Dr. Juliane Wagner erhält den Dissertationspreis der Kulturstiftung Dresden der Commerzbank

Für ihre Dissertation „Zum Tragverhalten von Carbonbeton unter Ermüdungsbeanspruchung“ hat Dr. Juliane Wagner am 27. Oktober den Dissertationspreis der Kulturstiftung Dresden der Commerzbank erhalten. Die feierliche Verleihung erfolgte durch die Rektorin der TU Dresden, Prof. Dr. Ursula Staudinger und Beate Sopart als Vertreterin der Geschäftsleitung der Commerzbank AG Dresden im Rahmen einer Festveranstaltung im Festsaal des Rektorats. Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert.

Mit mehreren Universitätspreisen leisten die Commerzbank-Stiftung und die Kulturstiftung Dresden der Commerzbank seit 25 Jahren einen Beitrag, wissenschaftlichen Nachwuchs gezielt zu fördern und die Qualität von Lehre und Forschung zu steigern. Das Ziel ist Anreize zu schaffen, die zu wissenschaftlicher Arbeit und Innovation motivieren und damit dazu beitragen, die Gesellschaft auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. Insgesamt wurden zur Veranstaltung zwei Dissertationspreise und der Dr.-Walter-Seipp-Preis der Commerzbank-Stiftung vergeben. Der Dr.-Walter-Seipp-Preis stammt aus dem gleichnamigen Fonds der Commerzbank-Stiftung, den Dr. Walter Seipp, von 1981 bis 1991 Vorstandsvorsitzender und bis 1999 Aufsichtsratsvorsitzender der Commerzbank, im Jahr 1990 einrichtete.

Comerzbankpreise 2023

  1. Die Commerzbank-Stiftung ehrt mit dem Dr.-Walter-Seipp-Preis eine herausragende Dissertation. Das Preisgeld beträgt 4.000 Euro.
    Preisträger:
    Dr. Matteo Cucchi, Fakultät Physik, Dissertation: Organic electrochemical networks for biocompatible and implantable machine learning.
  1. Zwei Dissertationspreise mit einem Preisgeld von jeweils 1.000 Euro verleiht zusätzlich die Kulturstiftung Dresden der Commerzbank an
    Dr.in Juliane Wagner, Fakultät Bauingenieurwesen, Dissertation: Zum Tragverhalten von Carbonbeton unter Ermüdungsbeanspruchung,
    • Dr. Wojciech Ozga, Fakultät Informatik, Dissertation: Hardening High-Assurance Security Systems with Trusted Computing
Von links: Beate Sopart als Vertreterin der Geschäftsleitung der Commerzbank AG Dresden, Preisträgerin Dr.in Juliane Wagner, Fakultät Bauingenieurwesen, Prof. Dr. Ursula Staudinger, Rektorin der TU Dresden. Foto: Oliver Killig

Tag der Fakultät Bauingenieurwesen 2023

Zum Tag der Fakultät Bauingenieurwesen wurden am vergangenen Freitag unsere diesjährigen Absolventinnen und Absolventen feierlich verabschiedet. Zahlreiche Professoren und Mitarbeiter der Fakultät fanden sich am Nachmittag im Hörsaal ABS/E11 ein, um gemeinsam mit unseren Absolventinnen und Absolventen sowie deren Angehörigen den letzten offiziellen Tag ihres Studiums zu feiern. Traditonell wurden auch besondere Auszeichnungen für herausragende Studienleistungen verliehen.

Prof. Dr.-Ing. Jürgen Stamm, Dekan der Fakultät Bauingenieurwesen in seiner Begrüßungsansprache. Bild: André Terpe
„Bauen in Afrika – eine Ingenieursafari“, Prof. Dr. Mike Schlaich von Schlaich Bergermann Partner hält einen mit-„reisenden“ Festvortrag. Bild: André Terpe

Nachdem der Dekan unserer Fakultät alle Gäste begrüßt hatte, führte Prof. Dr.-Ing. Mike Schlaich (TU Berlin, Schaich Bergermann als Festredner durch den facettenreichen Beruf des Bauingenieurs. Kernthemen der aktuellen Forschungen im Bauwesen wie Nachhaltigkeit und Erschließung sinnvoller Rohstoffkreisläufe, verdeutlichte er in besonderer Weise an Bauwerken und Infrastrukturbedingungen in Afrika in seinem Vortrag „Bauen in Afrika – eine Ingenieursafari“.

Auszeichnungen zum Tag der Fakultät

EUROVIA-Straßenbau-Preis

Der EUROVIA-Straßenbau-Preis der EUROVIA Services GmbH wird jährlich für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet des Straßenbaus verliehen. Den Preis überreicht Herr Dipl.-Kfm. Tilo Bräunig, Regionalleiter Region Mitte,  VINCI Construction GmbH an Dipl.-Ing. Max Neupert für seine Diplomarbeit „Untersuchungen zum Zusammenhang zwischen dem Materialverhalten von Bitumen/Asphaltmastix (DSR) und dem Materialverhalten von Asphalt (Spaltzug-Schwellversuch)“

Eurovia-Straßenbaupreis: von links: Prof. Dr.-Ing. Richard Stroetmann, Prodekan der Fakultät Bauingenieurwesen, Dipl.-Ing. Max Neupert, Herr Dipl.-Kfm. Tilo Bräunig, Regionalleiter Region Mitte, VINCI Construction GmbH. Bild: André Terpe

