Aufbruchstimmung bei Anwendertagung Textilbeton

„Hier geht es um eine Revolution, nicht um eine Evolution!“ Starke Worte, die Dr. Hubert Jäger zur Eröffnung der 4. Anwendertagung Textilbeton Ende September in Dresden fand. Dr. Jäger ist Konzernforschungsleiter und Mitglied des Vorstands „Carbon Composites e.V.“, der mit seiner AG „Faserverstärkung im Bauwesen“ erstmals Mitveranstalter der vom TUDALIT e.V. zum vierten Mal ausgerichteten Anwendertagung Textilbeton war.

Aufbruchstimmung kennzeichnete nahezu alle der über 20 Beiträge während der zweitägigen Tagung, auch wenn die Mühen der Ebene bei der Erforschung des neuen Verbundbaustoffes manchmal deutlich wurden. Aber sie lohnen sich, war die einhellige Meinung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Einerseits weil man mit Textilbeton einen Werkstoff habe, mit dem man Sachen realisieren kann, die man so mit keinem anderen machen kann. Und andererseits lohnen die Mühen, weil Qualität und Sicherheit von Anfang an groß geschrieben werden – beides Themen, denen sich die TUDALIT-Mitglieder aus Wissenschaft und Wirtschaft verschrieben haben.

Die Bandbreite der Beiträge reichte von neuesten Erkenntnissen der Forschung (auch nach dem Auslaufen der Finanzierung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft sind die Wissenschaftler der beiden Sonderforschungsbereiche in Dresden und Aachen aktiv) bis zu Anwendungen im Bau (Neubau und Sanierung) sowie im Bereich des Designs (Möbel, Inneneinrichtungen etc).

In einem Festakt wurden die Sieger des Architekturwettbewerbs ausgezeichnet, den der TUDALIT e.V. in diesem Jahr zum vierten Mal ausgeschrieben hatte.

Die 5. Anwendertagung des TUDALIT e.V. – wieder in Zusammenarbeit mit dem CCeV – findet am 24. Und 25. September 2013 im Dornier-Museum, Friedrichshafen, statt.

Bewerberfrist Preis der Sächsischen Bauindustrie

UVS
18. Januar 2012

Die Bewerbungsfrist zum diesjährigen „Preis der Sächsischen Bauindustrie“ endet am 16. März 2012. Eingereicht werden können Diplom- oder Masterarbeiten auf den Gebieten Architektur, Bauverfahren und Technologien, Baustoffe und Baustoffentwicklungen, Baukonstruktionen, Baumethoden, Baudienstleistungen, Baubetriebliche Prozesse, Grundlagen des Bauens und IT-Anwendungen. Der Ausschreibungstext mit Bewerbungsbogen kann im Internet unter www.bauindustrie-ssa.de heruntergeladen werden.

Concrete Netting gewann Architekturpreis

Prof. Ulrich BlumGabor Racz (rechts) und Ingo Parth

Die Sieger des vom TUDALIT Markenverband ausgeschriebenen Architekturwettbewerbs stehen fest: Im Rahmen der Tagung „Textilbeton in Theorie und Praxis“ in Berlin erhielten Gabor Racz und Ingo Parth Urkunde und das Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro aus den Händen von Prof. Peter Offermann (TUDALIT Markenverband) und Prof. Manfred Curbach (Sprecher der Jury, Institut für Massivbau TU Dresden). „Concrete Netting“ nennen die beiden Studenten vom Institut für experimentelle Architektur an der Universität Innsbruck ihr Raumgeflecht aus Textilbeton.

„Der Entwurf Concrete netting greift in überzeugender Weise nicht nur die Vorteile des textilbewehrten Betonbauens auf, sondern bietet auch einen kreativen Lösungsvorschlag für eine effektive Fertigung an. Der Grundgedanke des Konzepts besteht in einem in der freien Formgebung außerordentlich flexiblen Raumgeflecht aus Textilbeton. Dadurch erschließt der Entwurf vielfältige Anwendungsmöglichkeiten in der Stadtmöblierung, z.B. als Pavillon, Freiluftbühne oder auch als Messestand,“ fasste Prof. Curbach das Urteil der Jury zusammen. Einen 2. Preis hatte die Jury auch vergeben – Felix Franke von der TU Braunschweig erhielt ihn für seinen Entwurf „Der steinerne Baum“. Franke konnte nicht zur Preisverleihung kommen, weil er derzeit im Ausland weilt.

