Ersti-Infos

UVS
9. Oktober 2013

Am Freitag geht’s los: Mit Einführungsveranstaltungen beginnt das Wintersemester.

Wir haben in diversen älteren Beiträgen schon mal alles geschrieben, hier als Service noch einmal die entsprechenden Links:

Allen ein Herzliches Willkommen und gute Erfolge!

Dresdner Holzforscher sind German High Tech Champions im Leichtbau

FormholzrohreEin weiterer Preis für Peer Haller und sein Team. Bild: Lothar Sprenger

Einen neuen großartigen Erfolg verzeichnen Prof. Peer Haller und sein Team vom Lehrstuhl für Ingenieurholzbau und baukonstruktives Entwerfen: Beim bundesweiten Wettbewerb GERMAN HIGH TECH CHAMPIONS – GHTC® der Fraunhofer-Gesellschaft hat eine renommierte Jury das Projekt Fibre and textile reinforced moulded timber profiles and shells (Faser- und textilbewehrte Formholzprofile und Schalen) als eins von sechs Projekten ausgewählt.

Der Wettbewerb fand in diesem Jahr zum fünften Mal statt, dieses Mal in der Kategorie »Lightweight Design« (Material, Verfahren, Konstruktion & Design, Produktionswirtschaft, Schadenstoleranz & Reparatur, Stoffkreislauf & Recycling). Die Preisträger können ihre Ideen dem japanischen Markt präsentieren – die feierliche Preisverleihung findet im Rahmen des zweiten Fraunhofer Symposiums „Green Technology Made in Germany“ am 18. November in Tokio statt. Im Anschluss an die feierliche Preisverleihung bietet ein Business Networking die Möglichkeit, im persönlichen Gespräch mit potentiellen Auftraggebern weiterführende Fragen zu diskutieren und Projektideen zu entwickeln.

Den Gewinnern steht ein Preisgeld in Höhe von 10.000 € zur Verfügung, um die Marketing-Ziele in Tokyo optimal umzusetzen und die Reise durchzuführen.

Der GHTC® Wettbewerb hat sich zum Ziel gesetzt, Technologieentwickler und Erfinder an deutschen Universitäten und außeruniversitären, öffentlichen Forschungseinrichtungen dabei zu unterstützen, ihre Erfolge in der Auftragsforschung international zu steigern.

[Info-Seite zum Projekt beim Auslober]

Oberflächenvorbehandlung von Fügeteilen

Die Fakultät Bauingenieurwesen lädt ein zur öffentlichen Verteidigung im Promotionsverfahren mit dem Thema “Oberflächenvorbehandlung von Fügeteilen zur Optimierung adhäsiver Verbindungen im Konstruktiven Glasbau“ von Dipl.-Lebensmittelchem. Christiane Kothe am Dienstag, 15. Oktober 2013, 14:00 Uhr, in das Sitzungszimmer Beyer-Bau, Raum 67, George-Bähr-Straße 1.

Numerical simulation of the rheological behavior of fresh concrete

Die Fakultät Bauingenieurwesen lädt ein zur öffentlichen Verteidigung im Promotionsverfahren mit dem Thema „Numerical simulation of the rheological behavior of fresh concrete“ (Numerische Simulation des rheologischen Verhaltens von Frischbeton) von Herrn Sergiy Shyshko, M. Sc. am Montag, 23. September 2013, 13:00 Uhr, in das Sitzungszimmer Beyer-Bau, Raum 67, George-Bähr-Straße 1.

Neueste Entwicklungen in der Mess- und Versuchstechnik

SEUB 7
Blick ins Plenum der 7. SEUB

Das 7. Symposium „Experimentelle Untersuchungen von Baukonstruktionen“ am 5. September 2013 bot Gelegenheit, sich über neueste Entwicklungen in der Mess- und Versuchstechnik zu informieren und interessante Gespräche zu führen.

In der keynote lecture wurde ein beeindruckender Einblick in die aktuelle Forschung der BAM an Bauten für die Energiewende gegeben. In theoretisch ausgerichteten Vorträgen wurde über moderne Messmethoden wie beispielsweise über Chancen und Grenzen der Photogrammetrie oder neuartige Sensortextilien berichtet. Im Vortragsblock zu baudynamischen Untersuchungen wurden Messverfahren bei Labortests und bei Bauwerksuntersuchungen vorgestellt und über die Erfassung und Modellierung fußgängerinduzierter Schwingungen berichtet.