Preis der Kirchhoff-Stiftung

Der Preis der Franz und Alexandra Kirchhoff-Stiftung wird für die beste Arbeit aus den Gebieten Straßenbau, Geotechnik und Baubetrieb vergeben. Den Preis überreicht Herr Dipl.-Oec. Ralph Brix, Prokurist STRABAG GmbH, Leiter kaufmännische Dienste an Dr.-Ing. Paul Bolz für seine wissenschaftliche Arbeit im Rahmen der Promotion mit dem Thema „Korrelation von Elastizitätsmodul und Ermüdungsschädigung von Straßenbeton “

Preis der Kirchhoff-Stiftung: von links: Herr Dipl.-Oec. Ralph Brix, Prokurist STRABAG GmbH, Leiter kaufmännische Dienste, Dr.-Ing. Paul Bolz, Prodekan der Fakultät Bauingenieurwesen, Prof. Dr.-Ing. Richard Stroetmann. Bild: André Terpe

Johann-Ohde-Preis

Der Johann-Ohde-Preis wird an der TU Dresden für hervorragende Projekt- und Diplomarbeiten, im Fach Geotechnik verliehen, er wird von der BAUER Spezialtiefbau GmbH gestiftet. Den Preis überreicht
Herr Dr.-Ing. Karsten Beckhaus, Prokurist, BAUER Spezialtiefbau GmbH an Vincent Nutschan für seine Diplomarbeit „Untersuchung zum Einfluss der Korngeometrie auf den Reibungswinkel.“

Johann-Ohde-Preis, von links: Dr.-Ing. Karsten Beckhaus, Prokurist, BAUER Spezialtiefbau GmbH, Dipl.-Ing. Vincent Nutschan, Prof. Dr.-Ing. Richard Stroetmann, Prodekan der Fakultät Bauingenieurwesen. Bild: André Terpe

Bauinformatikpreis 2023

Der Bauinformatikpreis wird an der TU Dresden für hervorragende Projekt- und Diplomarbeiten, auf dem Gebiet Bauinformatik verliehen. Mit der Verleihung soll die herausragende Qualität von Arbeiten in „early career stages“ motiviert und besonders gewürdigt werden. Den Preis überreicht Prof. Dr.-Ing. habil. Karsten Menzel, Institutsleiter des Instituts für Bauinformatik der TU Dresden an

Dipl.-Ing. Ana Bendiek-Laranjo für die beste Diplomarbeit „Implementing the Principles of Circular Economy in the AEC Sector: About the identification of reusable components using 360° Scans and Machine Learning.“


sowie für die besten Projektarbeiten
Preisträger 1:
Gadha Narayanan, BSc.
„A State of the art analysis for predictive maintenance of building services systems“

Preisträger 2:
cand.-ing. Lennard Buttgereit „Evaluierung von Modellprüfungsmethoden auf Basis von IFC“

Bauinformatikpreis 2023, von links: Prof. Dr.-Ing. habil. Karsten Menzel, Institutsleiter des Instituts für Bauinformatik der TU Dresden, Dipl.-Ing. Ana Bendiek-Laranjo, Gadha Narayanan, BSc., cand.-ing. Lennard Buttgereit, Prof. Dr.-Ing. Richard Stroetmann, Prodekan der Fakultät Bauingenieurwesen
Auch die Absolvent:innen kamen zu Wort: Dipl.-Ing. Johannes Reimer und Dipl.-Ing. Maria Walker freuen sich über ihren Bauhelm. Bild: André Terpe
Lilli Schrapps studiert im 5. Semester an der Fakultät, sie führt durch die Veranstaltung. Bild: André Terpe
Musikalische Begleitung der Veranstaltung: Daria Tarasova, Violine und Dipl.-Ing. Raúl Beltrán vom Institut für Massivbau am Klavier. Bild: André Terpe

27. Baustatikseminar und Verleihung des Günther Grüning Preis

Am 20. Oktober fand im Hotel Elbflorenz im Dresdner World Trade Center das 27. Dresdner Baustatik-Seminar statt. Rund 200 Teilnehmer sich um neue Entwicklungen und Erfahrungen unter dem übergeordneten Thema Realität-Modellierung-Tragwerksplanung auszutauschen. Traditionell begrüßte Professor Kaliske vom Institut für Statik und Dynamik der Tragwerke die Teilnehmer. Am Vormittag waren vier Fachvorträge zu folgenden Themen zu hören:

Ein Phasenfeldmodell für faserverstärkten Hochleistungsbeton
Prof. Dr.-Ing. J. Schröder
Institut für Mechanik, Universität Duisburg-Essen

Von der Idee bis zur Umsetzung – Licht bestimmt die Konstruktion
Dipl.-Ing. M. Klawonn
ASSMANN BERATEN + PLANEN, Dortmund

Ressourcenschonendes Bauen in der Tragwerksplanung
Dipl.-Ing. M. Kabel
ARUP Deutschland, Berlin

Die Material Point Method als zuverlässiger, netzfreier Diskretisierungsansatz
Prof. Dr.-Ing. M. Kaliske
Institut für Statik und Dynamik der Tragwerke, TU Dresden

Prof. Dr.-Ing. J. Schröder zum Thema Ein Phasenfeldmodell für faserverstärkten Hochleistungsbeton. Bild: André Terpe

Nach der Mittagspause wurde durch Herrn Dipl.-Ing. Andreas Forner von der Landesvereinigung der Prüfingenieure für Bautechnik in Sachsen, der diesjährige Günther Grüning-Preis überreicht. Gestiftet von der Landesvereinigung der Prüfingenieure für Bautechnik in Sachsen wird der Preis jährlich für hervorragende Projektarbeiten ausgelobt. In diesem Jahr erhielt Julian Meyer diese Auszeichnung für seine Diplomarbeit. Im Rahmen dieser Arbeit untersuchte er die Material Point Method, eine Alternative zur Finite-Elemente-Methode, die speziell für extreme Belastungen und starke lokale Deformationen entwickelt wurde. Sie kann unter anderem zur Si- mulation von Einschlägen auf Beton, beispielsweise durch Autounfälle, Explosionen oder Erdbeben, genutzt werden, wo die FEM meist eine geringe numerische Zuverlässigkeit aufweist. Die entwickelten Methoden bieten ein wichtiges neues Werkzeug zum Entwerfen sicherer Gebäude.

