Der Bauindustrieverband Ost e. V. (BIVO) hat auch in diesem Jahr herausragende Abschlussarbeiten aus den Bereichen Bauingenieurwesen und Architektur mit dem Preis der Ostdeutschen Bauindustrie ausgezeichnet. Mit der seit 2004 vergebenen Auszeichnung würdigt der Verband innovative wissenschaftliche Arbeiten und setzt zugleich ein Zeichen für die Bedeutung des akademischen Nachwuchses in der Bauwirtschaft.
Besonders erfreulich: Gleich zwei Absolventinnen der Fakultät Bauingenieurwesen der TU Dresden wurden im Bereich Bauingenieurwesen ausgezeichnet.

Preisträgerin Tanja Stoll mit Regina Kraushaar (Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung). Bild: Marcus Hartelt
Den Hauptpreis erhielt Tanja Stoll für ihre Abschlussarbeit zur Lagerungsfähigkeit temperaturabgesenkter Asphalte. Darin untersuchte sie den Einfluss unterschiedlicher Lagerungszeiten auf die Verarbeitbarkeit sowie die Materialeigenschaften dieser Asphaltmischungen. Die Arbeit greift aktuelle Fragestellungen einer ressourcenschonenden und nachhaltigen Baupraxis auf und liefert wichtige Erkenntnisse für die praktische Anwendung.

Gruppenbild aller Preisträger, von links: Leo Dinkelacker und Alexander Ostrovskis (HTWK Leipzig – Hauptpreisgewinner Architektur), Luzie Dörfelt (TU Dresden – Sonderpreisgewinnerin Architektur), Anna Reichel (TU Dresden – Sonderpreisgewinnerin Bauingenieurwesen), Tanja Stoll (TU Dresden – Hauptpreisgewinnerin Bauingenieurwesen). Bild: Marcus Hartelt
Mit einem Sonderpreis wurde Anna Reichel ausgezeichnet. Ihre Arbeit beschäftigt sich mit der Ermüdungssicherheit von Verbunddübelleisten in Klothoidenform bei Querbeanspruchung. Die Ergebnisse leisten einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung der vergleichsweise jungen Stahl-Stahlbeton-Verbundbauweise.
BIVO-Präsident Jörg Muschol betonte die Bedeutung der ausgezeichneten Arbeiten für die Zukunft des Bauens:
„Die ausgezeichneten Arbeiten zeigen, dass die Zukunft des Bauens nicht erst morgen beginnt, sondern bereits heute an unseren Hochschulen entwickelt wird. Ob ressourcenschonender Straßenbau, innovative Tragwerkslösungen, die Umnutzung ehemaliger Industriestandorte oder die Neugestaltung urbaner Räume – die Preisträgerinnen und Preisträger liefern konkrete Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit.“
Neben den Auszeichnungen im Bauingenieurwesen wurden auch Arbeiten aus dem Bereich Architektur prämiert. Den Hauptpreis erhielten Alexander Ostrovskis und Leo Dinkelacker (HTWK Leipzig) für ihr Transformationskonzept zur Nachnutzung sächsischer Spinnmühlen als Standorte für Indoor-Farming. Der Sonderpreis ging an Luzie Dörfelt (TU Dresden), die ein Konzept zur Umgestaltung der St. Petersburger Straße in Dresden entwickelte.
Die Fakultät Bauingenieurwesen gratuliert Tanja Stoll und Anna Reichel herzlich zu dieser besonderen Auszeichnung und wünscht ihnen für ihren weiteren beruflichen Weg viel Erfolg.
Titelbild v. l. n. r.: Dr. Robert Momberg (BIVO-Hauptgeschäftsführer), Baupreisjurymitglied Prof. Dr.-Ing. Klaus Holschemacher (HTWK Leipzig), Regina Kraushaar (Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung), Leo Dinkelacker und Alexander Ostrovskis (HTWK Leipzig – Hauptpreisgewinner Architektur), Luzie Dörfelt (TU Dresden – Sonderpreisgewinnerin Architektur), Anna Reichel (TU Dresden – Sonderpreisgewinnerin Bauingenieurwesen), Tanja Stoll (TU Dresden – Hauptpreisgewinnerin Bauingenieurwesen), Jörg Muschol (BIVO-Präsident), Baupreisjurymitglied Peter Weber (Atelier Schmelzer Weber Architekten PartGmbB), Prof. Dipl.-Ing. Dorothea Becker (Betreuerin Architektur HTWK Leipzig), Dr.-Ing. Christiane Weise (Betreuerin Bauingenieurwesen TU Dresden).
Alle Bilder: Marcus Hartelt
