Rückblick auf den Dresdner Geotechnik-Tag

Am 21.08.2026 fand mit dem Dresdner Geotechnik-Tag eine eintägige Fachveranstaltung statt. Der Geotechnik Tag war dem intensiven Austausch zu aktuellen Forschungsergebnissen sowie zu Erfahrungen aus der ingenieurpraktischen Anwendung in der Geotechnik gewidmet. Ziel war es, den wissenschaftlichen Dialog zu fördern und Impulse für zukünftige Entwicklungen im Fachgebiet zu setzen.

Die Veranstaltung fand anlässlich des 60. Geburtstags von Prof. Ivo Herle statt, der seit 2004 das Institut für Geotechnik an der Technischen Universität Dresden prägt und leitet. Mit seiner wissenschaftlichen Arbeit, seinem Engagement in Forschung und Lehre sowie seiner Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses hat er das Fachgebiet nachhaltig mitgestaltet. Als Teil eines gewachsenen Alumni-Netzwerks bot der Geotechnik-Tag eine besondere Gelegenheit, aktuelle und ehemalige Mitarbeitende, Doktorandinnen und Doktoranden sowie langjährige Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter von Prof. Herle zusammenzuführen und den fachlichen wie persönlichen Austausch zu pflegen.

Das Institut für Geotechnik möchte allen Gästen und Vortragenden für die gelungene Veranstaltung danken.

Herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Promotion an Frau Dipl.-Ing. Romy Wiel

Am 18. August 2026 verteidigte Frau Dipl.-Ing. Romy Wiel erfolgreich ihre Dissertation mit dem Titel

„Quantifizierung ökologischer Nachhaltigkeitsaspekte von Carbonbeton – Prozessanalyse auf Bauteilebene“.

Den Vorsitz der Promotionskommission übernahm Prof. Dr.-Ing. Christina Scheffler (TU Dresden). Weitere Mitglieder der Kommission waren 1. Gutachter – Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Wirt.-Ing. Jens Otto (TU Dresden), 2. Gutachterin – Prof. Dr.-Ing. Yvonne Ciupack (TU Darmstadt), 3. Gutachter – Prof. Dr.-Ing. Klaus Holschemacher (HTWK Leipzig). Weiteres Mitglied war Frau Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Wirt.-Ing. Katharina Kleinschrot (TU Dresden).

Wir gratulieren Frau Wiel herzlich zu diesem Erfolg!

Erfolgreiche Habilitation „Multi-Physical and Non-Linear Finite Element Modeling of Wood Modification Technologies“ von Dr.-Ing. Robert Fleischhauer

Dr.-Ing. Robert Fleischhauer hat am 04.08.2026 im Rahmen seines Habilitationsverfahrens einen wissenschaftlichen Vortrag zum Thema „Multi-Physical and Anisotropic Constitutive Modeling of Wood based on the Multiplicative Split of the Deformation Gradient“ gehalten. Anschließend fand eine Probevorlesung „Zur Lösung von Verzweigungsproblemen ebener Stabtragwerksmodelle“ insbesondere für Studierende des 5. Fachsemesters statt. Die Habilitationskommission wird dem Fakultätsrat empfehlen, den erfolgreichen Abschluss des Habilitationsverfahrens zu beschließen, vorbehaltlich der Veröffentlichung des Werkes. Die Fakultät gratuliert recht herzlich zu diesem Erfolg.

Auf dem Beitragsbild: Von links: Prof. Robert Jockwer, Prof. Peer Haller, Prof. Michael Kaliske, Dr.-Ing. Robert Fleischhauer, Prof. Birgit Beckmann, Prof. Josef Füssl (TU Wien), Prof. Ivo Herle, Prof. Uwe Reuter. Foto: Privat

Herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Promotion von Herrn Brian Rust!

Am 22. Juli 2026 verteidigte Herr M. Sc. Brian Rust erfolgreich seine Dissertation mit dem Titel

„Zur Zugtragfähigkeit einseitig geschweißter T-Stöße aus höherfesten Stählen“.