Von links: Prof. Dr.-Ing. Michael Kaliske, Institutsleiter des Instituts für Statik und Dynamik der Tragwerke der TU Dresden, Dipl. Ing. Julian Meyer, Dipl.-Ing. Andreas Forner, Vorsitzender der Landesvereinigung der Prüfingenieure für Bautechnik in Sachsen

Nachmittags folgten dann Vorträge folgender Referenten:

Tragwerksplanung und Prüfung an Gesamtmodellen
Dipl.-Ing. A. Forner
Landesvereinigung der Prüfingenieure für Bautechnik in Sachsen e.V.

Tragwerksplanerische Begleitung der denkmalgeschützten Stahlkonstruktion des Gasometer Schöneberg
Prof. Dr.-Ing. D. Werner
Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin

Digitaler Zwilling Eisenbahnbrücken – Auswertungen am Gesamtnetz
Dipl.-Ing. G. Grunert
DB Netz, Berlin

Park & Hide – Ein unterirdisches Parksystem in München schafft Raum für Neues
Dr.-Ing. B. Philipp
BPR Dr. Schäpertöns Consult, München

„WetUrban“ – Risikobewertung und -kommunikation in virtuellen Stadtmodellen
Prof. Dr.-Ing. J. Stamm
Institut Wasserbau und Techn. Hydromechanik, TU Dresden

Schlußwort
Dipl.-Ing. A. Forner
Landesvereinigung der Prüfingenieure für Bautechnik in Sachsen e.V.

Ehrung für herausragende wissenschaftli­che Beiträge zum Bauingenieurwe­sen: TU Dresden verleiht Ehrendoktorwür­de an Professor Josef Hegger

Die Fakultät Bauingenieurwesen der Technischen Universität Dresden hat Professor Dr.-Ing. Josef Hegger (68) von der RWTH Aachen am 15. September 2023 die Ehrendoktorwürde verliehen. Diese besondere Auszeichnung würdigt seine exzellenten Forschungsleistungen sowie sein Engagement im Bereich der Normung und Standardisierung im Bereich Massivbau sowie seine äußerst erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Fakultät Bauingenieurwesen der TU Dresden, insbesondere in großen koordinierten Forschungsprogrammen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).


Die feierliche Verleihung fand im Festsaal Dülferstraße der TU Dresden statt und wurde von einer Vielzahl von Gästen aus der akademischen Welt sowie Familie und Freunden von Professor Hegger begleitet. Die Rektorin der TUD, Prof. Ursula M. Staudinger eröffnete den Festakt, gefolgt von Prof. Jürgen Stamm, Dekan der Fakultät Bauingenieurwesen. In seiner Laudatio skizzierte Prof. Manfred Curbach, Direktor des Instituts für Massivbau der TU Dresden, Leben und Wirken von Josef Hegger.

Buch der Ehrenpromotionen der TU Dresden. Bild: Stefan Gröschel


Professor Josef Hegger kann auf eine beeindruckende akademische Laufbahn zurückblicken. Mit seinem Studium an der RWTH Aachen in der Fachrichtung Bauingenieurwesen mit der Vertiefung Konstruktiver Ingenieurbau setze er früh seinen späteren Schaffensschwerpunkt. Promoviert wurde er 1984 an der TU Braunschweig im Fachbereich Bauingenieurwesen mit seiner Arbeit über den Einfluss der Verbundart auf die Grenztragfähigkeit von Spannbetonbalken. Nach einer mehrjährigen Projektleitertätigkeit folgte er 1993 dem Ruf an die RWTH Aachen. Als Professor für Massivbau leitete er fast drei Jahrzehnte das gleichnamige Institut und prägte Lehre, Forschung und Normung nachhaltig. Darüber hinaus ist Josef Hegger Prüfingenieur für Baustatik in der Fachrichtung Massivbau, Gesellschafter im Ingenieurbüro H + P Ingenieure GmbH und Mitglied in zahlreichen Gremien, in denen er zumeist ehrenamtlich wirkt. Besonders hervorzuheben ist seine Funktion als Sprecher des Sonderforschungsbereichs 532 „Textilbewehrter Beton – Grundlagen für die Entwicklung einer neuartigen Technologie“, gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) von 1999 bis 2011. Aus dieser Zeit rührt die enge Verbindung und hochschulübergreifende Zusammenarbeit der beiden Massivbauinstitute in Dresden und Aachen. Die kollegiale und sich gegenseitig befruchtende Zusammenarbeit wird im aktuell laufenden Sonderforschungsbereich/Transregio 280 „Konstruktionsstrategien für materialminimierte Carbonbetonstrukturen – Grundlagen für eine neue Art zu bauen“ intensiv weitergelebt, in dem Prof. Hegger Aachener Standortsprecher ist.


Als umtriebiger und immer an der Wissenschaft interessierter Geist ist Josef Hegger zudem Mitherausgeber der Fachzeitschrift „Bauingenieur“ im Verlag Springer-VDI. Im Laufe seiner wissenschaftlichen Karriere erhielt Prof. Hegger zahlreiche Auszeichnungen, darunter auch die Emil-Mörsch-Denkmünze des Deutschen Beton- und Bautechnik-Vereins e.V.


