Prof. Weller (Institut für Baukonstruktion) und Dipl.-Ing. Arch. Djahanschah (DBU) mit dem Tagungsband zur Veranstaltung „Denkmal und Energie 2015“
Am 8. Dezember fand im Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück nun schon zum vierten Mal die Tagung „Denkmal und Energie“ statt. Unter dem Veranstaltungsmotto „Kreative Ansätze zur Sanierung – Von der Gotik bis zur Moderne“ konnte Prof. Bernhard Weller vom Institut für Baukonstruktion etwa 150 Teilnehmer im voll gefüllten Veranstaltungssaal begrüßen.
Der Teilnehmerkreis bestand aus Architekten, Ingenieuren, Denkmalpflegern, Vertretern des öffentlichen Dienstes sowie Unternehmen, die im Bereich der Denkmalpflege und der Sanierung tätig sind. Ihnen wurden mit zehn Fachvorträgen in den Themenkomplexen „Eröffnung und Impuls“, „Material und Technik“, „Gestaltung und Konstruktion“ sowie „Bauten und Projekte“ die Besonderheiten von Baukonstruktionen verschiedener Baualtersstufen und dem damit verbundenen Einfluss auf eine energetisch sinnvolle und schadenfreie Sanierung vorgestellt.
Anhand verschiedener Beispielgebäude wurden typische Baukonstruktionen, Schadensbilder und Sanierungsbeispiele aufgezeigt und im Detail erläutert. Erstmals ist zu der Veranstaltung auch ein Tagungsband erschienen, welcher die vorgetragenen Themen beinhaltet.
Die positive Resonanz der Teilnehmer zeigt, dass der Themenkomplex Denkmal und Energie fest im Aufgabenfeld von Architekten und Ingenieuren verankert ist und regt an, auch im kommenden Jahr wieder solch eine Tagung durchzuführen.
Die Fakultät Bauingenieurwesen lädt ein zur öffentlichen Verteidigung im Promotionsverfahren mit dem Thema „A study on Textile Reinforced- and Expanded Polystyrene Concrete Sandwich Beams“ („Untersuchung von Sandwichbalken aus Textil- und Styroporbeton“) von Viet Anh Nguyen, M.Sc. am Donnerstag, 18. Dezember 2014,12:00 Uhr, in das Sitzungszimmer Beyer-Bau, Raum 67, George-Bähr-Straße 1.
Die Fakultät Bauingenieurwesen lädt ein zur öffentlichen Verteidigung im Promotionsverfahren mit dem Thema „Entwicklung des Brandschutzes in Deutschland vom Späten Mittelalter bis zur Moderne (13. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert)“ von Dipl.-Ing. Sylvia Heilmann am Donnerstag, 15. Januar 2015, 14:00 Uhr, in das Sitzungszimmer Beyer-Bau, Raum 67, George-Bähr-Straße 1.
Die Fakultät Bauingenieurwesen lädt ein zur öffentlichen Verteidigung im Promotionsverfahren mit dem Thema „Endverankerung und Übergreifung textiler Bewehrungen in Betonmatrices“ von Dipl.-Ing. (FH) Enrico Lorenz, M. Sc. am Dienstag, 16. Dezember 2014, 13:00 Uhr, in das Sitzungszimmer Beyer-Bau, Raum 67, George-Bähr-Straße 1.
Das 8. Dresdner RFID-Symposium findet am 4. und 5. Dezember 2014 an der Technischen Universität Dresden statt. Im Hörsaal 118 des Beyer Baus (George-Bähr-Straße 1, 01069 Dresden) werden ausgewählte Praxisbeispiele, Forschungsprojekte und neueste Entwicklungen aus diesem Bereich vorgestellt. Das Symposium wird von den Mitgliedern des RFID-Netzwerkes im Silicon Saxony e.V. organisiert, die sich intensiv mit RFID als einer Technologie zur Optimierung von Geschäftsprozessen beschäftigen.