Den Vorsitz der Promotionskommission übernahm Prof. Dr.-Ing. habil. Ivo Herle (TU Dresden). Die Dissertation wurde von Prof. Dr.-Ing. Richard Stroetmann (TU Dresden), Prof. Dr.-Ing. Thomas Ummenhofer (Karlsruher Institut für Technologie) und Prof. Dr.-Ing. Hans Christian Schmale (TU Dresden) begutachtet. Als weiteres Mitglied gehörte Prof. Dr.-Ing. Stefan Löhnert (TU Dresden) der Promotionskommission an.

Die Dissertation von Herrn Rust befasst sich mit der statischen Zugtragfähigkeit von Schweißverbindungen aus höherfesten Stählen der Festigkeitsklassen S500 bis S960 unter besonderer Berücksichtigung der beim Schweißen entstehenden Wärmeeinflusszone (WEZ). Im Mittelpunkt steht die Erweichung in der WEZ und deren Auswirkungen auf die Tragfähigkeit einseitig geschweißter T-Stöße. Hierzu wurden die Einflüsse schweißtechnischer Parameter auf die Festigkeitseigenschaften höherfester Baustähle untersucht und ein Regressionsmodell zur Bestimmung der Streckgrenze und Zugfestigkeit in der WEZ entwickelt. Experimentelle Untersuchungen, numerische Simulationen des schweißinduzierten Temperaturfeldes und strukturmechanische Berechnungen bildeten anschließend die Grundlage für ein Konzept zur Abschätzung der geometrischen WEZ-Ausdehnung sowie für ein Modell zur Berechnung der Zugtragfähigkeit von Schweißverbindungen mit WEZ-Versagen. Die Anwendbarkeit des Tragfähigkeitsmodells wurde sowohl für einseitig geschweißte T-Stöße als auch für Stumpfnähte bestätigt. Darüber hinaus wurde das richtungsbezogene Verfahren für einseitige Kehlnähte weiterentwickelt.

Die Promotionsleistung wurde mit dem Gesamtprädikat „summa cum laude“ bewertet.

Wir gratulieren Herrn Rust herzlich zu diesem herausragenden Erfolg und wünschen ihm für seinen weiteren wissenschaftlichen und beruflichen Weg alles Gute!

Bild: v.l. Prof. Dr.-Ing. Hans Christian Schmale (TU Dresden), Prof. Dr.-Ing. Richard Stroetmann (TU Dresden), M. Sc. Brian Rust, Prof. Dr.-Ing. Thomas Ummenhofer (Karlsruher Institut für Technologie) und Prof. Dr.-Ing. habil. Ivo Herle (TU Dresden)

Jubiläums-Betonboot „Kahnaletto“ im Beyer-Bau

Betonboot-Team der TU Dresden, Fakultät Bauingenieurwesen

Seit gestern begrüßt ein außergewöhnliches Exponat die Besucherinnen und Besucher des Beyer-Baus: das Jubiläums-Betonboot „Kahnaletto“ unseres studentischen Betonbootteams der TU Dresden. Ab sofort ist das kunstvoll gestaltete Boot im Foyer zu sehen.

Der Name „Kahnaletto“ ist eine augenzwinkernde Anspielung auf den weltberühmten Canaletto-Blick auf Dresden. Passend zum 30-jährigen Bestehen des Betonbootteams stand das Jubiläumsprojekt unter dem Motto „30 Jahre BBT: dekadent exzellent“. Im Konstruktionsbericht beschreiben die Studierenden ihre Idee so: „Dresden und der Barock gehören zusammen wie Zement und Wasser.“ Entsprechend verbindet das Boot ingenieurwissenschaftliche Präzision mit barocker Gestaltung. Besonders beeindruckend sind die filigranen Ornamente, die mithilfe eines Partikelbettdruckers gefertigt wurden und dem Boot seinen unverwechselbaren Charakter verleihen.

Dass ein Boot aus Beton tatsächlich schwimmen und dabei erstaunlich leicht und schnell sein kann, beweist das Betonbootteam der TU Dresden seit vielen Jahren eindrucksvoll. Bei den deutschlandweiten Betonbootregatten gehören die Dresdner Studierenden regelmäßig zu den erfolgreichsten Mannschaften und zeigen, wie viel Ingenieurwissen, Kreativität und Teamarbeit in ihren Konstruktionen steckt.

Mitmachen dürfen bei den Betonboot-Spezialisten übrigens alle, unabhängig von der Studienrichtung. Treff ist immer donnerstags um 18:30 Uhr im VMB/E44. Wer das außergewöhnliche Exponat aus nächster Nähe betrachten möchte ist herzlich in den Beyer-Bau, 2. Etage Mittelgang eingeladen.