Nach der Übergabe der Promotionsurkunde trug sich Prof. Hegger in das Buch der Ehrenpromotionen der TU Dresden eintragen. Anschließend folgte der Festvortrag des Ehrenpromovenden mit dem Titel „Die Zukunft des Bauens“, in dem er die notwendigen Schritte hin zum klimaneutralen und ressourceneffizienten Bauen vorstellte.

Kontakt:
Stefan Gröschel
E-Mail: stefan.groeschel@tu-dresden.de
Telefon: +49 351 463-39169

Verleihung des Züblin-Stahlbaupreises 2023

Am 11. Mai wurde im Deutschen Hygiene-Museum der Züblin-Stahlbaupreises an Studierende und Absolvierende aus den Bereichen Architektur und Bauingenieurwesen der Technischen Universität Dresden verliehen. Damit wurde der Preis bereits zum 11. mal vergeben. Mit dem Stahlbaupreis werden herausragende Arbeiten gewürdigt, die zur Anwendung und Weiterentwicklung der Metallbauweise beitragen und im Rahmen des Studiums oder einer Promotion angefertigt wurden.

Die Gewinner werden von einer Fachjury, bestehend aus Marco Eckert – technischer Geschäftsführer, Lars Feulner – Leiter der Konstruktion, jeweils von der Züblin Stahlbau GmbH in Hosena, sowie Hans-Jörg Brahms – Direktionsleiter Zentrale Technik, Konstruktiver Ingenieurbau der Ed. Züblin AG mit Sitz in Hamburg und Prof. Dr. Richard Stroetmann, Direktor des Instituts für Stahl- und Holzbau der TU Dresden ausgewählt. Die eingereichten Projekt- und Diplomarbeiten setzten sich mit aktuellen Fragestellungen aus der Stahlbauforschung und -anwendung auseinander.

Alle nominierten Arbeiten werden der Fachjury vorgestellt. Bild: André Terpe

Einen Schwerpunkt bildete in diesem Jahr der Einsatz hochfester Stähle in Stahlbaukonstruktionen. Dazu gehörten Untersuchungen zu einseitig geschweißten T-Stößen sowie die Weiterentwicklung der Bemessungsregeln von Stahlhohlprofilanschlüssen bis S960. Zudem wurden Arbeiten zur Optimierung von
Orthoverbundfahrbahnplatten mit Dübelleisten und das Einsatzpotenzial des
Orthoverbundprinzips bei der Ertüchtigung orthotrop ausgesteifter Stahlfahrbahnplatten vorgestellt. Ein Beitrag widmete sich der Bilanzierung von Brücken in Bezug auf die Ökologie und Wirtschaftlichkeit, ein weiterer dem Einsatz und der Entwicklung der Stahl-Holz-Hybridbauweise im Geschossbau. Die Fakultät Architektur beteiligte sich mit dem Entwurf einer 6-Feld-Tennishalle am Wettbewerb.

Die Arbeiten wiesen eine sehr hohe Qualität auf und wurden in hervorragender Weise von den Studierenden und Absolvierenden der TU Dresden präsentiert (Bild 1). Bei den anschließenden Fachdiskussionen zeigten sich die Nominierten versiert und überzeugten mit ihrer fachlichen Kompetenz.

V.l.: Marco Eckert, Vorstand Züblin, 1. Preisträger des Züblin Stahlbaupreises 2023, Fabian Schülkeund Prof. Dr.-Ing. Richard Stroetmann, TU Dresden. Bild: André Terpe

Die feierliche Verleihung des Züblin-Stahlbaupreises 2023 fand traditionell am Abend im Rahmen des Bauballs der TU Dresden statt, der in diesem Jahr von den Studierenden des 6. und 8. Fachsemesters der Fakultät Bauingenieurwesen ausgerichtet wurde. Marco Eckert eröffnete die Preisverleihung mit einer kurzen Vorstellung des Unternehmens und aktueller Projekte der Züblin Stahlbau GmbH. Die Projekte präsentierten die Vielseitigkeit und verdeutlichten die spannenden Herausforderungen, denen sich die Mitarbeiter der Züblin Stahlbau GmbH bei der Planung und Ausführung immer wieder aufs Neue stellen. Marco Eckert betonte die Herausforderung, aus den thematisch vielschichtigen und allesamt hochwertigen Einreichungen eine Auswahl und Reihung der Preisträger:innen vorzunehmen. Anschließend übernahm Prof. Stroetmann das Wort, bedankte sich für das große Engagement der Züblin Stahlbau GmbH im Bereich der Lehre und Forschung sowie die sehr gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. Züblin Stahlbau unterstützt die TU Dresden insbesondere im Bereich der Studierendenförderung mit der Vergabe von Stipendien, der Auslobung des Stahlbaupreises, der Förderung von sozialen Projekten des Bauingenieurwesens, Angeboten zu Werks- und Baustellenbesichtigungen und der Betreuung von Studien- und Diplomarbeiten.

Der diesjährig mit insgesamt 3000 Euro dotierte Preis wurde für zwei Projektarbeiten und eine Diplomarbeit im Studiengang Bauingenieurwesen vergeben. Die Preise erhielten Tobias Bochmann für seine Projektarbeit zur Analyse der Bemessungsregeln von höherfesten Stahlhohlprofilknoten am Beispiel von N-Knoten, Lisa Wolfram für ihre Diplomarbeit zur Ökologie und Wirtschaftlichkeit nachhaltiger Baukonstruktionen in Stahl-Holz-Hybridbauweise und Fabian Schülke für seine Projektarbeit zum Einsatzpotenzial des Orthoverbundprinzips bei der Ertüchtigung orthotrop ausgesteifter Stahlfahrbahnplatten.

