Auch am dies academicus 2009 besichtigten 54 Studierende der Studiengänge Bauingenieurwesen sowie die Wasserbauvertiefer und Mitarbeiter des Instituts für Wasserbau und Technische Hydromechanik im Rahmen einer Halbtagesexkursion die Talsperre Klingenberg.
Die Trinkwassertalsperre Klingenberg im Erzgebirge staut mit einer Gewichtsstaumauer aus Bruchsteinen das Wasser der Wilden Weißeritz. Sie liefert ca. 60 % des Rohwassers für die Landeshauptstadt Dresden und ist seit 1914 ununterbrochen in Betrieb. Viele Anlagenteile sind mittlerweile verschlissen. Während des Hochwassers 2002 wurden Teile der Talsperre schwer beschädigt. Die nun begonnene Komplexsanierung wird bis 2011 andauern und ca. 60 Mio. Euro kosten.
Teile des Projekts sind bereits fertig gestellt, so z.B. der Neubau des 3,3 km langen Hochwasserentlastungsstollens, der Ersatzneubau der Vorsperre sowie der Neubau des Zuflusspegels und der Wildholzsperre. Gegenwärtig laufen die Bauarbeiten an der Hochwasserentlastungsanlage. Ende 2009 soll mit der Entleerung des Stauraumes begonnen werden, damit dann die Instandsetzung der wasserseitigen Staumauer erfolgen kann.
Betreiber und Bauherr vor Ort ist die Landestalsperrenverwaltung (LTV) des Freistaates Sachsen. Der zuständige Projektleiter von der LTV, Herr Humbsch (Wasserbauabsolvent der TU Dresden) stellte zunächst das Gesamtvorhaben vor. Anschließend konnten die bereits fertiggestellten Ein- und Auslaufbauwerke des Hochwasserentlastungsstollens, der neue Kontrollgang in der Staumauer, der unter Einstaubedingungen mit kontrollierten Sprengungen aufgefahren worden war sowie die Bauarbeiten an der Hochwasserentlastungsanlage besichtigt werden. Mit der Besichtigung des neuen Vorsperrendammes endete die Exkursion.
Nach der Rückkehr wurde im Hubert-Engels-Labor im Beyerbau schnell der Durst mit gekühlten Getränken gestillt. Gegrillt wurde dann auf der Wiese vorm Institut.
Die Exkursion wurde unterstützt vom Förderverein des Instituts für Wasserbau und Technische Hydromechanik.
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Exkursion Talsperre Klingenberg – Version 3.0
Die Wüste ruft . . .
Das Institut für Baukonstruktion unternimmt vom 06.03. bis zum 16.03.2009 mit 15 studentischen Teilnehmern eine Exkursion in die bis vor kurzem am stärksten expandierende Bauregion der Welt, nach Dubai. Die Stadt beziehungsweise das Emirat hat in der letzten Zeit durch außergewöhnliche Bauvorhaben wie dem Burj al Arab, dem Burj Dubai sowie diverser künstlich aufgeschütteter Inseln wie The Palm oder The World von sich Reden gemacht.
Ein expandierendes Baugewerbe bewirkt in aller Regel einen Schub bei Innovationen in Bautechnik und Bauausführung. Obwohl der Innovationsgrad für komplett neue Bautechniken in Dubai nicht sehr hoch ist, erfordern doch die im Gegensatz zu Deutschland gigantischen Projekte besondere Belange hinsichtlich der zur Anwendung kommenden Systeme. Speziell im Hochhausbau sind materialeffiziente und gewichtsoptimierende Bauweisen erforderlich. Diese haben direkten Einfluss auf die Belastung aus Erdbeben und auf das dynamische Verhalten der Gebäude unter Windbelastung. Ferner reduzieren leichtere Bauteile das Gesamtgewicht der Konstruktion und minimieren somit den Aufwand an lastabtragenden Bauteilen und Gründungen.
Das Ziel der Exkursion ist, den Studenten an realen Bauvorhaben andere, in Deutschland derzeit noch nicht so übliche Bauverfahren und Konstruktionen vorzustellen. Dazu gehören im Speziellen die besonderen baubetrieblichen Erfordernisse im Hochhausbau, schwimmend gelagerte Bodenplatten und vorgespannte Flachdecken mit bis zu 12 m Spannweite als Regelraster, sowie Tiefbau- und Brückenbaustellen und besondere Fassadentechnologien. Besichtigt werden unter anderem die Baustelle des Projektes Jewel of the Creek – ein Vorhaben mit 1.000.000 m² Nutzfläche, 17 Hochhäusern, einer viergeschossigen Tiefgarage auf einer Fläche von 500 x 250 m und einer Investitionssumme von 1 Mrd. Euro – sowie mehrer Brückenbaustellen und Bauvorhaben mit Spezialtiefbauaufgaben. Einige Besichtigungen ermöglichen auch einen Besuch des Nachbar-Emirates Abu Dhabi, welche nach Expertenmeinungen das Potential eines größeren Baubooms als Dubai besitzt.
