Der Klimawandel und die Steinlaus in Sachsen

UVS
1. April 2014
Steinlaus-Moritzburg
Rezente Anoplura Lithoklasia Loriotensis sp. auf einer Sandsteinoberfläche des Mauerwerkes von Schloss Moritzburg bei Dresden in Sachsen.

Die Professur für Angewandte Geologie hat die Initiative für die Einrichtung eines neuen Sonderforschungsbereiches ergriffen. Zum 1. April 2014 wird an die Deutsche Forschungsgemeinschaft der Vorentwurf einer Konzeption mit dem Titel „Auswirkungen des Klimawandels auf die Steinlauspopulationen in Sachsen“ eingereicht. Der Sonderforschungsbereich soll ab 2015 in Kooperation mit weiteren Universitäten und Institutionen der Denkmalpflege neue Gesichtspunkte bei der Schadensbildung an Natursteinbauten herausarbeiten. Im Mittelpunkt stehen hierbei Trends und Entwicklungen, die infolge von Veränderungen bei der Steinlauspopulation im Zusammenhang mit dem prognostizierten Klimawandel zu erwarten sind. Der Vorentwurf des Konzeptes steht in einer Kurzfassung auf der Webseite des Instituts zur Einsicht.

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2 Comments

  1. Gratulation!
    Ich finde es hervorragend, dass sich die Dresdner Bauingenieure diesem, über den Tellerrand ragenden Thema widmen! Ist doch die Steinlaus, wie bei vielen auch heute noch der Klimawandel, ein wegdiskutiertes Thema – bis hin zum Total-Tabu.

    Beeindruckt bin ich vom Stand der heutigen Erkenntnisse, die das Wirken der Steinlaus nicht nur im Steinigen, sondern bis ins Norddeutsche Tiefland (allerdings liegen da ja auch eiszeitlich transportierte Steine herum – bis zum Riesen-Findling) belegen. – Womöglich ist meine Auffassung, die vorige Elbe-Vertiefung bei Hamburg hätte die Wanderfische Meerforelle und andere ausgesprochen negativ beeinflusst (vgl. http://www.salmonidenfreund.de/pages/beispielhaftes/die-elbe-bei-hamburg.php ) zu korrigieren und in Realität stünde auch hinter diesem Phänomen das Wirken der Steinlaus als wahrer Auslöser.

    Viel Erfolg für das Projekt wünscht
    Ludwig Tent

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