Ingenieurkammer Sachsen fördert Ingenieurstudenten

Die Ingenieurkammer Sachsen startet mit „Campus.Ing.“ eine Initiative zur Förderung sächsischer Ingenieurstudenten. „Sachsen ist zwar nach wie vor die Ingenieurschmiede Deutschlands. Der Fachkräftemangel macht sich aber zunehmend auch im Baubereich bemerkbar, zumal immer noch zu viele Ingenieurabsolventen unsere Region verlassen. Hinzu kommt, dass in den nächsten Jahren viele Inhaber von Ingenieurbüros aus Altersgründen neue Mitarbeiter oder auch Nachfolger suchen. Deshalb wird das Thema Nachwuchsförderung auch für unseren Berufsstand immer wichtiger. Die praxisnahen Angebote unserer Initiative sehen wir auch als konkreten Beitrag, um die hohe Abbrecherquote in den Ingenieurwissenschaften zu reduzieren. Es muss uns gelingen, wieder mehr junge Leute in den Ingenieurberuf zu bringen, denn der Wirtschaftsstandort Sachsen ist auf diese klugen Köpfe angewiesen“, erklärte Dr.-Ing. Andreas Klengel, Geschäftsführer der Ingenieurkammer Sachsen das Engagement.

Die Initiative „Campus.Ing.“ bietet sächsischen Ingenieurstudenten eine Vielzahl attraktiver Angebote. „Um den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern, veranstalten wir zahlreiche Seminare, die auch für Studenten sinnvoll sind, in denen z.B. über die HOAI informiert wird. Die HOAI, die Honorarordnung für Architekten- und Ingenieurleistungen, ist ein Thema an dem kein angehender Ingenieur vorbeikommt. Studenten können daran zu vergünstigten Konditionen teilnehmen. Bei der Suche nach Praktikumsplätzen unterstützen wir die Studenten mit unserer Online-Praktikumsbörse. Besonders hervorheben will ich das Mentoring-Programm. Den Studenten stehen erfahrene Praktiker persönlich mit Rat und Tat zur Seite. Sie können sich bei der Wahl weiterführender Studiengänge beraten lassen, sich Informationen zum Berufsalltag aus berufenem Mund holen und erste berufliche Kontakte knüpfen. Auf der anderen Seite haben die Mentoren die Möglichkeit, künftige Ingenieure und potentielle Mitarbeiter kennenzulernen“, erläuterte Dr.-Ing. Klengel.

[Quelle: Sächsischen Ingenieurkammer]

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2 Comments

  1. man brauch nicht einmal an die zeit nach dem studium zu denken, in sachen “ing.= kosten“.
    ich werde mein studium privat finanzieren, nach feierabend ( wenn ich es noch schaff die augen auf zu halten ) lernen, da mein arbeitgeber kein interesse daran hat. Warum,… Brauch man ja ni zu erwähnen . Und nun erzählt mir mal einer was von abwanderung oder arbeitskräftemangel , es wird doch gar nicht gewollt , geschweigedenn diejenigen unterstützt, die wollen!

  2. Wo wird denn noch nach HOAI bezahlt bzw. abgerechnet? Leider erfolgt die Vergabe von Bauleistungen fast ausschl. nach dem Kriterium Kosten. Da wird natürlich schnell bei den Ing.Kosten gespart.
    Außerdem ist es heuchlerisch, wenn sich die Ing.Kammer über die Abwanderung von Ings. beklagt und erneut auf den Fachkräftemangel hinweist, der nichts weiter ist als Propaganda, die mit der Realität nichts zu tun hat. Einziges Ziel der Arbeitgeber ist die Verfügbarkeit billiger, williger junger Arbeitssklaven. Leider verschweigt man, dass die Gehaltssituation (vor allem hier im Osten) eher schlecht ist. Dagegen tut die Ing.Kammer, die ja angeblich die Interessen der Ings. vertritt, leider nix, eher im Gegenteil. Die Unterstützung der Studis duchr die IngKammer ist daher zwar grundsätzlich begrüßenswert aber leider kaum viel mehr als Imagepflege.

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