Neben den fachlichen Veranstaltungen kommt der gesellige und der kulturelle Anteil mit einer Jeep-Safari und einem Dhow-Cruise sowie ausreichend eigener freier Zeit zur Erkundung von Land und Leuten nicht zu kurz.
Die Exkursion findet mit der freundlichen Unterstützung der folgenden Sponsoren statt:
- Gesellschaft von Freunden und Förderern der TU Dresden e.V.
- Baukonstruktion Dresden e. V.
- Erfurth Matthes Beratende Ingenieure, Chemnitz / Dresden
- Zublin Ground & Civil Engineering (LLC), Dubai
- Nelskamp Bedachungen, Schermbeck
- HDI Gerling Versicherungen, Hannover / Köln
- Privatperson
Stahlbauexkursion 2008
Die diesjährige Stahlbauexkursion am 4. Juli führte ca. 45 Studenten unter Begleitung von Prof. Stroetmann und Mitarbeitern des Lehrstuhls für Stahlbau zur Baustelle des neuen Kraftwerkblocks R am Standort Boxberg und anschließend zu Züblin Stahlbau GmbH nach Hosena.
Beim Kraftwerk Boxberg, das von der Vattenfall Europe Generation AG & Co. KG betrieben wird, erhielten die Teilnehmer zunächst von Herrn Schikore, einem langjährigen Mitarbeiter von Vattenfall, Informationen über die geschichtliche Entwicklung des Kraftwerkbaus und die Funktionsweise eines Braunkohlekraftwerkes. Die Versorgung mit dem fossilen Brennstoff erfolgt durch den nahegelegenen Tagebau Nochten.
Anschließend erläuterte uns Züblin-Projektleiter Herr Jurk die Baumaßnahmen zum Neubau des Blocks R. Zum Leistungsumfang der Züblin Stahlbau GmbH gehören die Stahlbau- und Fassadenkonstruktionen des Maschinengebäudes, des Zwischengebäudes sowie die Bandbrücke zum Kohletransport. Wegen der großen Verkehrslasten und der beengten Platzverhältnisse stellte die Montage der Bandbrücke eine besondere Herausforderung dar. Im Anschluss an die Vorträge haben die Exkursionsteilnehmer die Baustelle trotz widriger Wetterverhältnisse in Augenschein genommen.
Die zweite Station der Exkursion war das Werk der Firma Züblin Stahlbau GmbH in Hosena. Nach dem Mittagessen in der firmeneigenen Kantine, zu dem alle Exkursionsteilnehmer eingeladen wurden, erläuterte der Geschäftsführer Ulrich Pfabe den Studenten die Struktur des Unternehmens und die möglichen Aufgabenfelder eines Ingenieurs.
Hagen Urban der Technische Leiter des Unternehmens erläuterte anhand aktueller Bauprojekte die Tätigkeitsfelder innerhalb der Gesellschaft. Deutlich wurde in seinen Ausführungen, dass großes Interesse an gut ausgebildeten Bauingenieurabsolventen besteht, die dringend beim Expansionskurs des Unternehmens benötigt werden. Neben dem Industrie- und Kraftwerksbau hat sich Züblin Stahlbau auch in der Planung und Ausführung von Industriefassaden spezialisiert. Der für den Stahlbau typische Bereich des Hallenbaus macht einen vergleichsweise kleinen Teil des Umsatzes im Unternehmen aus.
Im Anschluss an die Vorträge wurden die Studierenden in Gruppen über das Werksgelände und durch die Fertigungshallen geführt. Dabei ließen sich die Arbeitsschritte zur Fertigung einer Stahlkonstruktion von der Lagerung und Materialkennzeichnung über den Zuschnitt, die Vormontage und das Verschweißen bis hin zur Konservierung an interessanten Projektbeispielen verfolgen. Dabei ergaben sich zahlreiche Fragen, die von Mitarbeitern des Unternehmens und der Leitung fachkompetent und anschaulich beantwortet wurden.
Grundbau-Exkursion zur Neubaustrecke Erfurt-Halle
Die Grundbau-Exkursion dieses Semesters führte 18 Studenten sowie Mitarbeiter des Instituts für Geotechnik an die Eisenbahn-Neubaustrecke Erfurt-Halle. Erstes Ziel bildete das an der Baustelle Finnetunnel gelegene Besucherzentrum. Die Führung erfolgte durch den stellvertretenden Leiter der bauausführenden ARGE, Dipl.-Ing. Wolf, einen ehemaligen Geotechnik-Vertiefer und Studenten der TU Dresden. Nach einer Einführung in das zu den Verkehrsprojekten Deutsche Einheit zählende Bahnprojekt erläuterte er die Bauaufgabe des 6.885 m langen, aus zwei getrennten Röhren bestehenden Finnetunnels. Dieser wird mit zwei etwas zeitversetzt arbeitenden Tunnelbohrmaschinen maschinell aufgefahren, wobei jeweils aufgrund der Grundwasserverhältnisse im Hydroschildbetrieb begonnen und danach auf den offenen Modus umgestellt wird.