Wie auch bei den vorangegangenen Veranstaltungen lag ein weiterer Schwerpunkt bei Belastungsversuchen, bei Monitoring und bei der Zustandsbewertung. Die Bandbreite der vorgestellten Projekte reichte von Tests an alten und neueren Brücken über historische Decken bis zum Belastungsversuch am neuen alten Schlingrippengewölbe im Dresdner Schloss.

Dänemarks Brücken – Brückenexkursion 2013

Unter dem Motto „Entdecken schafft Wissen“ konnten jetzt einige Studenten des 8. Semester ihr erlerntes Wissen auf der alljährlichen Brückenexkursion vertiefen und die praktische Umsetzung hautnah sehen.

Dieses Jahr führte die Studienfahrt der zwölf Studenten und zwei Betreuer vom Institut für Massivbau in das laut Studie glücklichste Land der Welt, unser Nachbarland Dänemark. Die achttägige Exkursion, die von den Studenten mitorganisiert wurde, war eine Reise durch die Entwicklung der Tragsysteme und damit verbundenen Spannweiten.

Angefangen von unzähligen Klappbrücken, Stahlfachwerkbrücken, Balken- und Bogenbrücken über Schrägkabelbrücken bis hin zu kilometerlangen Hängebrücken konnten die Studenten die Vielzahl von Tragsystem bestaunen, analysieren und zum Teil sogar erleben. Neben einer Führung auf der Baustelle des Neubaus der Rethebrücke, die schwindelerregende Besteigung der Stahlhochbrücke Rendsburg sowie die Begutachtung der Ankerblöcke der Hängebrücke über den Kleinen Belt, war die Besichtigung der längsten Hängebrücke in Dänemark über den Großen Belt ein Höhepunkt. Nach zahlreichen Brücken wurde zur Abwechslung die Hauptstadt Kopenhagen erkundet, die schon mehrfach als „Lebenswerteste Stadt der Welt“ ausgezeichnet wurde.

Nach Verlassen der malerischen und architektonisch sehr empfehlenswerten Stadt Kopenhagen standen wieder die Brücken im Mittelpunkt. Eine Führung entlang der Öresundbrücke, welche die dänische Hauptstadt Kopenhagen mit Malmö in Schweden verbindet, zeigte den Studenten, dass neben den Entwurf und Bau die Instandhaltung und Wartung eines solchen Projektes eine große Rolle spielen. Schlusspunkt und gleichzeitig ein besonderes Erlebnis der Exkursion war das Erklimmen eines 40 m hohen Pfeilers der Strelasundquerung, dessen Form einem Tropfen gleicht und den Unterbau für die Schrägkabelbrücke und der Vorlandbalkenbrücke bildet. Am Ende des Aufstiegs wartete auf die Studenten die Besichtigungen der Lager, des dreizelligen Stahlhohlkastens der Schrägkabelbrücke und des extern vorgespanntem Hohlkastens der Balkenbrücke. Die Spanngliedführung der Balkenbrücke hatte für reichlich Diskussionsstoff bei den Studenten gesorgt.

Nach sieben Nächten auf Zeltplätzen und in Hostels erreichten die angehenden Bauingenieure mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck und um einige Erfahrungen reicher am späten Abend ihre Heimat, den Beyer Bau.

Gebäudeertüchtigung im Detail für den Klimawandel

Eine Weiterbildung für Architekten, Ingenieure, Sachverständige, Vertreter des öffentlichen Dienstes sowie Unternehmen des Baugewerbes veranstaltet das Institut für Baukonstruktion der Technische Universitätn Dresden in Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer am Freitag, 11.10.13, von 9.45 bis 17.45 Uhr im Raum HÜL 186 (Hülsse-Bau, 1. OG, Helmholtzstraße 10, 01069 Dresden). Die Teilnahme ist kostenpflichtig. Der Teilnehmerbeitrag beträgt 140 EUR. Anmeldeschluss ist am 4.10.2013 (zur Anmeldung online).

