Doch was passiert, wenn sich am Stahlstab ein Längsriss ausbildet? Diese Frage steht im Mittelpunkt eines Forschungsvorhabens, aus dessen Ergebnissen Rückschlüsse für die Bemessung von Stahlbetonbauteilen gezogen werden können.

Stahlverbundbrücke Stahlverbundbrücke

Stahlbeton ist wie eine Ehe – der eine steht für die Schwächen des anderen ein. Jeder übernimmt das, was er am besten kann. Der Beton stemmt sich mit seiner ganzen Kraft gegen den Druck, der z.B. oben im Balken entsteht, wenn dieser sich biegt. Der Bewehrungsstahl nimmt es mit der Zugbelastung auf, die im Balken unten wirkt. Doch wie in jeder richtigen Ehe kommen irgendwann Fragen auf: Hält sie ewig? Werden die Partner ihres Verbundes niemals müde? Das Geschehen scheint allerdings immer dann kompliziert zu werden, wenn ein Dritter die Szenerie betritt. Die Ehe kann dadurch leiden und sogar Risse bekommen. Doch sie kann nicht nur, nein, sie muss dem Einfluss widerstehen!

Für den Verbund zwischen Bewehrungsstahl und Beton ist ein solcher Dritter das Vorhandensein einer Querzugbelastung. Anders als beim Querdruck, der Stahl und Beton fest aneinanderpresst, kann eine Zugkraft quer zum Stahlstab den Verbund beeinträchtigen. Ist dieser Querzug von ausreichender Größe, treten sogar Risse auf, die genau entlang des Stabes verlaufen. Doch was bedeutet das für den Verbund und seinen Ermüdungswiderstand? Kann er weiterhin alle stetigen oder veränderlichen Belastungen aufnehmen oder wird er durch das ständige Hin und Her schnell müde und bricht?

Diese Fragen haben für die Praxis eine nicht ganz unerhebliche Bedeutung. Seit einiger Zeit werden z.B. im Straßenbrückenbau sogenannte Stahlverbundbrücken gebaut, bei denen auf einem stählernen Hohlkastenträger eine Fahrbahnplatte aus Stahlbeton liegt. Im Bereich über den Pfeilern der Brücke ist die Zugbelastung der Betonplatte in Brückenlängsrichtung meist so groß, dass kleine Risse entlang der quer liegenden Bewehrungsstäbe auftreten. Während diese Querzugbelastung annähernd konstant ist, wird an den Stahlstäben dynamisch, d.h. mal stärker und mal schwächer, gezogen. Diese Ausziehbeanspruchung rührt vom Fahrzeugverkehr auf der Brücke und ist wiederum über den Stegen des Hohlkastens am größten. Da bei der Bemessung derartiger Fahrbahnplatten die Kombination von Querzug und Verbundermüdung bisher noch keine Rolle spielte, muss überprüft werden, ob dennoch die erforderliche Sicherheit vor einem frühzeitigen Schaden gewährleistet ist. Die Ehe zwischen Stahl und Beton muss also auf den Prüfstand!

Aus diesem Grund wird derzeit ein entsprechendes Forschungsvorhaben an der TU Dresden durchgeführt. Mithilfe eines speziellen Probekörpers werden in einem sogenannten Ausziehversuch die Verbundeigenschaften bei verschiedenen Querzugbelastungen genauestens untersucht. Dazu müssen verschiedene Längsrissbreiten entlang des einbetonierten Bewehrungsstabes erzeugt und dieser dann dynamisch gezogen werden. Dabei rutscht der Stahlstab stückchenweise aus dem Beton heraus. Dieses Herausrutschen wird als Schlupf bezeichnet und ist ein Maß für die Qualität des vorliegenden Verbundes. Ist die Rissbreite recht groß, wächst der Schlupf schneller an. Wird die Ausziehbelastung gesteigert, kann es zum vollständigen Herausziehen des Stabes kommen. Den Bund zwischen Stahl und Beton gibt es dann nicht mehr.

Für die Verbundbrücke würde solch ein Ausziehversagen eine äußerst starke Schädigung bedeuten. Aber auch schon mittlere Schlupfwerte, welche sich einstellen, noch bevor der Verbund komplett versagt, wären mit sehr großen Verformungen für die Brücke verbunden. Im Extremfall müsste sie dann wohl gesperrt werden. Deshalb ist es sinnvoll, einen Wert für den Schlupf zu definieren, der noch als ungefährlich und damit zulässig angesehen werden kann. Da je nach Verbund- und Belastungsbedingung dieser Grenzwert früher oder später eintritt, ist es wichtig, den Zeitraum so gut es geht zu erfassen.