Tobias Bochmann untersuchte im Rahmen seiner Projektarbeit die wesentlichen Einflüsse auf die Versagensformen von Hohlprofilknoten aus höherfesten Stählen. Unter Variation der knoten-, profil-, geometrie- und materialspezifischen Parameter analysierte er auf der Grundlage der Bemessungsregeln der prEN 1993-1-8:2022 die Übergänge zwischen den maßgebenden Versagensformen für N-Knoten aus Rechteckhohlprofilen mit Spalt. Mit den Parameterstudien belegte Tobias Bochmann, dass die prognostizierten Versagensformen der prEN 1993-1-8 gut mit den Experimenten an Hohlprofilknoten übereinstimmen. Die Arbeit wurde mit dem 3. Preis ausgezeichnet.

Tobias Bochmann untersuchte im Rahmen seiner Projektarbeit die wesentlichen Einflüsse auf die Versagensformen von Hohlprofilknoten aus höherfesten Stählen. Bild: André Terpe

Im Rahmen ihrer Diplomarbeit konzipierte Lisa Wolfram Lösungsmöglichkeiten zur Ausweitung der stofflichen Nutzung heimischer Laubholzarten und verglich unterschiedliche Bauweisen in Bezug auf ihre Ökologie und Ökonomie. Durch den Einsatz integrierter Stahlprofile können Holzbauteile mit geringeren Abmessungen dimensioniert und damit architektonischen Ansprüchen besser gerecht werden. Mit dem Holzanteil werden zudem das Treibhauspotenzial der Hybridbauteile sowie die Ökobilanz insgesamt verbessert. Anhand eines Tragwerkentwurfs belegte Lisa Wolfram, dass das Bauen mit Stahl und Holz eine ökologisch günstige Alternative ist und sich für das modulare Bauen mit vorgefertigten Elementen und kurzen Bauzeiten eignet. Die Arbeit von Frau Wolfram wurde mit dem 2. Preis gewürdigt.

Die besondere Leistung von Fabian Schülke mit der Projektarbeit zum Einsatzpotenzial des Orthoverbundprinzips bei der Ertüchtigung orthotrop ausgesteifter Stahlfahrbahnplatten wurde mit dem 1. Preis gewürdigt. Orthotrope Stahlfahrbahnplatten zeichnen sich durch ihre hohe Tragfähigkeit bei geringem Eigengewicht aus. Im Brückenbestand findet die Bauweise in Verkehrswegen mit überregionaler Bedeutung häufig ihre Anwendung. Durch die Kerbschärfe der Konstruktionsdetails und das signifikant gestiegene Verkehrsaufkommen der letzten Jahre treten jedoch Ermüdungsschäden in einem erheblichen Ausmaß auf. Wesentliche Defizite liegen in den zu geringen Deckblechstärken und den großen Steifenabständen. Mithilfe des Orthoverbundprinzips lassen sich ermüdungsgefährdete Stahlfahrbahnplatten dauerhaft ertüchtigen. Dabei wird der konventionelle Gussasphalt durch eine 8–10 cm dünne Betonschicht im Verbund mit dem Stahldeckblech ersetzt, sodass die auftretenden Belastungen durch den Verbund abgetragen und die resultierenden Spannungen erheblich abgemindert werden. Dies führt zu einer signifikanten Erhöhung der Restnutzungsdauer bei annähernder Eigengewichtsneutralität.

Einen Ehrenpreis für den Entwurf einer Sechsfeld-Tennishalle erhielten die Architekturstudenten Fang Li und Daniel Holzwarth. Die Jury zeigte sich erfreut über den Einsatz von Stahl bei dieser klassischen Bauaufgabe, mit dem eine hohe Transparenz und Leichtigkeit der Halle geschaffen wurde. Dieser Ehrenpreis ist mit einer Werksbesichtigung von Züblin Stahlbau in Hosena verbunden, bei der die Preisträger ihre Kenntnisse über die Fertigung von Stahlbaukonstruktionen vertiefen können.

Der Preisträgerin und allen Preisträgern einen herzlichen Glückwunsch zu ihren hervorragenden Arbeiten!

Professur für Stahlbau, Institut für Stahl- und Holzbau
TU Dresden

Preis der Ostdeutschen Bauindustrie für Absolventen der Fakultät Bauingenieurwesen

Für seine Masterarbeit „Datengetriebene Simulationsmethoden: Training rekurrenter neuronaler Netze für inelastische Materialien unter Berücksichtigung von Unschärfe“ erhält Abhinav Anil Khedkar vom Institut für Statik und Dynamik der Tragwerke den diesjährigen Preis der Ostdeutschen Bauindustrie. In seiner wissenschaftlichen Arbeit beschäftigte er sich mit dem Einsatz von Methoden der künstlichen Intelligenz für die Berechnung von Tragwerken und deren Vergleich mit bisherigen Berechnungsverfahren. Die eingesetzten Methoden bieten eine einzigartige Möglichkeit, den in der Regel enormen Rechenaufwand zu reduzieren, während zeitgleich das komplexe Materialverhalten präzise abgebildet werden kann. Die Juroren des Bauindustrieverbands würdigen mit der Auszeichnung seinen innovativen Ansatz, das unbegrenzte Potenzial künstlicher Intelligenz für das Bauingenieurwesen zu entfalten.

