Prof. Michael Kaliske in die Deutsche Akademie der Technikwissen­schaften aufgenommen

Die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech) hat Professor Michael Kaliske, Direktor des Instituts für Statik und Dynamik der Tragwerke an der Technischen Universität Dresden (TUD), als Mitglied aufgenommen. Die Wahl erfolgte auf Vorschlag des Präsidiums durch die Mitgliederversammlung der Akademie.

Als nationale Akademie und Stimme der Technikwissenschaften im In- und Ausland vereint acatech über 600 Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft. Die Mitglieder sind in den Bereichen Ingenieur- und Naturwissenschaften, Medizin, Geistes- und Sozialwissenschaften aktiv und werden für ihre wissenschaftlichen Leistungen und für ihre Reputation in die Akademie aufgenommen. acatech veröffentlicht regelmäßig Positionen, Studien, Diskussionen und weitere Schriften zu gesellschaftlich und ökonomisch relevanten Themen und berät die Politik zu technikwissenschaftlichen und technologiepolitischen Zukunftsfragen.

Professor Michael Kaliske zur Aufnahme: „Über die Wahl habe ich mich sehr gefreut. Die Mitarbeit in der Akademie der Technikwissenschaften ist für mich ein wichtiger Schritt, der die Möglichkeit eröffnet, die eigenen wissenschaftlichen Kompetenzen in einen größeren gesellschaftlichen Rahmen zu stellen und Perspektiven mitzuentwickeln.“

Professor Kaliske ist seit 2006 Direktor des Instituts für Statik und Dynamik der Tragwerke an der Fakultät Bauingenieurwesen der TUD. Seine Forschung ist geprägt durch einen interdisziplinären Ansatz, der auf den Methoden der Computational Mechanics basiert. Kaliskes Forschungsthemen reichen von Grundlagen der Strukturmechanik über Materialmodellierung bis hin zu ingenieurpraktischen Anwendungen im Bauwesen und der Fahrzeugtechnik.

Projekt zur nachhaltigen Nutzung des Straßenverkehrssystems

Als Sprecher leitet Prof. Kaliske derzeit den Sonderforschungsbereich „Digitaler Zwilling Straße“. Das koordinierte, innovative und holistisch angelegte Grundlagenprojekt, wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert und hat das Ziel, einen digitalen Zwilling des Systems Fahrzeug-Reifen-Fahrbahn zu entwickeln, um eine intelligente und nachhaltige Nutzung des Straßenverkehrssystems der Zukunft zu ermöglichen.

Weitere Informationen:

Kontakt:
Prof. Michael Kaliske
Institut für Statik und Dynamik der Tragwerke
E-Mail: michael.kaliske@tudresden.de
Telefon: +49 351 463-34386

Zurück im Herzen des Bauingenieurwe­sens – Die Fakultät feiert ihre Rückkehr in den Beyer-Bau und blickt auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Die Bauingenieur-Ausbildung an der TU Dresden ist nahezu so alt wie die Hochschule selbst: Bereits seit den 1830er Jahren wurde an der 1828 gegründeten Bildungsanstalt Bauwesen gelehrt. Ein zentraler Ort dieser Tradition ist der Beyer-Bau mit seinem markanten Turm und der Kuppel des Lohrmannobservatoriums. Das zwischen 1910 und 1913 für die Bauingenieur-Abteilung errichtete Gebäude wurde in den folgenden Jahrzehnten das traditionelle Zentrum der heutigen Fakultät. Nach einer groß angelegten Sanierung, die 2016 begann, erfolgte der schrittweise Wiedereinzug der Fakultät Anfang 2025 – der Beyer-Bau ist damit heute wieder das Herzstück von Lehre und Forschung der Fakultät Bauingenieurwesen.

Forschung auf höchstem Niveau

Gastgeberin, Prof. Birgit Beckmann

Nicht nur historisch bedeutend, sondern auch forschungsstark ist die Fakultät Bauingenieurwesen der TU Dresden heute. Die Forschungsschwerpunkte reichen von Massivbau, Tragwerkslehre und konstruktivem Ingenieurbau über Geotechnik bis hin zu Wasserbau, Bauinformatik und vielen mehr. Im DFG-Förderatlas 2024 belegt die Fakultät im Bauwesen den zweiten Platz in Deutschland, direkt hinter der Universität Stuttgart. Grundlage dafür ist eine breite und interdisziplinäre Forschungsausrichtung. Aufbauend auf dem Sonderforschungsbereich SFB 528 (1999–2011) entstanden zahlreiche bedeutende Projekte, darunter das Graduiertenkolleg GRK 2250 (2017–2026), das Carbon-Concrete-Composite C³ (2014–2022) mit dem Carbonbetonhaus CUBE, das CF-Lab, die openLAB-Forschungsbrücke Bautzen sowie die Transregio-Sonderforschungsbereiche TRR 280 und TRR 339. Den aktuellen Höhepunkt bildet das erfolgreich platzierte Exzellenzcluster CARE, das die internationale Sichtbarkeit und Innovationskraft der Fakultät weiter stärkt.

