Wie kann Bauen digitalisiert werden? Wo entstehen Daten, welche werden tatsächlich benötigt, und wie können diese Daten durchgängig über die verschiedenen Nutzungszyklen eines Bauwerks erfasst, gesammelt und für alle Beteiligten nutzbar bleiben? Wofür ist das überhaupt wichtig, und wie kann KI die Prozesse beschleunigen und das Bauen ökonomischer machen – oder ist die digitale Transformation des Planens vielleicht sogar die Voraussetzung, um immer komplexere planerische Fragestellungen gerade in Bezug auf Ressourceneffizienz oder Nachhaltigkeit zu lösen?
Mit Impulsen zu diesen Fragestellungen eröffneten die Plenarvorträge von Dipl.-Ing. Jens Hoffmann (STRABAG) und Prof. Dr.-Ing. habil. Roland Wüchner (TU München) den ersten Tag der Baustatik-Baupraxis-Tagung 2026 an der TU Dresden.
Besonders an den Schnittstellen zwischen Entwurf, Planung, Ausführung, Betrieb, Umbau oder Rückbau – also den Übergängen zwischen den verschiedenen Phasen eines Bauwerks – bestehen die eigentlichen Probleme: „kommt es häufig zu Datenbrüchen“, so Hoffmann. Digitalisierung im Bauwesen bedeutet für ihn vor allem, Informationen konsistent weiterzuführen und kontinuierlich in digitale Modelle zu integrieren – nur so entstehen echte „digitale Zwillinge“ eines Bauwerks.
Auf die Modell-Auflösung, den Zweck und das richtige Datenmodell sowie auf den Prozess bis hin zum digitalen Zwilling ging Prof. Wüchner ein. Er unterstrich die wachsende Bedeutung digitaler Werkzeuge für die Planung komplexer Bauwerke.
Den Plenarvorträgen an beiden Konferenztagen kommt auf der Baustatik-Tagung eine besondere Bedeutung zu: Sie bilden den inhaltlichen Rahmen und geben entsprechende Impulse für die Veranstaltung. Die gesamte Themenbreite der Tagung wurde in verschiedenen parallelen Vortragsblöcken abgebildet. (zur Programmübersicht)
Gelegenheit zum direkten Gespräch bot das abendliche Konferenzdinner im Hilton Dresden, kulturelles Highlight war ein Orgelkonzert in der Dresdner Hofkirche.







