Roboter zieht Carbonfäden im Betonwerk Oschatz

Die weltweit erste Anlage, bei der ein Roboter die Garnablage von Carbonfasern zur Herstellung von Bewehrungen übernimmt, wird bis Mitte Oktober vom C³-Partner Betonwerk Oschatz GmbH getestet.

Momentan wird die Anlage im Rahmen eines Forschungsprojektes installiert und soll bis Ende April einsatzfähig sein.  Weitere Informationen sind im Artikel der Leipziger Volkszeitung zu finden.

C³-Projekt gewinnt renommierten Energy Globe World Award

C³-Projekt gewinnt renommierten Energy Globe World Award
C³-Projekt gewinnt renommierten Energy Globe World Award

Das weltweit  am  häufigsten  verwendete  Material  nach Wasser – der Beton – führt seit jeher zu einem hohen Verbrauch an Rohstoffen. Allein die Herstellung von Zement    ist für ca. 6,5 % des gesamten Kohlendioxidausstoßes verantwortlich. Das entspricht  etwa  der dreifachen  Menge  CO2,  die  durch  die  globale  Luftfahrt  emittiert wird. Und doch haben die Bauwerke nur eine begrenzte Lebensdauer von 40 bis 80 Jahren. Die Lösung: Eine neue Art des Bauens unter Verwendung von Carbonbeton. Der Stahl im Beton wird durch Carbon ersetzt. Da Carbon nicht rostet, wird all der Beton gespart, der lediglich den Stahl vor der Korrosion schützen soll. Dadurch wird bis zu 80 % weniger an Material verwendet.
Mehr als 2.300 Projekte aus 182 Ländern haben sich im Jahr 2018 für den renommierten Preis beworben, der seit 1999 jährlich von der österreichischen Energy Globe Foundation ausgelobt wird. Mit dem Ziel, die Zukunft unseres Planeten zu schützen und das Recht der künftigen Generationen auf ein gesundes und erfülltes Leben auf der ganzen Welt zu wahren, entschloss sich der Gründer Wolfgang Neumann eine Auszeichnung zu erschaffen, die das allgemeine Bewusstsein für das Thema Nachhaltigkeit erhöht und Vorzeigelösungen aus einer Vielzahl von Ländern präsentiert. Damit sollen die Awards Menschen nicht nur dazu motivieren, nach neuen Lösungen zu suchen, sondern auch Regierungen überzeugen, die notwenigen Rahmenbedingen zu schaffen, die es zum besseren Schutz unserer Umwelt und Gesellschaft bedarf. Die Energy Globe World Awards werden in fünf Kategorien vergeben: Erde, Feuer, Wasser, Luft und Jugend. C³ – Carbon Concrete Composite wurde in der Kategorie Erde nominiert.

 

C³-Projekt gewinnt renommierten Energy Globe World Award
Stefan Minar vom C³-Projekt nahm die Auszeichnung stellvertretend für das gesamte C³-Konsortium entgegen. (Foto © C³ – Carbon Concrete Composite)

Die Preisverleihung fand am 29. Januar 2019 um 8:30 Uhr (iranischer Zeit) im Moshir-al-Mamalek Hotel Garden in Yazd im Iran statt. Ebenfalls in der Kategorie Erde nominiert waren das Projekt „Ja! Natürlich Green Packaging“ aus Österreich, welches durch den Einsatz abbaubarer Naturfasern als Lebensmittel-Verpackungen für Obst und Gemüse schrittweise auf Kunststoff verzichten will sowie auch das Projekt „Restorative Agriculture with the Seawater Greenhouse“ aus Somalia. Seawater Greenhouse setzt mithilfe einer Gewächshausanlage auf die solarbetriebene Umkehrosmose-Entsalzung von Meerwasser, um dadurch Strom- und Wasser für den intensiven Anbau hochwertiger Gartenprodukte in Afrika fördern zu können. Die Vorsitzende der Energy Globe Jury und Ministerin für Kinder- und Frauenentwicklung in Indien, Maneka Gandhi, verkündete um 9:15 Uhr die Jury-Entscheidung und kürte C³ – Carbon Concrete Composite zum glücklichen Gewinner. Gandhi unterstrich die Bedeutung vom Schutz der Ressourcen und der Langlebigkeit von Gebäuden beim Bau mit Carbonbeton in Bezug auf die wachsende Weltbevölkerung.