Gute Gründe zu feiern

Kurioserweise hatten die Erbauer des Beyer-Baus vor über 100 Jahren bei weitem nicht mit so vielen Besuchern gerechnet: Der größte Hörsaal im historischen Gebäude fasst 118 Personen. Zum Festkolloquium waren die zahlreichen Gäste, Lehrende, Studierende und Absolventinnen und Absolventen der Fakultät deshalb am vergangenen Freitag in den großen Hörsaal des Gerhart-Potthoff-Baus, dem Nachbargebäude geladen.

In ihrem Grußwort brachte Prof. Angela Rösen-Wolff, Prorektorin für Forschung und Transfer der TU Dresden, auf den Punkt, wie sie die Fakultät im gesamten Verbund der verschiedenen Fakultäten und Forschungseinrichtungen an der TUD sieht:  „Die Fakultät Bauingenieurwesen der TU Dresden steht beispielhaft für die Verbindung von Tradition und Innovation, von theoretischer Fundierung und praktischer Anwendung. Sie leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Lösung großer gesellschaftlicher Herausforderungen unserer Zeit und prägt unsere Gesellschaft für die Zukunft.“

Prof. Birgit Beckmann, Dekanin der Fakultät, erinnerte in ihrer Festrede an die wissenschaftlichen Meilensteine und Persönlichkeiten, die das Bauingenieurwesen in Dresden geprägt haben – und beschrieb zugleich die Herausforderungen einer neue Ära.

Mit der Frage nach der Schönheit im Ingenieurwesen rückte Prof. Gunter Henn die gestalterische Dimension des Bauens in den Mittelpunkt. Schönheit, so seine Botschaft, entsteht dort, wo technisches Können, Verantwortung und Sinn für Proportion zusammenfinden.

Prof. Dr. habil. Rostislav Chudoba von der RWTH Aachen University ergänzte den Blick auf Innovation mit einem Vortrag über Freiheit – als Grundbedingung wissenschaftlicher Kreativität. Unerwartet war das Ende seines Vortrages. Mit einer musikalischen Darbietung von „Die Gedanken sind frei“ untermauerte er die offensichtliche Musikalität der Bauingenieure.

Begegnung im neuen alten Zuhause

Nach dem Kolloquium zog die Gesellschaft zum Mittagsimbiss in den frisch sanierten Beyer-Bau. In den hellen, modernen Räumen ließ es sich in würdevoller Atmosphäre anstoßen – ein Moment, der die Rückkehr an den historischen Ort greifbar machte. Anschließend begannen die Laborrundgänge im Kellergeschoss. Das Geotechnik-Labor und das Wasserbau-Lehrlabor wurden von vielen Fakultätsmitgliedern das erste Mal betreten. Es wurde deutlich, wie Forschung und Lehre künftig unter optimalen Bedingungen im neuen alten Zuhause der Fakultät aussehen werden.

Baunetz Campus berichtet über „Sustainable Learning“ – Seminar

Über das innovatives Seminar „Sustainable Learning by Collaborative Building“ ist ein Beitrag im Online-Magazin  Baunetz Campuserschienen.

Initiiert von Prof. Dr.-Ing. Michael Engelmann und Dipl.-Ing. Laura Oberender vom Institut für Baukonstruktion (TU Dresden), ist das Seminar ein innovatives Angebot für den anspruchsvollen Studienstart im Bauingenieurwesen. Angelegt als Mentoring-Projekt, soll es Studierenden den Start ins Studium erleichtern. Es richtet sich an Studierende, die im Modul Baukonstruktion eine Zweitprüfung ablegen müssen oder über einen Studienabbruch nachdenken. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Bauen, begleitet von erfahrenen Kommiliton*innen, um fachliche Sicherheit zu gewinnen und zugleich Wissen im nachhaltigen Bauen zu vertiefen.

Der Artikel zeigt anschaulich, wie das Seminar Motivation fördert, fachliche Sicherheit gibt und insbesondere Studentinnen stärkt.