Dies geschieht allerdings nicht in Stunden, Monaten oder Jahren, sondern man bedient sich der Lastwechselanzahl. Die Ausziehbelastung folgt einem Schwingspiel; d.h., sie pendelt in einer bestimmten Zeit zwischen einem oberen und einem unteren Belastungswert hin und her. Darum reicht es aus, zu zählen, wie oft z.B. der obere Wert angeschlagen wird. Doch was hat das für einen Nutzen, zu wissen, dass der Verbund nach so und so vielen Lastwechseln die kritische Grenze erreicht? Dann wird ja die Brücke trotzdem gesperrt!

Die Frage ist natürlich richtig. Aus den Versuchergebnissen verschiedner Schwingspiele ist es jedoch möglich, diejenige Belastung zu bestimmen, mit der genau eine Million Lastwechsel laufen können, bevor der Schlupf zu groß wird – und das für unterschiedliche Längsrissbreiten. Für die Bemessung bedeutet das: Wird die Brücke so gebaut, dass die Lasten nicht größer und Risse nicht breiter werden, hält der Verbund eine Million Lastwechsel aus. Das ist nicht die Ewigkeit, aber sehr nah dran!

Alexander Lindorf

Dieser Beitrag erhielt im Rahmen des Wettbewerbs Wissenschaftsreportage auf dem Doktorandensymposium 2010 des Deutschen Ausschuss für Stahlbeton (DAfStb) einen Sonderpreis. Alexander Lindorf ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Massivbau der TU Dresden.

Kegeln mit Beton?

„Der Kegel verkündet: was trocknet schwindet,
gezwängter Beton zeugt mit Rissen davon,
ob er kriecht oder bricht –
der Kegel bringt´s ans Tageslicht.“

Mit obenstehendem Poem versuchte Sören Eppers das Thema und die Inhalte seiner Dissertation kurz zu umreißen, die er am 24. November 2010 an der Fakultät vor erlesenem Publikum zur Diskussion stellte. Sören Eppers war ein „externer“ Doktorand, der sich am VDZ Düsseldorf in den vergangenen Jahren intensiv mit Messmethoden zur Erfassung der Schwindverformungen von Beton in jungem Alter befasste und dies auch zum Thema seiner Doktorarbeit machte.

Promovend Der Promovend und seine Kommission

Und das hat das nun mit Kegeln zu tun? Der von S. Eppers beschworene Kegel ist ein Schwindkegel: dies ist ein neuartiges Messwerkzeug, mit dem die Schwindverformung ausgehend vom frischen Zustand des Betons zuverlässig erfasst werden kann – dies verkündete zumindest Herr Eppers, und es klang durchaus glaubwürdig.

Am Ende der Disputation waren alle froh: Herr Eppers ob der sehr gut bestandenen Prüfung, Prof. Mechtcherine weil er einen weiteren Doktoranden erfolgreich zur Promotion geführt hatte und alle zusammen angesichts der aufgetafelten Sektgläser und Häppchen, bei deren Verzehr der Nachmittag ausklang.

Weihnachtskonzert

Weihnachtskonzert

Das traditionelle Weihnachtskonzert der Fakultät Bauingenieurwesen findet in diesem Jahr am 9. Dezember um 17 Uhr im Foyer des Beyer-Baus statt – wobei Kenner des Hauses wissen: Das wunderschöne Foyer (mit Stuckdecke und Treppen-Bühne) befindet sich im 1. OG des Hauses. Mittlerweile steht das Programm, vom Kirchenlied aus dem 14. Jahrhundert über Bach bis zur Moderne ist alles dabei. „Dabei werden wir diesmal auch ein wenig international, zumindest englischsprachig“, verrät die Initiatorin und Organisatorin Susanne Saft. Drei Ensembles bestreiten das Programm: die Bauharmoniker, die Smart Musicians und ein Streichsextett; sie treten allein oder gemeinsam auf. Das Publikum darf diesmal auch wieder an zwei Stellen mitsingen. Glühwein gibt’s wie immer vom Fachschaftsrat. Und bis auf den Glühwein ist natürlich alles kostenlos – Gäste willkommen!