Vergeben wurde der mit insgesamt 3.000 Euro dotierte Architekturpreis bereits zum dritten Mal. Die Preisverleihung fand im Rahmen des „6. Kolloquiums zu textilbewehrten Tragwerken – CTRS6“ in der Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM) in Berlin statt, in der die beiden Textilbeton-Sonderforschungsbereiche 528 (Dresden) und 532 (Aachen) ein Resümmee der in den vergangenen zwölf Jahren geleisteten Forschungsarbeit zogen. Die Förderung der beiden Sonderforschungsbereiche durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) war Ende Juni diesen Jahres planmäßig ausgelaufen (BauBlog berichtete). Zusammen mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern diskutierten auch Praktiker aus der Wirtschaft, die sich zum Abschluss des Kongresses bei der „3. Anwendertagung“ über die erfolgreiche Überführung des Grundlagenwissens in die Praxis austauschten und dies auch in Zukunft tun werden: Die 4. Anwendertagung findet am 27./28. September 2012 statt.

TU Dresden schreibt erneut Preis für Familienfreundlichkeit aus

UVS
24. August 2011

Auch im Jahre 2011 schreibt die TU Dresden ihren „Preis für Familienfreundlichkeit“ aus. Bereits zum fünften Mal werden Struktureinheiten und Einzelpersonen innerhalb der Universität gesucht, die sich in besonderer Weise um familienfreundliche Studien- und Arbeitsbedingungen verdient gemacht haben. Ausgelobt sind dabei drei Preise zu 500, 300 und 200 Euro, die für weitere familienunterstützende Maßnahmen im Wirkungsbereich der Preisträger oder für zentrale Aktivitäten an der TU Dresden zu verwenden sind. Koordiniert wird dieser Wettbewerb vom Referat Gleichstellung der TU Dresden.

Der „Preis für Familienfreundlichkeit“ ist eine unter vielen Maßnahmen, die darauf zielen, es Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Studierenden zu erleichtern, Karriere und Familie unter einen Hut zu bringen. Familienfreundlichkeit wird an der TU Dresden großgeschrieben. Die Universität ist seit 2007 im Audit „Familiengerechte Hochschule“ zertifiziert, durch die Aufnahme in den Best Practice-Club „Familie in der Hochschule“ im September 2010 hat das Engagement der TU Dresden inzwischen auch bundesweite Anerkennung erfahren. In der ersten Runde des Wettbewerbs erhielt die Fakultät Bauingenieurwesen den Preis.

Hier gibt es detaillierte Informationen zur Bewerbung um den Preis für Familienfreundlichkeit 2011.
[Quelle: Pressestelle der TUD]

Deutscher Brückenbaupreis 2012 ausgelobt

Die Bundesingenieurkammer und der Verband Beratender Ingenieure VBI haben am 8. März den „Deutschen Brückenbaupreis 2012“ ausgelobt. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung fördert den Preis im Rahmen der Initiative Baukultur und übernimmt erneut die Schirmherrschaft. Hauptsponsor ist die Deutsche Bahn AG.
Der Preis wird alle zwei Jahre in den Kategorien „Straßen- und Eisenbahnbrücken“ sowie „Fuß- und Radwegbücken“ für jeweils ein Bauwerk vergeben.
Für den Deutschen Brückenbaupreis 2012 können Bauwerke vorgeschlagen werden, deren Fertigstellung, Umbau oder Instandsetzung zwischen dem 01.09.2008 und dem 01.9.2011
abgeschlossen worden ist. Brücken, die vor dem 01.09.2008 vollendet wurden, kann die Jury nicht mehr berücksichtigen (es zählt der Tag der bautechnischen Abnahme). Einsendeschluss für die Wettbewerbsbeiträge ist am 17. September 2011.
Die feierliche Verleihung des „Deutschen Brückenbaupreises 2012“ findet am 12. März 2012 dem Vorabend des 22. Dresdner Brückenbausymposiums statt.

Die Tragfähigsten kommen aus Dresden

Auf dem PrüfstandAuf dem Prüfstand: Platte aus Dresden

In Kaiserslautern trafen sich in der vergangenen Woche rund 180 Professoren und NachwuchswissenschaftlerInnen zum Doktorandensymposium 2010 des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton. Dabei ging es – natürlich – um den Austausch wissenschaftlicher Ergebnisse, aber es gab auch zwei Wettbewerbe. Zum einen war ein Preis „Wissenschaftsreportage“ ausgeschrieben – weil „kreative und innovative Leistungen der Bauforschung in der Öffentlichkeit oftmals keine angemessene Beachtung finden“. Darauf werden wir im BauBlog noch zurückkommen, aber soviel sei schon verraten: Für einen ersten Platz reichte es leider nicht, aber zwei der fünf Dresdner Delegierten wurden mit einem Sonderpreis ausgezeichnet: Dipl.-Ing. Gregor Schacht und Dipl.-Ing. Alexander Lindorf. Wie gesagt: Ihre Reportagen werden hier folgen!