Zum Zeitpunkt der Exkursion hatte der Vortrieb gerade begonnen, so dass beim sich anschließenden Baustellenbesuch ein großer Teil der ersten Tunnelbohrmaschine noch im Voreinschnitt zu sehen war. Dort erhielten die Exkursionsteilnehmer auch einen Überblick über die für einen maschinellen Vortrieb nötigen Anlagen wie Tübbingfabrik, Lagerhaltung und Suspensionsaufbereitung sowie über die erforderliche Logistik. Von konstruktiver Seite war das aus Bohrpfahlwänden bestehende Anfahrbauwerk von besonderem Interesse.
Die Exkursion wurde abgerundet durch einen Besuch der Baustelle Unstruttalbrücke. Die 2.668 m lange, aus 46 Feldern bestehende Brücke wird mit zum Teil geneigten Bohrpfählen im anstehenden Festgestein gegründet. Geführt von Herrn Fritzsche vom Ingenieurbüro Krebs und Kiefer konnten die ersten fertiggestellten Gründungen besichtigt werden. Für die sehr interessanten Führungen sei Herrn Wolf und Herrn Fritzsche an dieser Stelle herzlich gedankt.
Exkursion zur Baustelle Kleiner Schlosshof in Dresden
Am 30.04.08 besuchten ca. 25 Studenten begleitet von Prof. Stroetmann und Mitarbeitern des Lehrstuhls für Stahlbau die Baustelle im Kleinen Schlosshof des Dresdner Schlosses. Mit Hilfe einer transparenten Stabwerkskuppel entsteht dort ein ca. 40 m langes und 25 m breites zentrales Foyer für die Besucher dieses prachtvollen Renaissanceschlosses mit seinen weltbekannten Kunstschätzen.
Zunächst erläuterte Dipl.-Ing. Kahl von der Niederlassung Dresden des Ingenieurbüros Leonhardt, Andrä und Partner in einem interessanten Vortrag den Entwurf des Architekten Prof. Kulka und die statischen Randbedingungen, die bei der Tragwerksplanung zu berücksichtigen waren. Dabei spielte der Zustand des in weiten Teilen rund 500 Jahre alten Mauerwerkes und der darüber aufgehenden Dachkonstruktionen eine wichtige Rolle. Das Hauptproblem bestand in der Ableitung der Horizontallasten der Kuppel. Die Lösung fanden die Planer in einem steil stehenden, umlaufenden Randfachwerkträger, der in horizontaler Richtung mit Hilfe von Schraubenfedern elastisch gelagert wird. Dipl.-Ing. Mansperger, der im vergangenen Jahr sein Studium mit einer Diplomarbeit am Lehrstuhl für Stahlbau abgeschlossen hat, ergänzte den Vortrag mit konstruktiven Details und Informationen zum aktuellen Stand der Arbeiten.
Im großen Schlosshof konnte dann ein 1:1 Modell von zwei rautenförmigen Kuppelsegmenten mit den transparenten ETFE-Folienkissen in Augenschein genommen werden. Diese Folienkissen sind wesentlich leichter als zum Beispiel eine Verglasung und passen sich auch an gekrümmte Flächen an. Allerdings müssen sie permanent mit rückgetrockneter Luft unter Druck gehalten werden.
Nach einem kurzen Blick auf das imposante Raumgerüst, auf dem die Kuppel entsteht, stiegen die Teilnehmer zum Dachgeschoss auf, in dem zusätzliche Stahl-Fachwerkkonstruktionen zur Lastabtragung integriert wurden. Von dort aus gelangten sie auf die oberste Montageebene des Gerüstes, die aufgrund der Stichhöhe der Kuppel von 8,35 m die Firste des Schlosses deutlich überragt. Bei einer herrlichen Aussicht auf die historische Altstadt wurden hier Details von Konstruktion und Montage besprochen. Geduldig beantworteten Herr Kahl und Herr Mansperger alle Fragen der Exkursionsteilnehmer, an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank dafür.
Tagesexkursion Baustoffler
Das Institut für Baustoffe plant am Mittwoch 17. April eine Tagesexkursion nach Bernburg und Oschatz. Besichtigt werden ein Zementwerk und eine Fertigteilproduktionsanlage. Zielgruppe sind alle Semester, Abfahrt ist um 8 Uhr am Beyer-Bau. Rückkehr ist am Nachmittag wieder in Dresden.
Wer Interesse hat daran teilzunehmen kann die Einschreibeliste in der 164 nutzen…