Geschafft, Boot steht.

Einladung zur Teilnahme an der öffentlichen Verteidigung im Promotionsverfahren „A Dynamic ALE Formulation for Transient Simulations of Multilayered Inelastic Pavement Structures Subjected to Moving Loads“

Die Fakultät Bauingenieurwesen lädt zur öffentlichen Verteidigung im Promotionsverfahren von Herrn Atul Anantheswar, M.Sc. ein.

Das Thema der Dissertation lautet:
„A Dynamic ALE Formulation for Transient Simulations of Multilayered Inelastic Pavement Structures Subjected to Moving Loads“

Die Verteidigung findet am
Montag, 31.08.2026, 14:15 Uhr
im Sitzungszimmer BEY E16, George-Bähr-Straße 1, 01069 Dresden statt.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

„Gorbitz macht schlau!“ – Fakultät Bauingenieurwesen beim Westhangfest in Gorbitz

Es gibt nicht so oft die Möglichkeit, in der Öffentlichkeit Einblicke in den Arbeitsalltag von Bauingenieurinnen und Bauingenieuren zu geben und Menschen für unsere Forschungsthemen zu begeistern. Am letzten Samstag bot sich für uns eine solche Gelegenheit – auf dem Westhangfest in Dresden-Gorbitz.

Unter dem Motto „Gorbitz macht schlau!“ bot das Stadtteilfest zahlreiche Mitmach- und Informationsangebote für Besucherinnen und Besucher jeden Alters. Wir waren mit einem Stand der Fakultät Bauingenieurwesen vertreten, der sich großer Beliebtheit erfreute. Die Besucherinnen und Besucher, ob groß oder klein, zeigten großes Interesse an unserer Arbeit.



Aus den Bereichen Baukonstruktion, Massivbau und Baustoffe hatten wir allerlei Ausstellungsstücke und Experimente vorbereitet. An einem Carbonbetonträger konnten die Besucher beispielsweise selbst nachvollziehen, wie Dehnungsmessstreifen Verformungen messen und zur Überwachung von Bauwerken eingesetzt werden. Für Kinder gab es einen „Fühlkasten“, in dem sie verschiedene Dämmstoffe anfassen und vergleichen konnten. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Exzellenzclusters CARE waren mit Betontrampolin, Baustoffquiz und Betonkanu-Planschpool angerückt.

Der Stand wurde über den gesamten Tag hinweg gut besucht, und wir freuen uns, dabei gewesen zu sein.

Fotos: Toni Kretschmer, Stefan Gröschel

#TUDresden #Bauingenieurwesen #FakultätBauingenieurwesen #Westhangfest #Gorbitz #Dresden #Ingenieurwesen #Bauforschung #Carbonbeton #CARE

Preis der Ostdeutschen Bauindustrie 2026: Zwei Auszeichnungen für Absolventinnen der Fakultät Bauingenieurwesen

copy Marcus Hartelt

Der Bauindustrieverband Ost e. V. (BIVO) hat auch in diesem Jahr herausragende Abschlussarbeiten aus den Bereichen Bauingenieurwesen und Architektur mit dem Preis der Ostdeutschen Bauindustrie ausgezeichnet. Mit der seit 2004 vergebenen Auszeichnung würdigt der Verband innovative wissenschaftliche Arbeiten und setzt zugleich ein Zeichen für die Bedeutung des akademischen Nachwuchses in der Bauwirtschaft.

Besonders erfreulich: Gleich zwei Absolventinnen der Fakultät Bauingenieurwesen der TU Dresden wurden im Bereich Bauingenieurwesen ausgezeichnet.

copy Marcus Hartelt

Preisträgerin Tanja Stoll mit Regina Kraushaar (Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung). Bild: Marcus Hartelt

Den Hauptpreis erhielt Tanja Stoll für ihre Abschlussarbeit zur Lagerungsfähigkeit temperaturabgesenkter Asphalte. Darin untersuchte sie den Einfluss unterschiedlicher Lagerungszeiten auf die Verarbeitbarkeit sowie die Materialeigenschaften dieser Asphaltmischungen. Die Arbeit greift aktuelle Fragestellungen einer ressourcenschonenden und nachhaltigen Baupraxis auf und liefert wichtige Erkenntnisse für die praktische Anwendung.