Siegreich war das Dresdner Team aber im zweiten Wettbewerb. Wie am Freitag schon quasi live getwittert, schnitten die Dresdner beim UHPC-Wettbewerb am besten ab. UHPC steht für Ultra High Performance Concrete, zu deutsch Ultrahochfester Beton. Beim Wettbewerb ging es darum, eine punktgelagerte Platte aus Hochleistungsbeton anzufertigen, die bei geringem Gewicht eine möglichst hohe Tragfähigkeit erzielt. 30 Kilo sollte die Platte selbst höchstens wiegen, die Abmessungen waren natürlich auch festgelegt: genau 1400 mm x 800 mm. Drei unterschiedliche Platten hatte das Dresdner Team hergestellt – wobei eine leicht über 30 Kilogramm wog und von vornherein mit der Bemerkung eingeschickt wurde: „Wir wissen, dass sie zu schwer ist – aber bitte prüft sie dennoch außerhalb der Wertung!“

Die Nachwuchsforscher vom Institut für Massivbau und dem Institut für Baustoffe hatten freilich mit allen drei Platten die Nase vorn. Frank Schladitz vom Institut für Massivbau: „Das war eine echte Teamarbeit. Neben mir und Dr. Marko Butler vom Institut für Baustoffe als Betreuer haben vor allem die beiden Studenten Mario Liebelt und Marc Koschemann geholfen, das Projekt zu realisieren!“ Außerdem mit dabei beim Betonieren waren Rainer Belger, Daniel Ehlig, Dr. Frank Jesse, Enrico Lorenz, Katrin Schwiteilo und Dr. Kerstin Speck. 29,93 Kilonewton pro Quadratmeter betrug die Traglast von Dresden II – mehr als doppelt soviel wie die des Zweitplatzierten vom Team Braunschweig (14,2 kN/qm) und mehr als das Dreifache des Drittplatzierten (Firma durcrete, 8,83 kN/qm). Alle drei Platten wogen annähernd gleich viel: ca 29,5 kg. (Die anderen beiden Platten aus Dresden lagen mit 27,38 kN/qm und 25,14 kN/qm ebenfalls weit über den Werten des Feldes – aber gewertet wurden die Mannschaftsleistungen.)

Woran es lag, dass die Dresdner Bauingenieure so gut abschnitten? „Wir haben hier das Know-how sowohl im Bereich UHPC als auch Textilbeton. Die Siegerplatte war hergestellt aus einem UHPC mit einer dreilagigen Carbonbewehrung: Die Mischung macht’s!“

Teilnehmer für Science Slam gesucht

Beim Science Slam „kurz & klug“ haben Forschende aller Disziplinen Gelegenheit, ihre Erkenntnisse Laien verständlich zu machen! Alle Mittel sind erlaubt: Tanz, Pantomime oder Gesang können den Vortrag unterstützen, aber auch die bewährte Powerpoint-Folie. Das Publikum vergibt Noten, sowohl für die Verständlichkeit als auch für den Unterhaltungswert der Darbietung. Wer am besten abschneidet, erhält die „Goldene Kopfnuss“.

Der Wettstreit der Wissenschaft geht am 22. November ab 19.30 Uhr über die Bühne des Festsaals Dülferstraße, über der Alten Mensa. Organisiert wird der Science Slam von der TU Dresden und den drei Dresdner Max-Planck-Instituten. Die Anmeldung von Beiträgen ist bis Mitte Oktober an scienceslam@mpi-cbg.de zu richten.

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Sieger Architekturwettbewerb Textilbeton

Sieger des Architekturpreises TextilbetonSieger des Architekturpreises Textilbeton

Die Sieger des zweiten Sieger Architekturwettbewerbs Textilbeton stehen fest: Zwei Teams teilen sich das Preisgeld von insgesamt 2.500 Euro! Die Modular Tubes von Annika Poppel, Sami Bidier und Yi Lu entstanden am ILEK in Stuttgart. Die Idee, die hinter modular_tubes steckt, ist die Fertigung von doppelt gekrümmten Beton-Modulen, die problemlos miteinander verbunden werden können und sich so, ähnlich wie Moleküle, zu den verschiedensten Formen zusammen setzen. Zweiter gleichberechtigter Sieger ist der Entwurf Stadtmöbel+ von Leonard Chmielewski und Viktoria Darenberg; beide sind Studenten der TU Berlin, Fakultät Architektur. Sie schreiben zu ihrem Entwurf: „Die Stadtmöbel+ Kollektion bespielt den öffentlichen Raum und möchte dabei selbst bespielt werden.“ Eine lobende Anerkennung spricht die Jury dem Entwurf Lightwave von Roman Grube aus Gießen aus.
Der Architekturwettbewerb wird vom Markenverband TUDALIT ausgelobt. Verliehen wurde der Preis gestern während des TUDALIT-Forums. Heute veranstaltet der Markenverband, der sich die Qualitätssicherung des neuen innovativen Werkstoffs Textilbeton und dessen Bekanntmachung zum Ziel gesetzt hat, die zweite Anwendertagung Textilbeton.