Workshop: Modelling in Geomechanics

UVS
25. November 2010

Am 07.12.2010 findet am Institut für Geotechnik von 14 bis 17 Uhr ein Workshop zum Thema „Modelling in Geomechanics“ statt. Eingeladen sind als Auslandsgäste Professor Tamagnini von der Università degli Studi di Perugia und David Masín von der Karls-Universität in Prag. Aktuelle Forschungsthemen, welche am Institut zur Zeit bearbeitet werden, werden vorgestellt und im Anschluss diskutiert. Der Workshop ist öffentlich; bei Interesse können Studentinnen und Studenten sowie MitarbeiterInnen gerne teilnehmen. Ort des Workshops: Bibliothek im Anbau des Neuffer-Baus.

Wissenschaftliche Mitarbeiter(innen) gesucht

UVS
24. November 2010

Am Institut für Baukonstruktion (Prof. Dr.-Ing. Bernhard Weller) sind ab 01.04.2011 und 01.10.2011 zwei Stellen eines/einer wiss. Mitarbeiters/-in für die Dauer von jeweils 5 Jahren zu besetzen (Beschäftigungsdauer gem. WissZeitVG). Die Vergütung erfolgt nach TV-L, Stufe E-13.

Das Institut bietet ein attraktives Arbeitsumfeld, ein aufgeschlossenes und kompetentes Team, eine sehr gute Ausstattung in Labor und Prüfhalle, umfangreiche Weiterbildungsmöglichkeiten und gute Kontakte zu anderen Forschungseinrichtungen wie auch zur Industrie.

Aufgaben

  • Bearbeitung und Koordinierung von nationalen und internationalen Projekten im Bereich des Konstruktiven Glasbaus mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten
  • Mitwirkung in der Lehre und Betreuung von Studierenden; Ausarbeitung von Lehrmaterialien
  • Mitwirkung bei allgemeinen Organisationsaufgaben, Tagungen und Workshops
  • wissenschaftliche Weiterqualifikation (Promotion) ausdrücklich gewünscht

Voraussetzungen

  • wiss. HSA als Dipl.-Ing. Bauingenieur/in
  • gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift
  • Eigeninitiative
  • Kontakt- und Einsatzfreude sowie Bereitschaft zur Teamarbeit
  • pädagogische Eignung und didaktische Fähigkeiten
  • Berufserfahrung erwünscht, aber nicht Vorraussetzung

Frauen und Schwerbehinderte sind ausdrücklich zur Bewerbung aufgefordert.
Ihre schriftliche Bewerbung richten Sie bitte bis 03.01.2011 mit den üblichen Unterlagen und frankiertem Rückumschlag an:

TU Dresden
Fakultät Bauingenieurwesen
Institut für Baukonstruktion
Herrn Prof. Dr.-Ing. Bernhard Weller
01062 Dresden

Auskünfte über Tel.: 0351 463-34845

Großer Lauschangriff auf alte Bauten

Dresdner Bauingenieure wollen Bausubstanz erhalten helfen

Alles wird älter! Nicht nur die Lebenserwartung der Menschen steigt stetig an, sondern auch die unserer Bauwerke. Wir haben über die vergangenen Jahrhunderte einen riesigen Wert an bestehender Bausubstanz geschaffen, und dieser ist nicht so einfach zu ersetzen. Nicht nur die große wirtschaftliche Bedeutung, sondern auch der ideelle Wert der vorhandenen Bauwerke zwingt uns dazu umzudenken. So sind heute schon mehr Bauingenieure damit beschäftigt bestehende Bauwerke zu erhalten anstatt neue zu bauen. In Dresden haben Forscher einen Weg gefunden, mit Hilfe von innovativen Messtechniken mögliche Schädigungen von Bauteilen rechtzeitig zu erkennen.

Der Umgang mit bestehenden Gebäuden erfordert eine ganz andere Herangehensweise als dies für die Planung eines neuen Bauwerkes nötig ist. Das Bauwerk existiert bereits und Materialeigenschaften sowie Bauteilabmessungen lassen sich nicht mehr groß beeinflussen. Die Aufgabe des Bauingenieurs ist es, das bestehende Bauwerk so zu sanieren und instand zu setzen, dass eine weitere Nutzung möglich ist.

Allerdings ist die Bewertung der Trag- und Nutzungssicherheit nicht immer so einfach möglich. Meist existieren nur unvollständige oder überhaupt keine Unterlagen über das Bestandsbauwerk, und so müssen die benötigten Informationen durch eine umfangreiche Bestandsanalyse zusammengetragen werden. Doch ist nicht alles über das Bauwerk so einfach in Erfahrung zu bringen. Gerade Stahlbetonbauwerke aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts haben oft eine zu geringe Bewehrung. Rein rechnerisch dürfte das Bauwerk gar nicht mehr stehen, aber die Realität sieht anders aus.