copy Marcus Hartelt

Gruppenbild aller Preisträger, von links: Leo Dinkelacker und Alexander Ostrovskis (HTWK Leipzig – Hauptpreisgewinner Architektur), Luzie Dörfelt (TU Dresden – Sonderpreisgewinnerin Architektur), Anna Reichel (TU Dresden – Sonderpreisgewinnerin Bauingenieurwesen), Tanja Stoll (TU Dresden – Hauptpreisgewinnerin Bauingenieurwesen). Bild: Marcus Hartelt

Mit einem Sonderpreis wurde Anna Reichel ausgezeichnet. Ihre Arbeit beschäftigt sich mit der Ermüdungssicherheit von Verbunddübelleisten in Klothoidenform bei Querbeanspruchung. Die Ergebnisse leisten einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung der vergleichsweise jungen Stahl-Stahlbeton-Verbundbauweise.

BIVO-Präsident Jörg Muschol betonte die Bedeutung der ausgezeichneten Arbeiten für die Zukunft des Bauens:

„Die ausgezeichneten Arbeiten zeigen, dass die Zukunft des Bauens nicht erst morgen beginnt, sondern bereits heute an unseren Hochschulen entwickelt wird. Ob ressourcenschonender Straßenbau, innovative Tragwerkslösungen, die Umnutzung ehemaliger Industriestandorte oder die Neugestaltung urbaner Räume – die Preisträgerinnen und Preisträger liefern konkrete Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit.“

Neben den Auszeichnungen im Bauingenieurwesen wurden auch Arbeiten aus dem Bereich Architektur prämiert. Den Hauptpreis erhielten Alexander Ostrovskis und Leo Dinkelacker (HTWK Leipzig) für ihr Transformationskonzept zur Nachnutzung sächsischer Spinnmühlen als Standorte für Indoor-Farming. Der Sonderpreis ging an Luzie Dörfelt (TU Dresden), die ein Konzept zur Umgestaltung der St. Petersburger Straße in Dresden entwickelte.

Die Fakultät Bauingenieurwesen gratuliert Tanja Stoll und Anna Reichel herzlich zu dieser besonderen Auszeichnung und wünscht ihnen für ihren weiteren beruflichen Weg viel Erfolg.

Titelbild v. l. n. r.: Dr. Robert Momberg (BIVO-Hauptgeschäftsführer), Baupreisjurymitglied Prof. Dr.-Ing. Klaus Holschemacher (HTWK Leipzig), Regina Kraushaar (Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung), Leo Dinkelacker und Alexander Ostrovskis (HTWK Leipzig – Hauptpreisgewinner Architektur), Luzie Dörfelt (TU Dresden – Sonderpreisgewinnerin Architektur), Anna Reichel (TU Dresden – Sonderpreisgewinnerin Bauingenieurwesen), Tanja Stoll (TU Dresden – Hauptpreisgewinnerin Bauingenieurwesen), Jörg Muschol (BIVO-Präsident), Baupreisjurymitglied Peter Weber (Atelier Schmelzer Weber Architekten PartGmbB), Prof. Dipl.-Ing. Dorothea Becker (Betreuerin Architektur HTWK Leipzig), Dr.-Ing. Christiane Weise (Betreuerin Bauingenieurwesen TU Dresden).

Alle Bilder: Marcus Hartelt

Digitalisierung als Schwerpunktthema der Baustatik-Baupraxis-Tagung 2026 an der TU Dresden

Wie kann Bauen digitalisiert werden? Wo entstehen Daten, welche werden tatsächlich benötigt, und wie können diese Daten durchgängig über die verschiedenen Nutzungszyklen eines Bauwerks erfasst, gesammelt und für alle Beteiligten nutzbar bleiben? Wofür ist das überhaupt wichtig, und wie kann KI die Prozesse beschleunigen und das Bauen ökonomischer machen – oder ist die digitale Transformation des Planens vielleicht sogar die Voraussetzung, um immer komplexere planerische Fragestellungen gerade in Bezug auf Ressourceneffizienz oder Nachhaltigkeit zu lösen?

