22. Dresdner Brückenbausymposium im März 2012

Das 22. Dresdner Brückenbausymposium findet wieder zusammen mit der Verleihung des Deutschen Brückenbaupreises statt: Am 12. und 13. März 2012 ist die Technische Universität Dresden somit wieder hochkarätiger Treffpunkt der deutschsprachigen und internationalen Brückenbauer aus Wissenschaft, Wirtschaft und den Behörden.

Die zweitägige Veranstaltung wird mit der Preisverleihung des Deutschen Brückenbaupreises eröffnet. Bereits zum vierten Mal werden in Dresden die besten  Entwürfe aktueller Brücken ausgezeichnet. 37 Brücken wurden für den diesjährigen Wettbewerb eingereicht. In der Kategorie Straßen- und Eisenbahnbrücken waren es 17 und in der Kategorie Fuß- und Radwegbrücken 20 Bauwerke. Aus den Einreichungen hat die Jury am 20. und 21. Oktober jeweils drei Brücken pro Kategorie nominiert. Am 12. März 2012 werden die Gewinner in jeder Kategorie gekürt. Die Preisverleihung wird von Prof. Dr.-Ing. Hans Müller-Steinhagen als Rektor der TU Dresden eröffnet, danach sprechen der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Jan Mücke, sowie der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG, Dr. Rüdiger Grube. Anschließend werden die Preisträger bekannt gegeben. Beginn der Veranstaltung im Hörsaalzentrum der TU Dresden ist 18 Uhr (Einlass ab 17:30 Uhr).

Das Programm des Brückenbausymposiums am 13. März ist die bewährte Mischung aus grundlegenden Vorträgen und Berichten aus der Praxis. Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Manfred Curbach wird als neuer Leiter des Brückenbausymposiums begrüßen und über „Die Verantwortung des Brückenbauingenieurs“ ein Plädoyer für kleine Brücken halten. Technische Regierungsdirektorin Dipl.-Ing. Brit Colditz, Leiterin des Referates „Brücken, Tunnel und sonstige Ingenieurbauwerke“ im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, beleuchtet die „Europäische Normung im Brückenbau“ als Herausforderung und Chance.

Die Fachvorträge beginnen mit zwei internationalen Beiträgen: Prof. Ing. Giuseppe Mancini (SINTECNA, Torino) berichtet über die „Messina Strait Crossing: Concrete Foundation Blocks Design“, und O.Univ. Prof. Dipl.-Ing. MSc. Dr. phil. Dr. techn.  Konrad Bergmeister von der Universität für Bodenkultur Wien spricht über „Bogenbrücken – die wirksamste Lastabtragung?“

Acht weitere Fachbeiträge und ausreichend Zeit für Diskussionen im Foyer des Hörsaalzentrums geben der Veranstaltung den spannenden Rahmen. Die Tagungsgebühr beträgt 120,00 Euro, für Mitglieder des Vereins der Freunde des Bauinge­nieur­wesens der TU Dresden e.V. 80,00 Euro. Angehörige der TU Dresden und Studierende sind von der Tagungs­gebühr befreit. Zur Anmeldung.

Ergebnisse der Fachkollegien-Wahl

Die Online-Wahl zu den Fachkollegien der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) 2011 ist erfolgreich zu Ende gegangen; das vorläufige Wahlergebnis liegt vor. Im Fachkollegium 410 – Architektur und Bauwesen – wurden auch zwei Dresdner Professoren für die Amtsperiode 2012-2015 gewählt: Für den Bereich Konstruktiver Ingenieurbau (Beton, Stahl, Holz, Glas, Kunststoffe), Bauinformatik und Baubetrieb) Prof. Manfred Curbach (Institut für Massivbau) und für den Bereich Angewandte Mechanik, Statik und Dynamik Prof. Michael Kaliske (Institut für Statik und Dynamik der Tragwerke).

Mehr als 100 000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hatten die Chance, bei einer der größten Online-Wahlen ihre Stimmen für die Besetzung der 606 Plätze in insgesamt 48 Fachkollegien abzugeben – genutzt haben sie 42 896. Die Fachkollegien der DFG sind ein wichtiges Element in der Selbstverwaltung der deutschen Wissenschaft. Eine der zentralen Aufgaben der ehrenamtlich tätigen Fachkollegien ist die Qualitätssicherung der Begutachtung bei der Vorbereitung von Förderentscheidungen der DFG.