Der Preis der Ostdeutschen Bauindustrie wird jeweils im Bereich Bauingenieurwesen sowie im Bereich Architektur, in diesem Jahr bereits zum 16. mal verliehen. Der Bauindustrieverband Ost e. V. (BIVO) legt großen Wert auf innovative Ideen aufstrebender Absolventinnen und Absolventen. Insbesondere mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen der Branche und die Möglichkeiten neuer Technologien können so Potenziale freigesetzt werden, die das Bauen in der Praxis positiv beeinflussen. BIVO-Präsident Jörg Muschol zeigt sich erfreut, über die hohe Qualität der prämierten Abschlussarbeiten: „Neben der Bewältigung tagesaktueller Herausforderungen gilt es für uns als Baubranche auch darum, die aufstrebenden Innovationen und Trends im Blick zu behalten. Die diesjährigen Gewinner des Preises der Ostdeutschen Bauindustrie ergänzen sich hierbei optimal. Während der Preisträger im Bauingenieurwesen sich der KI-Integration annimmt, fokussiert sich der Absolvent im Bereich Architektur auf die Ausgestaltung nachhaltiger und ökologisch verträglicher Bauwerke. Die diesjährigen Gewinner unterstreichen einmal mehr die Innovationsoffenheit der Bauwirtschaft und lassen mich optimistisch in die Zukunft blicken.“

In der Teilkategorie Architektur wird die Diplomarbeit von Zeno Böck (TU Dresden) mit dem Titel „Koexistenz – Tier, Pflanze, Mensch“ ausgezeichnet. Die Arbeit enthält eine zukunftsfähige Hybridkonstruktion aus Holz und Stahlbeton mit Ergänzung von Stahlbauteilen für die osterzgebirgische Kleinstadt Glashütte. Der Absolvent kreierte dabei ein ökologisch hoch interessantes Beispiel dafür, wie das Leben auf dem Land mit punktuell-hoher Verdichtung
aussehen könnte.

Neben dem „Preis der Ostdeutschen Bauindustrie“ in den Bereichen Architektur und Bauingenieurwesen werden die beiden Diplomarbeiten von Marcel May und Jonas Scharf (beide TU Dresden) jeweils mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Der Bauindustrieverband Ost e. V. vertritt die Interessen von 260 Bauunternehmen mit 20.000 Beschäftigten in den Ländern Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Bild: Prof. Dr.-Ing. Klaus Holschemacher, Professor für Stahlbetonbau an der HTWK Leipzig und Mitglied der Baupreisjury, Dr. Lydia Hüskens, Ministerin für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt, Zeno Böck, Baupreisgewinner Architektur, Abhinav Anil Khedkar, Baupreisgewinner Bauingenieurwesen, Jonas Scharf und Marcel May, Sonderpreisgewinner, Jörg Muschol, BIVO-Präsident und Dr. Robert Momberg, BIVO-Hauptgeschäftsführer (v.l.n.r.)

Potsdam, 26. Juni 2023

Weitere Informationen unter www.bauindustrie-ost.de

Fakultät Bauingenieurwesen mit vier Preisträgern unter den Gewinnern der Lehrpreise 2022

Während der Senatssitzung im Dezember wurden von Prof. Michael Kobel, Prorektor Bildung, und Prof. Angela Rösen-Wolff, Prorekorin Forschung, die diesjährigen Lehrpreise der GFFübergeben. In der Ausschreibung waren diesmal Lehr- und Lernkonzepte gesucht, die sich insbesondere den Themen Ökologische Nachhaltigkeit oder Entrepreneurship widmen. Dabei waren erstmals alle Hochschulangehörigen aufgefordert, Vorschläge einzureichen. Aus diesen hat der Vorstand der GFF gemeinsam mit dem Prorektor Bildung die folgenden Preisträger:innen für den mit jeweils 5.000 Euro dotierten Lehrpreis ausgewählt.

Im Studienjahr 2021/2022 konnten sich erstmals auch Studierende für den Lehrpreis der Gesellschaft von Freunden und Förderern der TU Dresden (GFF e.V.) bewerben. Mit gleich drei studentischen Initiativen waren unsere Studierenden von der Fakultät Bauingenieurwesen unter den Gewinnern vertreten:

  • „RepetiTutorium Technische Mechanik – Elastostatik bzw. Kinetik“, initiiert von Johannes Reimer und Selina Zschocke
  • Studentische Hochschulgruppe Nachhaltigkeits-AG Bauingenieurwesen für die Initiative zur Lehrveranstaltung „Nachhaltige Baukonstruktionen, alternative Dämmstoffe und ihre Ökobilanzierung“ sowie „Grundvorlesung ökologische Nachhaltigkeit“, die von Studierenden initiiert und organisiert wird
  • „die Ringvorlesung Bau Arbeit Umwelt und Praktikum“ initiieirt von der  Hochschulgruppe IG BAU

Außerdem ging ein weiterer Preis an unsere Fakultät:

  • Prof. Steffen Marx, Peter Betz und Conrad Pelka für die Vorlesung und das angebotene Seminar „Verstärken von Massivbauwerken“

Die GFF vergibt seit 1995 Preise für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Aus- und Weiterbildung.

Kristin Fiedler und Valerie Uhlig stellvertretend für die Initiative zur „Grundvorlesung ökologische Nachhaltigkeit“ Bild: Michael Kretzschmar
Prof. Steffen Marx, Peter Betz und Conrad Pelka – Lehrpreis 2022 im Bereich Ökologische Nachhaltigkeit für die Vorlesung und das angebotene Seminar „Verstärken von Massivbauwerken“. Bild: Michael Kretzschmar
Für das „RepetiTutorium Technische Mechanik – Elastostatik bzw. Kinetik“ empfängt stellvertretend Johannes Reimer die Auszeichnung von Prof. Angela Rösen-Wolff, Prorekorin Forschung. Bild: Michael Kretzschmar
Preis für die IG Bau, Von links: Prof. Angela Rösen-Wolff, Prorekorin Forschung, Constantin Rexa, Felix Schwarze, Simon Mross, Kaja Liesegang, Maximilian Rudingsdorfer.