Das Projekt ist mit kofinanziert von der europäischen Union sowie mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Hier geht’s zum vollständigen Beitrag:
👉 Zum Artikel auf Baunetz Campus

Herzlichen Glückwunsch an Herrn Dipl.-Ing. Daniel Konopka, zur erfolgreichen Verteidigung seiner Promotion

Am 19.09.2025 verteidigte Herr Dipl.-Ing. Daniel Konopka erfolgreich seine wissenschaftliche Arbeit im Rahmen des Promotionsverfahrens mit dem Thema „Numerical simulation of wooden cultural heritage at hygro-mechanical loading“. Neben dem Vorsitzenden der Promotionskommission, Prof. Dr. Ivo Herle (TU Dresden), waren als Gutachter Prof. Dr. Michael Kaliske (TU Dresden), Prof. Dr. Akke Suiker (Eindhoven University of Technology) und Prof. Dr. Peter Niemz (ETH Zürich) anwesend. Als weiteres Mitglied der Promotionskommission war Prof. Dr. Wolfgang Graf (TU Dresden) anwesend. Die Fakultät gratuliert ganz herzlich.

Zukunft besser bauen – Wissenschaft zum Anfassen an der Fakultät Bauingenieurwe­sen zur Langen Nacht der Wissenschaften

Zur Langen Nacht der Wissenschaften am 20. Juni 2025 wurde an der Technischen Universität Dresden geforscht, gefachsimpelt und vor allem gestaunt. Auch die Fakultät Bauingenieurwesen öffnete ihre Türen und Labore – und lud Besucherinnen und Besucher jeden Alters ein, sich von den faszinierenden Themen des Bauingenieurwesens begeistern zu lassen.

Reges Interesse für den Infostand des neuen Excellenzclusters CARE im Baustofflabor. Bild: André Terpe

Bereits ab dem frühen Abend herrschte reger Betrieb auf dem Innenhof zwischen den Laboren der Fakultät. Im Mittelpunkt standen unsere aktuellen Forschungsprojekte – vom gerade frisch bestätigten Excellenzcluster CARE, verschiedenen Sonderforschungsbereichen bis hin zum openLAB, von Hochleistungsbeton bis hin zu nachhaltigen Baustoffen und innovativen Tragwerkslösungen. An interaktiven Ständen konnten Gäste selbst Hand anlegen, Modelle testen, Modellbrücken mit verteilter faseroptischer Dehnungsmessung überwachen oder sich über klimafreundliches Bauen informieren. Unsere Mitarbeitenden und Studierenden standen bereit, Wissenschaft lebendig und greifbar zu machen.

Ein Highlight war die Öffnung des Carbonbetonhauses CUBE, ein weltweit einzigartiges Demonstratorprojekt für das Bauen der Zukunft. Architektonisch spektakulär und technisch wegweisend zog es viele Besucher an. Prof. Manfred Curbach, einer der maßgeblichen Köpfe hinter dem Projekt, führte höchstpersönlich durch das Gebäude und gab spannende Einblicke in Planung, Konstruktion und Visionen einer neuen Bauweise mit Carbon statt Stahl.

Der Hörsaal 2 im Hörsaalzentrum war gut gefüllt, als Prof. Steffen Marx das Publikum mit seinem Vortrag fesselte „Was ist los mit unseren Brücken? Der Einsturz der Carolabrücke – Ursachen und Folgen“. Mitreißend und verständlich erklärte er nicht nur die technischen Hintergründe des spektakulären Vorfalls, sondern stellte auch grundsätzliche Fragen zur Erhaltung und Sicherheit unserer Infrastruktur.

Unser Fazit: Bauen kann begeistern – wenn es verständlich erklärt, anschaulich gemacht und leidenschaftlich gelebt wird. Vielen Dank an alle Besucher und Mitwirkenden – wir freuen uns aufs nächste Jahr!

Besucher bestaunen das neue Großmodell im Wasserbaulabor. Bild: André Terpe

Bauingenieurwesen beim UNI TAG – Einblick ins Studium und mehr

Am Samstag ist UNI TAG an der TU Dresden – und wir Bauingenieue sind mit dabei!

Von 09:30 bis 15:00 Uhr findet ihr uns mit einem Infostand im Raum 201 des Hörsaalzentrums. Dort informieren wir über das Studium, beantworten Fragen und geben Einblicke in den Studienalltag. Studierende, Lehrende und Mitarbeitende stehen für Gespräche bereit.

Für alle Studieninteressierte gibt es einen Vortrag von Dr.-Ing. Torsten Heyer, unserem Studienfachberater:
„Bauingenieurwesen – kreativ und konstruktiv die Zukunft gestalten!“
🕙 10:00–10:45 Uhr, Raum 403

Am Stand zeigen wir außerdem spannende Demonstrationsmodelle – unter anderem 3D-Druck mit Beton und einen nachhaltigen Deckenanschluss aus Holz.