Intelligente Werkstoffe

Feldberechnung der inteligenten Werkstoffe

Wie bereits ausführlich vorangekündigt, spricht am heutigen Donnerstag im Rahmen der Reihe „Seminar für Bauwesen“ Prof. Dr.-Ing. Dietmar Gross (TU Darmstadt, Emeritus) zum Thema „Zur Modellierung von Deformation und Versagen intelligenter Werkstoffe“. Die Veranstaltung beginnt, wie gewohnt, um 18.30 Uhr im Hörsaal 118 des Beyer-Baus, George-Bähr-Straße 1. Unser Bild zeigt Ergebnisse einer Feldberechnung der Intelligenten Werkstoffe.

Viel-Teilchen-Simulationen zum mehraxialen Schädigungsverhalten von Beton

Am kommenden Donnerstag (24.11.) hält Dipl.-Math. Dirk Reischl im Rahmen des Doktorandenkolloquiums einen Vortrag zum Thema „Viel-Teilchen-Simulationen zum mehraxialen Schädigungsverhalten von Beton“. Die Veranstaltung findet von 9:30 – 11 Uhr im BEY 67 statt.

Viel-Teilchen-Simulationen stellen eine alte, neue Methode dar, um Einblicke ins Materialverhalten auf meso-struktureller Ebene zu gewinnen. Der Vortrag behandelt eine in Entwicklung befindliche numerische Simulation zum Schädigungsverhaltens von Beton, die auf der Generierung von Haufwerken kugelförmiger Zuschlagkörner, deren Verleimung (momentan direkt miteinander, später durch ein Ensemble von Zementsteinpartikeln) und der anschließenden Belastung der so erhaltenen virtuellen Probekörper basiert. Es wird über den aktuellen Stand der Simulation informiert, es werden die Methode verdeutlicht, Probleme aus dem Umfeld der Simulation angesprochen und noch offene Fragen diskutiert.

Querkraftverstärkung von Bauteilen mit textilbewehrtem Beton

UVS
18. November 2011

Die Fakultät Bauingenieurwesen lädt zur öffentlichen Verteidigung im Promotionsverfahren mit dem Thema „Querkraftverstärkung von Bauteilen mit textilbewehrtem Beton“ von Dipl.-Ing. Anett Brückner am Freitag, 16.12.2011, 10:30 Uhr, in das Sitzungszimmer Beyer-Bau, Raum 67, George-Bähr-Straße 1, ein.

Torsionstragverhalten von textilbetonverstärkten Stahlbetonbauteilen

UVS
18. November 2011

Die Fakultät Bauingenieurwesen lädt zur öffentlichen Verteidigung im Promotionsverfahren mit dem Thema „Torsionstragverhalten von textilbetonverstärkten Stahlbetonbauteilen“ von Frank Schladitz M.Sc. am Dienstag, 20.12.2011, 14:00 Uhr, in das Sitzungszimmer Beyer-Bau, Raum 67, George-Bähr-Straße 1, ein.

Ermüdung des Verbundes von Stahlbeton unter Querzug

UVS
18. November 2011

Die Fakultät Bauingenieurwesen lädt zur öffentlichen Verteidigung im Promotionsverfahren mit dem Thema „Ermüdung des Verbundes von Stahlbeton unter Querzug“ von Dipl.-Ing. Alexander Lindorf am Donnerstag, 01.12.2011, 14:00 Uhr, in das Sitzungszimmer Beyer-Bau, Raum 67, George-Bähr-Straße 1, ein.

Deutscher Brückenbaupreis 2012: Sechs Brücken in der engeren Wahl

Bauwerke bei Weimar, bei Wesel, in Havelberg, in Gelsenkirchen, Flöha und bei Euskirchen gehören zu den landesweit schönsten neuen Brücken. Das hat eine Jury namhafter Brückenbauexperten festgestellt. Die Jury tagte im Vorfeld des renommierten Deutschen Brückenbaupreises, der am 12. März 2012 zum vierten Mal in Dresden verliehen wird – am Vorabend und damit auch als Auftakt zum 22. Dresdner Brückenbausymposium. Aus insgesamt 37 eingereichten Wettbewerbsbeiträgen hat die Jury jeweils drei Bauwerke in den Kategorien „Straßen- und Eisenbahnbrücken“ sowie „Fuß- und Radwegbrücken“ nominiert. Wer der Sieger ist, wird erst während der Veranstaltung bekannt gegeben.

