Die Fakultät Bauingenieurwesen der Technischen Universität Dresden lädt herzlich ein zum Tag der Fakultät Bauingenieurwesen am Freitag, 24. Oktober 2014 um 14 Uhr.
Während der Festveranstaltung, in der die Absolventen des vergangenen Studienjahres ihre Zeugnisse bekommen, wird Prof. Dr.-Ing. habil. Daniel Balzani von der Professur für Mechanik seine Antrittsvorlesung zum Thema „Bau- und Biomechanik – Parallelen der mathematischen Modellbildung“ halten. Außerdem werden Preise für hervorragende Leistungen verliehen.
Prof. Manfred Curbach (Mitte) wurde im Beisein von Laudator Dr.-Ing. Franz-Hermann Schlüter und Prof. Wilfried Clauß, Vorsitzender der VDI-GBG, die neue Medaille verliehen. (Bild: VDI)
Hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Bautechnik würdigt der VDI Verein Deutscher Ingenieure mit einer neuen Auszeichnung: Erstmals verlieh die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik auf ihrer Jahrestagung die Wolfgang-Zerna-Ehrenmedaille. Preisträger ist Prof. Dr.-Ing. Manfred Curbach von der TU Dresden.
Prof. Dr.-Ing. Manfred Curbach (Mitte) wurde im Beisein von Laudator Dr.-Ing. Franz-Hermann Schlüter und Prof. Dr.-Ing. Wilfried Clauß, Vorsitzender der VDI-GBG, die neue Medaille verliehen.
Geehrt wurde Curbach für seine besonderen wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Bautechnik. Dabei stellte Laudator Dr.-Ing. Franz-Hermann Schlüter, Mitglied im Fachbeirat Bautechnik, insbesondere den Betonbau als Betätigungsfeld heraus. Manfred Curbach war von 2003 bis 2008 Vorsitzender der damaligen VDI-Gesellschaft Bautechnik. In seiner Amtszeit wurde der erste VDI-Studentenwettbewerb zur Planung einer Rheinbrücke durchgeführt.
Die Wolfgang-Zerna-Ehrenmedaille des VDI wird von der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik, in Würdigung der hervorragenden und beispielhaften Persönlichkeit des Namensgebers verliehen. Sie zeichnet besonders verdiente Mitglieder und ehrenamtlich Tätige oder Ingenieure aus, die sich auf den Gebieten der Bautechnik besondere Verdienste erworben haben.
Die Wolfgang-Zerna-Ehrenmedaille des VDI ist eine geprägte Goldmünze. Auf der Vorderseite trägt sie das Bildnis Wolfgang Zernas, dessen Name, Geburts- und Sterbejahr sowie die Umschrift „VDI – Bautechnik“, die Rückseite und die Miniaturausführung sind identisch mit der Ehrenmedaille des VDI. Die neue Auszeichnung ist der Ehrenmedaille und der Hermann-Rietschel-Ehrenmedaille des VDI gleichgestellt.
Prof. Dr.-Ing. Raimar Scherer vom Institut für Bauinformatik der Technischen Universität Dresden wird in diesem Jahr mit der Konrad-Zuse-Medaille ausgezeichnet.
Dieses hat das Konrad-Zuse-Kuratorium des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes ehrt damit Scherers Forschungsergebnisse im Bereich Building Information Modeling (BIM). Dieses Modell der durchgängigen Digitalisierung der planungs- und realisierungsrelevanten Bauwerksdaten und deren Vernetzung birgt ein erhebliches Innovationspotential in der Wertschöpfungskette Bau.
„Während sich die meisten Forscher auf Anwendungen in großen Baufirmen sowie Architektur- und Ingenieurbüros konzentrieren, war es Prof. Scherer in seiner 25jährigen Forschungstätigkeit immer ein besonderes Anliegen, die kleinen und mittleren Unternehmen in das modellbasierte Arbeiten einzubeziehen. Die Herausforderung besteht darin, einfache Bedienlösungen für mittelständische Unternehmen zu finden und trotzdem dem Anspruch der Integration in komplexe Informationsmodelle zu genügen, ohne dass Insellösungen entstehen.“ So die Begründung des Konrad-Zuse-Kuratoriums im ZDB.
Die Konrad-Zuse-Medaille des ZDB wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich auf dem Gebiet der Informatik im Bauwesen in hervorragender Weise ausgewiesen haben. Ziel der Auszeichnung ist es, die Verdienste von Konrad Zuse zu bewahren und andererseits die Nutzung modernster Informations- und Kommunikationstechnologien im Bauwesen aktuell zu befördern.