Um diesen Widerspruch zu lösen, greifen Bauingenieure gerne auf Versuche zurück und führen Probebelastungen durch. Die zu untersuchenden Bauteile werden dabei mit Hilfe von Hydraulikzylindern belastet und die Verformungen des Bauwerkes gemessen.

Belastungsversuch Durchführung eines Belastungsversuchs ; Foto aus 2. Zwischenbericht EXTRA-Forschungsvorhaben

Diese Methode des Nachweises wird bereits seit vielen Jahrhunderten genutzt, weil sie für jeden offensichtlich beweist, dass das belastete Bauteil der Belastung standhält. Doch ist das reine „Bestehen“ des Versuches kein ausreichendes Kriterium dafür, dass das Bauteil auch in Zukunft nicht einstürzt. Deshalb darf während des Belastungsversuches das Bauteil nicht geschädigt werden, d. h. es dürfen sich keine großen Risse bilden oder die Decke nach dem Versuch stark durchhängen.
Diese Schädigungen werden während eines Belastungsversuches dadurch ausgeschlossen, dass das Bauteil die ganze Zeit messtechnisch überwacht wird. Die Verformungen werden online aufgezeichnet und können am Bildschirm in Echtzeit bewertet werden. Erreichen die Messwerte während des Versuches bestimmte Grenzwerte oder nehmen die Verformungen sehr stark zu, ist dies ein Anzeichen für ein sich ankündigendes Versagen. Bisher dürfen Bauteile nur dann durch Probebelastungen untersucht werden, wenn sichergestellt ist, dass sich ein Versagen rechtzeitig ankündigt.

schub verankerungsbruch Versagensform mit geringer Ankündigung; Foto aus Mörsch – Der Eisenbetonbau

Doch es gibt auch Versagensformen, bei denen eine solche Ankündigung nur sehr gering wahrnehmbar bzw. messbar ist, so dass eine rechtzeitige Entlastung nicht möglich ist und Schädigungen also nicht sicher ausgeschlossen werden können.
Genau mit diesen Versagensformen beschäftigt sich seit einem knappen Jahr eine Dresdner Forschergruppe intensiv. Ziel der Forschungsarbeit ist es, mit Hilfe von photogrammetrischen Aufnahmen und der Messung von Schallemissionen eine Vorankündigung auch bei diesen Versagensarten wahrnehmen zu können.

Bei der Photogrammetrie werden Punktmuster künstlich auf die Bauteiloberfläche aufgesprüht und diese während des Versuches ständig photographiert. Eine automatische Bilderkennung ermöglicht Punktverschiebungen im Mikrometerbereich zu messen und so bereits kleinste Veränderungen im Tragverhalten zu erkennen.

Während die Photogrammetrie das Bauteil von außen überwacht, werden die Vorgänge im Bauteilinneren mit Hilfe von Schallemissionen beobachtet. Jeder noch so kleine Bruchvorgang im Bauteil erzeugt Schallwellen die gemessen werden können und so erkennen lassen in welchem Zustand das Bauteil wirklich ist, obwohl es von außen vollkommen intakt scheint.

Mit Hilfe dieser beiden innovativen Messtechniken sollen in den nächsten Jahren Indikatoren entwickelt werden, die rechtzeitig eine Schädigung ankündigen und so Probebelastungen auch bei den Bauwerken eingesetzt werden können, bei denen es bisher nicht erlaubt war.

Diese Erweiterung der Methode des experimentellen Tragsicherheitsnachweises würde es ermöglichen eine große Anzahl von bestehenden Tragwerken, für die heute kein rechnerischer Nachweis möglich ist, zu erhalten, einen Abriss zu vermeiden und Bausubstanz zu schonen.

Gregor Schacht

Dieser Beitrag erhielt im Rahmen des Wettbewerbs Wissenschaftsreportage auf dem Doktorandensymposium 2010 des Deutschen Ausschuss für Stahlbeton (DAfStb) einen Sonderpreis. Gregor Schacht ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Massivbau der TU Dresden.

