Putzaktion im Beyer-Bau

Studentisches Putzen

Wer nach den Ferien die Hörsäle 81 und 118 betritt, nicht wundern: Sie sind es wirklich. Nur heller und sauberer!

Dass der Beyer-Bau zu den historischen Gebäuden auf dem Campus der TU Dresden gehört, macht ihn sehr charmant: Er hat Stil, er ist irgendwie den meisten ans Herz gewachsen, die dort zu tun haben – ob als Forscher, Lehrende, Mitarbeiter oder Studenten (und das alles auch in der weiblichen Form, natürlich). Eine gewisse Patina macht einen Teil des Reizes aus, den so ein altes Haus hat. Aber eben doch nur ein gewisses Quäntchen. „Die Hörsäle“, befanden nun Studentinnen und Studenten des Bauingenieurwesens, „haben Charme – aber sie sind schmutzig.“ Sie vermuteten nicht ganz unbegründet, dass das Holz der Stühle und Bänke vielleicht gar nicht so dunkel sei wie es sich ansieht. Und so taten sie sich, ausgehend vom harten Kern der Fachschaft, zusammen. Putzeimer, Putzmittel, Putzschwämme und gute Laune im Handgepäck schrubbten sie sich durch die Bänke der Hörsäle 81 und 118. Schwarzes Wasser und nicht mehr definierbare Farben der (vor Gebrauch neuen!) Lappen gaben beredtes Zeugnis von der Schicht historischen Schmutzes ab, und vor allem die Modebewussten unter den Anwesenden dachten mit Schrecken daran, wieviel davon sonst wohl in die weißen Hosen gegangen ist, die man zur etwas wärmeren Jahreszeit so gerne trägt.

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3 Comments

  1. Wir haben diese Aktion organisiert, da die Bänke in den Hörsälen wohl schon seit Jahren keinen Schwamm gesehen haben. „Blut und Schweiß“ von diversen Studentengenerationen haben sich schon gesammelt. Es war eine wirklich unhaltbare Situation für uns Studenten! Leider hat die Uni wohl an der falschen Stelle gespart! Dieses Mal haben wir es noch gern gemacht aber im Beyerbau gibt es noch andere Hörsäle, die nicht besser aussehen. Hoffentlich hat die Univerwaltung endlich ein Einsehen und kümmert sich um eine intensive Reinigung der anderen Räume, um die Studienbedingungen „direkt am Studenten“ deutlich zu steigern – der Aufwand ist gering, der Nutzen enorm! JEDER Studenten und auch die anderen Nutzer des Beyerbaus profitieren von sauberen Hörsälen – eigentlich eine Selbstverständlichkeit!

    Ich möchte an dieser Stelle auch dem Dekanat und dem Institut für Massivbau (Prof. Curbach) für die freundliche Zusammenarbeit und Unterstützung danken!

  2. Hallo

    ich war am 21.12.2007 noch mal in den heiligen Hallen des Beyer-Bau´s und habe die sauberen Hörsäale auch bewundert. Es ist wirklich erstaunlich welche Farbe da zu Tage gekommen ist und etwas eklig finde ich es auch, wenn ich daran denke, dass ich 2,5 Jahre nur auf Dreck gesessen habe.

    Also ich bedanke mich bei allen Studenten die da mitgeholfen haben und uns diese sauberen Hörsäale verschafft haben. Ich werde an euch denken, wenn in der 81 mein Hefter nicht immer von der bank rutscht.

    Mit freundlichen Grüßen

    Peter

  3. Das war ne Aktion. Man ahnte ja schon in den Vorlesungen und Übungen, dass da einiges an Dreck ist – man musste sich nur mal die verklebten Unterarme nach 1.5 Stunden anschaun. Es war nur süffig. Aber was nützt das ganze Jammern. Nach einigen Anfragen, nahmen wir das ganze kurzerhand selbst in die Hand. Und es war hammer. Bei Musik ging alles noch viel leichter von der Bank. Man kann sich gar nicht vorstellen wie viel Schmutz – es müssen Jahrzehnte der Ansammlung gewesen sein – sich auf so einer Bank ablagern können.;)

    Schade, dass nur relativ wenige Freiwillige mitgeholfen haben. Ich hoffe das wird anders beim nächsten Mal und das wird definitiv kommen, denn soooooo weit ist das schwitzige Sommersemester nicht mehr.

    Oder vielleicht…. können wir träumen? Vielleicht müssen wir ja diesmal nicht selber schrubben? Bzw mit der Nase drauf stoßen, dass es in naher Zukunft wieder soweit sein wird und das reinigen erfolgt ganz automatisch? Vielleicht sogar über eine Reinigungsfirma?

    Na wir werden sehen

    Gruß

    Martin

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