Verleihung des Züblin-Stahlbau-Preises 2013

Jury und Nominierte des Züblin-Stahlbau-Preises 2013. Die Preisträger: Thomas Faßl (mittl. Reihe, 3.v.l.), Andra Corina Buescu (vord. Reihe, Mitte), Richard Wendt (mittl. Reihe, 1.v.r.)

Am 27. Juni 2013 wurde der Züblin-Stahlbau-Preis zum dritten Mal vergeben. Mit dem Preis werden herausragende Studien-, Projekt- und Diplomarbeiten von Studentinnen und Studenten sowie Dissertationen von Wissenschaftler*innen der Fakultäten Bauingenieurwesen und Architektur der Technischen Universität Dresden im Entwurf, der Berechnung und Ausführung von Stahl- und Verbundbaukonstruktionen sowie Metallfassaden und -dächern im Hoch-, Industrie- und Ingenieurbau gewürdigt.

Aufgrund der durchweg hohen fachlichen Qualität nominierte die Jury, bestehend aus Ulrich Pfabe und Hagen Urban der Züblin Stahlbau GmbH Hosena, Dr. Christian Dehlinger Ed. Züblin AG Stuttgart sowie Prof. Dr.-Ing. Richard Stroetmann und Jun.-Prof. Dr.-Ing. Jörg R. Noennig der TU Dresden, in diesem Jahr insgesamt zehn Arbeiten, deren Vielfalt von Entwürfen für Brücken, Schiffshebewerke und Kulturbauten über Untersuchungen zu Montagezuständen im Brückenbau bis hin zu wissenschaftlichen Arbeiten über die Nachhaltigkeit und Ermüdung von Stahl- und Verbundkonstruktionen reichte. Die Nominierten hatten am Vormittag des 27. Juni 2013 die Gelegenheit, der Jury ihre eingereichten Werke in einem Vortrag zu präsentieren und sich einer kurzen Diskussion zu stellen.

Die Preisverleihung fand noch am selben Tag im Rahmen des Bauballs 2013 statt, der traditionell von den Studierenden des 6. Fachsemesters des Studiengangs Bauingenieurwesen im Rahmen ihres Bergfestes veranstaltet wird. Die hohe Wertigkeit der Arbeiten, die Dipl.-Ing. Hagen Urban und Prof. Dr.-Ing. Richard Stroetmann in ihren Ansprachen würdigten, spiegelte sich auch in der Preisvergabe wider. Die Jury teilte den insgesamt mit 3000 Euro dotierten Preis auf drei Preisträger auf.

Einen zweiten Preis erhielt Andra Corina Buescu M.Sc. mit ihrer Projektarbeit zum Thema „Sustainability of composite slabs in steel construction“, die sich mit verschiedenen Konstruktionsformen von Verbunddecken, den Einsatz von höheren Stahlfestigkeiten und deren Nachhaltigkeit auseinandersetzt. Richard Wendt wurde für seinen „Entwurf einer Eisenbahnbrücke über die Lippe“ ebenfalls mit einem zweiten Preis ausgezeichnet. Beeindruckend fand die Jury den umfassenden Ansatz bei der Bearbeitung, die Realitätsnähe für die praktische Umsetzung wie auch die Bearbeitungstiefe.

Die Diplomarbeit von Dipl.-Ing. Thomas Faßl zum „Einsatz höherfester Stähle unter zyklischen Beanspruchungen“ wurde von der Jury mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Inhalt der Arbeit ist, den Einfluss höherer Streckgrenzen auf die Ermüdungsfestigkeit und innovativer Schweißnahtnachbehandlungsverfahren zur Verbesserung der Ermüdungsfestigkeit herauszuarbeiten sowie Einsatzpotentiale für ermüdungsbeanspruchte Konstruktionen, wie Brücken und Kranbahnanlagen, aufzuzeigen. Thomas Faßl konnte die Jury durch die tiefgehende gründliche und ideenreiche Bearbeitung dieses Themas und seine aufschlussreiche und fachkompetente Präsentation überzeugen.

In seinen Schlussworten würdigte Prof. Dr.-Ing. Richard Stroetmann vom Institut für Stahl- und Holzbau der TU Dresden noch einmal die hervorragende Zusammenarbeit mit der Züblin Stahlbau GmbH Hosena und das besondere Engagement des Unternehmens, das mit der Förderung von Exkursionen und sozialen Projekten des Bauballs, der Betreuung von Studien- und Abschlussarbeiten sowie der Stiftung von Stipendien weit über die Auslobung des Züblin-Stahlbau-Preises hinaus reicht und den Studierenden der Fakultät Bauingenieurwesen der TU Dresden zu Gute kommt.

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