In der Kategorie „Straßen- und Eisenbahnbrücken“ sind nominiert:

  • Scherkondetalbrücke
    „Die Brücke über das Tal der Scherkonde im Weimarer Land ist eine herausragende Innovation im Eisenbahnbrückenbau. Das 576,5 m lange Bauwerk im Zuge der Neubaustrecke Erfurt-Leipzig/Halle ist die erste semi-integrale Brücke für den Hochgeschwindigkeitsverkehr der Bahn. Die nahezu fugen- und lagerlose Konstruktion ermöglichte ein wartungsarmes, ästhetisch überzeugendes Bauwerk“, urteilte die Jury.
  • Niederrheinbrücke Wesel
    „Die Brücke über den Rhein bei Wesel ist die richtige Lösung für diesen Ort“, befand die Jury. „Mit der konsequent nach dem Kraftfluss gestalteten einhüftigen Schrägkabelbrückeund ihrem weithin sichtbaren 130 m hohen Pylon wurde eine klassische Aufgabe planerisch optimal analysiert und konstruktiv perfekt umgesetzt.“
  • Sandauer Brücke in Havelberg
    Mit zurückhaltender Eleganz verbindet der flache Stabbogen der Sandauer Brücke die Inselstadt Havelberg und die umgebende Landschaft. Die sich harmonisch in das historische Stadtbild einfügende Brücke „überzeugt“, so die Jury, „sowohl als Ganzes als auch durch eine Fülle gelungener Details.“

Die Nominierten in der Kategorie „Fuß- und Radwegbrücken“ sind:

  • Fuß- und Radweg über den Rhein-Herne-Kanal
    „Die einseitig aufgehängte, integrale Hängebrücke überquert den Rhein-Herne-Kanal in einem weiten Bogen. Der kühne Schwung des schwerelos anmutenden Bauwerks leistet einen ästhetisch anspruchsvollen Beitrag zur Funktionalität des Wegenetzes im Emscher Landschaftspark.“
  • Blaue Welle, Flöha
    „Die S-förmig über die Bundesstraße 173 und die Gleise der Erzgebirgsbahn geschwungene Brücke löst die schwierige Anbindung eines an das Bahnhofsareal angrenzenden Sport- und Erholungsgebietes auf elegante Weise. Durch ihr fließendes Erscheinungsbild und die entsprechende Farbgebung wird die Brücke zur Blauen Welle.“
  • Victor-Neels-Brücke über den Urftsee im Nationalpark Eifel
    „Die einhüftige Hängebrücke zur stützenfreien Überbrückung des Urftsees stellt mit geringstem Materialaufwand eine bewundernswerte Leichtigkeit her. Hier wurde mit Umsicht nachhaltig und innovativ gebaut, situationsgerecht und wirtschaftlich“, so die Jury.

Mit dem Deutschen Brückenbaupreis ausgezeichnet werden die Bauwerke sowie die Ingenieure, die maßgeblich am Entstehen der jeweils siegreichen Brücke beteiligt waren. Auslober des Preises sind die Bundesingenieurkammer und der Verband Beratender Ingenieure. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung fördert den Preis im Rahmen der Initiative Baukultur und hat erneut die Schirmherrschaft übernommen. Die DB AG ist wiederum Hauptsponsor.

[Quelle: Pressemitteilung der Auslober]

Ehrendoktorwürde der TU Kaiserslautern für Prof. Manfred Curbach

Verleihung der EhrendoktorwürdeVerleihung der Ehrendoktorwürde in Kaiserslautern: TU-Präsident Prof. Dr. Helmut J. Schmidt, Prof. Dr.-Ing. Manfred Curbach und Dekan Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Kurz (v.l.n.r.).

Am 15. November 2011 erhielt Prof. Dr.-Ing. Manfred Curbach die Ehrendoktorwürde des Fachbereiches Bauingenieurwesen der Technischen Universität Kaiserslautern. Der 55 Jahre alte Hochschullehrer der Technischen Universität Dresden ist einer der führenden deutschsprachigen Wissenschaftler auf dem Gebiet des Stahlbeton- und Spannbetonbaus. In einem Festakt überreichte der Präsident der TU Kaiserslautern, Prof. Helmut J. Schmidt, die Urkunde. Gemeinsam mit dem Dekan des Fachbereiches, Prof. Wolfgang Kurz, konnte er eine große Zahl an Gästen willkommen heißen. Die Laudatio hielt der Leiter des Fachgebietes Massivbau und Baukonstruktion, Prof. Jürgen Schnell.

