Wasserstoffinduzierte Spannungsrisskorrosion

UVS
20. Oktober 2014

Die Fakultät Bauingenieurwesen lädt ein zur öffentlichen Verteidigung im Promotionsverfahren mit dem Thema „Wasserstoffinduzierte Spannungsrisskorrosion – Ein Beitrag zur Beurteilung der Zuverlässigkeit von Spannbetonbrücken mit Hennigsdorfer Spannstahl“ von Dipl.-Ing. (FH) Tobias Wilhelm, M. Eng. am Dienstag, 4. November 2014 um 13 Uhr im Sitzungszimmer Beyer-Bau, Raum 67, George-Bähr-Straße 1.

Hanns-Bruno-Geinitz-Preis verliehen

UVS
20. Oktober 2014
Hanns-Bruno-Geinitz-Preis in einer Gesamthöhe von 5.000,– Euro an drei junge Geowissenschaftlerinnen und Geowissenschaftler für eine herausragende Leistung in ihrem Fachbereich: Karolin Moraweck, Dr. Jan Fischer und Dr. Nadine Janetschke werden damit für ihre hervorragende Diplomarbeit bzw. Dissertationen gewürdig
Den Hanns-Bruno-Geinitz-Preis in einer Gesamthöhe von 5.000,– Euro erhielten Karolin Moraweck, Dr. Jan Fischer und Dr. Nadine Janetschke – im Bild mit Stifter Dr. Dedo Geinitz (links) und Prof. Ulf Linnemann. Bild: UVS

Den Hanns-Bruno-Geinitz-Preis haben zwei junge Geowissenschaftlerinnen und ein Geowissenschaftler für herausragende Leistungen in ihrem Fachbereich erhalten. Karolin Moraweck, Dr. Nadine Janetschke und Dr. Jan Fischer wurden für ihre hervorragende Diplomarbeit bzw. Dissertationen gewürdigt.

Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wurde von den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden  im Rahmen eines Symposiums verliehen, das anlässlich des 200sten Geburtstages von Hanns Bruno Geinitz vom 16. bis 18. Oktober in Dresden stattfand.

Stifter des Preisgeldes ist Dr. Dedo Geinitz, ein Nachfahre von Hanns Bruno Geinitz (1814–1900), einem der bedeutendsten Geowissenschaftler Deutschlands und langjährigen Direktor des Königlichen Museums für Mineralogie und Geologie, den jetzigen Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden (SNSD). Er lenkte von 1847–1898 erfolgreich die Geschicke des Museums im Dresdner Zwinger und baute es zu einer der führenden geowissenschaftlichen Institutionen in Europa aus. Darüber hinaus war er Lehrstuhlinhaber für Geognosie und Mineralogie sowie Direktor der Bibliothek an der Technischen Bildungsanstalt, der späteren Technischen Universität Dresden. Geinitz legte damit schon vor über 150 Jahren den Grundstein für eine bis heute andauernde und äußerst fruchtbare Zusammenarbeit im Bereich Forschung und Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses zwischen den beiden heutigen Institutionen.

Die Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden veranstalteten gemeinsam mit der Technischen Universität Dresden (TU Dresden) ein Symposium anlässlich des 200sten Geburtstages von Hanns Bruno Geinitz in der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek Dresden. In 18 wissenschaftlichen Vorträgen und zahlreichen Posterpräsentationen spiegelte sich die große Bandbreite der Forschung von Hanns Bruno Geinitz umfassend wider.

Auch die Ausstellung „Gespräche mit der Erde“ ist dem Dresdner Geowissenschaftler zu seinem 200. Geburtstag gewidmet. Sie präsentiert Bildbände über die Vor- und Frühgeschichte Sachsens sowie Fossilien und Gesteine – z.B. einen 92 Mio. Jahre alten Seestern aus Bad Schandau und eine Pflanzenversteinerung aus Zwickau, 310 Mio. Jahre alt. Die Ausstellung ist bis zum 19. Januar 2015 täglich von 10 bis 18 Uhr im Buchmuseum der SLUB in Dresden zu sehen und entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Museum für Mineralogie und Geologie der Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden und der Geologischen Sammlungen der TU Dresden.

[Quelle]

Chancen und Risiken in der Tragwerksplanung

Prof. Michael Kaliske bei seinem Vortrag auf dem 17. Baustatik-Seminar. Bild: UVS
Prof. Michael Kaliske bei seinem Vortrag auf dem 17. Baustatik-Seminar. Bild: UVS

Die „Comödie“ im World Trade Center Dresden war am 17. Oktober 2014 für etwa 200 Fachleute Treffpunkt des 18. Dresdner Baustatik-Seminars. Die Veranstaltung wurde in bewährter Art vom Institut für Statik und Dynamik der Tragwerke der Technischen Universität Dresden in Kooperation mit der Landesvereinigung der Prüfingenieure für Bautechnik in Sachsen und der Ingenieurkammer Sachsen ausgerichtet. Das diesjährige Leitthema lautete: Chancen und Risiken in der Tragwerksplanung.

In allen Bereichen der Ingenieur­wissen­schaften, so auch im Bauingenieurwesen, gibt es zahllose neue Ansätze und ideenreiche, technische Ent­wick­lungen, z.B. im Hinblick auf neue Materialien, Materialkombinationen, Verbindungen und Technologien. Für die Berechnung der Tragwerke ist eine zu­treffende Modellierung der Materialien und Strukturen erforderlich, um mit Simu­­la­tio­nen zu realitätsnahen Prognosen des Tragverhaltens zu kommen. Diese Chancen sind in Gleichgewicht mit diversen Risiken der Praxis zu bringen. In diesem Spannungsfeld waren die Vortragsthemen breit angelegt − von der Grundlagenforschung und dem Zukunftspotential bis hin zu aktuellen Fragestellungen der Praxis − und beleuchteten die Chancen und Risiken in der Tragwerksplanung aus verschiedensten Blickwinkeln.

Neben den interessanten Beiträgen, die sich auf die verschiedensten Materialien (Holz, Beton, Stahl und Glas) konzentrierten, wurden Fragen der Qualitätssicherung von Softwareprodukten, des Bauens im Bestand und des Rückbaus von Kernkraftwerken behandelt. Im Rahmen des Seminars wurde auch über zwei interessante, große Infrastrukturprojekte (City-Tunnel in Leipzig, Dachtragwerk für den neuen Flughafen Berlin Brandenburg) berichtet, die in der Öffentlichkeit aus verschiedensten Gründen für Aufsehen gesorgt haben.

Das vollständige Tagungsprogramm ist hier verfügbar. Der Tagungsband zum Seminar kann über das Institut für Statik und Dynamik der Tragwerke der TU Dresden bezogen werden. Im Schlusswort wurde auch schon auf das 19. Dresdner Baustatik-Seminar hingewiesen, das für den 23. Oktober 2015 geplant ist.

Wolfgang Graf