Wir freuen uns auf euren Besuch und den gemeinsamen Austausch!

Herzlichen Glückwunsch an Herrn Ruisheng Wang, M.Eng., zur erfolgreichen Verteidigung seiner Promotion

Am 05.05.2025 verteidigte Herr Ruisheng Wang, M.Eng., erfolgreich seine wissenschaftliche Arbeit im Rahmen des Promotionsverfahrens mit dem Thema „A Retrospective and Prospective Study of Wood in Germany Based on Material Flow Analysis“. Neben dem Vorsitzenden der Promotionskommission, Prof. Dr. Viktor Mechtcherine, (TU Dresden), waren als Gutachter Prof. Dr. Peer Haller (TU Dresden), Prof. Dr. Klaus Richter (TU München) und Prof. Dr. Edeltraud Günther (TU Dresden) anwesend. Weiteres Mitglied der Promotionskommission war Prof. Dr. Robert Jockwer (TU Dresden). Die Fakultät gratuliert ganz herzlich.

Krabbenfalle gegen invasive Art: Bauingenieure im Einsatz für die Artenvielfalt

In Dresden gibt es seit zwei Wochen eine spezielle Krabbenfalle, die dabei helfen soll, die Chinesische Wollhandkrabbe in der Elbe zu erfassen und besser zu kontrollieren. Entwickelt wird sie im Rahmen des Projekts CLANCY, das sich mit dem Umgang mit invasiven Arten in der Nordseeregion beschäftigt.

Die Chinesische Wollhandkrabbe stammt ursprünglich aus Ostasien und breitet sich seit Jahren über Flusssysteme wie die Elbe weiter ins Landesinnere aus. Dort kann sie heimische Arten verdrängen und das ökologische Gleichgewicht stören.

Das Ziel des Projekts ist es, wissenschaftlich fundierte Möglichkeiten zum Management der Art zu entwickeln – als Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Die in Dresden gebaute Falle liefert wichtige Daten über das Vorkommen und Verhalten der Tiere und zeigt, wie ingenieurtechnische Lösungen konkret zum Naturschutz beitragen können.

Finanzierungseinrichtungen: EU Interreg North Sea

Interne Kooperationspartner

  • European Project Center (EPC)

Externe Kooperationspartner

  • Flanders Environment Agency (Belgien)
  • Province of East-Flanders (Belgien)
  • University of Antwerp (Belgien)
  • Study Group of Coastal and Estuarine Ecosystems (Frankreich)
  • Cellule de Suivi du Littoral Normand (Frankreich)
  • University of Skövde (Schweden)
  • Alfred-Wegener-Institute Helmholtz Center for Polar and Marine Research (Bremerhaven, Deutschland)

Website zum Projekt:

https://www.interregnorthsea.eu/clancy

Glasbau 2025: Innovation trifft Praxis – Ein Blick in die Zukunft des Bauens mit Glas

Auch 2025 bot die Glasbau wieder ein inspirierendes Forum für Fachleute aus Forschung, Architektur, Ingenieurwesen und Industrie. Wer sich für die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse im Glasbau interessierte und wissen wollte, wie diese direkt in der Praxis Anwendung finden, kam hier auf seine Kosten.

Prof. Michael Engelmann, Leiter des Instituts für Baukonstruktion, eröffnet die Veranstaltung. Foto: Felix Hegewald

Von der Theorie zur Praxis: Interaktive Formate und tiefe Einblicke

Die diesjährige Veranstaltung setzte erneut auf praxisnahe, interaktive Formate, die den Teilnehmenden nicht nur Wissen vermittelten, sondern sie auch zum Ausprobieren einluden. In Workshops konnten innovative Technologien hautnah erlebt werden, und an den zahlreichen Diskussionsrunden beteiligten sich führende Expert:innen, um wertvolle Impulse für zukünftige Projekte zu geben.

Historische Fassaden und moderne Technologien – Ein Spannungsfeld

Beeindruckend war unter anderem eine Keynote zum Einsatz von Floatglas bei der Sanierung historischer Fassaden. Der verantwortungsvolle Umgang mit verschiedenen Flachglas-Arten, die sich über die Epochen hinweg entwickelt haben, ist nicht selbstverständlich. Prof. Paul Bellendorf von der Universität Bamberg versuchte mit seinem Vortrag  “ Zeitlos und faszinierend: Die Rolle von historischem Glas in der Denkmalpflege“ für dieses Thema zu sensibilisieren.