Infolge des Klimawandels ändern sich die Umwelteinwirkungen auf Gebäude. Dies hat teilweise erhebliche Auswirkungen auf die Schadenanfälligkeit und den Nutzerkomfort. Die für den Baubereich relevanten Ergebnisse der Klimaforschung werden kompakt erläutert. Aus den Klimaprojektionen für die Region Dresden folgt der Schluss, dass bei den Einwirkungen Sommerhitze, Überflutung, Starkregen und Hagel mit einer Intensivierung zu rechnen ist, die teilweise schon beobachtet werden kann.

Im Rahmen der Weiterbildung werden die Klimaprojektionen für die verschiedenen Einwirkungen vorgestellt. Der aktuelle Stand der Regelwerke und Normen im Bauwesen wird erläutert. Darauf aufbauend werden Aussagen getroffen inwiefern der aktuelle Stand der Technik hinsichtlich Planung und Ausführung angepasst werden sollte. Die erarbeiteten Methoden der Verletzbarkeitsanalysen für die vier Einwirkungen werden ausführlich vorgestellt und auf beispielhaft ausgewählte Gebäude angewandt. Typische Bestandsgebäude aus verschiedenen Baualtersstufen und unterschiedlicher Baukonstruktion werden untersucht um die Auswirkungen des Klimawandels im Detail darzustellen. Durch diese Vorgehensweise können typische Schwachpunkte der Gebäude identifiziert werden, für die Lösungsvorschläge vorgestellt werden. Baukonstruktive Detailzeichnungen verdeutlichen die Anpassungsmaßnahmen.

Abgerundet wird das Programm durch Vorträge zu Bürogebäuden mit zukunftsweisender Architektur, zu den Möglichkeiten einer nachhaltigen Gebäudeintegration von Photovoltaik und der analytischen Auswertung von Schadensdaten der deutschen Versicherungswirtschaft infolge des bereits stattgefundenen Klimawandels.

Statik und Dynamik extrem flexibler Textilnetze

UVS
28. August 2013

Prof. Dr.-Ing. Fumio Fujii, Department of Mechanical Engineering, Gifu University, Japan spricht am 3. September 2013 um 10 Uhr über „Statik und Dynamik extrem flexibler Textilnetze mit einem Stoffgesetz ohne Druckwiderstand“. Veranstaltungsort ist Raum 301 im Gebäude Nürnberger Ei.

Der Vortrag besteht aus zwei Teilen.
Der erste Teil beschreibt ganz kurz den Hintergrund des Vortrags und erläutert, warum so ein Thema in Hinblick auf die Grundfächer wie Mathematik, Mechanik und Programmierung untersucht wurde. Domino, Slinky, X-Zylo, Billiards und Legos waren Übungsthemen zur Studienmotivation in den ersten Semestern. Das Fußballtor-Netz war auch ursprünglich eine studentische Aufgabe, die sich nachher als vielseitig anwendbar zeigte.

Der zweite Teil bezieht sich auf die Netzmechanik. Klar zu unterscheiden ist zwischen hochgespannten Stahlseilnetzen im Bauingenieurwesen und extrem flexiblen und weichen Textilnetzen im Sport und in der Fischerei. Im Vortrag stellen Bilder und Videos zahlreiche Anwendungsbeispiele der Netzmechanik im Sport, Game Software, Textilindustrie und Mode Design dar. Vorgetragen wird auf Deutsch.

Robust Calculation of Numerical Constitutive Tangent Moduli

UVS
28. August 2013

Dr. Masato Tanaka, Institut für Mechanik, Universität Duisburg-Essen/Toyota Motor Corporation, Toyota, Japan will hold a lecture on „Complex-Step Derivative Approximation Schemes for the Robust Calculation of Numerical Constitutive Tangent Moduli“  next Wednesday, September 4, 2013, at 10 a.m at Nürnberger Ei, room 301.