Bester Absolvent der Fakultät Bauingenieurwesen mit Lohrmann-Medaille ausgezeichnet

Jonas Scharf, (Bildmitte) wurde als bester Absolvent Bauingenieurwesen 2022 mit der Lohrmann-Medaille ausgezeichnet. Auf diese Weise ehrt die TU Dresden jedes Jahr ihre besten Absolvent:innen. Jede Fakultät und der Studierendenrat dürfen je eine Person vorschlagen, die nicht nur eine hervorragende Abschlussarbeit vorgelegt, sondern während des gesamten Studiums sehr gute Leistungen erbracht hat. Die Rektorin der TU Dresden, Prof. Ursula M. Staudinger, und der Prorektor Bildung, Prof. Michael Kobel, möchten mit der Auszeichnung „junge Talente am Beginn ihrer Karriere unterstützen, bestärken und motivieren.“

Neben Jonas Scharf wurden auf einer Festveranstaltung am vergangenen Freitag außerdem noch zwei andere Absolventen der Fakultät Bauingenieurwesen mit der „Urkunde der besten Absolvent:innen des Bereich Ingenieurwissenschaften“ ausgezeichnet:

Diplom-Ingenieur Pit Hofmann, Diplomstudiengang Bauingenieurwesen

Master of Science Atul Anantheswar, Masterstudiengang Advanced Computational and Civil Engineering Structural Studies (ACCESS)

Die Fakultät gratuliert recht herzlich!

Von links: Rektorin Prof. Dr. Ursula M. Staudinger, M.A. Rose Sharon Király, Dipl.-Inf. Lukas Gerlach, Dipl.-Ing. Tom Schneider, Dipl.-Ing. Paul Benjamin Fabry, Dipl.-Ing. Jonas Scharf (Bauingenieurwesen), M.Sc. Lena Huber, M.Sc. Katharina Bettig, Prorektor Bildung, Prof. Michael Kobel. Bild: Oliver Killig
Von links: Prorektor Bildung, Prof. Michael Kobel, M.Sc. Atul Anantheswar (Bauingenieurwesen-ACCESS), M.Sc. Marvin Arnold, M.Sc. Siarhei Bazhko, M.Sc. Niklas Beranek, Dipl.-Ing. David Berger, Dipl.-Ing. Pascal Berthold, Dipl.-Ing. Kilian Beutin, Dipl.-Ing. Johannes Boenke, M.Sc. Radhika Chatterjee, Rektorin Prof. Dr. Ursula M. Staudinger. Bild: Oliver Killig
Von links: Prorektor Bildung, Prof. Michael Kobel, Dipl.-Ing. Jakob Dremel, M.Sc. Ernst Erwin Glöckner, Dipl.-Ing. Marius Graßmeyer, M.Sc. Elena Graumann, M.Sc. Annemarie Hahnewald, Dipl.-Ing. Max Hausmann, Dipl.-Ing. Pit Hofmann (Bauingenieurwesen), Dipl.-Ing. Anton Krause, M.Sc. Markus Leyser, Rektorin Prof. Dr. Ursula M. Staudinger. Bild: Oliver Killig

Innovations­preis 2021 des Industrieclub Sachsen e. V. für Oliver Steinbock

Nur Innovationen sind der Garant für die Leistungskraft unserer Wirtschaft. Unter diesem Motto fördert der Industrieclub Sachsen seit 1997 mit der Stiftung und Vergabe des Innovationspreises in besonderer Weise und über die Grenzen unternehmerischen Denkens hinaus den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis.

Am 15.11.2022 wurde der Innovationspreis 2021 an Dr.-Ing. Oliver Steinbock verliehen, er  ist der stolze 30. Preisträger. Er erhielt den mit 5000 Euro dotierten Preis für seine Doktorarbeit an der TU Dresden, in der er erforscht hat, wie man mit Hilfe von Carbonbeton baufällige Brücken sanieren kann.

Der Industrieclub Sachsen mit Sitz in Dresden wurde 1990 gegründet. Er fördert die vielfältigen wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Potentiale in Sachsen und leistet seinen Beitrag zur Stärkung der wirtschaftlichen Entwicklung Mitteldeutschlands. Er bietet ein Forum für die Vermittlung und Pflege internationaler Kontakte.

Weitere Informationen: https://www.industrieclub-sachsen.de

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Tag der Fakultät am 28.10.2022

Traditionell in der letzten Oktoberwoche findet der Tag der Fakultät Bauingenieurwesen statt. An diesem Tag werden feierlich die Absolventen verabschiedet. Insgesamt beendeten 162 Studierende in diesem Jahr erfolgreich ihr Studium, davon 125 Studierende mit Diplom-, 6 Studierende mit dem Bachelor- und 31 mit dem Masterabschluss im englischsprachigen Studiengang ACCESS. In seiner Begrüßungsansprache ging der Dekan der Fakultät, Prof. Dr.-Ing. Jürgen Stamm, auf die besondere Verantwortung für heutige Berufseinsteiger und auf die Erlangung umfassender Kompetenzen im Zeitalter der Digitalisierung ein, eine Zeit in der vor allem fortwährende Weiterbildung und ein umfangreicher eigener Erfahrungs- und Wissensschatz immer wichtiger wird.