Mit Impulsen zu diesen Fragestellungen eröffneten die Plenarvorträge von Dipl.-Ing. Jens Hoffmann (STRABAG) und Prof. Dr.-Ing. habil. Roland Wüchner (TU München) den ersten Tag der Baustatik-Baupraxis-Tagung 2026 an der TU Dresden.

Besonders an den Schnittstellen zwischen Entwurf, Planung, Ausführung, Betrieb, Umbau oder Rückbau – also den Übergängen zwischen den verschiedenen Phasen eines Bauwerks – bestehen die eigentlichen Probleme: „kommt es häufig zu Datenbrüchen“, so Hoffmann. Digitalisierung im Bauwesen bedeutet für ihn vor allem, Informationen konsistent weiterzuführen und kontinuierlich in digitale Modelle zu integrieren – nur so entstehen echte „digitale Zwillinge“ eines Bauwerks.

Auf die Modell-Auflösung, den Zweck und das richtige Datenmodell sowie auf den Prozess bis hin zum digitalen Zwilling ging Prof. Wüchner ein. Er unterstrich die wachsende Bedeutung digitaler Werkzeuge für die Planung komplexer Bauwerke.

Den Plenarvorträgen an beiden Konferenztagen kommt auf der Baustatik-Tagung eine besondere Bedeutung zu: Sie bilden den inhaltlichen Rahmen und geben entsprechende Impulse für die Veranstaltung. Die gesamte Themenbreite der Tagung wurde in verschiedenen parallelen Vortragsblöcken abgebildet. (zur Programmübersicht)

Gelegenheit zum direkten Gespräch bot das abendliche Konferenzdinner im Hilton Dresden, kulturelles Highlight war ein Orgelkonzert in der Dresdner Hofkirche.

Straße in die Zukunft! – DFG fördert zweite Phase des Sonderfor­schungsbereichs/Transregio 339 „Digital Twin Road“

Erfolg für Forschende der Technischen Universität Dresden (TUD): Der Bewilligungsausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) entschied in seiner Sitzung am 13. Mai 2026 die weitere Förderung zweier Sonderforschungsbereiche/Transregios mit Dresdner Beteiligung. Der Sonderforschungsbereich/Transregio TRR 339 „Digital Twin Road – Physical-informational Representation of the Future Road System“ an unserer Fakultät geht damit in seine zweite Förderperiode

Im TRR 339 erforschen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Grundlagen einer intelligenten, nachhaltigen und digital vernetzten Straßeninfrastruktur. Ziel ist die Entwicklung eines „Digital Twin Road“ – eines digitalen Abbilds des Gesamtsystems Straße aus Fahrzeug, Reifen, Fahrbahn und Verkehrsraum.

Der Forschungsverbund verbindet Bauingenieurwesen, Informatik sowie Verkehrs- und Gesellschaftswissenschaften. Mithilfe moderner Sensordaten und digitaler Methoden entsteht eine virtuelle Repräsentation des Straßensystems, die Analyse, Vorhersage und Steuerung des Verkehrs in neuer Qualität ermöglichen soll.

In der ersten Förderphase wurden zentrale Teilmodelle entwickelt. In der zweiten Phase sollen diese über standardisierte Schnittstellen zu einem umfassenden digitalen Abbild des Straßensystems zusammengeführt werden. Langfristig soll daraus ein vollständig steuerbarer digitaler Zwilling entstehen, der intelligente Verkehrssteuerung, nachhaltige Infrastrukturentwicklung und automatisiertes Fahren unterstützt.

Prof. Dr.-Ing. Michael Kaliske, Sprecher des SFB/TRR 339, unterstreicht: „Mit diesem SFB/Transregio bearbeiten wir in seinem umfassenden, komplexen Ansatz ein weltweit einzigartiges Projekt, getragen von der herausragenden Kompetenz des Teams.“

Der TRR 339 zählt zu den großen koordinierten Forschungsverbünden der DFG und stärkt die internationale Sichtbarkeit der deutschen Infrastruktur- und Mobilitätsforschung.

Weitere Informationen:
SFB/TRR 339 „Digitaler Zwilling Straße“: https://www.sfbtrr339.de/de/

Pressekontakt SFB/TRR 339:
Technische Universität Dresden – Institut für Statik und Dynamik der Tragwerke
Prof. Michael Kaliske
E-Mail: michael.kaliske@tu-dresden.de
Telefon: +49 (0)351 463-34386