Als besonderes Highlight werden die Anwendungsszenarien für RFID im Bau anhand eines Demonstrators der TU Dresden hautnah vermittelt. Darüber hinaus gibt es einen Vortrag von IBM zum Trendthema „Internet der Dinge & Industrie 4.0“. Im Rahmen der Förderinitiative Industrie 4.0 des BMBF ist die RFID Technologie neben der IT eines der infrastrukturellen Kernthemen. Weitere Vorträge beleuchten RFID-Lösungen im industriellen Einsatz und für medizinische Applikationen sowie über RFID in elektronischen Ausweisdokumenten.
Im Rahmen der weltweit führenden Fachmesse »glasstec« fand vom 21. bis 22. Oktober 2014 die internationale wissenschaftliche Konferenz »engineered transparency« statt. Die alle zwei Jahre stattfindende Konferenz bot Informationen rund um das Thema Glas im Bauwesen. Mehr als 70 Fachbeiträge bildeten dabei den Kern der von der TU Dresden und der TU Darmstadt organisierten Tagung.
Den zahlreichen Vorträgen wohnten renommierte Keynote-Sprecher bei: Dr.-Ing. Winfried Heusler, Senior Vizepräsident bei der Firma SCHÜCO/Bielefeld, Prof. Dr.-Ing. Jan Knippers, Partner bei »Knippers Helbig« und Leiter des Instituts für Tragkonstruktionen und Konstruktives Entwerfen der Universität Stuttgart/Germany, John Kooymans, Abteilungsleiter von RJC in Toronto/Canada und Christoph Timm, Gesellschafter bei SOM, New York/USA.
Mehr als 200 Teilnehmer aus 26 Ländern, darunter Vertreter von 30 internationalen Universitäten und Hochschulen, folgten den Fachvorträgen zu den neuesten Entwicklungen und Forschungsergebnissen in den Bereichen des konstruktiven Glasbaus, Fassadentechnik und Solartechnik.
Zahlreiche der vorgestellten Innovationen wurden zeitgleich als Exponate im Bereich »glass technology live« ausgestellt, wo außerdem der erste Kongresstag in einem kommunikativen »get together« abschloss. Diese Sonderschau auf der mit etwa 43.000 Messebesuchern und über 1.200 Ausstellern sehr erfolgreichen »glasstec«, zeigt die neuesten Entwicklungen aus der Forschung rund um das Thema Glas. Darunter richtungsweisende Exponate wie eine neun Meter lange Spannglasbücke sowie Holz-Glas-Verbundelemente und absturzsichernde Glasgeländer mit geklebten Punkthaltern.
Die nächste »engineered transparency« findest am 20. und 21. September 2016 statt.
Prof. Scherer (rechts) erhielt die Konrad-Zuse-Medaille beim Baugewerbetag
Prof. Dr.-Ing. Raimar Scherer vom Institut für Bauinformatik der Technischen Universität Dresden wurde in diesem Jahr im Rahmen des 7. Deutschen Obermeistertags des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes mit der Konrad-Zuse-Medaille ausgezeichnet.
Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes ehrt damit Scherers Forschungsergebnisse im Bereich Building Information Modeling (BIM). Dieses Modell der durchgängigen Digitalisierung der planungs- und realisierungsrelevanten Bauwerksdaten und deren Vernetzung birgt ein erhebliches Innovationspotenzial in der Wertschöpfungskette Bau.
„Während sich die meisten Forscher auf Anwendungen in großen Baufirmen sowie Architektur- und Ingenieurbüros konzentrieren, war es Prof. Scherer in seiner 25-jährigen Forschungstätigkeit immer ein besonderes Anliegen, die kleinen und mittleren Unternehmen in das modellbasierte Arbeiten einzubeziehen. Die Herausforderung besteht darin, einfache Bedienlösungen für mittelständische Unternehmen zu finden und trotzdem dem Anspruch der Integration in komplexe Informationsmodelle zu genügen, ohne dass Insellösungen entstehen.“ So der Präsident des Deutschen Baugewerbes, Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein, in seiner Laudatio.