Unter der Überschrift „Kompetenzentwicklung im Zeitalter der Digitalisierung“ umriss unser Dekan die Herausforderungen, die auf Absolventen in ihrem Berufsleben warten. Bild: André Terpe

„Wenn früher ein Studienabschluss für ein ganzes Arbeitsleben ausreichen konnte, so ist es heute aufgrund des immer höheren Entwicklungstempos und der wachsender Informations- und Datenmengen nötig, sich unentwegt intensiv weiterzubilden.“

Den Festvortrag hielt in diesem Jahr Prof. Dr.-Ing. habil. Markus Oeser, Präsident der Bundesanstalt für Straßenwesen. Unter dem Titel „Straßenverkehr und -infrastruktur: digital, klimafreundlich, sicher“ informierte er umfangreich über die Aufgaben und Herausforderungen für die die Bundesanstalt für Straßenwesen zuständig ist. Einer seiner Schwerpunkte war der Themenkomplex autonomes Fahren.

Prof. Dr.-Ing. habil. Markus Oeser, Präsident der Bundesanstalt für Straßenwesen, gibt in seinem Festvortrag einen umfangreichen Überblick über die Aufgaben und Projekte der BaSt. Bild: André Terpe
Sebastian Thiele führte durch die Veranstaltung. Bild: André Terpe
Die Stimme der Absolventen: Tom Schiefner ließ das Studium aus Sicht der Absolventen noch einmal Revue passieren. Bild: André Terpe
Musikalische Umrahmung: Manon Valet, Violine und Raúl Beltrán am Klavier. Bild: André Terpe

Ehrungen und Preise zum Tag der Fakultät:

Dreßler-Bau-Preis:

Die Bauunternehmung Gabriel Dreßler verlieh bereits zum wiederholten Mal einen Preis für die besten Abschlussarbeiten in den Vertiefungen Baubetrieb und Gebäude/Energie/Management. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und wurde wie in den Vorjahren von Dipl.-Ing. Gerd Baumann, Oberbauleiter bei der Dreßler Bau GmbH überreicht.

  1. Dipl.-Ing. Alexander Frank Jahn mit der Diplomarbeit „Analyse der Lebenszykluskosten von Bauteilen aus Carbonbeton“
  2. Dipl.-Ing. Franz Grömmer mit der Diplomarbeit „Analyse der Baukosten- und Baupreisentwicklungen im historisch-politischen Kontext“
  3. Dipl.-Ing. Anna Wöhler mit der Diplomarbeit „Nachhaltigkeitsbetrachtung von 3D-gedruckten Zellulosebauteilen“
Preisverleihung Dreßler-Preis, von links: Gerd Baumann (Dreßler Bau GmbH, Anna Wöhler, Alexander Frank Jahn, Prof. Stamm. Bild: André Terpe

EUROVIA-Straßenbaupreis

Der EUROVIA-Straßenbau-Preis der EUROVIA Services GmbH, in diesem Jahr überreicht von Herr Dipl.-Kfm. Tilo Bräunig, Regionalleiter Region Mitte der EUROVIA Services GmbH, wird jährlich für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet des Straßenbaus verliehen. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.

  1. Dr.-Ing. Anita Blasl mit der wissenschaftlichen Arbeit im Rahmen des Promotionsverfahrens „Ein Beitrag zur Dimensionierung von Straßenkonstruktionen mit dünnen Asphaltdecken auf Tragschichten ohne Bindemittel unter Berücksichtigung nichtlinear elastischer Materialeigenschaften“
Herr Dipl.-Kfm. Tilo Bräunig, Regionalleiter Region Mitte,  EUROVIA Services GmbH überreicht den diesjährigen EUOVIA-Straßenbau-Preis an Dr.-Ing. Anita Blasl. Bild: André Terpe
Von links: Dipl.-Kfm. Tilo Bräunig, Dr.-Ing. Anita Blasl, Prof. Dr.-Ing. Jürgen Stamm. Bild: André Terpe

Preis der Kirchhoff-Stiftung

Mit 1.500 Euro dotierter Preis der Franz und Alexandra Kirchhoff-Stiftung für die beste Arbeit aus den Gebieten Straßenbau, Geotechnik und Baubetrieb, in diesem Jahr überreicht von Herrn Dipl.-Oec. Ralph Brix, Prokurist STRABAG GmbH, Leiter kaufmännische Dienste an:

  1. Dipl.-Ing. Artur Picht für seine Diplomarbeit „Ermüdungsuntersuchungen von Asphalt nach Vorschädigung“
Preis der Kirchhoff-Stifftung, von Links: Dipl.-Oec. Ralph Brix, Prokurist STRABAG GmbH, Leiter kaufmännische Dienste, Dipl.-Ing. Artur Picht, Prof. Dr.-Ing. Jürgen Stamm. Bild: André Terpe

Johann-Ohde-Preis

Der Johann-Ohde-Preis wird an der TU Dresden für hervorragende Projekt- und Diplomarbeiten, im Fach Geotechnik verliehen. Der von der Bauer Spezialtiefbau GmbH gestiftete Preis ist mit 1.000 Euro dotiert. Den Preis überreichte Herr Dr.-Ing. Markus Uhlig vom Institut für Geotechnik der TU Dresden an:

  1. Klara Vetterlein für seine Projektarbeit „Wärmeleitfähigkeit in feuchten Sanden“
Johann-Ohde-Preis: Von links: Dr.-Ing. Markus Uhlig, TU Dresden, Institut für Geotechnik, Klara Vetterlein, Prof. Dr.-Ing. Jürgen Stamm. Bild: André Terpe