Die Verleihung der Konrad-Zuse-Medaille an Prof. Dr.-Ing. Scherer erfolgt im Rahmen des 7. Deutschen Obermeistertages am 6. November 2014 in Berlin.
Ulrich Assmann (2.v.r.), Vorstand der TUDAG, nahm den GreenTecAward in der Kategorie Bauen und Wohnen für das Konsortium „C³ – Carbon Concrete Composite“ entgegen. Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (r.) zeigte sich hocherfreut über die neuerliche Anerkennung des Standorts Dresden. Mit im Bild: Dr. Matthias Liebold von der Forschergruppe Carbonbeton (l) und Sven Krüger von den GreenTec Awards. Foto: Ulrich van Stipriaan
Gewinner in der Kategorie Bauen und Wohnen bei den GreenTec Awards – einem der größten Preise für grüne Technologien, Initiativen und Unternehmen in Europa – ist das Forscherteam vom Institut für Massivbau der TU Dresden. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Prof. Manfred Curbach wollen mit Carbonbeton das Bauen revolutionieren.
Das Konsortium „C³ – Carbon Concrete Composite“ war eins von über 30 Bewerbern in dieser Kategorie. Am 4. Mai stehen die Dresdner Forscher nun während der Festgala im Rahmen der weltweit größten Umwelttechnologiemesse IFAT in München auf dem Siegertreppchen. Die inoffizielle Preisverleihung vor Ort fand bereits statt: vor der geschichtsträchtigen Kulisse der Frauenkirche übergab Sven Krüger für den Veranstalter GreenTec Awards den Preis. Ulrich Assmann, Vorstand der TUDAG und Mitglied im Vorstand des Vereins „C³ – Carbon Concrete Composite“, nahm den Preis in Anwesenheit von Dresdens Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert entgegen.
Carbon Concrete Composite (C³) ist ein neuer Materialverbund von Carbon und Hochleistungsbeton. Er führt zu einem entscheidenden Innovationsschub im Bauwesen. Mit C³ errichtete Bauwerke der Zukunft haben eine längere Lebensdauer und höhere Leistungsfähigkeit. Sie senken den Energieverbrauch und schonen Ressourcen, sie erhöhen die Sicherheit und gewährleisten Mobilität. Ziel des Konsortiums C³ – Carbon Concrete Composite, das im Rahmen des Programms Zwanzig20 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert wird, ist es, in den nächsten zehn Jahren die Voraussetzungen zu schaffen, bei Neubauten mindestens 20 Prozent der heute üblichen Stahlbewehrung in Betonbauteilen durch Carbonbewehrung ersetzen zu können. Dem Konsortium C³ – Carbon Concrete Composite gehören derzeit über 80 namhafte Firmen und Vertreter deutscher Universitäten an. Initiator und Vorsitzender des Vereins ist Professor Manfred Curbach vom Institut für Massivbau der TU Dresden.
Prof. Manfred Curbach erhält seine Mitgliedsurkunde aus den Händen des Präsidenten der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Professor Jörg Hacker (r). Foto: Markus Scholz für die Leopoldina.
Im Rahmen des jährlichen Symposiums der Leopoldina-Klasse I haben hochrangige Wissenschaftler ihre Mitgliedsurkunden aus den Händen des Präsidenten der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Professor Jörg Hacker, erhalten.
Unter den 15 Wissenschaftlern, die 2013 in die Klasse I hinzu gewählt worden sind, ist als einziger Dresdner Prof. Manfred Curbach vom Institut für Massivbau der Technischen Universität Dresden. Er ist in der Leopoldina – eine der ältesten Wissenschaftsakademien der Welt – Mitglied der Sektion Technikwissenschaften.
Die Leopoldina wurde 1652 gegründet und ist der freien Wissenschaft zum Wohle der Menschen und der Gestaltung der Zukunft verpflichtet. Mit ihren rund 1500 Mitgliedern versammelt die Leopoldina hervorragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und zahlreichen weiteren Ländern.
Preisverleihung des Kurt-Beyer-Preises. Im Bild (v.l.n.r.) Prof. Gerald Staib, Prof. Susanne Strahringer (Prorektorin für Bildung und Internationales), Dr.-Ing. Diana Zitzmann, Stephan Otto, Angela Schmidt, Prof. Rainer Schach. Foto: UVS
Der Kurt-Beyer-Preis 2013 wurde heute im Festsaal des Rektorats verliehen. Preisträgerinnen sind Dipl.-Ing. Angela Schmidt vom Institut für Massivbau, Fakultät Bauingenieurwesen, und Dr.-Ing. Diana Zitzmann, Fakultät Architektur.