Yazd, ist eine der ältesten Städte des Irans, gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und war zugleich Austragungsort für die 19. Energy Globe World Award-Preisverleihung. Die Stadt zählt mit seinen traditionellen Windtürmen (Badgir), die seit ca. tausend Jahren die Klimatisierung der Gebäude emissionsfrei ermöglichen, zu den Ursprüngen von Nachhaltigkeit.

Text: Chris Gärtner

Slentite® – die Dämmung für Carbonbeton-Fassadenelemente – auf der BAU 2019 ausgezeichnet

Mithilfe von Carbonbeton ist es seit mehreren Jahren möglich, Betonkonstruktionen deutlich dünner und ressourcenschonender auszuführen als mit traditionellem Stahlbeton. Bereits realisierte Bauwerke, die über eine Bewehrung aus Glas oder Carbon verfügen, wurden bisher mit einer herkömmlichen Dämmung versehen. Nun revolutioniert die Dämmstoffindustrie ihre Materialkompositionen und setzt damit auf minimales Volumen bei maximaler Leistungsstärke.

Carbonbeton-Slentite
Carbonbeton-Fassadenelement mit dem SLENTITE® Dämmstoff auf der Messe BAU 2019 (v.l.n.r.: Matthias Tietze C³ e. V., Wibke Lölsberg und Marc Fricke von BASF, Matthias Lieboldt und Stefan Minar vom C³ e. V. | Foto © C³ – Carbon Concrete Composite)

In Zusammenarbeit mit BASF wurde die äußerst dünne und flexible Dämmung Slentite® entwickelt, die eine noch filigranere Bauweise ermöglicht. In Verbindung mit Carbonbeton werden damit gleich mehrere Anforderungen von Architekten und Planern erfüllt: Eine schlanke, effiziente und formenreiche Bauweise mit innovativer und leistungsstarker Dämmung, die sowohl in der Herstellung als auch in der alltäglichen Anwendung den Energieverbrauch und die Entstehung von CO2 maßgeblich senken.

Die Entwicklung, die immer im Zusammenhang mit Carbonbeton präsentiert wurde, erhielt als herausragende Produktinnovation auf der Messe BAU 2019 den BAKA Award 2019 von Gunther Adler, dem Staatsekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat.

Zu sehen sind die neuen und zukunftsweisen Wandsysteme, die auch im CUBE – dem ersten Haus, vollständig aus Carbonbeton – eingesetzt werden, in der Halle B0 am Stand 210 des C³-Konsortiums. Zahlreiche Besucher, die täglich die neuen Systeme bestaunen, erhalten direkt am Nachbarstand 212, dem Stand der BASF, die Detailinformationen zum Dämmsystem präsentiert.

Text: Chris Gärtner

Forschung für die Zukunft – C³ auf der Messe BAU

Die C³-Experten vom Carbon Concrete Composite e.V. freuen sich auf zahlreiche Besucher. Die Messe BAU 2019 in München startet heute. Die Hochleistungs-Dämmplatte SLENTITE® von BASF, Recyclingprozess von Carbonbeton, beheizbare Stühle und ein handyladender Tisch aus #Carbonbeton – das alles wird noch bis zum 19. Januar in der Halle B0 am Stand 210 präsentiert.

Messe Bau 2019 - C³ Stand
Messe Bau 2019 – C³ Stand

Energy Globe World Award: C³-Projekt für den weltweit bedeutendsten Umweltpreis nominiert!

Mehr als 2.300 Projekte aus 182 Ländern haben sich im vergangenen Jahr für den renommierten Preis beworben, der seit 1999 jährlich von der österreichischen Energy Globe Foundation ausgelobt wird. Mit dem Ziel, die Zukunft unseres Planeten zu schützen und das Recht der künftigen Generationen auf ein gesundes und erfülltes Leben auf der ganzen Welt zu wahren, entschloss sich der Gründer Wolfgang Neumann eine Auszeichnung zu erschaffen, die das allgemeine Bewusstsein für das Thema Nachhaltigkeit erhöht und Vorzeigelösungen aus einer Vielzahl von Ländern präsentiert. Damit soll der Award nicht nur Menschen dazu motivieren, nach neuen Lösungen zu suchen, sondern auch Regierungen überzeugt werden, die notwenigen Rahmenbedingen zu schaffen, die es zum besseren Schutz unserer Umwelt und Gesellschaft bedarf.