Entscheidend für die Vergabe der Ehrendoktorwürde an Prof. Manfred Curbach waren seine herausragenden wissenschaftlichen Erfolge im konstruktiven Ingenieurbau, seine Verdienste bei der konsequenten Umsetzung von Forschungsergebnissen in die Baupraxis und seine vorbildliche Persönlichkeit. Als Sprecher des Sonderforschungsbereiches „Textilbeton“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft hat er ganz wesentlich zur grundlegenden Erforschung einer neuen Bauart beigetragen. Aktuell ist er Sprecher des von ihm initiierten DFG-Schwerpunktprogramms „Leicht Bauen mit Beton – Grundlagen für das Bauen der Zukunft mit bionischen und mathematischen Entwurfsprinzipien“, in dem etwa 50 Wissenschaftler von elf Technischen Universitäten zusammenarbeiten. Weiterhin ist er führend in der Erforschung des mehraxialen Tragverhaltens des Werkstoffes Beton.

Zusätzlich bekleidet Professor Curbach eine Vielzahl von Ehrenämtern. Der frühere Vorsitzende der VDI-Gesellschaft Bautechnik ist seit 2004 Vorsitzender des Vorstandes des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton und hat damit das höchste national zu vergebende Ehrenamt im Betonbau inne. Er ist Leiter der deutschen Delegation bei der weltweiten „fédération internationale du béton“. Er war Mitglied im Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft und mehrere Jahre lang als Prorektor der TU Dresden für die strategische Ausrichtung seiner Universität zuständig.

Zur Technischen Universität Kaiserslautern unterhält Professor Curbach seit vielen Jahren enge Beziehungen, die sich in einer intensiven wissenschaftlichen Zusammenarbeit auf unterschiedlichsten Ebenen niedergeschlagen haben.

Zur Modellierung von Deformation und Versagen intelligenter Werkstoffe

Einen Vortrag mit dem Thema „Zur Modellierung von Deformation und Versagen intelligenter Werkstoffe“ hält im Rahmen des Seminars für Bauwesen Prof. Dr.-Ing. Dietmar Gross von der Technischen Universität Darmstadt, Fachgebiet Festkörpermechanik. Der Vortrag findet am 24. November im Hörsaal 118 im Beyer-Bau statt und beginnt um 18:30 Uhr.

Unter intelligenten Werkstoffen – auch Smart Materials genannt – versteht man in der Regel Festkörper, deren Verhalten durch äußere Felder wie Temperatur oder elektrische Spannung stark beeinflusst werden kann. Typische Beispiele hierfür sind Formgedächtnislegierungen, Piezoelektrika oder Elektropolymere, die heute in der industriellen Praxis in weiten Bereichen eingesetzt werden.

Nach einem kurzen Einblick in die Anwendungsmöglichkeiten werden einige Probleme von Piezoelektrika und von dielektrischen Elastomeren näher diskutiert. Eines davon ist die sogenannte elektrische Ermüdung von Piezoelektrika, die bisher noch nicht vollständig verstanden ist. Gezeigt wird dabei, wie man durch geeignete Modellierung der Mikromechanismen und durch numerische Simulation zu einem Verständnis der ablaufenden Prozesse kommen kann. Ein anderes Problem ist das Bruchverhalten dieser Werkstoffe, das im Wesentlichen durch die Domänenstruktur in der Umgebung der Rissspitze bestimmt wird. Hier lassen sich mittels FE-Simulationen auf der Basis der Phasenfeldtheorie Einblicke gewinnen, die Schlüsse hinsichtlich des makroskopischen Verhaltens erlauben.

Dielektrische Elastomeraktuatoren neigen bei einem kritischen elektrischen Feld zur elektromechanischen Instabilität, die in der starken Nichtlinearität dieses „weichen“ Materials begründet sind. Verglichen werden verschiedene Materialmodelle hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf das Stabilitätsverhalten. Daneben wird mittels FE-Simulationen gezeigt, auf welche Weise man die Effizienz dieser Materialien durch Einbettung „harter“ piezoelektrischer Partikel möglicherweise optimieren kann.