Simulation von Blechumformprozessen

UVS
23. November 2010
Infotag DynamoreDr. A. Haufe (DYNAmore GmbH) nennt bei seiner Einführung einige Referenzkunden aus der Automobilbranche

Zu einem Infotag trafen sich im Computer-Pool des Fakultätsrechenzentrums der Fakultät Bauingenieurwesen Fachleute aus ganz Deutschland, um die Simulation von Blechumformprozessen mit LS-DYNA und eta/DYNAFORM kennen zu lernen. Werkzeugkonstrukteure und Methodenentwickler aus dem Bereich der Metallumformung erhielten in Fachvorträgen grundlegende und weiterführende Informationen zum Einsatz des Softewarepakets. Zwischen dem Fakultätsrechenzentrum und der Dynamore GmbH besteht seit 2007 eine enge Zusammenarbeit. Im Projekt „Bewertung von Methoden und Kriterien zur Sensitivitätsanalyse bei nichtlinearem Strukturverhalten“ wurden existierende Sensitivitätsmaße und Methoden zur Sensitivitätsanalyse hinsichtlich ihrer Eignung bei nichtlinearem Strukturverhalten untersucht. Im Ergebnis wurde der Stand der Wissenschaft und Technik erarbeitet und festgestellt, dass bestehende Methoden und Algorithmen entscheidende Nachteile aufweisen. Sie sind entweder für nichtlineares Strukturverhalten grundlegend nicht geeignet oder ihr Einsatz erfordert einen nicht realisierbaren Rechenaufwand. „Diese Erkenntnisse bildeten die Grundlage für ein durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Sachsen gefördertes Projekt zur Erforschung und Entwicklung von Methoden zur effizienten globalen Sensitivitätsanalyse als Grundlage eines innovativen Software-Prototypens im Entwurfsprozess“, freut sich der Leiter des Fakultätsrechenzentrums, Dr.-Ing. Uwe Reuter.

Lesefaule Bauingenieure?

UVS
23. November 2010
GeschafftDie SLUB: Ein Ort der Entschleunigung…

Erstsemester (oder andere, die es noch nicht sind) müssen sich in der SLUB anmelden: Die Sächsische Landesblibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden weiß daher, wer wie lesefreundlich ist. Bauingenieure, lesen wir heute im Blog der Bibliothek, sind eine eigene Erwähnung wert, allerdings nicht in der Abteilung Ruhm: „Bereits weitgehend komplett sind wir z.B. in Architektur, Erziehungswissenschaften, Jura, Medizin, Philosophischer Fakultät und Wirtschaftswissenschaften (jeweils über 90 bis 100%), besonders unterrepräsentiert sind Informatik (56%), Bauingenieurwesen (66%) und – man lese und staune – Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften (73%).“

Vielleicht aber ist der Stundenplan ja auch nur zu voll und es war noch keine Zeit! Anmelden ist immer möglich und lohnt sich, denn die SLUB ist ein feiner Ort für Buchrecherche – und liegt ja auch nicht wirklich weit vom Beyer-Bau entfernt. Geöffnet hat die SLUB übrigens zu durchaus freundlichen Zeiten (Zentralbibliothek | Bereichsbibliothek DrePunct)

Festungsbau und Baukultur

Im Rahmen der Reihe „Seminar für Bauwesen“ spricht am kommenden Donnerstag (25.11.2010) Dr. Stefan Bürger (TU Dresden, Philosophische Fakultät) über „Festungsbau und Baukultur – Neues zur Ingenieurbaukunst der Frühen Neuzeit“. Der Vortrag findet wie gewohnt 18:30 Uhr im Beyer-Bau, George-Bähr-Str. 1, Hörsaal 118 statt. Die Veranstaltung des George-Bähr-Forums wurde nachträglich dem ursprünglichen Programm hinzugefügt.

Fachschaftsrats-Wahlen

UVS
19. November 2010
Die KandidatenWahlplakat zur Fachschaftsrats-Wahl

Vom 23.11.-25.11.2010 werden an der TU Dresden wieder die Fachschaftsräte gewählt. Um die studentische Mitbestimmung auf Hochschulebene zu sichern und die studentischen Interessen zu vertreten, gibt es Fachschaftsräte. Auch wenn nur wenig zu wählen ist (es stehen 13 Kandidaten aus allen Semestern zur Wahl, von denen 12 in den kommenden FSR gewählt werden), sind die Studentinnen und Studenten an einer hohen Wahlbeteiligung interessiert: „Es ist wichtig, dass Ihr euren Fachschaftsrat legitimiert. Jede Stimme zählt! Wir hoffen auf eine hohe Wahlbeteiligung und wollen mit eurer Hilfe die Wahlquote vom letzten Jahr (28,62%) überbieten!“ heißt es in einem Aufruf des jetzigen Fachschaftsrates. Gewählt werden kann von Dienstag bis Donnerstag jeweils von 9 bis 16 Uhr. Die Wahlkabinen stehen im Foyer zwischen dem Beton-U-Boot und dem Kaffeeautomaten. Kleiner Anreiz, der Jahreszeit angemessen: Jeder Student bekommt nach Abgabe seiner Stimme einen Glühwein gratis.