Der Energy Globe World Award wird in fünf Kategorien vergeben: Erde, Feuer, Wasser, Luft und Jugend. Der C³-Verein ist in der Kategorie Erde nominiert und darf mit zwei weiteren Nominierten auf die Auszeichnung hoffen. Die Preisverleihung wird am 27. Januar 2019 in der historischen Stadt Yazd im Iran stattfinden.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Green Talents besuchen Hot Spots der Nachhaltigkeitswissenschaft – darunter auch das C³-Projekt

Dr. Frank Schladitz gibt den Nachwuchswissenschaftlern in seinem Vortrag einen umfassenden EInblick in das Thema Carbonbeton. (Foto © Chris Gärtner)
Dr. Frank Schladitz gibt den Nachwuchswissenschaftlern in seinem Vortrag einen umfassenden EInblick in das Thema Carbonbeton. (Foto © Chris Gärtner)

Zu den globalen Herausforderungen unserer Zeit zählen laut Bundesregierung die globale Erderwärmung, die zunehmende Energie- und Ressourcenknappheit sowie die schwerwiegende Umweltverschmutzung. Im Umgang mit diesen Themen und zur Förderung globaler Lösungen setzt das Bundesministerium für Bildung und Forschung auf internationale Kooperationen und schreibt dafür seit 2009 den jährlich stattfindenden Green Talents-Wettbewerb aus.

Eine hochkarätige Expertenjury wählt, auf Grundlage der wissenschaftlichen Exzellenz und des Innovationspotentials der Bewerber, die Green Talents aus einer Vielzahl an Kandidaten aus. Mit Bekanntgabe der Preisträger beginnt für die herausragenden Nachwuchswissenschaftler ein zweiwöchiges Wissenschaftsforum in Deutschland, welches mit dem Besuch von Spitzeneinrichtungen der Nachhaltigkeitsforschung sowie exklusiven Einblicken in die deutsche Forschungslandschaft verbunden ist. Dabei stehen nicht nur der Zugang zu Deutschlands Forschungs- und Innovationszentren im Bereich der Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung im Vordergrund, sondern auch die direkte Vernetzung mit den Experten vor Ort und die Förderung der internationalen Forschungskooperation.

Am 15. Oktober begann die Rundtour der Green Talents mit dem Besuch der TU Dresden. Als einziges Zwanzig20-Konsortium erhielt das C³-Projekt die große Ehre durch das Bundesforschungsministerium, den Green Talents einen Einblick in das spannende Thema Carbonbeton geben zu dürfen. Nach einem Vortrag von Dr. Frank Schladitz, Geschäftsführer des C³-Vereins, folgte eine Führung durch das Otto-Mohr-Laboratorium der TU Dresden sowie eine spektakuläre Querkraftbalkenprüfung. Währenddessen nutzten die 25 Green Talents aus 19 verschiedenen Nationen die Möglichkeit für Gespräche mit den Experten des C³-Projekts und der TU Dresden, um sich über das Potential und die Projekte zu Carbonbeton auszutauschen. Im Anschluss an diesen Besuch ging die Reise der Green Talents weiter nach Jena.

Im Rahmen des Green Talents-Wettbewerbes erhalten die Preisträger zudem die Möglichkeit, einen dreimonatigen Forschungsaufenthalt an einer deutschen Einrichtung ihrer Wahl zu absolvieren, den Einblick in die Nachhaltigkeitsforschung in Deutschland zu intensivieren und damit als Botschafter für nachhaltige Entwicklung ein weltweites Netzwerk zu formen.

Sowohl das Wissenschaftsforum als auch der Forschungsaufenthalt werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert.

Weitere Informationen zu den Green Talents erhalten Sie hier.