Professor Raimar Scherer wurde am 9. Februar 1952 geboren, er absolvierte nach der Schule eine Lehre als Bauzeichner. Von 1971 bis 1974 studierte er Bauingenieurwesen an der Fachhochschule „Würzburg-Schweinfurth“. Anschließend arbeitete er als konstruktiver Ingenieur in der Zentrale von Bilfinger & Berger in Mannheim. Noch im gleichen Jahr machte er sich mit einem Ingenieurbüro für Tragwerksplanung selbstständig. Die wissenschaftliche Arbeit hatte es ihm jedoch mehr angetan. Daher studierte er dann an der TU in München ebenfalls Bauingenieurwesen. 1979 schloss Scherer sein Studium als Diplom-Ingenieur ab. Bis 1984 blieb er wissenschaftlicher Mitarbeiter, zunächst am Lehrstuhl für Massivbau, dann im Fachgebiet „Elektronisches Rechnen im Bauingenieurwesen“.
Ab 1987 lehrte er an der Universität Karlsruhe in den Berufungsgebieten CAD und Sicherheitstheorie im Massivbau. Die praxisnahe Forschung ist Prof. Scherer wichtig. So baut er mit fünf Mitarbeitern den Bereich Angewandte Informatik mit dem Schwerpunkt Künstliche Intelligenz und Datenstrukturen im Bauwesen auf. Hier werden wesentliche Beiträge zur Entwicklung und Normung der BIM-Datenstrukturen geleistet.
1994 folgt er dem Ruf an die TU Dresden auf einen eigenen Lehrstuhl für Bauinformatik am Institut für Mechanik und Baustatik. Aus diesem heraus gründet er 2003 das Institut für Bauinformatik an der Fakultät für Bauingenieurwesen.
Der Forschungsschwerpunkt von Prof. Scherer ist das modellbasierte Arbeiten im Bauwesen, d. h. das ganzheitliche, elektronische Informationsmanagement, das in den letzten Jahren als BIM (Building Information Modelling) bekannt wurde. Prof. Scherer ist in Deutschland zusammen mit dem Zuse-Medaillenträger Prof. Junge einer der Pioniere auf diesem Gebiet.
Die Konrad-Zuse-Medaille des ZDB wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich auf dem Gebiet der Informatik im Bauwesen in hervorragender Weise ausgewiesen haben. Ziel der Auszeichnung ist es, die Verdienste von Konrad Zuse zu bewahren und andererseits die Nutzung modernster Informations- und Kommunikationstechnologien im Bauwesen aktuell zu befördern.
[Quelle Text und Bild: Zentralverband Deutsches Baugewerbe]
Die Fakultät Bauingenieurwesen lädt ein zur öffentlichen Verteidigung im Promotionsverfahren mit dem Thema „Wasserstoffinduzierte Spannungsrisskorrosion – Ein Beitrag zur Beurteilung der Zuverlässigkeit von Spannbetonbrücken mit Hennigsdorfer Spannstahl“ von Dipl.-Ing. (FH) Tobias Wilhelm, M. Eng. am Dienstag, 4. November 2014 um 13 Uhr im Sitzungszimmer Beyer-Bau, Raum 67, George-Bähr-Straße 1.
Den Hanns-Bruno-Geinitz-Preis in einer Gesamthöhe von 5.000,– Euro erhielten Karolin Moraweck, Dr. Jan Fischer und Dr. Nadine Janetschke – im Bild mit Stifter Dr. Dedo Geinitz (links) und Prof. Ulf Linnemann. Bild: UVS
Den Hanns-Bruno-Geinitz-Preis haben zwei junge Geowissenschaftlerinnen und ein Geowissenschaftler für herausragende Leistungen in ihrem Fachbereich erhalten. Karolin Moraweck, Dr. Nadine Janetschke und Dr. Jan Fischer wurden für ihre hervorragende Diplomarbeit bzw. Dissertationen gewürdigt.
Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wurde von den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden im Rahmen eines Symposiums verliehen, das anlässlich des 200sten Geburtstages von Hanns Bruno Geinitz vom 16. bis 18. Oktober in Dresden stattfand.
