Erfolgreiches Arbeitstreffen des Europäischen Stabilitätskomitees ECCS TC 8

UVS
18. Juni 2012
Besichtigung der Baustelle Waldschlösschenbrücke

Nach Treffen in Lissabon und Graz fand auf Einladung des Instituts für Stahl- und Holzbau vom 14. bis 16. Juni 2012 das Arbeitstreffen des Technischen Komitees für Stabilität (TC 8) der European Convention of Constructional Steelwork (ECCS) an der TU Dresden statt. Hieran nahmen u. a. Vertreter der Länder Norwegen, Finnland, England, Frankreich, Luxemburg, Holland, Deutschland, Portugal, Schweiz, Österreich, Italien, Ungarn und Rumänien teil.

Am Donnertag Abend lud die Ingenieurkammer Sachsen zum Abendessen in das Restaurant Homage ein. Dipl.-Ing. Peter Simchen, Vorstand und Schatzmeister der Ingenieurkammer, betonte in seiner Begrüßungsrede das große Interesse der Ingenieurkammer Sachsen an guter Normungsarbeit. Er zeigte sich zuversichtlich, dass dies durch das ECCS TC 8 geleistet wird.

Am Freitag, Tag der Entscheidung über die Exzellenzunis, wurden technische und strategische Fragestellungen zum Eurocode 3 (Stahlbau) und hier insbesondere Themen der Stabilität diskutiert. Auf der Agenda standen unter anderem die Weiterentwicklung der Stabilitätsvorschriften für Platten und Stabtragwerke, die Imperfektionsannahmen, Fragen der FEM-Modellierung bei der Bestimmung von Biegedrillknicklasten, die Berechnung gevouteter Bauteile, Leitlinien zur Bestimmung der Teilsicherheitsbeiwerte für den mechanischen Widerstand und die Weiterentwicklung der „General Method“. Noch im Verlauf der Sitzung wurde die Entscheidung über die Exzellenz der TU Dresden bekannt gegeben, die die Teilnehmer des Meetings als zusätzliche Information mit in ihre Heimatländer nehmen konnten.

Am Samstag fand dann eine Führung über die Baustelle der Waldschlösschenbrücke statt, bei der sich die Teilnehmer des TC 8 Meetings und ihre Angehörigen über die Konstruktion, den Bauablauf und die Qualität der Bauausführung informieren konnten. Einzelheiten hierzu schilderten die Dipl.-Ing. Tino Klingner und Alexander Fuchs vom Ingenieurbüro Krebs und Kiefer in kompetenter Weise. Auch wenn noch wenige Betonierabschnitte zur Fertigstellung der Fahrbahnplatte fehlten, bot sich für die Teilnehmer die Gelegenheit, als eine der ersten Gruppen die Brücke zu überqueren und bei Sonnenschein den wunderbaren Ausblick über das Elbtal in Richtung der Altstadt und des Blauen Wunders zu genießen. Zum kulturellen Teil gehörten ein Ausflug in die Sächsische Schweiz zur Bastei, die Wanderung über den Malerweg nach Rathen und die anschließende Fahrt mit dem sächsischen Dampfschiff Meißen über die Elbe bis zur Brühlschen Terrasse. Zum Mittagessen lud der Deutsche Stahlbauverband in dem Panoramarestaurant Bastei ein.

Unter Beifall des Komitees bedankte sich der Vorsitzende des TC 8, Prof. Bert Snijder von der Eindhoven University of Technology, bei Prof. Richard Stroetmann für die gute Organisation und die Gastfreundschaft des Instituts für Stahl- und Holzbau. Das nächste Treffen findet im November 2012 in Paris statt.

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