Beitrag: Chris Gärtner

10. Carbon- und Textilbetontage – Ein Rückblick

Einmal im Jahr treffen sich zahlreiche renommierte Fachleute der deutschsprachigen Bauwirtschaft in Dresden, um den Konferenzteilnehmern der Carbon- und Textilbetontage einen Einblick in die neusten Erkenntnisse aus Forschung und Praxis zu geben. Am 25. September 2018 war es wieder soweit; um 9:00 Uhr eröffnete Ullrich Assmann, Vorstand des TUDALIT e. V., die 10. Carbon- und Textilbetontage im Deutschen Hygiene-Museum und begrüßte die über 300 Tagungsteilnehmer. Dem Grußwort von Prof. Vogel, Direktor der Stiftung Deutsches Hygiene-Museum, folgte ein fulminanter, von Spannung, Humor und Dramatik geprägter Vortrag von einem der weltbesten Fußballschiedsrichter – Urs Meier. In seinem Vortrag „Zwischen den Fronten – Entscheidungen unter Druck“ zeigte Urs Meier die Parallelen der Entscheidungsfindung im Schiedsrichterdasein und bei Führungskräften der Wirtschaft auf. Welche Entscheidungen mitunter in der Forschung und Wirtschaft von Carbon- und Textilbeton zu treffen sind, wie verschiedene Prozesse optimiert und bestimmte Versuchsergebnisse eingeordnet werden können, zeigte sich in einzelnen Fachvorträgen der Tagung.

In den praxisnahen Vorträgen – von Bausatzkomponenten, über Neubau, Sanierung, Einbauteile, Planung, Bemessung und Normung bis hin zu Experimenten, Vernetzung mit anderen Branchen, Arbeitsschutzanforderungen und Recycling – gaben Referenten interessante Einblicke in ihre jeweiligen Projekte. Die besondere Relevanz der Themen spiegelte sich dabei auch in den zahlreichen Diskussionen und Fragen der Tagungsteilnehmer wieder. So zeigte sich großes Interesse an Themen, wie „Entwicklung von Prüfmethoden zur Bestimmung der Zugfestigkeit von textilen Bewehrungen“, „Instandsetzung von geschädigten Betonfahrbahndecken mit Carbonbeton“, „Brandverhalten“ oder auch „Ermittlung von Materialkennwerten für die Bemessung von textilbewehrten Bauteilen“.

Dr.-Ing. Frank Schladitz, Mitorganisator der Veranstaltung und Vertreter des C³-Vorstandes  zeigte sich zufrieden: „Mit 51 Vorträgen konnten wir den Teilnehmern an zwei Tagen ein erneut kompaktes und umfangreiches Tagungsformat bieten. Zudem konnten wir auch ein größeres Interesse auf internationaler Ebene feststellen. So haben Akteure des Bauwesens aus Frankreich, Österreich, Schweden, Südkorea, Schweiz, Syrien und Vietnam teilgenommen – ein Aspekt, der uns freut und zeigt, dass wir mit unserer Veranstaltung auch thematisch auf dem richtigen Weg sind“.

Im Ausstellerbereich konnten sich die Teilnehmer über Innovationen und aktuelle Produkte im Bereich des Carbon- und Textilbetons informieren und mit den jeweiligen Ansprechpartnern ins Gespräch kommen. Führende Unternehmen und Institutionen der Carbon- und Textilbetonbauweise standen Interessenten Rede und Antwort.

Mit den 10. Carbon- und Textilbetontagen hat sich einmal mehr gezeigt, welchen enormen Stellenwert neues, nachhaltiges und innovatives Bauen besitzt. Gleichzeitig tragen Konferenzen wie diese erheblich dazu bei, die Carbon- und Textilbetonbauweise im Markt dauerhaft zu etablieren.

Nach der Konferenz ist bekanntlich vor der Konferenz: Vom 24. bis 25. September 2019 finden die 11. Carbon- und Textilbetontage mit interessanten Themen, renommierten Referenten und zahlreichen Ausstellern in Dresden statt.

„Ist das Kunst“?

Das hört Architekt Gerd Priebe neuerdings öfter, wenn Passanten an der Bautzner Str. 76 vorbeigehen und interessiert auf die graue übergroße Linse vor dem Kutscherhaus schauen, die ein wenig an ein UFO erinnert.
Teilweise kommen die Leute auch einfach auf das Gelände, um das Objekt von allen Seiten betrachten zu können, sagt Priebe mit einem Schmunzeln im Gesicht. In der zur Straße abgewandten Seite befindet sich eine große Öffnung, der Blickfang an der viel befahrenen Hauptstraße ist begehbar und stellt einen Pavillon dar. Das runde Häuschen wurde mit dem Beton der Zukunft erbaut – dem Carbonbeton. Anders als gewöhnlicher Stahlbeton enthält Carbonbeton im Inneren kein schweres Stahlgeflecht, sondern ein dünnes Gerüst aus Carbonfasern. Die Schalen des Pavillons sind dabei lediglich zwischen 2,5 und fünf Zentimeter dick und weisen den Weg zu einem neuen Typus moderner und leichter Gebäude. Der formschöne Baukörper wird in den nächsten Jahren als Studienobjekt dienen, verschiedene Test sollen z. B. das Schwingungs- und Verformungsverhalten sowie die Rissbildung untersuchen.