Angela Schmidt erhielt den Preis für ihre Diplomarbeit „Formoptimierung von Stützen“. Sie hatte sich bereits im 9. Fachsemester im Rahmen ihrer Projektarbeit mit der Formoptimierung von Stützen beschäftigt. Dafür wurde sie bereits im vergangenen Jahr mit dem Brendel-Preis geehrt. Dem Thema der Projektarbeit blieb Angela Schmidt treu, indem sie es in ihrer Diplomarbeit weiter vertiefte. „Bei beiden Arbeiten bewies Frau Schmidt in herausragender Art und Weise, dass sie sich ausgezeichnet in schwierige und für Studierende ungewohnte Themen und Fragestellungen einarbeiten und diese hervorragend lösen kann“, sagte der Dekan der Fakultät Bauingenieurwesen, Prof. Rainer Schach, in seiner Laudatio.
Diana Zitzmann wurde für ihre Dissertation „Architektur nach der Oktoberrevolution: Wohnhäuser, Klubs und Banjas in Petrograd/Leningrad 1917 bis 1932“ ausgezeichnet. Die Laudatio hielt der Dekan der Fakultät Architektur, Prof. Gerald Staib.
Der Kurt-Beyer-Preis ist mit insgesamt 5.000 Euro dotiert, der Preis wurde hälftig geteilt. Zur Auswahl standen insgeamt zehn Arbeiten – sechs von der Fakultät Bauingenieuerwesen und vier von der Fakultät Architektur. Die beiden Preisträgerinnen stellten ihre Arbeit im Rahmen der Preisverleihung vor, den Preis überreichte Dipl.-Ing. (FH) Stephan Otto von der HOCHTIEF Solutions AG, Civil Engineering and Traffic Infrastructure, die den Preis seit dem Jahr 2011 stiftet (zuvor wurde er seit 1996 von der HOCHTIEF Construction AG gestiftet).
Prof. Dr.-Ing. Thomas Wiedemann (Vorsitzender des des VDI Bezirksverband Dresden überreicht den Gustav-Zeuner-Preis an Dipl.-Ing. Alexander Fuchs (rechts Joachim Finzel, Betreuer der Diplomarbeit). Foto: Andrea Nickol
Den Gustav Zeuner Preis 2013 erhielt jetzt Alexander Fuchs im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Bezirksverbands Dresden des VDI für seine Diplomarbeit „Untersuchung des Schwingverhaltens einer Spannbeton-Eisenbahnbrücke unter der Einwirkung eines Hochgeschwindigkeitszuges“. Die Arbeit wurde an der Professur für Spezielle Massivbauwerke (Prof. Ulrich Häußler-Combe) des Instituts für Massivbau geschrieben und von Dipl.-Ing. (FH) Joachim Finzel M.Sc. betreut.
In der Arbeit wurde das Tragverhalten einer zweifeldrigen Spannbeton-Eisenbahnbrücke infolge der Überfahrt von verschiedenen Hochgeschwinigkeitszügen (ICE, TGV, Thalys…) untersucht. Dabei hatte Fuchs nicht nur die theoretischen Grundlagen aufgearbeitet, sondern auch detaillierte Betrachtungen angestellt, die zu weitreichenden Erkenntnissen aus Parameterstudien führten. Vergleiche der am Institut entwickelten Software ConFem mit InfoCad (die ebenso wie die zahlreichen untersuchten Zugtypen nicht Bestandteil der Aufgabenstellung waren) rundeten die sehr gelungene Arbeit ab.
Alexander Fuchs arbeitet seit dem Abschluss des Studiums beim Dresdner Büro von Krebs und Kiefer in der Tragwerksplanung (Hochbau).
Preisverleihung auf der bautec 2014: Brigitte Zypries, Sebastian Fuchs, Prof. Dr.-Ing. Joaquín Díaz (v.l.n.r, Foto: Messe Berlin)
Dipl.-Ing. Sebastian Fuchs hat beim Wettbewerb Auf IT gebaut 2014 den 3. Preis erlangt. Mit seiner Arbeit „M2A2 – Universelle Multimodell-Software zur interdisziplinären Informationsversorgung“ konnte er die Jury besonders durch den fachübergreifenden, modularen und praxisnahen Ansatz überzeugen. Ein Video der Software ist unter https://www.youtube.com/watch?v=fkzrmRy3W58 abrufbar.