Abstract:
In this presentation, a simple, robust and efficient numerical approximation of the tangent moduli from stress calculations at large strains is presented that can be easily implemented within standard FEM software and directly applied to the localization analysis to detect material instabilities. This method is based on the complex-step derivative approximation (CSDA) scheme, which uses complex numbers in computation of the derivatives and can provide nearly analytic accuracy when perturbation values are chosen close to machine precision. Implementation details of the approach are given and its performance is illustrated through representative numerical examples where finite deformations are involved. In addition to that, the accuracy of a localization measure which is computed directly from the numerically approximated tangent moduli are also investigated.

Die reinigende Kraft des Wassers

UVS
24. Juli 2013

Eingepackt

Der Cottaer Sandstein ist bei Bildhauern wegen seiner leichten Formbarkeit beliebt. Aber gerade seine Feinkörnigkeit, seine feinen Poren und der Ton-Anteil, der die marmorähnliche Textur in den Stein zaubert, gereichen ihm auch zum Nachteil: Regenwasser, das eindringt, bleibt drin, saugt sich im Ton fest und richtet Schaden an. „Cottaer Sandstein“, weiß Prof. Heiner Siedel von der TU Dresden, „ist in Sachsen der Hauptpatient der Sandsteinpflege.“

Im Rahmen eines Projekts der Deutschen Bundesstiftung Umwelt soll dem Patienten nun möglichst  besser geholfen werden als bisher. Die Institute für Geotechnik der Bergakademie Freiberg und der TU Dresden nehmen sich, unter Zuhilfenahme eines Spezialisten aus Österreich, der Sache an: Die Freiberger auf eher theoretischem Weg, indem sie mit dem Computer Modellierungen schaffen, die auf Dauer zu verlässlichen Prognosen führen sollen – und die Dresdner zusammen mit den Österreichern am praktischen Modell.

Grabmal unter DruckDas ist ein spätbarockes Grabmal mit zwei Putti, Vase und umfangreichem Faltenwurf, das auf dem Inneren Neustädter Friedhof steht. Der Friedhof wurde 1731 außerhalb der damaligen Stadtmauern gegründet. Heute liegt er mittendrin, umgeben vom alten Gaswerk und von Gründerzeitquartieren. Er gehört zu den Friedhöfen mit den meisten barocken Grabmalen in Sachsen, mit 17 barocken Grufthäusern und etlichen denkmalwerten Grabmälern.

In einer ersten Phase wurde das Grabmal entsalzt, in einer zweiten wird es imprägniert. Die benutzte Technik ist Neuland für die Dresdner Denkmalpfleger, für das Atelier Erich Pummer aus der Wachau aber ein bereits ein erprobtes Geschäftsmodell: das von dem österreichischen Restaurierungsunternehmen entwickelte und europaweit patentierte Vakuum-Kreislauf-Verfahren arbeitet mit viel Wasser und Unterdruck. Das Wasser wäscht die Salze aus – aber anders als bei herkömmlichen verfahren sorgt der Unterdruck dafür, dass dieser Effekt nicht oberflächlich bleibt. Wie sehr man in die Tiefe des Cottaer Sandsteins vordringt, ist eine der Fragen, die wissenschaftlich exakt untersucht werden sollen.

Den Sandstein heilenDas ausgewählte Objekt eignet sich hervorragend für die Forschung: Es ist durch Umwelteinflüsse in Teilen bereits so weit zerstört, dass die Denkmalschützer es mit herkömmlichen Methoden eh nicht hätten retten können. Dann doch lieber neue Erkenntnisse gewinnen und die – auch durch umsichtige Entnahme von Materialproben vor, bei und nach der Konservierungsaktion – anwenden!

6.000 Liter Wasser fließen ins Vakuum, dringen tief in den Sandstein. Was dann herausgespült wird, ist anfangs stark salzhaltig und zunehmend weniger, wie die während der Aktion permanent durchgeführte Messung der Leitfähigkeit des Wassers signalisiert. Im Oktober wird das Grabmal dann ein zweites Mal eingepackt. Dann wird jedoch nicht mehr mit Wasser gespült, sondern ebenfalls mit Unterdruck Kieselsäureester als Konservierungsmitel eingebracht.

Was zu allen Phasen exakt passiert, wollen die Forscher mit der genauen Untersuchung von Proben herausbekommen – erstmals für diese Technik und, so es klappt, gewinnbringend für die Denkmalpflege.