Brancheninnovation hautnah erleben

Neben interessanten Vorträgen und Raum für Diskussionen bot die begleitende Ausstellung die Möglichkeit, Innovationen der Branche auch von Seiten verschiedener Unternehmen kennenzulernen, sie präsentierten ihre neuesten Entwicklungen – von smarter Verglasung bis hin zu nachhaltigen Materialkonzepten in einer kleinen Fachmesse.

Die Glasbau 2025 bewies einmal mehr: Glas ist nicht nur ein Baustoff, sondern ein Zukunftselement, das Technik, Design und Nachhaltigkeit verbindet. Wir sind gespannt, welche Entwicklungen uns bis zur nächsten Glasbau erwarten!

Belastungstests an der Elbbrücke in Bad Schandau unter Beteiligung der TU Dresden

Seit gestern laufen in Bad Schandau mehrtägige Belastungstests an der im November 2024 gesperrten Elbbrücke. Mit den drei Tage andauernden Untersuchungen soll die Tragfähigkeit der Brücke analysiert werden.
Das Institut für Massivbau (IMB), TU Dresden ist vor Ort und gibt im Besucherzelt einen Einblick zur Brücke und dem Belastungstest und steht für Fragen zur Verfügung. Bisher läuft alles nach Plan, das öffentliche Interesse an den Untersuchungen ist sehr groß.

Ein bedeutender Meilenstein

Staatsministerin Regina Kraushaar betonte beim gestrigen Pressetermin die Bedeutung dieser Tests: „Der heutige Beginn des Belastungstests ist ein bedeutender Meilenstein für uns alle. Ich hoffe sehr, dass wir die Brücke schon bald wieder nutzen können, vielleicht auch mit Einschränkungen für schwere Fahrzeuge. Vorrangig ist jedoch für die nächsten Tage, dass der Test reibungslos verläuft und wir die dafür notwendigen Erkenntnisse gewinnen. Denn nur wenn die Brücke zweifelsfrei als sicher eingestuft wird, kann eine Freigabe erfolgen.“

Wissenschaftliche Durchführung durch MKP GmbH und die TU Dresden

Copy Stefan Gröschel

Professor Steffen Marx von der TU Dresden leitet den Versuch und erläuterte das Vorgehen am ersten Testtag: „Wir realisieren heute zwei der planmäßigen fünf Laststellungen. Zunächst fahren wir aus Sicherheitsgründen ausschließlich mit dem unbemannten, ferngesteuerten Schwerlastmodul auf die Brücke. An verschiedenen Haltepunkten werden umfangreiche Messungen durchgeführt. Falls während der Überfahrt keine Schäden auftreten, wird das Modul schrittweise mit zusätzlichen Krangewichten beladen – bis zu einem Gesamtgewicht von 80 Tonnen.“

Nach dieser Phase werden mit einem Gabelstapler weitere Gewichte auf der Brücke verteilt, wobei stets darauf geachtet wird, dass die bereits erreichte Laststufe nicht überschritten wird, um eine Gefährdung des Personals auszuschließen. Ziel des ersten Tages: eine Gesamtlast von 280 Tonnen.

Ablauf des Belastungstests

Copy Stefan Gröschel

Im weiteren Verlauf wird das Schwerlastmodul die Brücke mehrfach überqueren, wobei sukzessive zusätzliche Gewichte aufgeladen und unterschiedlich verteilt werden. Ziel ist es, alle ungünstigsten Belastungssituationen zu simulieren, die durch Verkehr und Temperatur entstehen könnten. Um den Test optimal durchzuführen, fanden bereits in der Vorwoche umfassende Vorbereitungen statt.

Entscheidende Grundlage für die Zukunft der Brücke

Diese Tests sind maßgeblich für die Entscheidung über eine mögliche Wiedereröffnung. Die Tragfähigkeit der Brücke kann nur durch reale Belastungstests sicher bestimmt werden, da die befürchtete Spannungsrisskorrosion von außen nicht zuverlässig nachweisbar ist. Rechnerische Verfahren allein reichen hier nicht aus.

Nach Abschluss der Tests erfolgt eine umfassende Auswertung der erhobenen Daten. Erst wenn unabhängige, öffentlich bestellte Prüfingenieure die Tragfähigkeit der Brücke bestätigen, kann eine Entscheidung über die Wiederinbetriebnahme getroffen werden. Diese soll voraussichtlich in ein bis drei Wochen fallen.

Die Bevölkerung von Bad Schandau wartet gespannt auf die Ergebnisse – mit der Hoffnung, dass die Brücke bald wieder für den Verkehr freigegeben werden kann.

Copy Stefan Gröschel