Der Wettbewerb findet seit 2002 jährlich statt und prämiert Arbeiten in den Bereichen Architektur, Bauingenieurwesen, Baubetriebswirtschaft und im gewerblich-technischen Bereich. Die Preisverleihung erfolgte am 19. Februar 2014 durch die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Brigitte Zypries, auf der bautec in Berlin.
Sebastian Fuchs ist seit 2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Bauinformatik. Dort forscht er an Methoden zur Interoperabilität im Bauwesen und trug wesentlich zur Entwicklung der Multimodell-Methode bei. Er ist seit 2004 bereits der sechste Preisträger dieses Wettbewerbs, den das Institut unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Raimar J. Scherer hervorgebracht hat.
Zusammenfassung zur Arbeit: Schlüsselfertigbau gewinnt in den letzten Jahren an Bedeutung. Tatsächlich werden ungefähr sechzig Prozent der Hochbauprojekte mit schlüsselfertigen Methoden durchgeführt. Beim Ziel die Bauprojekte zu optimieren aufgrund immer kürzerer Zeiträume, stellt der Schlüsselfertigbau den Königsweg dar, um den aktuellen Anforderungen des Marktes zu entsprechen.
Heutzutage sind viele Unternehmen weltweit tätig. Die Erweiterung des Marktes ins Ausland setzt voraus, dass man sich um die Methode, die Gesetze, die Ausführung, usw. kümmern muss. Im europäischen Bauwesen nehmen Deutschland und Frankreich eine Führungsrolle ein. Aufgrund des Umfangs, den der SF-Bau inzwischen einnimmt, wird in dieser Arbeit untersucht wie Schlüsselfertigbau in Deutschland und in Frankreich durchgeführt wird. Mehrere Sichten des Schlüsselfertigbaus wurden betrachtet: die Baubeteiligten und ihre Aufgaben, die rechtlichen Grundlagen, die Vergabeverfahren, die Bauverträge, die Kalkulationsmethoden und kurz die Entwicklungsmöglichkeiten durch Building Information Modeling oder Partnering.
Den German High Tech Champions Award erhielt jetzt Prof. Peer Haller in Tokyo. Als einer von sechs Preisträgern stellte er sein Konzept im Bereich „Lightweight Design“ einem aufmerksamen japanischen Publikum vor.
Am 18. November drehte sich im Tokyo International Forum alles um das Thema Lightweight Design. Vormittags gewährten Fraunhofer-Experten Einblicke in Ergebnisse aus ihren Forschungsinstituten unter dem Motto „Green Technology made in Germany“. Nachmittags stellten die „German High Tech Champions“ dann in knappen Präsentationen ihre durchaus beeindruckenden Ideen vor. Die Veranstaltung lockte circa 70 Experten an, unter anderem aus den Bereichen Industrie und Forschung, Geschäftsentwicklung und F&E. Besonders stark vertreten war die japanische Automobilbranche. Und dies nicht grundlos, denn schließlich verbraucht ein PKW, der 100 kg leichter ist, auf 100 km 0,3 Liter weniger Kraftstoff.
Prof. Peer Haller (Mitte) in Begleitung seines Mitarbeiters Dipl.-Ing. Jörg Wehsener (rechts) und des Dekans der Fakultät Bauingenieurwesen, Prof. Rainer Schach, auf der Terrasse des Tokyo International Forum.
Der “GHTC® – the German High Tech Champions Award” wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Um am Wettbewerb teilzunehmen, sendeten Forscher ihre innovativen Technologien zum Thema „Lightweight Design“ in Form eines Business Case ein. Eine Expertenjury aus Industrie und Forschung bewertete die verschiedenen Bewerbungen in Hinsicht auf technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit. Als Preisgeld gab es für jeden Champion 10.000 € zu gewinnen.
„Ich war begeistert von den persönlichen sowie den forschungstechnischen Profilen der Champions“, bemerkte Andreas Kirchner, Leiter des Referats Wissenschaft und Technologie der Deutschen Botschaft in Tokio. Nachdem er die GHTC® Session eröffnet hatte, fügte er hinzu: „Die Champions haben hier komplexe technische Fortschritte auf eine unterhaltende und inspirierende Art und Weise präsentiert“. Im Anschluss an die Preisverleihung bot der GHTC® Award eine Plattform zum Networking an. Hierbei kamen die gefeierten Champions aus deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen persönlich mit den japanischen Gästen ins Gespräch.