Stifter des Preisgeldes ist Dr. Dedo Geinitz, ein Nachfahre von Hanns Bruno Geinitz (1814–1900), einem der bedeutendsten Geowissenschaftler Deutschlands und langjährigen Direktor des Königlichen Museums für Mineralogie und Geologie, den jetzigen Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden (SNSD). Er lenkte von 1847–1898 erfolgreich die Geschicke des Museums im Dresdner Zwinger und baute es zu einer der führenden geowissenschaftlichen Institutionen in Europa aus. Darüber hinaus war er Lehrstuhlinhaber für Geognosie und Mineralogie sowie Direktor der Bibliothek an der Technischen Bildungsanstalt, der späteren Technischen Universität Dresden. Geinitz legte damit schon vor über 150 Jahren den Grundstein für eine bis heute andauernde und äußerst fruchtbare Zusammenarbeit im Bereich Forschung und Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses zwischen den beiden heutigen Institutionen.
Die Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden veranstalteten gemeinsam mit der Technischen Universität Dresden (TU Dresden) ein Symposium anlässlich des 200sten Geburtstages von Hanns Bruno Geinitz in der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek Dresden. In 18 wissenschaftlichen Vorträgen und zahlreichen Posterpräsentationen spiegelte sich die große Bandbreite der Forschung von Hanns Bruno Geinitz umfassend wider.
Auch die Ausstellung „Gespräche mit der Erde“ ist dem Dresdner Geowissenschaftler zu seinem 200. Geburtstag gewidmet. Sie präsentiert Bildbände über die Vor- und Frühgeschichte Sachsens sowie Fossilien und Gesteine – z.B. einen 92 Mio. Jahre alten Seestern aus Bad Schandau und eine Pflanzenversteinerung aus Zwickau, 310 Mio. Jahre alt. Die Ausstellung ist bis zum 19. Januar 2015 täglich von 10 bis 18 Uhr im Buchmuseum der SLUB in Dresden zu sehen und entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Museum für Mineralogie und Geologie der Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden und der Geologischen Sammlungen der TU Dresden.
In allen Bereichen der Ingenieurwissenschaften, so auch im Bauingenieurwesen, gibt es zahllose neue Ansätze und ideenreiche, technische Entwicklungen, z.B. im Hinblick auf neue Materialien, Materialkombinationen, Verbindungen und Technologien. Für die Berechnung der Tragwerke ist eine zutreffende Modellierung der Materialien und Strukturen erforderlich, um mit Simulationen zu realitätsnahen Prognosen des Tragverhaltens zu kommen. Diese Chancen sind in Gleichgewicht mit diversen Risiken der Praxis zu bringen. In diesem Spannungsfeld waren die Vortragsthemen breit angelegt − von der Grundlagenforschung und dem Zukunftspotential bis hin zu aktuellen Fragestellungen der Praxis − und beleuchteten die Chancen und Risiken in der Tragwerksplanung aus verschiedensten Blickwinkeln.
Neben den interessanten Beiträgen, die sich auf die verschiedensten Materialien (Holz, Beton, Stahl und Glas) konzentrierten, wurden Fragen der Qualitätssicherung von Softwareprodukten, des Bauens im Bestand und des Rückbaus von Kernkraftwerken behandelt. Im Rahmen des Seminars wurde auch über zwei interessante, große Infrastrukturprojekte (City-Tunnel in Leipzig, Dachtragwerk für den neuen Flughafen Berlin Brandenburg) berichtet, die in der Öffentlichkeit aus verschiedensten Gründen für Aufsehen gesorgt haben.
Das vollständige Tagungsprogramm ist hier verfügbar. Der Tagungsband zum Seminar kann über das Institut für Statik und Dynamik der Tragwerke der TU Dresden bezogen werden. Im Schlusswort wurde auch schon auf das 19. Dresdner Baustatik-Seminar hingewiesen, das für den 23. Oktober 2015 geplant ist.