Team vom Institut für Massivbau der TU Dresden zu Besuch bei Architekt Gerd Priebe
Team des Instituts für Massivbau zu Besuch bei Architekt Gerd Priebe

Architekt Priebe nimmt die Herausforderungen unserer Zeit an und setzt auf das Leitmotiv: „Mehr mit weniger. Mehr Qualität, mehr Konsistenz – weniger Ressourcenbedarf und weniger CO2-Belastung“. Neben der weiteren Forschung und Entwicklung an neuen Lösungen, Formen, Konstruktionen und Herstellungsverfahren plant er mittelfristig die Herstellung einer Wohnlinse mit einem Durchmesser von 18,0 m.
 

10. Carbon- & Textilbetontage in Dresden – Fussballschiedsrichter Urs Meier hält Eröffnungsvortrag

Morgen, Dienstag 25.09.2018,  starten die 10. Carbon- & Textilbetontage in Dresden!

Im Deutschen Hygiene-Museum Dresden erwartet die Gäste eine zweitägige Leitveranstaltung mit über 50 Vorträgen aus Praxis und Forschung und damit präzises Wissen zu verschiedenen Themengebieten, wie z. B. Neubau, Sanierung und Bausatzkomponenten. Eine Begleitausstellung verschiedener Organisationen rund um das Thema Carbon- & Textilbeton rundet das Informationsspektrum ab. Namhafte, renommierte Experten geben Einblick in den aktuellen Stand aus Wissenschaft und Technik und stehen zum persönlichen Gespräch zur Verfügung.

Neben zahlreichen Teilnehmern aus dem Umfeld des Carbon- und Textilbetons – Wirtschaft (Lieferanten, Kunden, Architektur und Ingenieuren), Wissenschaft und Verwaltung freuen wir uns ganz besonders auf den spannenden Eröffnungsvortrag von Urs Meier – einem der weltbesten Fußballschiedsrichter.

10. Carbon- und Textilbetontage - Keynote Speaker Urs Meier
10. Carbon- und Textilbetontage – Keynote Speaker Urs Meier

Weitere Informationen zur Tagung: https://www.carbon-textilbetontage.de/

Carbonbeton für Sanierung der Hyparschale Magdeburg

Sie gilt nicht nur als kulturelles Wahrzeichen, sondern auch als eines der architektonisch interessantesten Bauwerke der Stadt. Die nach den Plänen des Bauingenieurs Ulrich Müther errichtete Hyparschale in Magdeburg ist eine der größten Betonschalenkonstruktionen ihrer Art. Die Hyparschale wurde im Jahr 1969 im Stadtpark Rotehorn als Mehrzweckhalle für Messen, Konzerte und sonstige Veranstaltungen errichtet. Das markante Bauwerk steht seit dem Jahr 1990 unter Denkmalschutz.

Hyparschale Magdeburg, Foto: Heiko Wachtel

Die in die Jahre gekommene Hyparschale stand viele Jahre leer und wurde 1997 nach einem ersten Schadensgutachten für Nutzungszwecke gesperrt. Der Abriss konnte im Jahr 1998 durch mehrere Gutachten verhindert werden.

Es ist eine anspruchsvolle Aufgabe die Gebäudehülle herzurichten, so dass sie den heutigen Anforderungen des Denkmalschutzes entspricht. Als Sanierungskonzept soll die innovative Carbonbeton-Technologie bei der Verstärkung der Schalenkonstruktion zur Anwendung kommen. Carbon ist im Vergleich zu Stahl deutlich tragfähiger und wesentlich leichter. Zunächst sollen im Frühjahr 2019 die Dachschalen saniert werden. Das Otto-Mohr-Laboratorium wurde beauftragt, in einem der vorgespannten Fundamentbalken die tatsächlich vorhandene Vorspannkraft messtechnisch zu bestimmen. Die gewonnenen Werte werden vom Statikbüro für die Berechnung und Modellierung verwendet.

Für die Sanierung und den Umbau des Baudenkmals in eine Veranstaltungsstätte für Tagungen, Kongresse und kulturelle Darbietungen ist ein Budget von rund 16,9 Millionen Euro vorgesehen. Der Magdeburger Stadtrat muss allerdings noch zustimmen.

Quelle: Volksstimme.de