Textilbeton: Architekturwettbewerb 2010

Der TUDALIT Markenverband e.V. ruft die StudentInnen und Studenten / jungen Absolventinnen und Absolventen der Fachrichtungen Architektur, Bauingenieurwesen, Design, Garten- und Landschaftsarchitektur, Stadtplanung auf, sich am Wettbewerb mit dem Entwurf eines Objektes aus textilbewehrtem Beton zu bewerben. Die Kategorie ist offen, d.h. die Entwürfe können von Bauwerken über Gebäudeteile bis zur Stadtmöblierung reichen. Einsendeschluß ist der 30.06.2010.

Es geht um den Entwurf eines Objekts aus oder mit textilbewehrtem Beton. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2010 (Datum des Poststempels oder persönliche Abgabe bis 16 Uhr in der TUDALIT-Geschäftsstelle, Chemnitzer Str. 46b, 01187 Dresden). Die kompletten Bedingungen sind dem Flyer (PDF) zu entnehmen.

Das Preisgericht steht unter der Leitung von Prof. Manfred Curbach (Institut für Massivbau, Sprecher des Sonderforschungsbereiches 528). Weitere Mitglieder sind Prof. Werner Sobek, Prof. Hermann Kokenge, Prof. Gunter Henn, Prof. Josef Hegger und Prof. Chokri Cherif. Das Preisgeld beträgt 2.500 Euro. Die Jury entscheidet über eine eventuelle Aufteilung des Preisgeldes in zwei Preise. Die Preisverleihung findet im Rahmen des TUDALIT-Forums 2010 am 30. September 2010 im Konferenzsaal des Leibniz-Instituts für Polymerforschung Dresden e.V. statt. Eine Würdigung der Preisträger ist auch am 1. Oktober zu Beginn der 2. Anwendertagung Textilbeton Dresden vorgesehen. Für die Preisträger ist die Teilnahme an der Tagung kostenlos.

Fotowettbewerb: Kleinkariert

Das Studentenwerk Dresden und der „Studentische Fotoclub Dresden“ schreiben einen studentischen Fotowettbewerb im Rahmen der 19. Dresdner Studententage aus. Teilnehmen können alle eingeschriebenen Studentinnen und Studenten der Dresdner und Zittauer/Görlitzer Hochschulen, außer den Mitgliedern des „Studentischen Fotoclub Dresden“.

Der Fotowettbewerb steht in diesem Jahr unter dem Thema „Kleinkariert“. Es können schwarz-weiß-Fotos, Farbfotos oder digital bearbeitete Fotos eingereicht werden. Jeder kann max. 2 Einzelbilder und/oder 2 Serien mit bis zu 5 Bildern einreichen, also max. 12 Bilder. Serien und Einzelbilder sollten eindeutig als solche gekennzeichnet werden und werden dementsprechend bewertet. Alle Fotos sollten mindestens 21 x 30 cm groß sein und für eine Präsentation in Rahmen der Größe 59,4 x 84,1 cm geeignet sein. Die Fotos sind dauerhaft mit Titel des Bildes, Name und Anschrift sowie E-Mail bzw. Telefon des Einreichers zu beschriften. Eine Kopie der Immabescheinigung soll beigelegt werden.

Einzelbilder und Serien werden gesondert bewertet und prämiert. Einzelbilder: 1. Preis 120 EUR, 2. Preis 50 EUR, 3. Preis 30 EUR. Serien: 1. Preis 150 EUR, 2. Preis 70 EUR, 3. Preis 40 EUR. Die ersten 44 Einsender erhalten als Geschenk ein Glas Nutella. Die Preisvergabe erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Die besten Fotos werden in der Galerie STUWERTINUM ausgestellt.

Die Abgabe der Fotos wird bis zum 22. April 2010 im Studentenwerk Zi. 523 erbeten. Die Preisvergabe erfolgt zur Ausstellungseröffnung am 27. April 2010 um 20:00 Uhr in der Galerie STUWERTINUM des Studentenwerks. Bei dieser Gelegenheit können alle eingereichten Fotos bestaunt werden. Bitte beachten: Die fünf erstplatzierten Einzelbilder und Serien verbleiben im Studentenwerk.